Durch ein-zwei Anfragen drauf aufmerksam gemacht, dass die Information
"kann man die Geschwindigkeit eines Schiffes aus der Länge der Welle, die es macht, errechnen"
in anderen Fachthreads allzugut versteckt ist, hier die Antwort graphisch:
(http://premium1.uploadit.org/harold//speedwelle.jpg)
Die zugrunde liegende Formel ist V² x 0.1524 = L ; V= Geschwindigkeit in kn, L= Länge der generierten Welle in m
:MG: Harold
... sehr schön gemacht, HAROLD! :MG:
Ich arbeite auch ganz gerne mit der im Anhang "selbst geschnitzten" Tabelle - einfach im blau hinterlegten Feld eine Schiffslänge eingeben und ich sehe sofort widerstandsmäßig "gute" (grün) und "schlechte" (rot) Geschwindigkeiten mit deren Froudscher Zahl und eigengenerierten Welle! Um zwei verschieden lange Schiffe besser vergleichen zu können, gibt´s daher auch zwei Eingabemöglichkeiten ...
Vielleicht ist die Tabelle ja für manche nützlich ...
Superb!
:MZ: Harold
Fein, daß sie gefällt .... :wink:
...dann war das aufmahlen von den Wellen auf Schiffe im WWII quasi der Versuch, Geschwindigkeit vorzutäuschen??
Ja, RALF, diese aufgemalten Bugwellen stellten den Versuch dar, dem Gegner das Schätzen der eigenen Geschwindigkeit zu erschweren!
Im übrgen kann so eine Bugwelle schon einiges über ein Schiff aussagen - liegt sie weit vorne, hat es einen Taylor- oder Wulstbug, ist sie sehr hoch, stimmt wahrscheinlich mit der Lage der vorderen Schulter etwas nicht oder es läuft in einem ungünstigen Geschwindigkeitsbereich usw.
Von wo bis wo wird denn die Welle (m) gemessen? Hier zum Beispiel sind es ca. 22 m vom Bug bis zum Anfang der Welle und das waeren dann ca. 12 kn :? :roll: :roll: (DDG WL = 142 m)
(http://www.navsource.org/archives/05/05012419.jpg)
"hier zum Beispiel sind es ca. 22 m vom Bug bis zum Anfang der Welle ..."
- äh, wo bitte? Ich seh nix!
:MV: Harold
http://www.navsource.org/archives/05/05012419.jpg
http://www.milnet.com/pentagon/navy/ddg51_arleighburke_turn.jpg
...bei der Burke (2.Link) hast du ja auch den Wellenabstand an Stbd etwas weiter weg von der Bordwand, würde auch so auf ca 20- 25m schätzen, das käm dann hin mit 12-13 kn.
Den ersten Link kann ich nicht öffnen... :|
Ciao,
Harold
@ Harold
Meine Link war auch kaput.
Ich versuchte es nochmals :MG
Jetzt muss es funktionieren:
http://www.navsource.org/archives/05/05012419.jpg
http://www.navsource.org/archives/05/05012420.jpg
PS: Um das Bild der DDG zu oeffnen, bin ich dabei zufaellig in das "navsource archive" hereingestolpert (endet mit /05/)
Ich kann die beiden letztten Links auch nicht öffnen... :|
VON HIERAUS GEHT'S.
Versuche einmal hier mit Bildnummer http://www.navsource.org/archives/05/
http://www.navsource.org/archives/05/05012419.jpg
(http://www.navsource.org/archives/05/05012420.jpg)
Jo, das geht.
Frage ist nun: beeinflußt die Kurvenfahrt die Rechnung/Gleichung irgendwie oder kann man dort alles genauso anwenden wie bei einer strikten Geradeausfahrt?
Frage von einem Physik-Laien. :MZ:
Antwort vom dem, der in Physik durchgefallen ist: Ich sage ja. Die Kurve aendert die Bugwelle und die Geschindigkeit ist beintraechtigt weil das Schiff mit dem Heck aus dem Drehkreis schert. :? :MV:
Das ein Schiff während einer Kurvenfahrt langsamer wird, ist mir klar.
Meine Frage ging eher in die Richtung, ob man da aus der Wellenlänge immer noch die Geschwindigkeit ablesen kann (also nur während der Kurve, nicht direkt danach!!)
Wo sind denn die Experten? Aber es ja schon spaet bei Euch. Erst 19.23 hier. Moeglich das die Wellenberechnung nur fuer Schiffe im "steady state" gerade voraus gueltig ist. Also Kurvenfahrt und grosse ploetzliche Aenderungen in der Fahrtgeschwindigkeit sind viel komplizierter.
(http://premium1.uploadit.org/harold//speedwelle2.jpg)
...als wellengenerierend hier der rote Punkt (behaupten wir mal, es sei der Steven) wie ein Stock gleichförmig durchs Medium Wasser gezogen; misst man in nahem Abstand die Wellenlänge, so ist sie identisch - je weiter weg, desto auseinandergezogener.
Ein Schiffskörper ist aber kein Stöckchen, sondern n ziemliches Volumen ... und so Feinheiten wie Heckwelle und Schraubenstrom lass ich jetzt mal weg, sonst wirds duster.
Unter anderem geht der Rumpf nicht mit dem Vorsteven "in die Kurve", sondern mit dem Drehpunkt (der bei Vorausfahrt achterlich von der Mitte liegt)
(http://premium1.uploadit.org/harold//speedwelle3.jpg)
... und unser schönes Stöckchen-Wellenbild wird ziemlich gestört durch das hier heranschiebende Volumen (und Hecksee, nicht vergessen: am Heck wird das ganze Bild ja nochmals generiert...)
Nach außen zu scheinen die Wellen "an der Bordwand zu kleben", nach innen akkumulieren sie bei entsprechendem Radius zu einer homogenen Front, die den Innenkreis konzentrisch anläuft - dh. sie löschen sich zum Teil gegenseitig aus, ...und es entsteht der oftmals zitierte "Ententeich".
(zeitlich OK als Frühstückslektüre in U, S & A :-D ?)
:MG: Harold
Danke Harold! Gerade bei der ersten Tasse Java...es ist 06.16