Info für ,,neue" Leser:
Die Diskussion über Sinnhaftigkeit und konstruktive Merkmale eines Flugdeckkreuzers (von uns in der Folge zu ,,Fleuzer" verkürzt) nahm über einige Wochen einen dichten –fast unübersichtlichen!- Verlauf.
Trotzdem (deswegen!) kam doch eine Handvoll Entwürfe zustande, deren Parameter eine Umsetzungsmöglichkeit Mitte der Dreißigerjahre realistisch erscheinen lassen.
Um detailliertere Angaben zu einzelnen Aspekten dieser Entwürfe zur Diskussion stellen zu können,
ohne in einem Wirrwarr von Informationen, Fragen, Antworten und Einwürfen den Faden (thread) bald mal zu verlieren,
bitte ich hier in der Folge ausschließlich Entwurfsideen und schematische Skizzen sowie Diskussionsbeiträge zum Thema
FLAKKONFIGURATIONEN
einzustellen.
MfG
Harold
Hy,
Ich fang mal an.
Wir setzen im Haupt-Thread voraus (Hinterlassenschaft des Super-A-Threads), dass die DKM intelligent genug gewesen wäre (oder den Schritt gewagt hätte), zweiachsig stabilisierte 127mm DP-Doppellafetten einzuführen (Zerstörerkanonen). Tatsächlich hielt man aber bis zuletzt an der 105-Lafette fest, und das trotz der Nachteile dieser Waffe/Lafette.
Klar, wir brauchenfür unseren Fleuzer die 127er DP (als Ersatz für die MA), und wir phantasieren sowieso, ABER die Frage stellt sich trotzdem:
Wie viele normale 105er Lafetten hätte es bedurft, die 127er zu ersetzen? Wäre es überhaupt möglich gewesen, eine Ausreichende Zahl dieser Lafette an Bord zu bekommen? Wie ich die Zeichnungen ansehe, nicht mit Sicherheit.
Wir würden ca. 20 Rohre - 10 Doppellafetten benötigen, um zu mindest ansatzweise die 127er zu ersetzen (ich gehe jetzt von 14 Rohren 127 aus). Wie aber diese 10 Lafetten unterbringen? 25-33% der Schiffslange fallen sowieso aus (SA-Türme), neben dem Flugdeck kann bei gegebener Länge und Verdrängungauch auch nur eine gegebene Anzahl positioniert werden.
(zB: eine an den vier Ecken, 3 hinterm Turm, einer davor, einer an BB auf Turmhöhe, fehlt noch eine Lafette. Bei dieser Aufstellung hätten die Aufbauten eine enorme Länge, die auf Kosten der Flugdeckfläche geht)
Beim Niederländer wären mM die 127er bei einer Verdrängung von unter 17k erst gar nicht unterzubringen - zumindest nicht in angemessener Zahl. Da wären 100-105er wahrscheinlicher. (Die Möglichkeit von 75-88mm erst gar nicht ins Gespräch bringend). Der Niederlander verlangt wegen dem Einsatzprofil schon eine recht starke Flak. Die Frage wäre hier, ob eine Flak aus hauptsächlich 40 und 20mm bestehend genügend Kraft hätte. Unter Umständen.
mfg
alex
PS: wohin mit den Diskussionen über SA?
Und nun, Alex,
die "Gretchenfrage":
welche Konfiguration auf DEINEM Dampfer? Und mit welchen Bestreichungswinkeln?
Dein ganz spezifischer Entwurf: wie schaut er aus, diesbezüglich?
Diskutieren werden wir das ja sowieso, Länge mal Breite...
Hier nur konkrete Vporschläge, keine "Theoretisiererei" oder "allgemein-Bedeutendes" mehr.
Aleae jactae sunt : die Würfel sind gefallen. Klare Formen, bitte;
binnen kurzem kann ich mit gutem/schlechten Beispiel vorangehen, lass meinem Bleistift Zeit zum Vorwärmen...
MfG
Harold
Gut, hier zur Diskussion:
Flak-Konfiguration des Entwurfs "De Fluytzer";
- von vorne:
14x127 mm in 7 Doppellafetten:
- 1 vor Steuerstand,
- 2 flankierend vorderes Flugdeck.
- 2 abgestaffelt hinter Insel.
- 2 flankierend achteres Flugdeck.
20x37mm in 10 Doppellafetten:
- 2 an Oberdeck vor Steuerstand,
- 2 untersetzt hinter erstem 127mm-Stand,
- 2 an SB an Seite Insel
- 2 an BB in Gondel
- 2 jeseits achteres Flugdeck.
40x20mm in 10 Vierlingslafetten:
- 2 jeseitsvor erstem 127mm-Stand,
- 3 an den Insel-Aufbauten,
- 2 BB an der Insel-Seite,
- 3 achtern unter Flugdeckkante.
Ich gehe davon aus, dass manche der 20mm-Vierlingsstände ursprünglich für Einzelrohre vorgesehen waren, jedoch ca 1940 relativ leicht adaptiert werden konnten.
Soweit zu diesem Entwurf, für Anregungen und Kritik bin ich dankbar!
MfG
Harold
Ich habe die gesamte "Fleuzer" Geschichte nicht vollständig verfolgt, aber ihr geht doch von der Machbarkeit eines solchen Schiffstypen aus.
Okay, aber übergeht bei dem ganzen Hypothetisieren nicht die geschichtlichen Tatsachen. Wenn ihr den Fleuzer in den 30er Jahren konstruiert, dann vergesst die 12,7. Die war nicht da !
Wenn ihr aber die ganze Sache später legt, warum haltet ihr dann krampfhaft an der 3,7 fest. Warum geht ihr dann nicht auf mehrläufige Bofors über.
Nur mal als Mahnung, damit euch nicht die Pferde durchgehen :D
@Scheer,
dito!!
Aus von Scheer genannten Gründen habe ich die niederländische Variante deutlich an die damals im Bau befindlichen Kreuzer angelehnt und die Bewaffnung ist im Verhältnis zu anderen vorgeschlagenen Schiffen eher dürftig. Aber wer hätte 1935/36 einen Enwurf mit über 50 leichten Fla-Waffen abgegeben?
Gut, gut - habts ja recht!
In gewisser Weise hab ich mich überzeugen lassen, dass die 127mm angedacht sein könnten - diese auf meinem Entwurf auf 105mm zu reduzieren, kein Problem.
Die drei in der Heckgalerie untergebrachten 20mm (samt Heckgalerie) kann ich euch vielleicht noch als "spätere Zutat" verkaufen.
Aber vorerst lass ichs mal so, ohne "Nachbessern" in der ersten Phase (-was liegt, das pickt-), und warte auf andere Skizzen oder Konzepte.
MfG
Harold
Meine Frage zielte in erster Linie darauf ab, ob 105er überhaupt Sinn gemacht hätten. Klar stand die 127 in stabilisierter Doppellafette nicht zur Verfügung (auch nicht später), aber unser Schiffchen wurde auch nie gebaut, wir können also ruhig rumspinnen.
Andererseits wären 127er - egal, ob in Solo- oder Doppellafette - für ein Schiff, wie den Fleuzer fast schon Pflicht (dt. Variante). Denn wegen des Flugdeckaufbaus können wir keine MA unterbringen, die sFLAK muss auch diese Aufgabe übernehmen. 105 ist hierfür nur äusserst begrenzt zu verwenden. Wenn 105 schon eingebaut wird, dann müsste eine weit höhere Zahl vorhanden sein, als die 14St. 127. Dies geht aber wegen dem Platzmangel nicht.
Eine dritte Möglichkeit wären modifizierte Zerstörer-Einzellafetten, um die 127er unterzubringen. (die könnten recht einfach gebaut werden) Hierbei stellt sich wiederum die Frage: wohin mit ihnen? 14 Einzellafetten sind nicht so einfach unterzubringen!
Zusammegefasst:
Fleuzer verlang und braucht 127er Doppellafetten, die Entwicklung dieser ist aber zweifelhaft. Weder 127er Einzel- noch 105er Doppellafetten können aber in genügend hoher Zahl untergebracht werden.
(mit dem niederlandischen Schiff verhalt es sich anders: da sind 120-127er nicht von Nöten, 105er Doppellafetten wären genug)
mfg
alex
PS: Bofos-Zwillinge und -Vierlinge halte ich für wirklich übertrieben. Höchstens 1-2 Pompom-Zwillinge beim Niederländer.
@Huszar,
die 12,8cm-Zwillinge waren nicht da. Also sollten wir das Projekt nicht damit ausrüsten. Damit stehen wir vor dem damaligen Dilemma und das macht die Sache ja erst interessant. Nur 10,5cm als mittlere Artillerie oder muß man gezwungenermaßen auch 15cm einbauen?
Das niederländische 10.000t-Projekt hat keine schwere Flak. Das übernimmt die Hauptartillerie. Bei einem 20.000t-Projekt wären 12cm-Zwillinge vorhanden (Zerstörer "Tjerk Hiddes"-Klasse).
Tja...
Die 105 war eine recht gute Flak, aber als MA war sie doch ziemlich dürftig. Gegen alles über einer Fregatte braucht man unmengen von Granaten, um eine Wirkung zu erzielen (und gegen gepanzerte Ziele - also Kreuzer und aufwärts....)
Wenn wir die 105 einbauen, benötigen wir auch 150 als MA - aber wiederum: wohin mit denen? (und wie viele?) Zwangsläufig müssten die in Kasamatten eingebaut werden. Auf Hangardeckniveau? Die recht niedrige Flugzeugzahl würde dadruch noch weiter verkleinert. Unter das Hangardeck? Geht auch nicht, dann würden sie schon bei minimalster Dünung überspült und wären sowieso nutzlos.
Bleibt nur eine Möglichkeit: 127er in Einzellafette (leicht modifiziert). Die 14 Stück müssten dann irgendwie reingequetscht werden. Könnte sogar funzen.
mfg
alex
@Huszar,
gute Überlegung. Wenn nicht 14-12,7cm dann eben nur 10. Das Schiff ist ein Kompromiss, es geht halt nicht anders und mehr.
Hallo zusammen!
... nur schnell ein paar Worte:
Ich sehe die Sache so:
Ein vorwiegend allein operierender deutscher Fleuzer BRAUCHT mindestens 12,7 cm in ausreichender Anzahl um Zerstörer, die einen Konvoi begleiten, wirkungsvoll bekämpfen zu können! Das 10,5 cm Geschütz hat mit seinen etwa 15 kg Granatgewicht einfach keine ausreichende Stoppwirkung, was auch durch die höhere Kadenz meiner Meinung nach nicht wettgemacht wird!
Wird dieses Schiff tatsächlich nur mit diesem Kaliber ausgerüstet, MUSS ein Spähkreuzer oder Leichter Kreuzer taktisch gemeinsam mit dem Fleuzer operieren.
Die Funktion der 12,7 cm Geschütze als schwere Flak halt ich - zumindest solange keine gegnerischen Flottenträger ins Spiel kommen - bei Handelskriegseinsätzen im Atlantik anfangs sogar für weniger wichtig, aber das hat ALEX ja schon angedeutet!
Grundsätzlich würde schon eine Konstruktion wie auf den japanischen Zerstörern der FUBUKI-Klasse mit anfangs 75° Rohrerhöhung vollkommen genügen - vorausgesetzt, dass man eine derartige Lafette WOLLTE! Denn wenn man das angedachte 35 cm Geschütz für BS gewollt hätte, hätte man es gebaut und gleiches gilt für die 17 cm Artillerie für die M-Klasse, ebenso für die 21 und 30,5 cm der Panzerschiffe.
Und dann wollte man 20,3 cm für die Schweren Kreuzer, man wollte 38 cm für BS und man wollte 40,6 für die H-Klasse ...
... also unterstelle ich einmal, dass man für den Fleuzer 12,7 cm Doppellafetten WILL! :wink:
Für den niederländischen Fleuzer wären als Verbandsschiff meiner Meinung nach wieder 10,5 cm ausreichend, obwohl eine 12 cm Doppellafette, wie SPEE ja schon erwähnt hat, verfügbar wäre - zur Zerstörerabwehr stehen Kreuzer und Zerstörer zur Verfügung.
Im übrigen halte ich die mittlere Flak dieses Schiffes mit 40 mm Bofors Zwillingslafetten mit Hazemeyer-Feuerleitanlage für besonders wirkungsvoll!
Eure Meinung?
Grüße aus Österreich
Peter K.
Sogar mit 10 Luftziehlfähigen 127 hätte unser Schiff eine recht gute sFLAK für die Zeit. Ich glaube, 2 weitere könnten noch untergebracht werden.
ca so:
BB: zwei an der vorderen Flugdeckecke, einer Mittschiffs, 2 am Heck
SB: einer an der vorderen Flugdeckecke, einer vor dem Turm, 3 hinter dem Turm (gestaffelt aufgestellt), 2 am Heck.
(Die vorne und Achtern aufgestellten Geschütze würde wie etwa bei der Yorktown aufgestellt)
mfg
alex
@Huszar,
schau' mal in den Chat :-)!
Zur SA des nl Schiffes im Hauptthread:
15cm DP sind schön und gut, ABER (ein aber muss es immer geben :D ) der Fleuzer soll sich doch gegen feindliche Kreuzer wehren können. 4 Stück 150mm sind dafür mM zu wenig. (damit können wir höchstens die Tenryus verschrecken)
Da ein Kaliber über 203mm für ein Schiff dieser Größe praktisch ausgeschlossen ist (zumindest in annehmbarer Zahl), und 150mm zu wenig sind, müssten wir 203mm einbauen. (wenig, weil die jap.Schiffe mit 6-7 rumgefahren sind, also brächten wir mindestens 8, um eine Überlegenheit herzustellen, und auch schwere Kreuzer auf Abstand zu halten)
Da aber die Zahl der GEschütze (10) auf den neusetens A-Kreuzern nicht erreicht werden kann, müssten wir uns an den ältesten vier orientieren, und 6 unterbringen.
203mm hätte auch noch den Vorteil, dass der eigenen Flotte Rückhalt damit gegeben werden könnte, und der Fleuzer sich nicht in der ersten Linie aufhalten müsste.
mfg
alex
@Huszar,
ich möchte ja ein niederländisches Schiff bauen und kein deutsches :) !
Deshalb habe ich nicht geplant, noch weitere Kaliber einzuführen, bei denen ich dann logistisch Probleme bekomme. Die Niederländer verwendeten 12cm, 15cm und 28cm. 12cm ist zu klein, 28cm zu groß, also bleibt 15cm übrig. Ich würde mich nicht mit einem weiteren Kaliber belasten, welches ich dann nur auf einem Schiff einbaue.
4 x 15cm ist m.E. völlig ausreichend für eine Notbewaffnung. Mehr soll es nicht sein, da ich kein offensives Artillerieschiff bauen will, sondern ein offensives Flugzeugschiff und in diesem Sinne ein defensives Artillerieschiff.
Wäre es dann nicht einfacher/besser einen reinen Träger mit 24-33 Flugzeugen zu bauen, mit 120mm DP?
Sollte der Fleuzer ein recht gut bewaffneter Kreuzer sein, der auch ein Flugdeck hat, oder ein Fliegertrager, der auch zufallig einige mittelschwere Kanonen hat?
mfg
alex
Hallo, Fleuzeristen!
Die Frage nach der Flakastattung hat mich in der letzten Zeit nicht ruhen lassen.
Die Idee, 10,5er in Doppellafetten aufzustellen, fand ich von Anfang an als nicht durchführbar, da wir dann die Seezielfähigkeit unseres Schiffes mit zusätzlichen 15ern erhalten müssten. Leider müssten diese 15er aus Gewichts- und Platzproblemen in Kasamatten aufgestellt werden, was wiederum die Flugzeugkomponente schwächen würde.
Blieben also 12,7er.
Hierzu hätten wir grundsätzlich drei Alternativen:
1, Einzelrohre auf veränderten Zerstörerlafetten, um ein Rohrerhöhung von mindestens 75° sicherzustellen. Hierbei haben wir das Problem, dass a, die Lafetten nicht stailisiert waren, und b, vollkmmen handbedient waren. Beide Faktoren beeinträchtigen die Luftzielfähigkeit. (oder man muss die Lafette vollkommen umkonstruiert werden)
2, Einzelrohre in der Lafette der 10,5er (C31). Eine längere Zeit ging ich von dieser annahme aus. (somit hätte jedes größere Schiff in der KM die selbe Lafette, nur mit anderen Kanonen) Die Luftzielfähigkeit wäre gegeben, obwohl wir ein Höheres Gewicht hätten (18,685 Tonnen vs 6,575 Tonnen für dei Lafetten)
3, Doppelrohre in der Lafette der 10,5er (C31). Auf diese Idee bin ich erst kürzlich zurückgekommen (wir gingen ja sowohl im Super-A-Kreuzer-Thear, als auch hier ursprünglich von dieser Variante aus). Mir ist aufgefallen, dass die 12,7er leichter sind, als die 10,5er - was ich bisher nicht angenommen habe. Die Kanone der 10,5/65 C/33 beträgt 4,56 Tonnen, die des 12,7/45 C/34 lediglich 3,645 Tonnen. Soweit ich es ersehe, waren Mündungsdruck bei beiden vergleichbar.
Jetzt kommen wir zum Problem.
Ich gehe jetzt von 12-14 DP-Geschützen für unseren Fleuzer aus (für ein Schiff dieser Größe ist das angemessen, und wie ich finde, haben wir alle diese Zahl vorgeschlagen)
Wir haben einerseits die Lafette C/34 und andererseits die Lafette C/31.
Inklusive Verstärkungen, Umbauten, etc würde mM die C/34-Lafette auf ca. 7 Tonnen kommen, die C/31 auf ca. 18,75 Tonnen.
Sehen wir uns die Gewichte in den o.a. 3 Fällen an!
1, Einzelrohr in Lafette C/34. GEschütz+Lafette wiegen zusammen 10,645 Tonnen. Multipliziert mit 12-14= 127,74-149,03 Tonnen.
2, Einzelrohr in Lafette C/31. Geschütz+Lafette wiegen zusammen 22,395 Tonnen, was bei der Ausstattung 268,74-313,53 Tonnen bedeuten würde.
3, Doppelrohr in Lafette C/31. Geschütze+Lafette würden 26,04 Tonnen wiegen, was bei 6-7 Türmen 156,24-182,28 Tonnen bedeuten würde.
Vom reinen Geschütz+Lafettengewicht her würde Fall 1 den meisten Sinn machen, und Fall 2 den wenigsten.
Wir müssen aber weitere Faktoren mit berücksichtigen:
1, Luftzielfähigkeit
Hier haben die Varianten mit der Lafette C/31 einen Vorsprung zu der C/34.
2, Platzbedarf
Hier würden weniger Lafetten einen Vorteil bringen, denn man könnte sie rationaler aufstellen (ich erinnere mich an das Kopfzerbrechen meinerseits, wie ich 12 Einzelgeschütze unterbringen könnte)
3, Zusatzgewichte (zB die Galerien an den Seiten, inkl. Verstrebungen, usw)
Hier haben wir wieder einen Vorteil der Doppellafetten. Die Gelerien müssten für weniger Geschütze, bzw Stellungen ausgelegt werden, mit ihren breiten, mit Splitterschutz versehenen "Wannen".
4, Besatzungsbedarf (je mehr Stellungen, desto mehr Personal)
5, Munitionsnachschub (siehe oben)
6, Ausfallwahrscheinlichkeit (je mehr Stellungen, desto geringer die Chance, mit einem Treffer mehrere Geschütze zu verlieren)
7, Zuverlässigkeit.
Hier haben wir aber ein gehöriges Problem mit der C/31! Zu viel Technik-Krams ist nicht immer gut. Die manuelle Bedienung und das nicht-stabilisierte Wesen der C/34 würde schwerwiegende Problem umgehen.
Fazit:
Fall 2 würde ich wegen des zu hohen Gewichtes und der zusätzlichen Probleme von vornherein ausschlissen.
Bleiben nur Fall 1&3 als Alternative übrig.
Der Direkt-Gewichtsunterschied zwischen den beiden Lösungen nicht unbedingt groß - ca. 30 Tonnen - das System-Gewicht würde möglicher WEise sogar beim Fall 3 günstiger sein (weniger Zusatgewicht, weniger Personal), dazu kommt noch eine bessere Luftzielfähigkeit und bessere Möglichkeiten zur Paltzierung. Andererseits hapert es mit der Zuverlässigkeit, und die Ausfallchancen sind deutlich höher.
Die Entscheidung muss also aus einem anderen Blickwinekl fallen.
Benötigt unser Fleuzer eine dermassen ausgeprägte Flak-Komponente, wenn es alleine weitab jeglicher Zivilisation mitten auf den Ozeanen schippert?
Wenn wir die 12,7er eher für Seeziele, und nur sekundär als Flakwaffe nutzen wollen, würde Fall 1 mehr Sinn machen. Hier wäre die beschränkte Luftzielfähigkeit der C/34 nicht so bedeutend, die Zuverlässigkeit wäre besser, die Ausfallchancen bei einem Treffer geringer.
Wenn aber wir die Luftgefahr ernster nehmen, brauchen wir die C/31.
Als Anregung...
mfg
alex
Variante 3!
Die Gründe dafür hat du ja schon bestens herausgearbeitet;
einen hast noch vergessen: das Gefummel des Modellbauers, der die ganzen Wannenunterstützungen und Munitions-Schächte nachbilden soll
(weil dá bin ich grad dran...jetzt eben.) :)
Ciao,
Harold
Was hat den die C/31 für eine Feuergeschwindigkeit?
@Lutscha: Wie waren denn die 12,7ner der USN? Feuergeschwindigkeit usw. ... Waren die nicht auch voll pder halbautomatsich?
Feuergeschwindigkeit beider Waffen (10,5 und 12,7) lag bei ca. 15-18 Schuss/Minute.
@Harold:
Tja, die erste Idee ist oft die, die am Ende bleibt :D
Noch eine Idee: Bei der Gewichtsverteilung ist dir die "Problemzone" aufgefallen. Mit 4-5 Türmen in dieser Gegend würde es vielleicht besser aussehen.
mfg
alex
@Ralf
Vergleicht man die 10,5er mit der 12,7er (amerikanische Variante), ergibt sich folgendes Bild: Das deutsche Geschütz hat eine grösseres Mümdungsgeschwindigkeit und dadurch mehr Reichweite und es bedurfte weniger Zeit, bevor eine Granate am Ziel war. Dahingegen schoss die 12,7er schneller, hatte mehr Sprengstoff und vor allem um Welten bessere Elevations- und Schwenkwerte. Gerade der letzte Grund macht die 10,5er als schwere Flak inadäquat und das selbe Problem hätte die olle 12,7er der deutschen gehabt.
Beide Geschütze wurden per Hand geladen.
Eine optimale Flak wäre die spätere 12,8er mit guten Schwenk, und Elevationswerten gewesen und hoher Feuerrate gewesen. (was sie ja hatte)
Damit wäre sie aufgrund der hohen Mündungsgeschwindigkeit der amerikanischen Variante überlegen gewesen.
Durch Annäherungszünder in den amerikanischen Granaten wäre sie allerdings wieder hoffnungslos unterlegen gewesen.
http://www.navweaps.com/Weapons/WNGER_main.htm
Hier hast Du alle relevanten Typen untereinander.
So, ich ketzere nochmal n bisschen rum :) Wie wers denn mit den 12,7ern in C/34 und dazu die 8,8 cm/76 SK C/32 (http://www.navweaps.com/Weapons/WNGER_88mm-76_skc32.htm)? Hosenträger und Gürtel sozusagen, mit der klaren Überlegung, daß die 12,7 cm/45 in der C/31 Lafette halt nur begrenzt luftzieltauglich ist. Und auh absichtlich die 8,8cm/L76 statt der /L78. Man kann auch argumentieren, dass dieDinger ganz gut zur MTB-Abwehr wären ...
@ Bernhard:
Gewichtsfrage! -wir sollten den Dampfer unter 20.000 ts halten, und
Logistikfrage! -schon wieder ne gesplittete mittlere Kaliberfraktion, und
Platzfrage! - wo, bitteschön?
Bin neugierig auf ne kleine Skizze... :)
Ciao
Harold
Mit einer doppel-8,8er mit automatischer Ladevorrichtung, die für 35-40 Schuss sorgen könnte, sehr schnellen Schwenk-und Elevationsraten und rpc könnte man ne sehr gute schwere Flak erhalten. Allerdings hätten die Deutschen wohl nicht 10 Jahre früher als die Amis eine solche Flak entwickelt (7,62er) und man hätte trotzdem vernünftige Mehrzweckgeschütze aufgrund der grösseren Reichweite und Sprengkraft benötigt.
hmm, bei der Zeichnung ist mir nicht ganz klar, welceh flak welche ist. Die grossen sind klar. aber ich wuerd die 37er durch 88er ersetzen und die 20er durch 37er.
Ich glaube nicht, dass wir noch 88er im Fleuzer unterkriegen würden. Dann schon eher mehr lFLAK.
mfg
alex
Naja, so 4-6 Doppellafetten mit ähnlich guten Leistungsparametern wie die automatischen 7,62er der Amis wären nicht schlecht gewesen. (gleicher Aufbau wie diese für wenig Platz und Gewicht)
Aber das hätte man nicht 1935 hinbekommen.
Nicht schlecht gewesen wären auch die 28er, die FW 190 und die Bofors-Flak...
Vom Gewicht und vom Platzbedarf geht es einfach nicht.
mfg
alex