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Flotten der Welt => Die Rote Flotte und die russischen Marinen => Die Rote Flotte und die russischen Marinen - Allgemein => Thema gestartet von: Teddy Suhren am 01 August 2005, 23:10:41

Titel: Panzerkutter
Beitrag von: Teddy Suhren am 01 August 2005, 23:10:41
Hallo erstma

Freut mich hier so viele bekannte Namen zu sehen. Ich grüße euch alle!

Zum Tema der Überschrift:
Kennt jemand I Net Seiten und/oder gute Bücher zum Thema Panzerkutter der sowjetischen Flotte während des zweiten Weltkrieges?
Ich meine die mit den T34 Panzertürmen als Bewaffnung.
Ich bin kein Modellbauer aber hat jemand sowas als Modell?

Gruß
Jörg
Titel: Panzerkutter
Beitrag von: Peter K. am 02 August 2005, 00:14:51
Servus JÖRG!

EInen 4-seitigen Artikel über die sowjetischen Panzerkutter mit 5 Bildern, einem Längsschnitt, einem Aufriß und 3 Querschnitten findest du in

Siegfried Breyer,
Marine-Arsenal, Sonderheft Band 16
Das "Gesicht" der Kriegsschiffe Teil 1: Masten

Etwas ausführlicher und daher zu empfehlen wäre noch

Siegfried Breyer,
Enzyklopädie des sowjetischen Kriegsschiffbaus
Band 3: Flottenbau und Plansoll
Seite 79-90

Grüße aus Österreich
Peter K.
Titel: Panzerkutter
Beitrag von: Warjag am 24 Januar 2006, 02:45:40
Es gibt sowohl gute Literatur als auch die Linke (die IMHO nicht so gut sind) aber alles, was ich kenne, ist auf russisch. In Pavlov's "Warships of the USSR and Russia 1945-1995" kann man etwas über 2 Projekte (Projekt 186 und Projekt 1125) finden. Aber ich habe gehört, dass es ein gutes Buch von Breyer gibt. Selbst habe nicht gesehen. :cry:

Zuerst ganz kurz.
Die Grundidee des Panzerkutters kam schon 1919 auf. 1920 zwei PzKutter wurden in Kolomna auf Kiel gelegt. Aber nur 1931 kamen sie als "Partizan" und "Trevoga" zur Amurflotille in Dienst.
Die neue wurden 1925 in Auftrag gegeben. Es wurde 2 Klasse der PzKut vorgesehen, großer (Projekt 1124) für Amur und kleine (Projekt 1125) für Dnepr.
Projekt 1124
Konstruktionsbüro "Rechsudoprojekt", Chefkonstrukteur J.J.Benua, 1933-34.
Für die Verkleinerung des Tiefgangs wurde dem Rumpf die grosse Fülle der Bildungen gegeben, die mit aufrechten Borden und dem flachen Deck gewährleistet sind.
Der Rumpf mit dem querlaufenden System der Schiffsgerippe wurde auf 10 Abteilungen unterteilt. Die Konstruktion des Rumpfes war gemischt. Der gepanzerte Teil wurde genietet, der nicht gepanzerte geschweißt erfüllt. Alle Details der geschweißten Konstruktionen verbanden sich mit Fugen. Die Schiffsgerippe wurde zum Panzer genietet, zur Verkleidung außer der Zitadelle geschweißt. Den mittleren Teil des Rumpfes nahm sich die gepanzerte Zitadelle ein, in der die Untertürmenabteilungen, die motorische Abteilung, die Brennstofftanks und die Funkkabine aufgestellt wurden. Im Bezirk der Brennstoffabteilung hatte der Schutz eine doppelte Dicke - zwei gepanzerte Blätter wurden untereinander genietert. Die gepanzerten Blätter dienten als Deckbelag und als Bordverschalung, die auf 200 mm niedriger die Wasserlinien herabfallend sind. Auf solche Weise nahm die Panzerung an der Versorgung der allgemeinen Haltbarkeit des Rumpfes teil.
Die Kajüten hatten die verringerten Außenabmessungen (die Höhe nur 1,55 m) und die natürliche Ventilation. Es gab die Wasserheizung und die Bullaugen. Der Hauptkommandopunkt wurde im gepanzerten Kommandoturm aufgestellt.
Die Motoren GAM-34 (wie auf der S-Booten der G-5-Klasse) wurden mit dem Kreislauf gekühlt. In der mechanischen Abteilung gab es eine Feuerlöschenstation.
1935-44 wurden in Selenodolsk (Werft No.340), Stalingrad (Werft No.264), Izhora (Werft No.363) 97 Kutter gebaut.

Technische Angaben: 41.7 t, 25.3x4.0x0.75 m, 1600 PS, 21-22 Kn, 280 sm, Panzer: Seite und Kommandoturm 7 mm, Deck 4 mm.
2-76, 3 MG, 13 Mann.

Während des Krieges gab es verschidene Variante der Bewaffnung. Einige von ihnen kann man auf der Bildern sehen.

Das war's für heute. Wenn du (oder noch jemand) Lust hat, mache ich weiter  :)
Titel: Panzerkutter
Beitrag von: Warjag am 24 Januar 2006, 03:00:14
Noch ein bißchen Bilder :)

Alle sind aus russischen Büchern, also die Bildunterschriften sind auf Russisch :wink: Aber ich hoffe, alles ist ohne Wörter klar, oder  :)
Titel: Panzerkutter
Beitrag von: harold am 24 Januar 2006, 03:09:37
Danke, Dmitrij!

Was mich technisch sehr interessieren würde, wäre ein Längs- und Querschnitt.
Und vom historischen Interesse her: welche Einsätze gab es? Die Kutter müssen für ihre Besatzung wegen der Raumenge ja eine rechte Plage gewesen sein...
Ciao,
Harold
Titel: Panzerkutter
Beitrag von: Teddy Suhren am 24 Januar 2006, 12:09:37
Hallo,

auch von mir DANKE. :P
Was auffällt: hohe Geschwindigkeit, kaum Tiefgang und breiter, ebener Boden. Ideal für Fluß und Uferbereiche.

Gruß
Jörg
Titel: Panzerkutter
Beitrag von: Warjag am 25 Januar 2006, 02:30:47
Hallo,

@ Harold

Irgendwo habe ich Läng- und Querschnitte vom Projekt 1124, aber jetzt kann ich sie nicht finden :( Hier ist ein Querschnitt vom Projekt 1125 (kleiner Bruder vom Pr. 1124). Und dazu ein Übersichtsplan.

@ Jörg

Leider hatte ich heute keine Zeit, die Geschichte der Panzerkutter weiter zu schreiben. :( Auch morgen kann ich das kaum. Morgen hat mein Sohn sein erstes Halb-Jubiläum (5 Jahre)  :D Aber "Heute ist nicht alle Tage, ich komm' wieder, keine Frage" (c) Der roserote Panther.

MfG
Dmitrij
Titel: BKA-1125
Beitrag von: Peter K. am 03 Februar 2006, 18:28:36
Hallo zusammen!

Ich bin gerade über eine recht brauchbare Skizze des Typs BKS-1125 gestolpert ... siehe Anhang!

Quelle:
Siegfried Breyer, Enzyklopädie des sowjetischen Kriegsschiffbaus, Band 3

Grüße aus Österreich
Peter K.
Titel: Panzerkutter
Beitrag von: Warjag am 03 Februar 2006, 19:27:14
Hallo Peter,

Danke! Solche detaillierte Quershnitte habe ich noch nicht gesehen. Es lebe Breyer! :)
Diese Kutter hatten nur eine Welle (aus ökonomischem Grunde und Unifizierung mit dem Projekt 1124). Deswegen hatten sie schlechtere Manövrierfähigkeit und Lebensfähigkeit (ich bin der Richtigkeit von den Fachwörtet nicht sicher).
Die Skizze ist aber von einem verbesserten Projekt 1125u (1940).
Sehr ähnlich war auch eine kleine Serie der Panzerkutter des Projekts S-40, die Diesel-Motoren ("W-2", auch von Panzer "T-34") hatten.
Titel: Panzerkutter
Beitrag von: Peter K. am 03 Februar 2006, 19:47:37
Vielen Dank für deine sehr informativen Ergänzungen!

Von diesem kleinen Projekt S-40 habe ich bisher noch gar nichts gehört und daß die Breyer-Skizze zum Projekt 1125u gehört, ist mir auch neu!

Nochmals herzlichen Dank!
Peter K.
Titel: Panzerkutter
Beitrag von: Warjag am 03 Februar 2006, 21:57:18
Bitte, bitte!  :D

Projekt S-40

Diesen Entwurf wurde nach einem Auftrag von NKVD im TsKB-50 als eine Entwicklung vom Projekt 1125u ausgearbeitet. Ursprünglich wurden diese Kutter für Amu-Darja-Fluss vorherbestimmt.

Nach diesem Entwurf wurden in Selenodolsk (Werft №340) 7 Panzerkutter gebaut (1942). Alle wurden ursprünglich in die Volga-Flotillie aufgenommen. Später wurden einige von ihnen in die Schwarzmeerflotte versetzt.

BKA №33 (später BKA №24, №81, №332)
1941-Frühling 1942-28.05.1942. Ab 14.9.1943 bei der Schwarzmeerflotte. 9.11.1943 wurde durch einen Minentreffer bei Kerch versenkt.

BKA №43 (später BKA №31, №21)
1941-Frühling 1942-06.1942. 8.10.1942 wurde von der deutschen Artillerie im Stalingradgebiet bei Insel Golodnyj versenkt.

BKA №44 (später BKA №32, №23, №331, BK-331)
1941-Frühling 1942-06.1942. 1.11.1942 wurde von der deutschen Artillerie bei Stalingrad versenkt. 8.11.1942 wurde gehoben und repariert. Ab 6.5.1943 bei der Schwarzmeerflotte. Ab 13.4.1944 bei der Donau-Flotillie. 18.9.1944 beim Port Lom (?) (Donau) versenkt (Navigationshavarie). 24.9.1944 gehoben, repariert und 19.7.1945 zu NKVD übergegeben.

BKA №45 (später BKA №34, №25)
1941-Frühling 1942-06.1942. 3.11.1942 wurde von der deutschen Artillerie bei Stalingrad versenkt.

BKA №53 (später BKA №81, №34, №26, №101, №82, №334)
1941-Frühling 1942-06.1942. Ab 6.5.1943 bei der Schwarzmeerflotte. Weitere Schicksal ist mir unbekannt :(

BKA №54 (später BKA №82, №101, №26, №333, BK-333)
1941-Frühling 1942-1.07.1942. Ab 6.5.1943 bei der Schwarzmeerflotte. Ab 13.4.1944 bei der Donau-Flotillie. 19.7.1945 zu NKVD übergegeben.

BKA №55 (später BKA №83, №102, №324, №323, BK-323)
1941-Sommer 1942-10.10.1942. Ab 21.3.1943 bei der Azov-Flotillie der Schwarzmeerflotte. Ab 13.4.1944 bei der Donau-Flotillie. 19.7.1945 zu NKVD übergegeben.

Die technischen Angaben:

30.0 / 33.8 t, 24.6x3.85x0.7 m, 2x500 PS Diesel-Motoren "W-2", 2.3 t Öl, 19 Kn, 125 sm (10 Kn); Panzerung: Seite 7, Deck und Kommandoturm 4 mm, Geschützturm 45 mm;
1-76.2mm "F-34" im Turm von "T-34", 1..3-12.7mm MG "DSchK"; 13 Mann.

Nach dem "reinen" Projekt 1125 wurden nur die ersten 18 (mit dem ersten nicht gepanzerten Versuchskutter also 19) Kutter gebaut. Weitere Kutter wurden nach dem Pr. 1125u gebaut. Deshalb in vielen Quellen sind die beiden diesen Projekten als Projekt 1125 bezeichnet.
Titel: Panzerkutter
Beitrag von: Teddy Suhren am 03 Februar 2006, 22:09:28
Hallo

Edit:
Ich hab mal die Überschrift editiert.
Die passte nicht mehr so ganz zum wertvollen Inhalt. :)

Gruß
Jörg
Titel: Panzerkutter
Beitrag von: Warjag am 03 Februar 2006, 22:25:26
@ Teddy Suhren

Danke! Wir versuchen sich nicht zu blamieren  :lol:
Titel: Panzerkutter
Beitrag von: Warjag am 04 Februar 2006, 13:29:30
Für Harold :)

Die Längs- und Querschnitte vom Projekt 1124.

Quelle: Die Geschichte der vaterländischen Schiffbau. Bd.4. SPb, Sudostrojenie, 1996.
Titel: Panzerkutter
Beitrag von: Warjag am 04 Februar 2006, 16:52:11
Hallo,

Und nun zu den Meerpanzerkuttern

Die Meerpanzerkutter

Die am größte Schiffe, die während des Krieges entworfen und aufgebaut wurden, waren die Meerpanzerkutter. Der Beschluss über ihren Bau wurde den 2. Februar 1942 auf Initiative von Konteradmirales I.I.Gren gefaßt. Dieser Beschluss sah den Bau zehn "kleinen Meermonitoren" vor, die auch den "Schärenmonitoren " und den "Meerpanzerkuttern" (MBK) (im Unterschied zu den Flußpanzerkuttern der Projekte 1124 und 1125) später hießen.

Ursprünglich wollte man für den Bau das Vorkriegsprojekt 138 benutzen, aber, ausgehend von den Möglichkeiten der Industrie von blockaden Leningrad, war das Projekt tatsächlich beim KB-194 in einem neuen Projekt 161 (der Hauptkonstrukteur D.N.Zagajkevich) verarbeitet worden. Dieses Projekt sah die vereinfachten Schiffslinien, die Anwendung von zwei Motoren "Packard" und die Ausrüstung aus zwei Panzertürmen mit den 76-mm Kanonen (vom Panzer T-34) vor. Eine Würde des Projektes war die verhältnismäßig mächtige Panzerung der lebenswichtigen Teile - des Rumpfes, des Kommandoturms, der Türme und der gewisse Kampfposten. Die gemeine Masse der Panzerung erreichte 37,3 % von der Standardverdrängung (das Projekt 1124 - 11,2 %, das Projekt 138 - 18,8 %).

Typschiff wurde beim Werk No.194 im Oktober 1942 auf Kiel gelegt, aber das endgültige technische Projekt wurde von Admiral Galler erst den 15. September 1943 bestätigt, also vor sieben Tagen bis zu der Unterzeichnung der Emfangsakte des Typkutters . Zu dieser Zeit befand sich im Bau die ganze Serie, die sich bald bis zu 20 Einheiten vergrößert ist. Der letzte MBK des Projekts 161 ist den 30. Oktober 1944 in Dienst genommen worden. Somit hat das Werk den ersten Kutter in 11 Monate gebaut, der Bau von allen 20 Kuttern wurde in etwas mehr als 2 Jahren beendet, die einigen von den Serienkuttern  wurden in 3 bis 6 Monaten gebaut.

Die Probefahrt des Typkutters hat den Fehlbetrag der Geschwindigkeit (13 Kn anstatt 15 Kn nach dem Entwurf) gezeigt und die Kampfnutzung - die beschränkten Möglichkeiten der Panzerkanonen beim Meerzielenschießen.
Berücksichtigend es, hat der Hauptmeerstab noch im Oktober 1943 die Entwurfsaufgabe für einen neuen MBK mit den 76..85-mm Geschützen in  Mehrzwecktürmen und mit der Panzerung, die von den Treffen der 20..37-mm  Geschosse schützt, ausgestellt.

Die Erarbeitung des neuen Projekts 186 wurde TsKB-32 (der Hauptkonstrukteur J.J.Benua) betraut. Gleichzeitig bearbeitete KB-194 nach dem selben Auftrag und unter der selben Nummer (das Projekt 186) ein Projekt der "kleinen Kanonenboote" und ein vervollkommnete Projekt 161u ("der Schärenmonitor") (der Hauptkonstrukteur J.G.Derevjanko) aus.

Nach der Betrachtung aller Projekte wurde die Präferenz dem Projekt 161u gegeben, der eine neue Nummer 186 bekommen hat. Zu den Kuttern, die nach diesem Projekt gebaut wurden, ist auch die halboffizielle Bezeichnung "die kleine Kanonenboote" (MKL) übergegangen.

Im Unterschied zu den Schiffen des Projekts 161 hatten sie eine stärkere Artillerieausrüstung. Für die ersten MKLs ist es fehlgeschlagen, die Mehrzwecktürme MK-85 zu liefern, und sie wurden mit den Panzertürmen mit den 85-mm Kanonen "S-53" ausgerüstet. Ihre Lebensfähigkeit wurde dank des Ersatzes Benzinmotoren "Packard" auf die Dieselmotoren der Firma "General Motors" wesentlich erhöht.

Der Typpanzerkutter des Projektes 186 BK-521 " Komsomoletz Armenii " wurde beim Werk No.194 31. August 1944 auf Kiel gelegt und im September 1945 der Flotte abgegeben. Der Bau ganzer Serie (58 Kutter) wurde schon nach dem Krieg beendet.

Quellen: Die Geschichte der vaterländischen Schiffbau. Bd.4. SPb, Sudostrojenie, 1996.
Burov V.N. Der vaterländische Kriegsschiffbau. SPb, Sudostrojenie, 1995.
Titel: Panzerkutter
Beitrag von: Warjag am 04 Februar 2006, 17:34:17
Hallo,

Projekt 161

151.8 / 157.8 t, 36.2x5.5x1.28 m, 2x1200 PS Motoren "Packard", 2 Wellen, 13.6 Kn, 450 sm, 39 Mann; Panzerung: PzS 14..18-50..52-18..14, PzD 12..18-30..35-12..18, PzQ 14, 48..30 mm;
2-76.2mm "F-34", 1-37mm "70K", 2..3-12.7mm "DSchK" oder "Colt" (einige dazu 1..2-82mm Granatwerfer oder 2-45mm "21K").

BK-501 ( später MKL-27 )
Typschiff. 16.10.1942-11.04.1943-22.09.1943.
6.10.1949 außer Dienst.

BK-502 ( später MKL-28 )
15.11.1942-05.1943-18.09.1943.
6.10.1949 außer Dienst.

BK-503 ( später MKL-29 )
20.01.1943-05.1943-9.08.1943.
6.10.1949 außer Dienst.

BK-504
19.02.1943-05.1943-25.07.1943.
4.07.1944 bei der Truppenlandung in Wyborg-Golf durch einen Minentreffer versenkt.

BK-505 ( später MKL-31 )
03.1943-07.1943-24.08.1943.
28.11.1957 außer Dienst.

BK-506 ( später MKL-32 )
04.1943-07.1943-28.08.1943.
28.11.1957 außer Dienst.

BK-507 ( später MKL-33 )
05.1943-08.1943-29.09.1943.
6.03.1958 außer Dienst.

BK-508 ( später MKL-34 )
26.06.1943-19.09.1943-12.10.1943.
6.03.1958 außer Dienst.

BK-509
1943-Herbst 1943-8.10.1943.
4.07.1944 bei der Truppenlandung in Wyborg-Golf durch einen Minentreffer versenkt.

BK-510 ( später MKL-35 )
31.07.1943-24.10.1943-30.10.1943.
6.03.1958 außer Dienst.

BK-511 ( später MKL-36 )
9.11.1943-25.04.1944-30.05.1944.
28.11.1957 außer Dienst.

BK-512 ( später MKL-37 )
29.11.1943-27.04.1944-18.07.1944.
28.11.1957 außer Dienst.

BK-513 ( später MKL-38 )
20.12.1943-05.1944-24.06.1944.
28.11.1957 außer Dienst.

BK-514
1943-Frühling 1944-06.1944.
4.07.1944 bei der Truppenlandung in Wyborg-Golf durch einen Minentreffer versenkt.

BK-515 ( später MKL-39 )
29.12.1943-1.06.1944-29.07.1944.
28.11.1957 außer Dienst.

BK-516 ( später MKL-1 )
28.03.1944-22.07.1944-25.08.1944.
19.11.1944 bei Halbinsel Syrve durch Artillerie von deutschen M-Booten beschädigt. Später repariert.
10.07.1956 außer Dienst.

BK-517 ( später MKL-2 )
31.03.1944-4.08.1944-30.08.1944.
10.07.1956 außer Dienst.

BK-518 ( später MKL-3 )
30.05.1944-30.08.1944-26.09.1944.
10.07.1956 außer Dienst.

BK-519 ( später MKL-4 )
31.05.1944-09.1944-26.09.1944.
19.11.1944 bei Halbinsel Syrve durch Artillerie von deutschen M-Booten beschädigt. Später repariert.
1.09.1955 außer Dienst. DOSAAF übergegeben, 1989 noch in Dienst.

BK-520 ( später MKL-5 )
30.06.1944-09.1944-30.10.1944.
10.07.1956 außer Dienst.

Quelle: A.Shirokorad. Die Schiffe und Kutter der Marine der UdSSR 1939-1945. Minsk, 2002.
Titel: Panzerkutter
Beitrag von: Warjag am 04 Februar 2006, 18:04:54
Hallo,

Projekt 186

156 / 165.5 t, 36.2x5.2x1.5 m, 2x500 PS Dieselmotoren "General Motors", 2 Wellen, 14 Kn, 750 sm (13 Kn), 42 Mann; Panzerung: PzS 8-20-8, PzD 9-20-9, Kommandoturm 20 mm;
2-85mm "ZIS-S-53", 1-37mm "70K", 2x2-12.7mm "DSchKM-2BU", 2-82mm Granatwerfer.

BK-521 "Komsomoletz Armenii" ( später MKL-6 )
Typschiff. 31.08.1944-Sommer 1945-09.1945.
14.08.1958 außer Dienst.

BK-522 ( später MKL-10 )
30.09.1944-Sommer 1945-09.1945.
21.01.1960 außer Dienst.

BK-523 ( später MKL-11 )
Ende 1944-Sommer 1945-09.1945.
13.03.1959 außer Dienst.

BK-524 ( später MKL-7 )
Ende 1944-Sommer 1945-09.1945.
7.04.1956 außer Dienst.

BK-525 ( später MKL-8 )
Ende 1944-Sommer 1945-09.1945.
7.04.1956 außer Dienst.

BK-526 ( später MKL-9 )
Anfang 1945-Herbst 1945-11.1945.
7.04.1956 außer Dienst.

BK-527 ( später MKL-12 )
Anfang 1945-Herbst 1945-12.1945.
1.03.1958 außer Dienst.

BK-528 ( später MKL-13 )
Anfang 1945-Herbst 1945-11.1945.
1.03.1958 außer Dienst.

Quelle: A.Shirokorad. Die Schiffe und Kutter der Marine der UdSSR 1939-1945. Minsk, 2002.
Titel: Panzerkutter
Beitrag von: harold am 04 Februar 2006, 19:37:52
Servus Dmitrij,
erstmal Danke für die Fülle an Details und Informationen!

Was mich nach wie vor zum Kopfschütteln bringt : der Raumbedarf, den die Besatzung hatte (waren das alles Pygmäen??). Ich kann mir nur vorstellen, dass entweder eine jeweils SEHR kurze Einsatzdauer vorgesehen war,
oder (?möglich, oder nicht?) "Anlandeaufenthalte" gemacht wurden, um die Besatzung mal zur Ruhe kommen zu lassen.
Gemessen an Besatzungsstärke und Raumangebot geht es ja in einem Viermot.-Bomber noch luxuriöser zu!

Ciao,
Harold
Titel: Panzerkutter
Beitrag von: kalli am 04 Februar 2006, 19:52:16
Lieber Dmitrij,
Dein Engagement für das Forum und die Qualität Deiner Beiträge ist eines guten Lobes wert.
Das meint auch Harold :D
Gruß
Kalli
Titel: Panzerkutter
Beitrag von: Warjag am 04 Februar 2006, 22:14:30
Hallo Harold,

Natürlich hast du recht,

auf den PzKutter fehlte irgendeiner Komfort. Aber es gab gewichtigen Gründe dafür.
- Auf dem ersten Platz standen in dieser Zeit die Produktionsfreundlichkeit (vergiss nicht, die Kutter wurden in Leningrad gebaut, im Krieg, unter Blokadebedingungen), die mächtige Ausrüstung und der gute Schutz (die Hauptbestimmung dieser Kutter war der Kampf gegen sehr gut bewaffnete deutsche S-Boote).
- Die Fahrtweite war nicht so groß: 450-750 sm mit 12-13 Kn, also 1,5-2,5 Tage maximal. Deshalb wurde die besondere Aufmerksamkeit der Bewohnbarkeit nicht gewidmet.

Und schließlich war diese Frage (die Bewohnbarkeit) in der UdSSR nicht so wichtig. Sowjetische Leute mussten alle Hindernisse überwinden zu können :)

Aber ich habe gehört, dass auf japanischen Schiffen ist es noch schlimmer gewesen, oder?
Und eine schlechtere als auf sowjetischen und japanischen Schiffen Bewohnbarkeit gab es nur auf den deutschen U-Booten (besonders der VII-Serie)  :wink: Und es störte den deutschen U-Boot-Mannschaften nicht gute Ergebnisse zu erreichen.

@ Kalli

Danke! :D Ich versuche auch weiter euch nicht zu enttäuschen :lol:  :lol:
Titel: Panzerkutter
Beitrag von: kalli am 04 Februar 2006, 22:58:04
Krieg ist kein angenehmes Pflaster für die Beteiligten, besonders für die, die nicht gewisse Ränge inne hatten.
Das war wohl bei allen Marinen mit kleinen Unterschieden so.

Mich regt die Frage allerdings an zu fragen, wie waren in den Marinen die Lebensumstände der Besatzungsmitglieder?
Wer dazu was beitragen kann, sollte dazu eine neue Rubrik auf machen.
Gruß
Kalli

P.S @ Dmitrij ,
Du bist die beste Entdeckung, seit es das Forum gibt :D
Titel: Panzerkutter
Beitrag von: t-geronimo am 05 Februar 2006, 00:08:52
Habe gerade Breyers Marine-Arsenal "Dienst in der KM" erstanden.
Mal sehen, ob da was dazu drin ist.
Titel: Re: Panzerkutter
Beitrag von: Warjag am 11 September 2006, 23:45:54
Moin moin,

Hier sind Fotos von der "BK-92" (Projekt 1125), die jetzt ein Denkmal in Pinsk, Weißrussland ist.
http://foto.radikal.ru/f.aspx?f06098b675c277a8ejpg (http://foto.radikal.ru/f.aspx?f06098b675c277a8ejpg)
http://foto.radikal.ru/f.aspx?f060938fb3e3b14cajpg (http://foto.radikal.ru/f.aspx?f060938fb3e3b14cajpg)
http://foto.radikal.ru/f.aspx?f06091b74fd806983jpg (http://foto.radikal.ru/f.aspx?f06091b74fd806983jpg)
Titel: Re: Panzerkutter
Beitrag von: Kohlentrimmer am 24 November 2006, 15:29:45
Hallo Warjag,

kennst Du die Seite schon ?

http://sovnavy-ww2.by.ru/index.html

Gruß

S.
Titel: Re: Panzerkutter
Beitrag von: Warjag am 24 November 2006, 20:02:04
Moin moin Kohlentrimmer,

Ja, die kenne ich... Sie ist wirklich gut...
Titel: Re: Panzerkutter
Beitrag von: skipper2417 am 29 April 2012, 15:34:56
Moin! Gibt es ein Foto oder eine Zeichnung eines Panzerkutters vom Typ 1124 mit Tarnbemalung außer der Zeichnung mit dem Geschosswerfer?
In der 1980 hatte ich Jugendgruppen im Schiffsmodellbau. Dabei sind drei Modelle von Panzerkuttern im Maßstab 1:15 entstanden: zwei 1124, einer 1125.
Damit waren die Jugendlichen erfolgreich bei Wettkämpfen unterwegs. Plan für den Bau die Zeichnung in der Broschüre"Sowjetische Heldenschiffe"; Detailiierung der Modellle nach einigen Fotos und der MK 45 aus der Zeitschrift "Modellist Konstruktor". Die Jugendlichen sind längst andere Wege gegangen. Die Modelle sind aber noch immer fahrbereit. Jetzt ist Zeit für eine farbliche Änderung. Wir suchen deshalb ein zweites, glaubhaftes Tarnschema. Das von Bernd Oesterle in der "Modellbau heute" von 10/1981 erwähnte mit "grün, braun, gelb" halten wir für wenig wahrscheinlich wegen dem Gelb. Vermutlich erfolgte die Tarnung sowieso unter feldmäßigen Bedingungen in Eigenarbeit und nicht auf einer Werft.
Nach der Fertigstellung der Modelle hatte ich die Gelegenheit bei einem Besuch im Moskauer Armeemuseum 1987oder88 den dort stehenden Panzerkutter zu fotografieren und zu vermessen. Auf dem Schild stand damals die falsche Längenangabe :28m Länge. Das Boot ist aber 25m lang.
Herzliche Grüße vom Skipper2417
Titel: Re: Panzerkutter
Beitrag von: Glasisch am 29 April 2012, 16:16:45
Hallo,
meines Wissens waren sie grau, wie hier anhand dieses Modells, Es gab im Tarnanstrich keine Unterschiede zwischen Projekt 1124 umd 1125. Ehrlich gesagt ein Fleckentarnstrich wäre mir neu. Achtung! Die sowj. Kriegsflagge ist falsch. Gefundenim Netz, irgendeine Seite der Modellbauer, womöglich auch deutsche.
Gruß
Micha  :MG: 

Zitatwarjag Antwort #24 am: 24 November 2006, 20:02:04 » Moin moin Kohlentrimmer, Ja, die kenne ich... Sie ist wirklich gut...

öffnet sich nicht mehr seit geraumer Zeit.

(http://thumbnails42.imagebam.com/18751/3024fc187507126.jpg) (http://www.imagebam.com/image/3024fc187507126) (http://thumbnails76.imagebam.com/18751/23e6de187507129.jpg) (http://www.imagebam.com/image/23e6de187507129) (http://thumbnails27.imagebam.com/18751/d027dc187507138.jpg) (http://www.imagebam.com/image/d027dc187507138) (http://thumbnails74.imagebam.com/18751/d76f40187507144.jpg) (http://www.imagebam.com/image/d76f40187507144)

Titel: Re: Panzerkutter
Beitrag von: der erste am 29 April 2012, 20:09:46
Hier sind einige Links zu Flussmonitoren, wie sie heute in der russischen und rumänischen Flotte im Einsatz sind.
http://onepamop.livejournal.com/875950.html
http://romaniaforum.info/board3-marina-romana-romanian-navy/board409-marina-militara-dupa-1945-warships-after-1945/276-45-47-river-monitors/
http://romaniaforum.info/board3-marina-romana-romanian-navy/board409-marina-militara-dupa-1945-warships-after-1945/251-94-176-180-brutar-i-class-river-monitors-brutar-ii-class-river-monitors/
Titel: Re: Panzerkutter
Beitrag von: Bugsierstefan am 29 April 2012, 20:49:06
Interessantes Thema,

und ich dachte, dass diese Schiffsgattung schon ausgestorben wäre!  :-D
Die rumänischen Monitore haben mir fast noch besser als die russischen gefallen.


Viele Grüsse
Titel: Re: Panzerkutter
Beitrag von: skipper2417 am 01 Mai 2012, 11:06:48
Moin! Danke für die Links zu den modernen Nachfolgern!
In einer kurzen Beschreibung der "Dnjepr-Kriegsflottille 1944/45" wird neben den uns bekannten Panzerkuttern 1124 und 1125 noch ein Typ "K" erwähnt mit folgenden Abmessungen: Länge 20,5m; Breite 3,2m; Tiefgang 1m; Verdrängung 20t;Antriebsleistung 800PS; Geschwindigkeit max. 21kn; Bewaffnung 2X76mm, 27,62mm; Besatzung 14. Leider ohne Quellenangabe.
Kennt jemand diesen Typ Panzerkutter? Gibt es Zeichnungen oder gar Fotos?
Herzliche Grüße vom Skipper2417
Titel: Re: Panzerkutter
Beitrag von: Tostan am 02 Mai 2012, 07:05:57
Zitat von: Bugsierstefan am 29 April 2012, 20:49:06
und ich dachte, dass diese Schiffsgattung schon ausgestorben wäre!  :-D

Nicht ganz :) Gerade die Sowjetisch-Chinesischen Grenzkonflikte hatten noch viel Bedarf produziert. In der Gegend gibt es nunmal kaum Verkehrswege bis auf den Armur :) Daher wurden fast bis zum Ende der Sowjetunion Flussmonitore gebaut.

Was noch aktiv sein könnte mal kurz in Quartet-Form aufgezählt:

Projekt 1204: 77t mit 1x 76mm/48 im Panzerturm sowie 1x25mm oder 2x14,5mm .... diese Boote wurden auch in Europa eingesetzt und gingen nach dem Zerfall teilweise auch an die Urkaine/Weissrussland. Vier wurden auch nach Kambodscha exportiert.

Projekt 1248: 229t mit 1x 76mm/48 im Panzerturm sowie 1x AK630(30mm) ... Armur-Flottilie

Projekt 1208: 440t mit 2x 115 bzw. 100mm im Panzerturm sowie 2x AK630(30mm) ... Armur-Flottilie
Titel: Re: Panzerkutter
Beitrag von: der erste am 02 Mai 2012, 08:02:27
Hier noch einer. Es sind die Prj.1204 (Artillerieboote) im Bestand der 73. Küstenschutzbrigade innerhalb der Kaspi-Flottille.

http://onepamop.livejournal.com/874455.html
Titel: Re: Panzerkutter
Beitrag von: RonnyM am 02 Mai 2012, 18:02:04
Moin,

was mir hier auffiel, dass der "Kieler Knabenanzug" mal mit Tellermütze (normal), mal mit Schirmmütze getragen wurde. :? Auch die Gürtel waren recht unterschiedlich :-D

Grüße Ronny
Titel: Re: Panzerkutter
Beitrag von: Trimmer am 02 Mai 2012, 18:33:50
Ronny - wenn ich es noch so richtig in Erinnerung habe : ab bestimmten Dienstgrad zwar " Kieler " aber Schirmmütze und genau so mit dem Koppel ( Muschkotenkoppel- Offizierskoppel ) Aber sicher können das unsere Experten noch besser erklären

Gruß -Achim-Trimmer
Titel: Re: Panzerkutter
Beitrag von: der erste am 04 Mai 2012, 08:23:12
Das mit der Anzugsordnung war in der sowjetischen Armee schon immer, zumindest für uns, die wir an eine strenge, durchgesetzte Anzugsordnung in der NVA gewöhnt waren, ein "Problem". Zu demselben Anlaß kamen die Offiziere mit den unterschiedlichsten Anzugsordnungen. Einer in Hemd mit Schlips, einer ohne Schlips, einer mit Uniformjacke, einer mit Bundjacke. Also für uns undurchschaubar, bei den Offizieren zumindest. Und das , obwohl im Gelände immer eine Tafel hing, an der die für diesen Tag befohlene Anzugsordnung angewiesen war. Bei den Mannschaften gab es ja nicht soviele verschiedene Anzugsordnungen. Hier auf den Bildern, die mit den Bändermützen sind eingezogene Wehrpflichtige, die mit den Schirmmützen sogenannte "Kontraktniki", sich für eine bestimmte Dienstzeit verpflichtete Matrosen und Unteroffiziere.
Es war bei den Offiziersschülern auch früher so, das die beiden ersten Jahre Bändermütze trugen, die älteren Kurse Schirmmützen. Einige Boote in der Brigade sind Gardeboote, zu erkennen am Gardeabzeichen an der Brücke außen und an den Bändermützen der Besatzung, das  sind die mit den rotschwarzen Bändern. Die mit der Aufschrift "Baltische Flotte" wurden praktisch einen Tag vorher zuversetzt und hatten noch keine Möglichkeit, die Bänder zu wechseln.
Titel: Re: Panzerkutter
Beitrag von: RonnyM am 04 Mai 2012, 16:26:04
...danke der erste, nun verlaufen meine Ungereimtheiten wieder in geordnete Bahnen... top :MZ:

Grüße Ronny
Titel: Re: Panzerkutter
Beitrag von: der erste am 04 Mai 2012, 18:38:52
Habe heute noch eine Info zu den Uniformen bekommen. Es ist so, wie ich gesagt habe, die Schirmmütze wird von längerdienenden Kontraktnikis, aber 2 und weniger Jahre, zur Matrosenuniform getragen. Wer sich als Matrose oder Unteroffizier länger als 2 Jahre verpflichtet, trägt eine Offiziersuniform, also Jacke, Hose, Hemd oder Bluse und Binder entsprechend mit den Schulterstücken. Auf einem Bild ist auch so ein Matrose mit leerem Schulterstück zu sehen. Bei den Koppeln ist es zwar auch geregelt, längerdienende tragen Ofizierskoppel, aber die Praxis belehrt auch hier wieder. Ein Koppelschloss sieht ja auch besser aus.
Titel: Re: Panzerkutter
Beitrag von: skipper2417 am 06 Juni 2012, 17:52:05
Moin alle zusammen! Mich interessieren momentan die erhaltenen Panzerkutter; entweder im Museum oder als Denkmal. Den Panzerkutter vom Typ 1124 im Moskauer Armeemuseum habe ich 1987/88 selbst gesehen und einige Fotos in schwarz/weiß gemacht. Bei Bedarf kopiere ich Fotos.
In Kiew soll ebenfalls ein 1124 stehen mit T34/86; also Nachkriegsbewaffnung?
Von dem 1125 in Pinsk hat Warjag ja tolle Fotos eingestellt. Danke dafür!
Ein 1125 steht auf einem sehr hohen Betonsockel. Wladiwostock? Foto leider ohne Quellenangabe und ohne Standort.
In Wolgograd steht ebenfalls Panzerkutter. Welcher Typ? Hat jemand Fotos?
Herzliche Grüße vom Skipper2417
Titel: Re: Panzerkutter
Beitrag von: skipper2417 am 16 Juni 2012, 21:29:43
Moin alle zusammen! Auf der Seite sovnavy-ww2.by.ru habe ich viele Antworten gefunden. Dann geht es aber nur in russisch weiter. Für die, die russisch nicht so können, deshalb an dieser Stelle eine Beantwortung der gestellten Fragen:
Vom Panzerkutter Typ 1124 sind mindestens 3 erhalten: Einer im Moskauer Armeemuseum, einer in Eisk. Ort des 3.mir noch unbekannt.
Vom Panzerkutter Typ 1125 sind mindestens 9 erhalten: Sie stehen in Wolgograd, Kanew, Schdanow, Pinsk, Selenodeolsk, Cherson, Ismail Primorksoi Achtarsk und Chabarowsk. Von dem in Wolgograd gibt es auch ein, wenn auch wackliges, Video bei You Tube: BK 13 legendary Volga river battleship -You Tube.
Der Panzerkutter im Museum in Kiew nimmt irgendwie eine "Sonderstellung" ein. Er wird bezeichnet als BK 1125 Armoured Ship und trägt die Nr 555.
Vor dem Deckshaus befindet sich ein Turm des T34/86. Achtern steht ein 76,2mm FlaG vom Typ Lender, was absolut untypisch ist für 1125. Das Deckshaus selbst und der MG-Turm darauf sind nicht serienmäßig; also Spezialanfertigungen vermutlich nach dem Krieg. Der für den Typ 1125 so typisch kastenförmige etwa kniehohe Aufbau achtern hinter dem Deckshaus fehlt ganz. Genaue Auskunft über dieses Boot, 1125 oder doch 1124, kann nur ein Foto des Rumpfes von achtern geben,wenn man die Anzahl der Schraubentunnel sieht oder eben eine exakte Maßangabe.
Herzliche Grüße vom Skipper2417
Titel: Re: Panzerkutter
Beitrag von: Glasisch am 17 Juni 2012, 08:21:28
Hallo,
vielleicht hilft das etwas. Wir hatten hier mal schon dieses Thema angeschnitten. Da ging es Damals um Marine - Kriegsdenkmäler in der Ukraine.

Folgende Panzerkutter scheinen noch zu existieren:

http://forum-marinearchiv.de/smf/index.php/topic,12303.msg136628.html#msg136628

"БК-302" бронекатер пр. 1125 с 1975 Хабаровск. Россия.

"БК-44" бронекатер пр.1125 после 1958 Мариуполь. Украина.

"БК-433" бронекатер пр.1124-II с 1979 Центральный Музей Вооруженных
Сил. Москва. Россия

"БК-234" "Калюжный" бронекатер пр. 1125 Зеленодольск. Татарстан. Россия.

"БК-124" "Герой Советского Союза Голубец" бронекатер пр.1125-II Приморско-Ахтарск. Россия.

"БК-134" "Герой Советского Союза Красносельский" бронекатер пр.1125-II с 1967 Измаил. Украина.

"БК-92" бронекатер пр.1125 (1942). Пинск. Белоруссия.

"БК-162" "Ейский патриот". бронекатер (1943) с 1975 Ейск. Россия.
Бронекатер ПВО. Эльтиген. Керчь. Украина.

Gruß
Micha
Titel: Re: Panzerkutter
Beitrag von: skipper2417 am 18 Juni 2012, 17:13:11
Moin Micha! Danke für die Antwort! Deine Liste ist nicht komplett. Es fehlen beim Typ 1125 die Nr. "13" in Wolgograd und die Nr. "24" in Kanew/Ukraine. Auf der genannten Seite ist von jedem Denkmal-Panzerkutter auch ein Farbfoto.
BK-162 in Eisk ist vom Typ 1124.
Du und ich(etwas) und ein paar andere können noch russisch. Viele der Nutzer vermutlich nicht. Deshalb habe ich für die die Antworten auch auf deutsch geschrieben. Wer mehr wissen möchte und nun weiß, was wo zu finden ist, wird sich notfalls Hilfe holen können.
Herzliche Grüße von Bernd
Titel: Re: Panzerkutter
Beitrag von: Glasisch am 19 Juni 2012, 08:32:23
Zitat von: skipper2417 am 18 Juni 2012, 17:13:11
Moin Micha! Danke für die Antwort! Deine Liste ist nicht komplett. Es fehlen beim Typ 1125 die Nr. "13" in Wolgograd und die Nr. "24" in Kanew/Ukraine. Auf der genannten Seite ist von jedem Denkmal-Panzerkutter auch ein Farbfoto.
BK-162 in Eisk ist vom Typ 1124.

Hallo skipper2417,
habe mir gedacht und die Liste hat in der Zwischenzeit auch einen Bart bekommen. Danke fürdie Ergänzung, die hineingefügt wird. Diese Katernikis anderer Art waren auch in Wien und Berlin, wie auf diesem Foto.
Gruß
Micha
Titel: Re: Panzerkutter
Beitrag von: skipper2417 am 19 Juni 2012, 17:39:54
Moin Micha! Bei der sogenannten Berlin-Operation der Roten Armee 1945 waren auch einige Panzerkutter dabei. Aber nur auf der Oder Nähe Kystrin. Dort hatten sie überwintert. Weiter ging es für sie wohl nicht. Ein Zeitzeuge hat einem Mitarbeiter des Oderberg-Museums einen für ihn seltsamen Schiffstyp beschrieben: "Ähnlich wie ein U-Boot ..." Könnte ein 1125 gewesen sein mit einem 76,2mm-Lender-Geschütz vor dem Deckshaus. Achtern die Fla-Mg, ansonsten sehr flach und keine weiteren Aufbauten. Wer den Typ nicht kennt, für den sieht das so aus wie ein U-Boot.
Direkt in Berlin waren dann die sogenannten Halbgleiter im Einsatz, die man per Lkw dorthin gefahren hat.
Auf dem Foto sind wohl Matrosen von denen zu sehen oder halt welche von Panzerkuttern, die als Auszeichnung einen Fahrt in das zerstörte Berlin erhalten hatten.
Herzliche Grüße von Bernd