Servus,
habe gerade beim Stöbern im Netz dies gefunden:
http://heninen.net/torpedoboote/english.htm
Hartnäckiges, standfestes kleines Boot!
Moin, moin zusammen!
Jau, ich mag diese T-Boote, die hier bei uns in Bremen gebaut wurden.
Hatten wohl auch eine ganz gute Seefestigkeit? Nur die 10,5 auf dem Achterdeck - deren Sinn erschließt sich mir nicht ganz. :)
Mit einem lieben Gruß
der Wilfried
Vielleicht dazu da, um auf Feinde zu schießen??? :mrgreen:
@T-G,
Um Gotteswillen nein! Könnte jemand verletzt werden!
Hab mal in der einschlägigen Literatur nachgesehen. Demnach konnte die T-12 gar nicht durch die Tests allein gesunken sein. 12 Torpdeos waren notwendig, um sie letztendlich zu versenken.
Das die 10,5er keinen Nutzen hatte, wird durch die Tatsache widerlegt, dass damit die T-12 einen schweren russischen Kreuzer verenkt hat.
Quellen: Die Deutsche Marine von Peter Wunsch und Karl Denken
Torpedoboote von Franz Unumwunden
Die Geschichte der Deutschen Torpedoboote von Peter O. Archiv
Was ist eigentlich mit mir los? Seit ca. einer Woche hab ich arge Konzentrationsprobleme, bin ständig müde und schlapp und mir ist andauernd schwindlig. -_-
@Lutscha,
das kommt davon, wenn man "fremdgeht" :D :D :D !
Leider isses hinsichtlich meiner Facharbeit weniger komisch, da es doch ziemlich störend ist und ich weiss einfach nicht, woran es liegt. -_-
Im Übrigen empfehle ich dir, nachdem ich Deinen Kokolores zur unterlegenen deutschen Technologie gelsesen hab, mal 2 Bücher dazu.
Geheime Waffen des Dritten Reiches von Bernd U. N. Glaubwürdig
Fulda`s Brave German World von Chris U. F. O. Fancy
Mal ne Frage: Wenn ich aus nem Buch zitiere, was nicht Primärquelle selbst ist und selber eine Vielzahl an Quellen nennt, ohne dass ich erkennen kann, woraus der Textabschnitt nun wirklich ist, muss ich dann nur das Buch als Quelle nennen und/oder die ganzen anderen aufgeführten Quellen?
Ich räume erstmal auf und gehe stalken, äh was darüber lesen.
@Lutscha,
da die meisten Bücher keine Primärquellen sind, zitiert man zwangsläufig aus dem Buch, welches man hat. Ansonsten wären 3/4 deiner Seiten Fußnoten.
Schreib mal hier hinein, auch wenn das ein älterer Thread ist.
Das Schicksal von T - 12 find ich schon berührend ! Es zeigt
die gute Qualität der Flottentorpedoboote und ich glaube, die
Ami´s haben aus der nächsten Serie auch eines nach dem
Krieg laufen gehabt.
T-12 deshalb für mich interessant weil mein Vater auf 2
Schwesterschiffen Funkmaat war, T 4 und T 7
T12 war kein Flottentorpedoboot!
T1 bis T21 waren Torpedoboote vom Typ 35 bzw. 37 und erst ab der größeren T22 trugen die Boote die Bezeichnung Flottentorpedoboot Typ 39 bzw. 41.
Ah danke,Peter K., dann bezog sich das "Flottentorpedoboot" auf sein letztes
Kommando und das war T 33, also wohl eine Serie weiter.
Bin hier auf sein Kriegstagebuch angewiesen, das man, da mit Blei-
stift geschrieben, fast nicht mehr entziffern kann ..
... gern geschehen! :MG:
Mein Vater gehörte von der Indienststellung bis zur Kommandierung auf Lützow zur Besatzung von T12. Hier ein Auszug aus seinen aufgezeichneten Erinnerungen über die Zeit auf T12.
Mit dem Laufbahnabzeichen Torpedowaffe am Kolani erhielt ich die Kommandierung nach Bremen zur Baubelehrung für Torpedoboote. Es war für künftige Besatzungen üblich, den Schiffbau und die Bewaffnung bereits in der Werft kennen zu lernen. Die Maschine war sehr modern. Mit Heizöl wurde Dampf erzeugt, und Turbinen setzten die Antriebswelle über ein Getriebe in Gang. Die Höchstgeschwindigkeit war ca. 36 Seemeilen (ca 65 Km/h bei Fahrzeugen). 2 Torpedorohrsätze an Deck (8 Torpedos) mit Rechenstelle auf elektromechanischer Grundlage und Preßluftversorgung zählten zum Mechanikerbereich.
Mit den Funkern, Signalposten und Steuermännern für Navigation zählten wir zu den sogen. Funktionären des seemännischen Personals. Am Tag der Indienststellung von T12 in der 2. Torpedoboot Flottille fuhren wir mit Werftpersonal zu Probefahrten Weser abwärts. Das Gefühl beim ersten Wellen- und Seegang versuchten wir zu verdrängen. Ich war später nie seekrank und immer aktionsfähig was oftmals sehr hilfreich war. Ein Torpedoboot taucht bei Seegang mit dem Vorsteven ein, der Brecher spült über Oberdeck hinweg, das Wasser kommt sehr nahe an den Gefechtsstand auf den Torpedorohren. Manchmal schützte nur das Ölzeug. Die Reeling ist wegen Schußfreiheit der Torpedos heruntergeklappt. Dafür wird eine Halteleine gespannt, um sich beim Laufen festhalten zu können. Man weiß bald, in welchem Moment man los rennen kann, um sich von den überkommenden Brecherwellen nicht wegspülen zu lassen. Die Wachen waren in Steuerbord- und Backbordwache eingeteilt. Also durchgehend die Hälfte der Mannschaft 4 Std. Wache, 4 Std. frei. Die Freiwache hatte den Schiffsdienstbetrieb aufrecht zu erhalten. Im Alarmfall befanden sich beide Wachen auf Station, das konnte dauern! Torpedo-Gefechtsschießen war harte Arbeit. Die klassisch-taktische Gefechtsprobe für Torpedoboote war der Durchbruch mit hoher Geschwindigkeit durch die eigene Schlachtschifflinie hindurch zu fahren, um in Position zum Torpedoschuß zu kommen. Aber eine solche Flotte hatte Deutschland noch nicht. Die wenigen geeigneten Kriegsschiffe schonte der Großadmiral Raeder, vermutlich aus seinem persönlichen Macht- und Ehrgefühl heraus. Der andere Großadmiral Dönitz als sein Widersacher war Emporkömmling von Hitler. Er machte sich mit seiner U-Bootwaffe stark und führte gnadenlosen U-Bootkrieg auf allen Weltmeeren. Soweit ich mich erinnere, lautete unser Auftrag in Küstennähe zu operieren. Z.B. vor der Ostküste Englands, im Skagerrak, Norwegen sowie der Ostsee. Das war Geleitschutz, Minensuche und um die Seehoheit vor den Russen in der Ostsee zu erhalten.
Die Operationen waren stets von Ungewißheit begleitet. Nach ca. 3 Tagen waren meistens unsere Ölvorräte verbraucht, wir mußten dann öfter eine Ölübernahme auf offener See mittels Schlauchverbindung durchführen. Von der schönen Marineuniform wie beim Landgang war da nichts geblieben. Wir kamen aus dem Lederzeug nicht heraus. Der Alltag war von Süßwassermangel gekennzeichnet. Wir behalfen uns mit Haar- und Gesichtswasser ,,Kolibri". Es roch so aufdringlich wie der kleine Vogel bunt ist.
Ich wurde zum 2. Male auf eine Torpedoschule für Portepee (Maate und Feldwebel) abkommandiert, und zwar nach Kolberg in Pommern. Den obligatorischen militärischen Dienst hatte ich danach in Steenweig bei Zwolle in Holland. Dieser Aufenthalt war wohl mehr als Besetzung des Landes gedacht. Der Haß dieser Leute war unverkennbar gegen uns gerichtet.
moin,
ich bin nur durch die Aktualisierung auf diesen Thread gestoßen :O/Y
betr. Link im Startbeitrag: sagt mal ... Nukleartests am Ladogasee ... weniger als 100 km von Leningrad ... wer glaubt das denn ? :roll: :ND//)
Die beiden einzigen internet-Beiträge, in denen das steht, haben beide T 12 zum Thema - da hat mMn einer vom Anderen abgeschrieben
Gruß, Urs
Moin, moin,
hab mal alles geschaut, was zu den Torpedobooten überall so zufinden ist,
die SU (CCCP) bekam ab 1945 2 Torpedoboote und 1 Flottentorpediboot, eingesetzt bei der BRF (Baltische Rotbanner Flotte)
Typ TB35 : T12 KM I.D. 03.07.1940, KM A.D. 07.05.1945, übernahme CCCP 05.1945, BRF I.D. 27.11.1945, als PODVIZNYI, BRF A.D. 13.03.1959, aufgelegt als Zielobjekt, gesunken 1991,
Typ TB37 : T17 KM I.D. 28.08.1941, übernahme CCCP 05.1945, BRF I.D. 05.11.1945, als PORIVYSTI, BRF A.D. 06.02.1960, verschrottet 1960, genannt wurde ein einzigesmal dieses Datum 15.05.1945 als britische Beute, sonst wurde bei allen anderen gleich übernahme CCCP genannt,
Typ FTB 39 : T33 KM I.D. 15.06.1944, übernahme CCCP 05.1945, BRF I.D. 05.11.1945, als PRIMERNYI, ab 1954 als PKZ-63, BRF A.D. 09.11.1956, verschrottet 1958,
:MG:
Hai
Äh, Urs - wo steht denn das die Tests bei Leningrad waren?
Ich les da was von Novalya Semilia - oder wie man das schreibt. :roll: :-D
Nowaja Semlja :MZ:
[wiki]Nowaja_Semlja[/wiki]
hallo, Teddy,
Zitat von: Teddy Suhren am 07 Dezember 2010, 16:56:36
Hai
Äh, Urs - wo steht denn das die Tests bei Leningrad waren?
Ich les da was von Novalya Semilia - oder wie man das schreibt. :roll: :-D
ich zitiere aus dem Link
In the summer 1953 Podvizhny was towed to Ladoga Lake and anchored in the inner bay of Makarinsaari Island. In the end of 1953 it was renamed as Kit (Whale).
During 1953-1954 on the islands Heinäsenmaa, Kugrisaari, Verkkosaari and Mökerikkö there were tests of high emission nuclear bombs. At least three bombs were exploded on the ship itself.
das ist mM weniger als 200 km fast genau nördlich von Leningrad.
Die Verlegung nach Nowaja Semlya (radioaktiver Abfallgrund) kam diesem Text nach später
Gruß, Urs
Hai
http://forum-marinearchiv.de/smf/index.php?topic=4483.0;prev_next=next
Vielleicht keine Atombombenversuche sondern vergleichsweise "harmloser" Beschuß oder ähnliches mit Uranmunition?
"Schmutzige" Bomben?
Hallo,
hier die T12 im Mai 1945, im Vorhafen (Alte Schleuse) in Brunsbüttel, als Kriegsbeute der englischen Besatzer.
(http://666kb.com/i/bp57baf73o2dfkrqf.jpg)
Zitat von: Spee am 08 Dezember 2010, 07:41:06
"Schmutzige" Bomben?
Hallo,
@Spee scheint hiermit dicht dran zu liegen ...
Nach einem russischen Bericht im Internet ist folgendes zu Tage getreten:
- der Bereich um die Insel Heinäsenmaa im Ladogasee ist als nukleares Testgebiet Anfang der 50er Jahre ausgewiesen worden
- neben der ex. T-12 "KIT" waren an den Versuchen auch weitere Schiffe mit unterschiedlicher Zweckbestimmung beteiligt
- es kam hierbei eine Spezialgruppe der Streitkräfte für nukleare Versuche zum Einsatz
- das Gebiet blieb bis in die 90er Jahre hinein Sperrgebiet
- auf der "KIT" gab es 3 Explosionen - aber augenscheinlich mit herkömmichem Sprengstoff (an Deck, im Aufbau, in der Bilge)
- die Explosionen ließen Behälter platzen, in denen radioaktive Isotope eingeschlossen waren
- die Gegend war später mit Isotopen Strontium-90 und Zäsium-137 verseucht
- Ziel der Versuche war es, Möglichkeiten des radioaktiven Schutzes und Auswirkungen auf Lebewesen zu untersuchen (es waren auch Tiere an Bord)
Hier die russische Page (http://www.himbat.ru/forum/viewtopic.php?t=398)
Grüsse
OLPE
... und eine Ergänzung zum weiteren Schicksal der "KIT", ex. "PODVIZHNYY", ex. "T-12":
- 1955 war das nukleare Testprogramm beendet
- am 13.09.1955 erfolgte die Ausserdienststellung der "KIT", sie blieb - mit nuklear verstrahlten Teilen und Reststoffen an Bord - liegen und sank
- Sommer 1991 hob der Bergungsdienst der sowjetischen Marine das Wrack
- Durch die Leningrader Marinebasis ist der Torso in einer geheimen Operation duch die inneren Seewasserstrassen (Swir, Onegasee, Weißmeerkanal, Weißes Meer, Barentssee) in die Karasee verbracht worden
- dieser lag dann in der "Schwarzen Bucht" ("Chernaya Guba") im südlichen Bereich der Insel Novaya Semlya
- 1993 sank das Boot entgültig
Die "Schwarze Bucht" ist eine von zwei Atom-Testarealen auf Novaya Semlya, in der nukleare Ladungen gezündet wurden. Das Gebiet ist nach wie vor gesperrt.
Koordinaten Google Earth:
70 43 28.76 N (70°43'28.76" N)
54 37 19.93 E (54°37'19.93" E)
Grüsse
OLPE
Seltsam irgendwie übernimmt Google Earth die Koordinaten 70°43'28.76" N 54°37'19.93" E nicht, meldet immer der Ort ist unbekannt..... :O/S
:MG:
Manfred
hallo, Manfred,
hast Du es schon einmal ohne Grad-, Minuten- und Sekundenzeichen probiert ?
Gruß, Urs
Zitat von: Urs Hessling am 20 Dezember 2010, 13:52:19
hallo, Manfred,
hast Du es schon einmal ohne Grad-, Minuten- und Sekundenzeichen probiert ?
Gruß, Urs
Ja, Du musst mir das jetzt einfach glauben, es ging nicht :O/S......jetzt aber doch...... :O/Y
:MG:
Manfred
Zitat von: olpe am 19 Dezember 2010, 21:38:42
Das Gebiet ist nach wie vor gesperrt.
Koordinaten Google Earth:
70 43 28.76 N (70°43'28.76" N)
54 37 19.93 E (54°37'19.93" E)
Grüsse
OLPE
Auch für die Nenzen ?........http://de.wikipedia.org/wiki/Nenzen
:MG:
Manfred
Zitat von: Albatros am 20 Dezember 2010, 15:23:23
Auch für die Nenzen ?........http://de.wikipedia.org/wiki/Nenzen
Hallo,
ich denke schon. Die nuklearen Testgebiete sind nach meinem Dafürhalten nach wie vor nicht zu betreten, weniger aus der Sicht des Strahlungsschutzes, sondern eher aus der Sicht der Zuordnung des Areals zu militärischen Dienststellen.
Interessant: Bellona Report Vol. 3-2001 (http://www.bellona.org/reports/The_Arctic_Nuclear_Challenge)
(die pdf-Datei downloaden; Punkt 4.2.1.). Hier sind recht gute - und sicher auch belastbare - Angaben im Hinblick auf Novaya Semlya, den Testgebieten, die Bevölkerung und die Infrastruktur vorhanden.
Ergänzend: [wiki]Nowaja Semlja[/wiki]
Grüsse
OLPE
Ich aktiviere dieses von Spee eröffnete und seit sehr langer Zeit nicht bediente Thema mit 2 Bemerkungen:
1. Zum nuklearen Testgelände Nowaja Semlja existiert eine 32 - seitige Broschüre unter dem Titel ,,Geheimnisse um die 6. Verwaltung" unter der Verwendung eines aus dem Russischen übersetzten Artikels von J. A. Schitikow.
Ab einer bestimmten Auflage und einer kleinen Überarbeitung, wäre ein Neudruck machbar.
2. Zum Torpedoboote T 12 unter sowjetischer Flagge und der Nutzung für nukleare Versuche im Onega See sowie über den späteren Verbleib ist ebenfalls eine Broschüre in Arbeit. Schön wäre es, wenn dazu noch ein T 12 - Foto aus Kriegsmarinezeiten erhältlich wäre. Vielleicht kann jemand helfen.
Hallo Karl-Heinz! Ich habe diese Fotos gefunden.
Herzliche Grüße, Vladislav.
Vielen Dank Vladislav. Diese und andere Kit-Fotos habe ich bereits eingearbeitet. Zwar habe ich ein 1:1250 - Modell von T 12 in meiner Vitrine stehen, was mir aber leider noch fehlt, ist ein brauchbares Foto aus der Zeit in der Kriegsmarine :cry: .