Hallo Rast,
viele direkte Entnahmestellen für Trinkwasser gab es an Bord nicht. Zum einen die Küche, wo am Abwaschbecken Trinkwasser direkt oder über einen Filter gezapft werden konnte. Auch der dort befindliche Backofen war an die Trinkwasserversorgung angeschlossen. (Guckst Du hier: --/>/> Klick! (https://www.uboatarchive.net/U-570/U-570Plate21.htm))
Dann gab es im achteren WC noch ein Handwaschbecken mit einem Waschwasserhahn für Süßwasser und einem zweiten Hahn für warmes Seewasser. Der Waschwasserverbrauchsbehälter konnte und wurde zwar aus dem Trinkwasservorrat befüllt, der Inhalt selbst scheint aber dann nicht mehr als Trinkwasser im engeren Sinne gegolten zu haben. Zähneputzen sollte mit diesem Wasser durchaus möglich gewesen sein, aber dort den richtigen Durst zu löschen, war imho nicht vorgesehen. Das Handwaschbecken im vorderen WC hatte übrigens keinen Anschluss an die Trinkwasserversorgung. Für das Händewaschen dort gab es wieder einen Seewasseranschluss, wie auch die eigentliche Körperhygiene mit Seewasser erfolgte.
Als Versorgungssatz habe ich drei Liter Süßwasser pro Mann und Tag in Erinnerung (Quelle?), die dann zwangsläufig in Verantwortung durch den Smut über die ausgegebenen Rationen an die Mannschaft verteilt worden wären. Allerdings schreiben z.B. Nöldeke/Hartmann in ,,Der Sanitätsdienst in der deutschen U-Bootwaffe"; Mittler; Hamburg 1996, auf S. 122:
Zitat,,Trinkwasser stellte kein Problem dar. Es konnte aus dem Frischwassererzeuger von Siemens gewonnen werden und es entsprach nach Geschmack und Keimzahl den Anforderungen."
Mit freundlichen Grüßen
Schorsch