Tach auch,
hier ein Link zum G 8 treffen http://www.rtl.de/news/rtl_aktuell_videoplayer.php?article=10467 jagt auf der Ostsee
Gruß, :MG:
Manfred
meiner meinung nach alles chaoten da oben , was da abgeht ist schon nichtmehr normal.
vorschlag: alle npd aktionen gestatten (nein ich bin nicht braun oder sonstwas :), polizei abziehen und sich die beiden horden von idioten mal in aller ruhe prügeln lassen , 2 tage später wieder hin und reste aufsammeln ...
was da mit den polizisten angestellt wird ist ein witz für ganz deutschland ... in keinem land der welt werden die polizisten so verheizt wie hier. mir fällt da ein wie es vor nen paar wochen in russland war bei aufständen der opposition , die wurden gnadenlos niedergeknüppelt und genauso sollte es hier auch sein. damit man mal wieder etwas respekt vor der polizei hat.
harte meinung ich weiss , aber ich musste das mal rauslassen.l
Hallo,
Zitat von: Scarabmir fällt da ein wie es vor nen paar wochen in russland war bei aufständen der opposition , die wurden gnadenlos niedergeknüppelt und genauso sollte es hier auch sein.
:ND//)
Grüße
Tri
Hallo Manfred,
vielen Dank für den Hinweis !
Konnte wegen Besuch bis eben keine Nachrichten sehen.
Ich denke bei diesen Vorgängen immer wiede an die Bilder von Gorleben.
Dort wurden wirklich Neulinge der Polizeischulen verheizt, das Bild des Jungen Polizisten der in eine tiefen Graben gestürzt war und von oben mit scharfeb Spaten "bearbeitet" wurde habe ich heute noch vor Augen.
Solche Opfer müßte eine Demokratie verhindern können, Worte, Plakate usw. immer, Gewalt nein.
Gruß
Theo
Es gibt sicherlich auch bei der Polizei schwarze Schafe, weil auch dort nur Menschen arbeiten.
Aber ich möchte niemals in einer Welt ohne Polizei leben.
Im Rettungsdienst erlebe ich tagtäglich, was für ein Sch***-Job das sein kann (auch wenn er freiwillig ausgesucht wird).
Wenn alle wegrennen, müssen die Jungs in letzter Konsequenz ihren Kopf hinhalten. Das braucht gar nicht bei einer Massendemo sein, das fängt schon bei Auseinandersetzungen im häuslichen Bereich und bei Festen mit zu viel Alkoholgenuß an.
Viele Überstunden, oft schlechte Ausrüstung usw., usw.
Und dann fast keine Freunde haben, weil die Polizei mittlerweile fast überall zum Feindbild geworden ist.
Da gehört schon eine Menge Idealismus dazu!
Wie gesagt, ich weiß, daß es auch dort nicht immer sauber abläuft (und daran muß man natürlich auch arbeiten und darf es nicht verschweigen), aber wie würde denn ein Staat ohne Polizei aussehen?
Nur damit nichts falsch gedeutet wird:
Mit Opfer meine ich die jungen Polizisten, natürlich die alten Böcke in der dritten Reihe genauso, und es darf nicht vorkommen das eine politische Einstellung in Gewalt endet und diese Leben und Gesundheit der Diener der Demokratie, und das sind unser Freunde und Helfer in erster Linie neben den Streitkräften, gefährdet oder wie jetzt wieder beschädigt.
Gruß
Theo
@Tri: war vielleicht n bisschen krass geschrieber , aber ich finde das die Polizei hierzulande viel härter durchgreifen muss , und die straftäter auch höhere strafen zu fürchten haben als nur nen jahr auf bewährung oder so. sowas schreckt nicht ab.
wenn man bedenkt wieviele der chaoten da aus dem ausland kommen .. mit dem gedanken "lass uns ma nach good old germany , da kannst du bullen mit steinen bewerfen und nix passiert dir ..."
die polizei steht da und kann nix machen ausser ihre (wenn vorhanden) schilde hochhalten und sich zu schützen .. viele andere länder rüsten ihre polizeikräfte mit gummigeschossen als wirksame distanzwaffe aus , wir nicht. deeseskalation selbst wenn schon auf den beamten rumgetreten und geprügelt wird... ein witz
da müssen viel härtere gesetze her. aber so schön sozial wie wir hier alle sind in deutschland wird das wohl nie passieren.die politiker diktieren den kurs und grün-weiss muss den kopf hinhalten.
Die Aufgabe der Polizei ist es nicht, jemanden niederzuknüppeln, sondern unsere Grund- und Freiheitsrechte zu verteidigen. Wir haben nämlich eine freiheitliche und demokratische Grundordnung. Daher auch der Begriff "Ordnungshüter". Wenn auf diesen Demos jemand meint, er müsse gegen das Grundrecht auf körperliche Unversehrtheit anderer Personen oder gar das staatliche Gewaltmonopol vorgehen, dann muss die Polizei einschreiten. Mit allen dafür geeigneten Mitteln. Was die Polizei nicht darf: Willkür walten lassen. Man muss sich vor Ort schon genau anschauen, gegen wen man den Knüppel schwingt. Bedauerliche Opfer kann es immer geben, das liegt in der Natur der Sache, nur zur Regel sollte das nicht verkommen. Das muss man von Ordnungshütern verlangen können. Wer schon einmal Opfer staatlicher Willkür geworden ist, weiß was das bedeutet und wie ohnmächtig man sich dabei als Otto Normalbürger fühlt.
Zu den unveräußerlichen Grundrechten in unserer freiheitlichen Gesellschaftsordnung, auf die wir mit Recht stolz sind, gehört das Demonstrations- und das Versammlungsrecht. Und das Recht auf freie Meinungsäußerung. Die Polizei, bezahlt vom Steuergeld von uns Bürgern, ist eben mehr als nur der Personen- und Interessenschutz der jeweiligen Regierung.
Unterm Strich muss man der Polizei in Deutschland für ihr besonnenes Vorgehen auf Großdemos ein großes Lob aussprechen, der Spagat zwischen Sicherheitsbedürfnissen einerseits und Grundrechten andererseits ist kein leichter Job. Ein großer Fortschritt wäre ein generelles Vermummungsverbot auf Demos, wer nichts auf dem Kerbholz hat, muss sein Gesicht nicht verbergen. Und die Einführung von Namenschildern bei Polizeibeamten, damit diejenigen, die diesem harten Beruf nicht gewachsen sind, aussortiert werden können.
Die Aktion heute gegen die Schlauchboote war meiner Meinung nach hart an der Grenze. Weit von einem tödlichen Zwischenfall entfernt war das nicht mehr. Soweit ich die Sache gesehen habe, lag das überfahrene Schlauchboot schon gestoppt da. Verhältnismäßigkeit der Mittel?
Beste Grüße
Joerg
Moin Moin
Wenn schon in Deutschland, dann wäre Helgoland der richtige Ort für das
G8-Treffen. Da hätte man so manches Problem nicht :wink:
Als in Rostock arbeitender Soldat kann ich der Polizei nur ein großes Lob aussprechen, sie haben bei schwülem Wetter unter schwerer Schutzkleidung einen super Job gemacht. Manchmal erinnerten mich die Szenen an Vietnamfilme, wenn bis zu 10 Helos gleichzeitig bei uns im Gelände einschwebten, Truppen aufnahmen und Richtung Heiligendamm loszogen.
Demos immer, Gewalt nie! Und es ist meiner Meinung nach auch die Zivilcourage der friedlichen Demostrantengefordert, wenn sie Gewalttäter kennen, die ja irgendwo in ihren Reihen und Camps übernachten müssen, dann muss man die auch anzeigen!
Immerhin hat es Greenpeace geschafft, mal wieder in aller Munde zu sein, die Spendengelder werden sicher wieder reichlicher fließen. (Man munkelt, dass die in D ziemlich Geldprobleme haben und schon Leute entlassen mussten)
wer sichmutwillig in eine Sperrzone begibt muss eben mit Gegenmaßnahmen rechnen,
übrigens, das Schlauchboot war noch nicht gestoppt, es war nur eine Verkettung von unglücklichen Umständen in einer hektischen Situation
Apropos Demonstranten:
alle sind für Ökologie und latschen durch Felder
man ist für fairen Handel und nutzt Handys, die brauchen aber Coltan und das kommt in der Masse aus Zaire (oder wie das zur Zeit sonst heißt); gegen Handymastenist man natürlich auch
über den (selbst miterlebten) Dreck während und nach den Demos ganz zu schweigen
@Big,
jaja, Toleranz ist immer das, was ich von anderen fordere, aber selbst nicht gebe.
Gerade bei Grünen ein Standard. Deshalb mag ich die nicht!!!
Tach auch,
@ Spee :=D>
hier kann man sehr deutlich sehen das das Schlauchboot nicht gestoppt lag. http://www.youtube.com/watch?v=tEmMxcyb8fU
Gruß, :MG:
Manfred
aha, wenn man mit Vollgas in eine Sperrzone eindringt ist das friedlich und gewaltfrei, ein Weltbild haben die!?
Doch, doch, das bloße Fahren mit dem Schlauchboot ist gewaltfrei. Und das Eindringen in eine Sperrzone kein Delikt, weswegen man umgehend Leib und Leben von Menschen riskiert.
@Spee: Mir sind toleranzpredigende Politiker lieber als die mit den "Null Toleranz" - Parolen. Der prominenteste davon sitzt ja auch am G8-Tisch. Grundrechte verteidigt man nicht, in dem man sie abschafft.
Beste Grüße
Joerg
Jene, welche Wasser predigen und Wein trinken?
Meine Erfahrung mit Toleranz-Predigern war bisher, daß genau diese Leute gegenüber anderen Meinungen keine Toleranz haben. Ist ein trauriger Aspekt, aber eben erlebte Erfahrung.
@triton: ich habe selbst jemand im falimiären umfeld der in der landesbereitschaftspolizei tätig ist, und eben auch in rostock bei der "demo" eingesetzt wurde , vielleicht bin ich daher ein wenig voreingenommen.
aber wie würdest du empfinden als polizist wenn du einer steinewerfenden horde gegenüberstehst und steine auf deinen kopf gezielt auf dich geworfen werden ? wenn auf kleine grüppchen polizisten die etwas von der gruppe abhanden gekommen sind, regelrechte hetzjagden entstehen oder dein kollege der eben noch neben dir in der reihe stand plötzlich blutüberströmt am boden liegt ? ich möchte das nicht erleben und kann da die polizisten voll verstehen denen dann irgendwann auch mal der hut hochgeht.
wie spee schon sagte , das ganze treffen auf nem grossen us cv inclusive deckungsgruppe mitten im atlantik abhalten und niemand kommt auch nur in die nähe.
Ich darf vielleicht noch einmal meinen Senf dazu geben:
Wenn alle in der Lage wären, friedlich ihr Missfallen mit einer Situation kund zu tun, dann bräuchte man weder Zaun noch Polizei. Aber leider scheint man gerade das verlernt zu haben! Toleranz zeigt sich immer darin, wie ich mit der Meinung anders denkender umgehe... hat mal so oder ähnlich Rosa Luxemburg gesagt. Und man darf ja von einer anderen Welt träumen, aber nicht seine Träume zum Mass aller Dinge machen. Noch ist es in unserer Welt so, dass das Geld, welches für Wohltaten und Rundum-sorglos-Pakete des Staates ausgegeben wird, irgendwie verdienst werden muss. Wo dieses Geld ohne Deckung ausgegeben wird ist der Staat irgendwann bankrott. (Da war doch was, 1989 oder so).
Man fordert z.B. die Arbeitsplätze nicht ins Ausland zu verlegen und gleichzeitig Arbeitsplätze und Investitionen inAfrika, wie passt das zusammen? Man fordert, nicht immer nur auf Aktienkurse zu schauen und ist sauer, wenn das eigene Portfolio einbricht... man könnte noch vieles mehr aufzählen.
Es passt eben vieles nicht zusammen, was hier passiert ist. Und in HRO ist man froh, dass nach der ersten Gewaltdemo nicht viel mehr passiert ist!
Hier noch ein Nachschlag an Senf! :-D
(aus meiner Sicht)
Demonstranten in Rostock waren, außer die schwarz Vermummten, der sogenannte ,,Schwarze Block", friedliche Leute mit eigener Weltanschauung.
Der Schwarze Block sollte sich nur an den Ausschreitungen in der Demonstration am Samstag negativ hervor getan haben, alle anderen Versuche sollten schon im Vorfeld erstickt werden.
Was viele nicht wissen, sind die vielen Zerstörungen in der Innenstadt, die von gewaltbereiten Jugendlichen ohne politischen Ambitionen ausging, die nur auf Randale aus waren und die begonnene Gewalt des ,,Schwarzen Blockes" gegen Polizei und Staatseigentum in der Demo, dann in der Innenstadt weiterführten und somit die friedlichen Demonstranten in Verruf brachten , ,, wie auch den Schwarzen Block" in gewisser Hinsicht.
Trotz alle dem, muss man der Polizei ein gewaltiges Lob aussprechen.
Sie haben nach anfänglicher Zurückhaltung, eine neue Strategie verfolgt, mit guten Ergebnissen auch gut umgesetzt.
Auch die friedlichen Demonstranten haben sich an ihren Unterkunftsorten ruhig und besonnen verhalten.
Bei mir gegenüber war eines ihrer Hauptquartiere, eine alte Schule von der Stadt zur Verfügung gestellt, sie hatte eine Art Festungscharakter, aber anderer Orts ging es recht Festivalartig zu und die verschiedensten Sprachen waren zu hören.
G8-Treffen hin und her, ich persönlich finde es gut , dass Rostock dadurch wieder einmal Weltbekannt ist.
Das zieht jede Menge Touristen an und vielleicht auch kleinere Industrie in unsere Region.
Noch was zu der Greenpeaceaktion: ich weiß zwar nicht wie das Angekündigt war, aber wer sich in ein Sperrgebiet begibt muss mit Widerstand rechnen und woher soll die Polizei wissen, dass es nicht verkleidete Sprengstoffselbstmörder in Greenpeacekleidung sind und sich als Grüne ausgeben.
Und das Schlauchboot, dass dort ein anderes überfährt, sieht m.E. tatsächlich unglücklich aus und somit ein Unfall in der Hektik.
Gruß Michael
Grad mal zurück von einem entspannt-schönen langen Wochenende kurz vor meinem "final stress" ...
... ja, eigentlich soo viel Zeit zu schreiben hätt ich gar nicht, aber da muss ich denn doch wohl:
In dem ganzen G-8 - Getue geht eins unter:
Da sitzen nicht die Menschen an einem Tisch, um die es bei "Globalisierung" geht.
Die sicher nicht!
Jeder Art von Demonstration gegen die ungeheuerliche Anmaßung der Wirtschaftsmächtigen wird von vornherein Gewaltbereitschaft unterstellt; nun gut, mögen vielleicht einige Promille davon wirklich Randale und Rabatz wollen.
Was/wer medial völlig ignoriert wird, sind die vielfältigen Stimmen aus allen möglichen Lagern, die darauf hinweisen, dass hier alles andere als demokratisch, offen und gerecht der Profit und die Verluste auf unserem Planeten verteilt werden.
Ich denke, jede Stimme / Aktion / Maßnahme, die (spektakulär oder rational) aufzeigen will, dass dieser G-8 - Gipfel im Prinzip nur zugunsten weniger multinationaler Schlüsselkonzerne, jedoch gegen das Allgemeinwohl heute (und gegen eine gerechte Welt von morgen...) gerichtet ist, verdient Beachtung.
Natürlich ist es nonsense, struktureller Gewalt anarchische Aktion entgegenzusetzen. Das dreht nur an der Spirale der Selbstverständlichkeit von Gewalt (ei guckt mal amerikanische Filme... die machens seit Jahren vor).
Sollen wir deshalb die strukturelle Gewalt gutheißen (damit meine ich jetzt nicht die Aktion der Exekutive, sondern das etwas verquere Selbstverständnis für welche Werte diese einstehen muss!)?
Heißt dies, zu akzeptieren: lass dich doch zu deinem Glücke zwingen? Denk nicht selbst?
Darf ein Herr Putin (aus Russland) einer Frau Merkel aus D (oder auch einem Herrn Fischer aus Ö) auf die alltäglichen Brüche der Menschenrechte in seinem Lande höhnisch antworten, "ach guckt euch doch selbst an, wie ihr damit in Heiligendamm umgeht! Ist doch auch nicht so viel anders..." ---
Was gilt es denn zu schützen?
Das eigne Portfolio, jegliche Art von konsumatorischem Luxus (ohne den wir noch vor 30 Jahren prächtigstens ausgekommen sind), frische Artischocken für Mitteleuropa aus der Sahelzone im Dezember; ja was denn?
Eventuell die Produktionsauslagerung nach Billiglohnländern (damit wir hierortigen Arbeitslosen unterstellen dürfen, sie seien nur asoziale Schmarotzer)?
Nein, ich möchte heutzutage kein politisch denkendes, ja nicht einmal ein logisch denkendes Mitglied eines gegen jene "Störenfriede" eingesetzten Exekutiv-Verbände sein.
Wir, die wir uns gar köstlich über die "Störenfriede" à la "Turbinia" amüsieren und damit/dabei die Zeichen einer neuen Zeit (im nachhinein) sehen, sollten uns wohl denn auch überlegen, warum so mancher heutiger Zeitgenosse nicht anders den "aufrürerisch seyn will" (Zitat Thomas Müntzer).
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Und wehe, wehe: beide Seiten kämen denn mal miteinander (jenseits jeglicher verordneten Kommunikationssperre) in Kontakt!
Da könnten sich die Bootsführer über ihre waghalsigen Manöver austauschen (so wie sich bei uns, 1984, Besetzer und Gendarmerie über das Durchhalten bei minus 10, minus 15 Grad in der Hainburger Au ausgestauscht hatten) - und damit käme wohl auch ein Gespräch über die Motivation zustande, warum man denn solches tut.
Ich mag niemanden verachten, der auf Befehl handelt.
Aber meine ungeteilte Achtung gilt denjenigen, die auch ohne Befehl das tun, was sie im Kant'schen Sinne zu verantworten gewillt sind.
Tjo, grad nu mal mein Senf aufs Würschtl,
Harold
ZitatWas/wer medial völlig ignoriert wird, sind die vielfältigen Stimmen aus allen möglichen Lagern, die darauf hinweisen, dass hier alles andere als demokratisch, offen und gerecht der Profit und die Verluste auf unserem Planeten verteilt werden.
Ich denke, jede Stimme / Aktion / Maßnahme, die (spektakulär oder rational) aufzeigen will, dass dieser G-8 - Gipfel im Prinzip nur zugunsten weniger multinationaler Schlüsselkonzerne, jedoch gegen das Allgemeinwohl heute (und gegen eine gerechte Welt von morgen...) gerichtet ist, verdient Beachtung.
Aber ich glaube, man darf dabei eins nicht übersehen:
Jeder massive Eingriff in das wirtschaftliche Leben der Völker durch die Politik setzt voraus, dass alle Menschen nur die gleichen, heren Ziele verfolgen, deren Erfüllung das Ziel des Staates sein sollte. Aber dieser staatliche Dirigismus übersieht a: dass sich daraus zwangsläufig eine alles erstickende Bürokratie aufbaut b: menschlcihe Bedürfnisse nicht steuerbar geschweige denn rational sind, c: nur durch Gewinne - über deren Höhe man trefflich steriten kann, Fortschritt bedeuten, nicht nur bei in der Tat überflüssigen Dingen wie noch einen besseren Fernseher oder noch verspielteren Handys, sondern in den Bereichen z.B. mehr Ernteerträge, bessere Medikamente usw.
Ich will niemandem seinen guten Willen beim Vortrag seiner Auffassung absprechen, nur Utopien bringen uns doch nicht weiter. Ich habe mal einen schönen Spruch gehört: Wer mit 20 kein Sozialist ist, ist ein Idiot, wer mit 30 immer noch Sozialist ist, auch, trifft auch mich auch zu!
es ist toll, dass sich so viele Leute hier in HRO überwiegend friedlich engagiert haben. Aber sie haben auch keine schlüssigen Lösungen angeboten, und ich misstraue grundsätzlich Leuten, die einfache Lösungen fü alle Probkleme der Welt anbieten, es gibt in dieser vielfältigen und bunten Welt keine einfachenLösungen. Was für uns logisch ist muss es für andere noch lange nicht sein.
Und wir dürfen und sollen noch selbst denken! Wem auf dieser Welt ist dieses Privileg wirklich beschert worden? Nur, und damit komme ich zum Ausgangspunkt Powerbootrennen zurück, mitsolchen Brachialmethoden erreicht man nichts wirklich entscheidendes.
ZitatNein, ich möchte heutzutage kein politisch denkendes, ja nicht einmal ein logisch denkendes Mitglied eines gegen jene "Störenfriede" eingesetzten Exekutiv-Verbände sein.
Und die Polizei, die dieses Treffen schützen musste, tat es doch nicht aus Selbstzweck sondern ging gegen Gesetzesbrüche vor, so, wie es ihr Auftrag ist, im Nachhinein muss jeder Polizist für seine Taten im Zweifelsfall vor dem Kadi gerade stehen. Das hat doch nichts damit zu tun, dass Polizisten nicht denken und eine eigene Meinung haben, sie haben sich mit ihrer Berufswahl nur für den Weg entschieden, den sie selbst für richtig halten
"Auch wenn die G8 nur eine "Kamingesprächsrunde" sind und keine Organisation; auch wenn ihre Agenda aussieht, als wäre sie von den Kritiker/innen abgeschrieben; auch wenn sie - nicht zuletzt deshalb - keine handfesten Beschlüsse zustande bringen.
Die Kritik der insgesamt 80.000 Demonstranten ging an die richtige Adresse.
Niemand trägt mehr Verantwortung für die unfairen Regeln, nach denen die Globalisierung heute funktioniert: Die G8 sind die Hauptaktionäre bei Weltbank und Währungsfonds.
Ihre Agenda lautet Freihandel und freier Kapitalverkehr.
Der Schutz von Investitionen und Patenten gilt ihnen mehr als der Schutz von Menschen.
Ohne die G8 hätte die Strukturanpassungspolitik bei Weltbank und Währungsfonds nicht stattgefunden, die zahlreiche Länder in die Armut riss. Heute hungern wieder mehr Menschen als vor zehn Jahren, die globale Arbeitslosigkeit ist höher als 1995.
Die G8 haben ihre Macht - und ihre Verantwortung - nicht dafür eingesetzt, dass in den Vereinten Nationen dringend nötige verbindliche Abkommen über Arbeits- und Menschenrechte, Sozialstandards, Umweltschutz oder Steuerkooperation zustande kommen.
Sie haben die Konferenz für Handel und Entwicklung der UNO links liegen gelassen und stattdessen - außerhalb der Vereinten Nationen - die Welthandelsorganisation WTO geschaffen.
Dieser blinde und dogmatische Freihandelsansatz (zwischen Ungleichen) hat zu Dauerkonflikten mit zahlreichen UN-Organisationen geführt: mit dem Entwicklungsprogramm, dem Umweltprogramm, der Ernährungsorganisation und der Gesundheitsorganisation.
In Heiligendamm stand folgerichtig nicht die Stärkung der UNO auf dem Programm, sondern die der WTO.
Die mächtigsten Regierungen könnten ihre Beliebtheit unschwer steigern, indem sie sich endlich mit denen an einen Tisch setzen, die von ihrer Politik betroffen sind, und auf gleicher Augenhöhe - egalité? - mit ihnen verhandeln.
Der "Dorfplatz" im Global Village heißt immer noch Vereinte Nationen. Dort geht in jüngster Zeit viel mehr weiter, als ihr Ruf vermuten lässt: Klimaschutzabkommen, Strafgerichtshof, Artenvielfaltskonvention, Abkommen über biologische Sicherheit. All dies gelang ohne die USA. Hätte man auf die Initiative der G8 gewartet, gäbe es diese Abkommen heute nicht.
Besäßen die mächtigen Regierungen die Einsicht und den Willen, auf die Menschen auf der anderen Seite des Zaunes zu hören, könnten sie folgende Vorhaben initiieren:
- Ein Nachfolge-Klimaschutzabkommen mit verbindlichen Reduktionszielen anstelle freundlicher Absichtserklärungen. Zudem: Die UNO hat 2003 ein verbindliches Pflichtenheft für transnationale Konzerne ausgearbeitet. Wenn globale Unternehmen die Menschen- oder Arbeitsrechte verletzen, die Umwelt zerstören oder die Gesundheit der Bevölkerung gefährden, können sie vor einem UN-Gericht zur Verantwortung gezogen werden. Die G8 bräuchten dieses fixfertige Dokument nur unterstützen, und die Weltwirtschaft wäre um einiges fairer.
- Verbindliche Arbeits-, Sozial- und Umweltstandards in der WTO haben wenig Aussicht auf Erfolg, weil die armen Länder bei der Kombination "Freihandel" plus Umweltschutz doppelt verlieren; das Angebot müsste lauten: "Entschuldung plus Entwicklungshilfe plus fairer Handel", dann würden sie bestimmt mitmachen.
- Ein Abkommen gegen Steuerflucht und zur Schließung von Steueroasen würde mehr Geld aufbringen, als für Schuldenerlass und Millenniumsziele der UNO erforderlich ist.
- Technologie- und Wissenstransfer über Kooperationsfonds und die Abschwächung des Schutzes geistiger Monopolrechte, besonders auf Medikamente und Lebewesen: Im globalen Dorf sollten wir Wissen teilen und nicht privatisieren. Die G8 sind selbst alle durch Abschauen und Kopieren groß geworden (und halten derzeit 85 Prozent aller globalen Patente).
- Regulierung der Finanzmärkte: Die G8 (damals G6) trafen sich 1975 erstmals nach dem Zusammenbruch des Bretton-Woods-Systems. Seither haben sie maßgeblich zur Instabilisierung der globalen Finanzmärkte beigetragen: mit der Durchsetzung des freien Kapitalverkehrs und der Deregulierung der Banken- und Fondslandschaft.
Was es dringend bräuchte, ist eine neue globale Finanzarchitektur, ein Bretton Woods II. Der Augenblick wäre günstig, um den visionären Vorschlag von John Maynard Keynes von 1944 aus der Schublade zu holen: Nicht der Dollar sollte die Weltleitwährung werden, sondern ein künstlicher Währungskorb, in dem Rohstoffe und Schulden notieren. Davon würden alle gleichermaßen profitieren.
An dem Rollenkonflikt des US-Dollar zwischen nationaler und Weltleitwährung ist nicht nur das Bretton-Woods-System zusammengebrochen, bis heute können die Vereinigten Staaten als einziges Land der Welt in der eigenen Währung Schulden aufnehmen und Öl kaufen - eine globale Schieflage mit zahllosen Folgeproblemen.
Für die Promotion von Keynes Idee in der UNO käme niemand eher infrage als die G8. Doch die sind nicht einmal willens, Hedgefonds so streng zu regulieren wie Bausparkassen.
Die G8 blockieren auf dem "globalen Dorfplatz" eine solidarische Nachbarschaftspolitik.
Sie schotten sich in Luxushotels ab und erklären ihre Interessen zum Weltinteresse. Der Protest in Heiligendamm ging an die richtige Adresse.
Mit der Legitimität der G8 sinkt früher oder später auch ihre Macht."
(Christian Felber/DER STANDARD, Printausgabe, 11.6.2007)
@ BigA, bei uns heißts, "wer mit 20 kein Anarchist war, und mit 30 kein Sozialist, aus dem wird sein Lebtag lang kein überzeugter Demokrat mehr..." - ist aber auch ein anderes Land, unseres. Ein ärmeres, und abhängigeres.
Und: Ich bin weit entfernt davon, Angehörigen der Exekutive antidemokratisches oder etwa auch geschichtsphilosophisches Gedankengut unterstellen zu wollen, -die eine wie die andre Extremposition des Denkens trifft auf Exekutivorgane schlichtweg nicht zu.
Aber den gesellschaftlichen "Konsens", aus dem heraus sie gezwungen/gewohnt sind zu operieren, stell ich mal doch eher zur Diskussion.
Dieser "Konsens" ist keiner ... eher eine seit etwa Mitte der 60-er bestens lancierte Meinungsmache (deren -ohnmächtige- Kinder wir nun mal alle sind).
Insofern sind "Vollzugsorgane" denn wohl eher gehalten, "die" Dinge nicht in Frage zu stellen.
(und, vice versa, tuns die "Berufsdemonstranten" ? -aber doch ebensowenig!).
Ciao,
Harold