Ich versuche mich mal wieder an einer Anfrage an die Runde. Obwohl mein manchmal etwas augefallener Geschmack das wohl hin und wieder etwas schwirig macht. :oops:
Wer kennt / hat aus der Reihe
"Die Wehrmacht im Kampf"
Band 31 – Logistikprobleme der Marine
von P.Ziep
oder
Band 33 - Entstehung und Räumung der Ostsee-Brückenköpfe 1945
Von I Bidlingmaier
oder
Band 35 – Einsatz der schweren Kriegsmarineeinheiten im Ozeanischen Zufuhrkrieg
von G Bidlingmaier
(Herrschaftszeiten – bei dem letzten Titel hört man noch richtig den Jargon der oberen Kriegsmarinekader raus)
Die ganze Wehrmacht Reihe ist in der Scharnhorst Buchkameradschaft erschienen. Alle drei Bände sind von Anfang der 60er.
Aus der Zeit stammt ja allerlei an Weisswaschliteratur (Der böse Hitler und der dumme Göring haben alles versaut und die arme, liebe Kriegsmarine musste das alles ausbaden. :cry: )
Von der Sorte hab ich schon das eine oder andere Buch – da muss ich nicht noch mehr von haben. :roll:
Andererseits gibt es ja auch durchaus den einen oder anderen Augenöffner aus der Zeit und aus dem dritten Buch hab ich mal einige rauskopierte Seiten gelesen, die ich eigentlich in recht guter Erinnerung behalten habe.
Also – irgendwer gelesen die Bücher?
Danke!
Ciao,
Ufo
Hallo Ufo ,
kenne die Bände leider nicht .. Du gräbst aber auch immer Sachen aus !!!!
( muss aber gestehen , das eine oder andere hört sich schon recht interessant an ! )
Habe aber gerade mal ne Suchanfrage bei Abebooks gestartet ..
Band 35 ist schon mal dabei
http://www.abebooks.de/servlet/SearchResults?bx=off&ds=30&bi=0&an=Bidlingmaier&bsi=30&sortby=2
Angebot 43 & 45
Hier scheint es mehr Bände davon zu geben .. mal Nachfragen ???
http://www.abebooks.de/servlet/SearchResults?bx=off&sts=t&ds=30&bi=0&tn=Scharnhorst+Buchkameradschaft&sortby=2
Hilft Dir ja evt. schon mal weiter .. falls es Probleme mit dem Kauf oder Versand geben sollte .. mail mich mal an ..
@Ufo,
Kannst Du damit was anfangen ??
Danke!
Auf das Angebot mit der Hilfe beim Ordern komme ich eventuell zurück! Ist Glücksache – manche Händler bei abebooks.de versenden ohne mit der Wimper zu zucken ins Ausland, andere schlagen fast nochmal den Buchpreis für Porto und Verpackung drauf, wieder andere versenden rein gar nicht. Mal gucken.
Ich werde mal eine Weile warten – vielleicht hat ja jemand irgendwas Anderes von dem Gerhard Bindlingmaier und weiss wie der schreibt und ob das in irgend ein Richtung doll verfärbt ist.
Wäre ja vermutlich ein Zeitgenosse von Cajus Bekker. Den lese ich ganz gern aber wenn es zu kritischen Stimmen oder unbequemen Fragen zur Kriegsmarine kommt, braucht man ein Bekker Buch nicht erst aufschlagen.
Ich glaube die Bindlingmaiers (Ingrid ist meines Wissens nach die Ehefrau zu Gerhard Bindlingmaier) sind ein Historikerehepaar. Und ich meine, dass der Gerhard Bindlingmaier nicht in der Kriegsmarine gedient hat. Aber wissen weiss ich das eben nicht.
Von dem P. Ziep habe ich rein gar keine Ahnung, ob der irgend einer Richtung zuzuordnen ist.
Auch weiss ich nicht ob und in welche Richtung die ganze 'Die Wehrmacht im Kampf' Reihe sich neigt. Buchkameradschaft Scharnhorst ist nun nicht gerade das Podium für böse Worte über die Kriegsmarine aber eigentlich auf ganz gutem Niveau was Recherche und Belege betrifft. Das lässt hoffen!
Ich mag halt immer nur ungern Geld ausgeben für eins von diesen AllesNaziVerbrecher-Büchern. Die DieVerkannteWundermarine-Werke gehen mir allerdings auch auf den Geist!
Ja – aber wenn es ums Bestellen geht, wäre ich da für Hilfe gegebenenfalls durchaus dankbar! Die 'Logistikprobleme der Marine' hab ich auch schon in einem Antiquariat in Flensburg geortet. Auch gar nicht sooo teuer. :roll:
Ja und der Bindlingmaier mit seinem unaussprechlichen Titel wäre auch schon spannend und fuer ein Fachbuch noch ein zivilisierter Preis (wenn's denn eines ist!)!
Ufo
Ist Bekker so schlimm?
Ich kenne nur "verdammte See" von ihm und finde, daß er da einige Dinge (Torpedo-Krise, Operation Juno, die von eigener Luftwaffe versenkten Zerstörer) schon recht kritisch beleuchtet.
Andere kenne ich nicht. Welche sind denn nicht gut (nicht, daß man sich dann bei ebay mal dran vergreift...)
Nee – 'schlimm' ist der überhaupt nicht!
Und wenn Du über was von ihm bei ebay stolperst und das ist nicht garstig überpreist, ist das allemal das Kaufen wert. Nun – vorausgesetzt dein Etat erlaubt dass und Deine Bücher müssen sich bei der Zuteilung von Regalplatz nicht mit Enid Blyton's "Famous Five" oder "The Bear in the Big Blue House" herumschlagen. :roll:
Bekkers Erstling ist glaube ich 'Kampf und Untergang der Kriegsmarine' gewesen. Erschienen 1953. Da hat er damals allerhand höhere Kader aus der Kriegsmarine gewinnen können ihm erster Hand Material zu geben. Das ist schon ein gutes Buch! Und das – erschienen gerade mal acht Jahre nach dem Krieg – atmet wirklich noch den Geist der Zeit. Und seine weiteren Bücher sind dann auch nicht schlecht.
Ich finde nur die fahren alle auf der 'Gute Kriegsmarine – böser, dummer Hitler' – Schiene.
Du findest bei ihm wenig hausgemachte Krisen in der Kriegsmarine. Da hat entweder die Luftwaffe was versaut oder das K-Amt (die gehören bei ihm glaube ich aus eher zu den 'Bösen'), da hat man die Werften nicht gut genug überwacht, da hat der Führer reingereded (hat er ja auch!), das war ein zu grosser Druck auf der Produktion, das war ein Sachzwang, ...
Selten nur hat jemand in entscheidender Position in der Kriegsmarine Mist gebaut. Bei ihm wird die Kriegsmarine eher von Schiksalsschlägen getroffen. Es ist nicht so sehr, dass da jemand in Verantwortung Sachen bestellt, die für den Eimer waren (triaxilar stabilisierte Wunderwaffen, die im Takt der Nationalhymne schiessen konnten) oder Sachen nicht gekauft hat, die man dringend gebraucht hätte (Flugzeugträger).
Gänzlich still wird es bei ihm, wenn es um nicht so gelungene Aktionen geht wie den Einsatz schnorchelloser Boote mit plus minus unausgebildeten Besatzungen als Kanonenfutter für Tommyzerstörer in 1944/45.
Trotzdem – wie gesagt – ich lese Bücher von ihm gerne. Ich denke er recherchiert eher gut. Und hat ein enormes Insiderwissen angehäuft aus dem er geschrieben hat. Er lässt nur hie und da Sachen einfach weg.
Ufo
Moin, moin!
Thema Cajus Bekker; ist zwar etwas OffTopic, aber ich suche immer noch das Buch von ihm, "Die Radar-Story"; habe es vor vielen Jahren einmal gelesen - und ich denke diese Thematik paßt auch ganz gut in dieses Forum?! Habe zu diesem Thema bisher noch nichts Vergleichbares gefunden ... wenn also jemand von Euch einen Tip hat ...
Mit einem lieben Gruß
der Wilfried
@Wilfried
ich würde es bei Ebay oder zvab versuchen.
Der Titel des Buches ist übrigens "Augen durch Nacht und Nebel".
Bei meiner Recherche zur FuMO - Thematik hat es mir aber wenig geholfen. Da ist der Trenkle besser.
Stimmt, das habe ich auch von ihm - ganz vergessen... :oops:
Es zeigt einigermaßen gut die Zeitlinie der Technik, soweit ich mich erinnern kann, aber auf die Technik selber wird nicht sehr intensiv eingegangen.
@ Wilfried:
Wenn Du es Dir abholen willst, kann ich es Dir gerne ausleihen - ist ja nicht weit.
Nu aber schluß mit offtopic... :mrgreen:
Zitat von: t-geronimo
...
Nu aber schluß mit offtopic... :mrgreen:
Na ja - so arg viel topic ist hier ja gar nicht drin :)
Ich warte nur dass einer schreibt: Die Buecher kenne ich alle, die sind total toll und dort bekommst du sie fast umsonst ... na, ja - koennte doch sein. :roll:
Ich konnte nicht widerstehen und hab mit den "Einsatz der schweren laber-rabarber erzaehl bla bla" (wat een Titel!) fuer 'n Zehner online bestellt. Jetzt mal hoehren, was der geehrte Verkaeufer denn so an Vorstellungen in Sachen Versandkosten hat. Na - sollte immer noch ein Schnaeppchen sein. Fuer unter 20 Euronen hab ich das Buch selten irgendwo gesehen und die Karten sollen auch noch alle dabei sein. Falls da jemand partout nur nach Deutschland versenden will rufe ich um Hilfe aber erstma' hoffe ich einfach mal das Beste.
Wenn ich's hab, poste ich, ob's gut angelegtes Geld war.
Ufo
P.S.
@Wilfried
Falls Du es nicht mehr haben solltest aber doch gern mal wieder darin lesen wuerdest: abebooks.de spuckt mir Cajus Bekker, "Augen durch Nacht und Nebel; die Radar Story" gerade für sehr preisliche 5 Euronen aus. Für den Preis kann man gar nicht soo viel verkehrt machen.
Für 15 Euronen gibt es bei abebooks von ihm noch "Duell im Dunkel; Dramatische Höhepunkte der wissenschaftlich-technischen Kriegsführung". Das Ding ist von 1958 also nur rund fünf Jahre aelter als "Augen durch Nacht und Nebel".
Keine Ahnung, ob und in wieweit die Beiden Bücher überlappen. Aber bei der dichten Erscheinungsfolge eigentlich gar nicht so wahrscheinlich. Moeglicherweise also eine feine Ergaenzung zu dem ersten Buch.
Ciao,
Ufo
Moin Ufo,
hab' die Bücher doch direkt mal geordert - für diesen Preis, sicher kein Risiko. Außerdem, einmal warm essen gehen, kostet mittlerweile einiges mehr ... :D
Danke Dir für den freundlichen Hinweis.
@ Thorsten
Danke für Dein Angebot - hat mich sehr gefreut. Vielleicht sehen wir uns trotzdem mal ... Hamburg hat ja leider nicht geklappt.
@ Scheer,
vielleicht kannst Du noch was schreiben über das Buch von Trenkle ... ?
So, daß war jetzt komplett OffTopic! Ich danke Euch allen - und freu' mich über die Hilfe ...
Mit einem lieben Gruß
der Wilfried
So – nun hab ich mich schon ein gutes Stück in den Bidlingmaier, "Der Einsatz der schweren Kriegsmarineeinheiten im Ozeanischen Zufuhrkrieg" hineingelesen. Ich hatte ja versprochen ma' zu sagen wie's mir gefällt.
Jaaaaa – also – feines Buch! Also erstmal feines Buch!
Das rangiert so an der Schwelle, wo nach den ersten Salzwasserromanen (Fritz Otto Busch, Friedrich Rasenack, Theodor Krancke & Jochen Brennecke und andere) erstmals ernsthaft historische Forschung zur Rolle der schweren Kriegsmarineeinheiten im zweiten Weltkrieg getrieben wurde.
Wo Rasenacks Erzählung zur Fahrt der Graf Spee noch auf selbst Erlebtem und Empfundenen basiert, mit all den Vorteilen solch einer Geschichte (erster Hand, lebensnah erzählt) und all den Nachteilen solch einer Geschichte (voreingenommen, minimaler Blickwinkel, Fehler zu Hauf), da liefert Bindlingmaier dann ein (relativ) distanziertes Fachbuch.
'Relativ' distanziert. Es liesst sich schon drollig vom Heutigen Standpunkt. Wo ein Buch schon aus den Siebzigern des letzten Jahrhunderts (Salewski und andere) ganz sachbezogen von 'der Seekriegsleitung' und 'der Admiralty' spricht, von 'den Deutschen' und 'den Briten', da heisst es bei Bidlingmaier noch 'wir' und 'die Engländer'. Liesst sich eigenwillig.
Dabei ist er durchaus der distanzierte Historiker. Die Geschichte lag damals wohl einfach noch nicht so weit weg, als dass die Bezeichnungen 'wir' und 'die' ganz natürlich kamen.
Das Buch lebt davon, dass dem Autor die Unterlagen der Seekriegsleitung sowie viele Unterlagen der Royal Admiralty zur Verfügung standen. Er zitiert viel aus den Kriegstagebüchern aller Handelskriegsfahrten und der Skl. Und er vergleicht die Einschätzungen der Kriegsmarine über Erfolg und Misserfolg mit den Unterlagen der Briten.
Er beleuchtet sorgfältig die manchmal verschiedenen Einschätzungen des Kommandanten vor Ort und der Seekriegsleitung.
Dabei wird vielfach deutlich wie unendlich mühsam der Eiertanz war mit minimalem Risiko den gösstmöglichen Erfolg erreichen zu müssen. Er beschreibt sehr eindrucksvoll, wie die Admiral Graf Spee fast zwangsläufig in ihr Ende fährt; monatelang daran gehindert 'richtig' zuzulangen und dann als auf dem Heinweg die Forderungen zu Risikominimierung endlich etwas gelockert werden, geradewegs in einige Kreuzer brät, weil da ja ein Geleitzug hätte zu holen sein können.
(Überhaupt ist das Buch recht gute Medizin gegen den zum Teil hahnebüchenen Mist, der hie und da unter Threads wie 'Möglichkeiten der Graf Spee' gepostet wird. Bidlingmaier arbeitet recht deutlich heraus was ging und was ins Reich der Phantasie gehört.)
Das Buch ist auch schön, da es einem einfach macht die Einsätze der schweren Kriegsmarineeinheiten in einem Gesammtkontext zu sehen. (Alle Nas' lang fragt in irgend einem Forum jemand, ob das B-Schiff nicht noch hätte warten sollen bis dieses Schiff fertig gewesen wäre oder jenes Schiff dies oder das gemacht hätte.) Gerne wird der Zusammenhang zwischen den einzelnen Fahrten übersehen; die Notwendigkeit der Kriegsmarine permanenten Druck auszuüben und dabei gleichzeitig Einsätze mit anderen Kriegschauplätzen (z.B. Kreta) abzustimmen.
Da ist es hilfreich das der Autor aufzeigt wird wie ein Vorstoss im Nordatlantik dazu dient einem Raider im Südatlantik eine Atempause zu verschaffen oder wie ein Angriff im Nordmeer einem Panzerschiff den Weg für den Durchbruch in die Heimat frei machen soll.
In eingen Punkten merkt man denn doch, dass das alles sooo lange nicht zurücklag und dass da noch Wunden zu lecken sind.
Bidlingmaier geht fest davon aus dass die Briten das Wrack von Bismarck auf den Haken genommen hätten, wenn die sich nicht ganz heroisch selbst versenkt hätte. Voller Patos irgendwie aber wie man Heute weiss mehr Legende denn Wahrheit. Die Admiralty wollte den Dampfer unter Wasser haben, möglichst schnell, am liebsten gleich.
In den Schlussbetrachtungen kommt die Effektivität des Deutsche Zufuhrkrieges zu gut weg. Nun – wen wunderts! Die Einen hatten gerade gewonnen und schrieben eifrig wie verflucht knapp das doch alles war (Churchill und andere) die anderen hatten verloren und schreiben eifrig wie toll erfolgreich sie doch eigentlich waren (Doenitz und andere). Auf diesen Berichten basierend analysiert Bindlingmaier dann. Kunststück, wenn er daneben liegt.
Erst viel später (1970 +) kommen distanziertere Analysen. Erst viel später trauen sich Autoren deutlich zu machen wieviele Dampfer eigentlich durchkamen ohne je ein Deutsches Schiff oder Sehrohr gesehen zu haben. Direkt nach dem Kriege wäre das noch Majetätsbeleidigung gewesen angesichts der Ertrunkenen, Erfrohrenen und Vermissten.
Das Buch von Bidlingmaier ist eindeutig aus der ersten Phase. Die schweren Einheiten der Kriegsmarine waren weniger erfolgreich als er in seinem Schlusswort vorträgt. Macht ja nichts.
Er schliesst mit nützlichen Aufstellungen der beteiligten Streitkräfte, mit Auflistungen der versenkten und erbeuteten Schiffe und schlussendlich mit sieben kleinen Karten, die die Fahrten der Deutschen Schiffe zeigen.
Doch, doch – ein feines Buch!
Leider aus der Katekorie Fachbuch. Während man die Salzwasserromane für eine Handvoll Euro bei ebay haben kann, rangiert der Bidlingmaier meist so zwischen fünfundzwanzig und siebzig Euro. Siebzig ist Quatsch! Auch fünfundzwanzig ist zuviel.
Viele der Daten bekommt man Heute online oder aus billigerer Sekundär- oder Tertiär-Literatur.
Wenn man das Buch aber für um fünfzehn Euro erhaschen kann, hat man ein feines, kompaktes Werk zu einem recht komplexen Aspekt der Deutschen Seekriegführung ergattert.
Ciao,
Ufo
P.S. Sag ma' Wilfried wie machen sich denn die 'Augen durch Nacht und Nebel' und das 'Duell im Dunkel' nebeneinander? Gute Investition?
P.P.S. Also an Infos zur 'Entstehung und Raeumung der bla bla bla' aus dem Hause Bidlingmaier bin ich schon noch interessiert! Das scheint auch echt selten zu sein. Da scheitern meine Suchmaschienen auf breiter Front.
Vielen Dank für Deine ausführlich Rezension! Leider werden die "Wehrmacht im Kampf"-Bücher in den Antiquariaten derzeit zu horrornden Preisen gehandelt ( wie so viele interessante Bücher ...) ...
Jan-Hendrik
Zitat:
Viele der Daten bekommt man Heute online oder aus billigerer Sekundär- oder Tertiär-Literatur
Da haben wir ihn, den Tod neuer, fachlich fundierter Bücher zu den Themen die uns interessieren. Es gibt keine Verleger mehr, weil ein wirtschaftlicher Erfolg nicht mehr erzielt werden kann.
Manchmal kann das Web eben auch traurige Entwicklungen auslösen.... schade.
Moin, moin zuammen!
@ Ufo
Leider ist es mir nicht gelungen, die beiden Bände zu erstehen - habe darauf geboten; wurde bestätigt und - dann als schon verkauft gemeldet.
Neuerliche Versuche - anderer Anbieter, höherer Preis ... das gleiche Spiel. Werde also das Angebot von Thorsten annehmen - und demnächst noch einen neuen Versuch starten... :D
@ Ingura
So dramatisch sehe ich die Entwicklung nicht - in vielen Bereichen kann das Internet nur Stichwortgeber sein - und manchmal reicht die Kurzinformation. Und es liegt nicht zuletzt an den Anbietern. Wenn ich mir angucke, wieviel Geld ich für die Bände aus dem Bernhard & Graefe Verlag ausgegeben habe - und um wieviel besser die Qualität gleicher Bilder in einigen Publikationen des AJ-Press Verlages ist ...
Mit einem lieben Gruß
der Wilfried
Hallo zusammen!
Gerhard Bidlingmaier
Einsatz der schwerenKriegsmarineeinheiten im ozeanischen Zufuhrkrieg
Strategische Konzeption und Führungsweise der Seekriegsleitung
Die Wehrmacht im Kampf, Band 35, 1963
1.Dieoperativen Überlegungen der Marine vor dem Krieg
2.Die ersten Kriegsmaßnahmen in der Heimat
2.Die Operationen der Panzerschiffe
4.Die Pause im ozeanischen Zufuhrkrieg der schweren Überwasserschiffe
5.Der Höhepunkt des ozeanischen Zufuhrkrieges
6.Unternehmen Rheinübung: Atlantikunternehmung der Kampfgruppe Bismarck - Prinz Eugen
7.Der strategische Rückzug
Anlagen
Karten
Der Zusammenfassung von UFO ist wenig hinzuzufügen - wenn man´s zu einem vernünftigen Preis bekommt, würde ich auf jeden Fall zuschlagen ... sofern ich´s noch nicht hätte ;-)
Paul Zieb
Logostikprobleme der Marine
Die Wehrmacht im Kampf, Band 31, 1961
1.Nachschub für Landtruppenund fremde Seemächte
2.Nachschub - Logistik der Kaiserlichen Marine
3.Logistische Angelegenheiten zwischen den beiden Weltkriegen
4.Logistische Maßnahmen der Kriegsmarine im 2. Weltkrieg
Meiner Ansicht nach eine der wenigen Veröffentlichungen, die sich mit dem Problem Marinenachschub auseinander setzen - lesenswert!
Paul Willy Zieb:
Crew 12, geboren am 03.06.1892 in Ruhland
letzter Rang Konteradmiral (Ing.) ab 01.04.1942
09.38-08-39 B.J.,Insp.-Ing.
08.39-11.39 Stab MGK Ost, Ing.
12.39-07.40 Direktor des Ausrüstungsressorts, KM-Werft Wilhelmshaven
(organisierte "Weserübung"-Transporte)
04.40-01.43 Direktor des Nachschubressorts, KM-Werft Wilhelmshaven
zugleich
08.40-12.40 kommandiert zum Kommandierenden Admiral Frankreich
zugleich
05.41-11.42 kommandiert zum Stab Kommandierender Admiral Frankreich, Ing.Off.
02.43-08.44 Chef des Oberwerftstabes Schwarzes Meer
08.44-09.44 Befehlshaber der Seestreitkräfte auf der unteren Donau (Rückführung vom Balkan)
01.45-Ende Oberwerftdirektor Wilhelmshaven
03.47 entlassen
Kurt Assmann
Deutsche Seestrategie in zwei Weltkriegen
Die Wehrmacht im Kampf, Band 12, 1957
1.Von 1848 bis 1914
2.Der Erste Weltkrieg
3.Zwischen den Kriegen
4.Der Zweite Weltkrieg
... nett zu lesen, guter Überblick - aber nichts besonderes!
Nehme an, dass die Person Kurst Assmann bekannt ist ....
Cajus Bekker
Augen durch Nacht und Nebel - Die Radar-Story
ISBN 3-453-00583-X, 1978
1.Freya - Blitz aus den Wolken
2."Funkmeß" in den Kinderschuhen
3.Mit "Todesstrahlen" fing es an
4. Die Luftschlacht über England
5.Ein Schutzschirm über Deutschland
6.Der Hochfrequenzkrieg ist entbrannt
7.Ein "Donnerkeil" durch den Kanal
8.Trügerisches Gleichgewicht
9.Der schlimmste Feind des Uboots
10.Katz und Maus flöten Oboe
11.Wendepunkt 9 Zentimeter
12.Von Hamburg bis Berlin
13.Das Ende der "Scharnhorst"
14.Wettlauf mit der Zeit
... flüssig im "Bekker"-Stil geschrieben, wenige technische Daten ...
meiner Meinung nach kein "MUST"!
Besser ist da schon ...
David Pritchard
Durch Raum und Nacht - Radarentwicklung und -einsatz 1904-1945
ISBN 3-613-01454-8, 1992
1.Christian Hülsmeyer, der Vater des Radar
2.Die Entwicklung in den dreißiger Jahren
3.Runges Memoiren und der Fortgang der deutschen Radarentwicklung
4.Frühwarn-Radargeräte
5.Fernsuchgeräte
6.Rundsuch-Radargeräte
7.Flugzeug-Radargeräte
8.Passives Radar
9.Freund-Feind-Kenngeräte
10.Marine-Radar
11. Jägerleitverfahren
Als Standardwerk zur deutschen Radarentwicklung würde ich den bereits erwähnten Trenkle erwähnen:
Fritz Trenkle
Die deutschen Funkmeßverfahrenbis 1945
1986
Gute Ergänzungen dazu vom selben Autor:
Die deutschen Funkstörverfahren bis 1945
Die deutschen Funkpeil- und -horchverfahren bis 1945
Bordfunkgeräte - Vom Funkensender zum Bordradar
aus der Reihe "Die deutsche Luftfahrt", ISBN 3-7637-5289-7, 1986
Die deutschen Funklenkverfahren bis 1945 (nicht in meinem Besitz)
Alliiertes Marineradar wird ausführlich dargestellt bei
Norman friedman
Naval Radar
ISBN 0-85177-238-2, 1981
Grüße aus Österreich
Peter K.
Auch Dir vielen Dank , werter Peter !
Jan-Hendrik
Moin Peter,
Dir einen ganz herzlichen Dank für die Aufzählung; Dave Pritchard kannte ich nicht - aber der Trenkle "Bordfunkgeräte" steht bei mir im Regal - neben all' den anderen Bänden aus der Geschichte der deutschen Luftfahrt ... man sollte öfter mal ins Regal sehen ... :D
mit einem lieben Gruß
der Wilfried
Moin, moin zusammen!
Habe eben einmal den Titel von Pritchard als Suchbegriff eingegeben:
Eines der Ergebnisse:
http://www.lostplaces.de/funkmess/
Mit einem lieben Gruß
der Wilfried
Tja – weiss ich gar nicht – hm – ich sehe das in manchen Bereichen schon ähnlich düster wie ingura.
Papier ist (dankenswerterweise!) geduldig. Angaben in Fachbüchern aber sogar Angaben in den von mir als 'Salzwasserromanen' diffamierten Erlebnisberichten lassen sich normalerweise recht gut zurückverfolgen. Meist ist da klar (selbst ohne ordentliche Fussnote) wer da wo von wem abgeschrieben hat.
Da lese ich mich durch ein mässig sapnnendes, mässig fundiertes Buch, stolpere über eine interessante Angabe, eine überraschende Zahl und meist kann man anhand des Quellenregisters nachvollziehen, wo der Autor das her hat, wer das ursprünglich ausgegraben oder eben sich ausgedacht hat.
Diese logischen Ketten zerfallen sowohl beim Internet als auch bei bunten, billigen Publikationen oft sehr schnell.
Das Internett ist ein passabler Quell von guten und ein unendlicher Quell von blödsinnigen Angaben über unser gemeinsames Interessengebiet. Kaum etwas von den Informationen ist in Sinne einer historischen Publikation nachvollziehbar.
Jemand mit wenig Vorkenntnis kann sich ein gutes Deutsches Marine-Fachbuch von 1975 nehmen, es lesen und davon lernen. Die selben Fakten aus dem Internett zu bekommen braucht es schon jemand vom Fach, weil sonst nicht unterscheidbar ist, was Information und was Fabel ist.
Gute Bücher erlauben da einen gewissen Einhalt zu gebieten. Nur, und da teile ich Peter Linaus Meinung, der Markt für qualitativ hochwertige Marinepublikationen in Deutscher Sparache sieht ganz, ganz schlecht aus über die letzten Jahre.
Und auch in Englischsprachigen Bereich sieht man wie mehr und mehr Fachbücher nur mehr in halbkomerziellen Verlagen (Annapolis Press und andere) erscheinen können, weil auch da rein komerzielle Anbieter dem Druck der billigen Infornation weichen müssen.
Nee – ich finde unsere moderne Informationsgesellschaft hat uns viel Masse gebracht aber wir verlieren Tiefgang dabei!
Ufo
Sagt mal – die Ingrid Bindlingmaier hat jetzt aber nich' zufällig noch jemand von Euch im Schrank?
Ich fänd' ein gutes Fachbuch ueber die Rettung ueber die Ostsee aus der Zeit schon sehr spannend. Gerade auch wenn man neuere, nicht so glorifizierende Sichtweisen wie die des Freiburger Historikers Heinrich Schwendemann mit alten Heldengeschichten vergleicht, stellt sich ja doch die Frage was Fabel und was Fakt ist.
@Wilfried - das mit den Buechern tut mir leid! Das ist immer doof, wenn man sich entschlossen hat sich dies oder jenes zu kaufen und dann auf der Zielgeraden rausfliegt!
@ufo
ZitatNur, und da teile ich Peter Linaus Meinung, der Markt für qualitativ hochwertige Marinepublikationen in Deutscher Sparache sieht ganz, ganz schlecht aus über die letzten Jahre.
Findest du ? Sicher ist einiges an Schrott auf dem Markt, aber wenn ich an Blair, Schulze-Wegener oder Dreessen denke, so sind doch auch gute Werke vorhanden.
Ich meine auch, das gerade auf dem deutschen Markt die kritischen Bücher eine Chance bekommen haben. Bücher, welche z.B. die Kriegsmarine (vor allem bestimmte Bereiche und Schiffe) nicht mehr im "Hurra"-Stil darstellen.