Nach langer Verspätung und Reibereien mit der HDW (wegen verschiedenen Mängeln) wurde das erste (Papanikolis) von den vier U 214 neuen U-Booten seitens der griechischen Kriegsmarine in Empfang genommen. (Kosten etwa 1,8 Milliarden Euros)
Die restlichen drei werden in einer griechischen Werft (Skaramangas) konstruiert. (siehe weitere Fotos)
Der gleiche U-Boot Typ U-214 der HDW wurde feierlich in die koreanische Kriegsmarine eingegliedert
Photo: STRATIGIKI
Hallo 212/214er-Sucher,
vielen Dank Byron für die Infos/Fotos.
Zu ital. 212 gibt es hier was:
http://forum-marinearchiv.de/smf/index.php/topic,2975.0.html
Darius
Danke Darius,
Interessante Bilder der italienischen U-Boote, U-214 soll eine weitere Entwicklung dieser Boote sein.
Der grösste Fehlschuss des U-Boots "Papanikolis" und Grund für die Ablehnung der griechischen Marine es zu akzeptieren, ist die Neigung des Bootes bei Wellengang bis zu 50° bei Fahrt an der Oberfläche.
Ich weiss nicht ob dieser Mangel beseitigt wurde (hoffe es).
Nett ist die Karikatur einer griechischen Zeitung, wo der Ministerpresident Karamanlis den Verteidigungsminister fragt:
Was machen denn diese Matrosen da?
Sie werden den "Papanikolis" bemannen und üben :MLL:
Könnte zum stressfreien Frühsport bei der Marine werden! :MLL:
Mal einen Link (http://www.marineforum.info/AKTUELLES/aktuelles.htm) zum Thema "Deutsche U-Boote für Griechenland"
Ich dachte die Probleme hatten eine Lösung gefunden, es scheint aber nicht so zu sein.
Hier wie es um dieses Thema steht
Die griechische Seite behauptet:
Die griechische Marine weigert sich den PAPANIKOLIS zu übernrhmen, nicht weil sie das Geld nicht hat. Sie hat bereits von den 3,0 Miliarden des Preises 2,4 Miliarden (dummerweise, oder gewisse Leute haben sich auf beiden Seiten an der Sache bereichert) schon in voraus bezahlt und hat noch nichts bekommen.
Papanikolis sollte nach dem Vertrag am 30.09.05 und wurde einJ ahr später als fertig von der HDW deklariert.
Die Marine hat das Boot getestet und folgende Mängel festgestellt:
a) Total unstabil bei der Fahrt auf der Meeresoberfläche. Bei Wellen von 3 m. Höhe und 50 m. Länge neigt sich das Boot von 45° bis 60°. Die HDW behauptet, ein U-Boot wird gebaut um unter dem Wasser zu fahren :?
b) Ölverluste
c) Das Periskop vibriert und ist total unbrauchbar.
d) Ernsthafte Probleme des Kampfsystems ISUS
e) Geringere Leistungen als die Versprochenen des Sonars (FAS:Flank Array Sonar)
f) Unerlaubter Lärm, (grosse Abweichung des vertraglich Bestimmten) der Welle und des Propellers
g) Problematische Funktion bestimmter spezieller Filter des "Air indipendent Propultion". Dadurch überhöht sich die Temperatur des ausfliessenden Wassers (REM-FC) und wirkt negativ auf verschiedenen Systemen.
Soll GR ein U-Boot "bon pour l`Orient" für sein gutes Geld bekommen ?
Würden die Griechen nicht die restlichen 600 Mil bezahlen um die U-Boote zu bekommen, wo sie schon bereits 2,4 Mil bezahlt haben?
Werden die Polen so naiv sein um etwas zu nehmen ohne es auf Galle und Nieren zu untersuchen?
Wir werden warten und sehen :MV:
Bemerkung: Die HDW (glaube ich) gehört einem amerikanischen Haus
Soweit ich weiß gehört HDW genauso wie Hellenic Shipyards Co. zur deutschen [wiki]TKMS[/wiki].
Ich glaube wem was gehört ist heute nicht mehr wichtig. Das kann sich mittlerweile stündlich ändern. :MS:
Warum so säuerlich großer Manitou dieses Forums?
ZitatWarum so säuerlich großer Manitou dieses Forums?
weil man von einer Volkswirtschaft nicht mehr sprechen kann und es für eine strategische Firmenpolitik immer weniger Spielräume gibt. Die Deutsche Bank beschäftigt einen Chefvolkswirt und auch der hat nichts gemerkt obwohl alle Spatzen pfiffen, dass das so nicht weiter geht.
Durch die Verrohung der Sitten auf den Kapitalmärkten wurde mehr Kapital vernichtet als die Strohfeuergewinne versprachen.
Nun soll eine Autoschrottprämie helfen. Ist wirklich zum piepen.
Sorry für meine Entgleisung. Soll nicht wieder vorkommen.
Zitat von: kalli am 20 Januar 2009, 20:33:31
Sorry für meine Entgleisung. Soll nicht wieder vorkommen.
Warum nicht? Hast ja recht!
Sehr geehrter Herr Peter Strasser , lieber Piet:
Sagen wir es mal so:
Es gibt Leute die beruflich tief in der Thematik Kriegsschiff-Export verankert sind oder waren. Das sind hier im Forum zumindest drei ( einer hält sich klugerweise bedeckt)
Selbigen ist bekannt, das diese Art von Regierungsaufträgen durchweg über einen steinigen Weg führen
Da gibt es Kunden die bei Problemen in sachlicher Zusammenarbeit versuchen eine Lösung zufinden und die Drohgebärden unterlassen ( mir persönlich 2x untergekommen)
Da gibt es Kunden die bei Problemen alles versuchen um eine Lösung zu verhindern ( mir persönlich 1x untergekommen)
Bei den mit den Drohgebärden hängen die Grunde meist mit dem lieben Geld oder ( und ) nationale Empfindsamkeiten zusammen.
Komisch ist schon: Da hat die Werft XXL eine Werft im Lande QA. Diese Werft macht arbeitsrechtlich Schwierigkeiten , worauf man bei XXL laut darüber nachdenkt den Laden zu verballern. Die Regierung von QA ist nun gefordert und droht. Glücklicherweise baut man bei XXL gerade einen Bananendampfer für QA. Was liegt näher als mal zu zeigen wo der Hammer hängt. Wenn dann noch Etatprobleme aufkommen !!!!!
Na ja, hat mit dem vorliegenden Fall nix zu tun!
Die Werft XXL ist auch nicht ohne. Dort wurde mal ein Dampfer für den Entwicklungsstaat B1/4 gebaut. Man erzählt sich bei XXL das die unwissenden B1/4 ler das Schiff zwei Mal bezahlt haben.
..alles im Leben ist relativ 8-)
*huahua* :MLL:
Eins würde mich dann doch noch mal BRENNEND interessieren, Byron:
Wo ist das Problem, dass ein Unterseeboot bei Oberflächenfahrt und schlechtem Wetter stark giert, wenn heutzutage selbst Diesel-Elektro-U-Boote zum Laden ihrer Batterien maximal alle 4-5 Tage mal für 30-40 Minuten auf Schnorcheltiefe (nicht an die Oberfläche) kommen.....und es der Vorzug des genannten Bootes ist, aufgrund des außenluftunabhängigen Antriebes DIE GANZE MISSION GETAUCHT zu fahren...
...was machen denn die griechichen Sailors auf ihren U-Booten?.....Sonnenbaden??? :MLL: :MLL: :MLL:
Gruß
Lt
Hab keine Ahnung Leutnant Werner von U-Booten,
Ich war bei den Pionieren. Ich kann mir nur (naiv) nicht vorstellen, dass sich ein Boot um 60° von der senkrechten Achse neigt bei 3 m. hohe Wellen, die in der Ägäis keine Seltenheit sind.
Da müssten wir ja dauernd neue Teller kaufen, stellt Dir die Schwierigkeiten des Kochs vor, die Männer würden aus den Betten fallen usw.:roll:
Ausserdem die 8 älteren U-Boote 209, von der HDW konstruiert die wir haben, sind sehr in Ordnung. Warum sollen sich ausserdem die Männer nicht länger sonnen? Sollen die dauernd im Keller bleiben ?
Daran hast Du nicht gedacht, nicht wahr?
Servus,
mal zwischen allem Spaß, was ist wirklich an der Sache dran?
Politik oder "Pfusch am Bau"?
Thomas,
gib mal bei google U-Boot Papanikolis ein.
Ein Bild kann man sich von der Nachrichtenlage nicht machen :/DK:
Das stimmt Kalli, man kann sich kein klares Bild machen.
Wie ich heute aus der Redaktion eines Rüstungsjurnals erfuhr, haben die Techniker von HDW die meisten der Mängel behoben, es muss noch der Vertrag neugeschrieben werden und einige Formalitäten erledigt werden.
Das schlimmste war nicht die Neigung, die einen Laien am meissten imponiert, sondern die Malfunktion des Kampssystems.
GR braucht die U-Boote und HDW das restliche Geld und den guten Namen zu bewahren. Diese Geschichte mit dem Papanikolis hat die Firma nicht wenig beschädigt und die Geschichte mit den Polen ist nicht ernst zu nehmen.
Das U-Boot ist ein Hybrid und ist verständlich dass Kinderkrankheiten entstanden. Die Hersteller wollten die Verbesserungen auf Kosten der Griechen vornehmen, die wiederum sahen das nicht ein und so hat sich die Sache in die Länge gezogen.
HDW erpresste mit Entlassungen bei der Werft Skaramanga was die Griechen wiederum äusserst ärgerte, das Ganze entartete in einen stolprigen Weg.
Ich glaube die Sache wird noch in diesem Jahr ein gutes Ende für beide finden.
ZitatIch glaube die Sache wird noch in diesem Jahr ein gutes Ende für beide finden.
Das wollen wir doch hoffen :O/Y
Und ich glaube nicht daran, dass wir über diese Geschichte jemals die absolute Wahrheit erfahren werden :O/S
Hallo Thomas ,
mal zwischen allem Spaß, was ist wirklich an der Sache dran?
Politik oder "Pfusch am Bau"?
... aber ! Reine Politik. Das was sich an Baumängeln objektiv bisher erhärtet hat sind Ding die sonst `` unter Ausschluss der Öffentlichkeit`` fachgerecht und fiskalisch geregelt werden. So hab ich es bei einem ähnlich gelagerten Fall betr. einer deutschen Marinewerft und einem Nachbarland von Griechenland erleben dürfen.
Wobei nach meiner Erfahrung es meist an UANs liegt, was die Werft zwar verantwortet aber doch wohl kaum ihr zur Last gelegt werden kann.
Was ich jetzt hier mit Freude lese ist ....
HDW erpresste mit Entlassungen bei der Werft Skaramanga was die Griechen wiederum äusserst ärgerte, das Ganze entartete in einen stolprigen Weg.
Ich habe ja vor längerer Zeit hier auf den ursächlichen Zusammenhang zw. Skaramanga und Papanikolis hingewiesen, fing mir aber damals damit einen Satz heißer Ohren ein.
Nun ist man hier schon so weit zumindest den Fall Skaramanga mit dem U Boot in Verbindung zu setzten. Wenn man nun die zeitliche Schiene betrachtet wird klar was zuerst da war. Die Werftschließungsarie oder das Mängel -Uboot.
die Geschichte mit den Polen ist nicht ernst zu nehmen.
..wie das? Mal so aus der Hüfte geschossen oder belegbar ?
Diese Geschichte mit dem hat die Firma nicht wenig beschädigt
... ich bin aus dem Geschäft, hab aber noch so meine Kontakte rund um die Welt. Das es negative Auswirkungen auf das TK U- Bootsgeschäft hat ist mir eigentlich nicht aufgefallen. Jedenfalls stand heute morgen noch fest das die Franzosen immer noch heißt auf die HDW Technologie sind. Thales kauft doch wohl keinen HDW Schrott.
Nun müssen TK und Thales noch ein wenig basteln, dann kam sich Athen mit Paris auseinander setzten.
Ich glaube die Sache wird noch in diesem Jahr ein gutes Ende für beide finden .wär zu hoffen.
Gruß nach Mittelbayern 8-)
Ich verfolge die Diskussion hier mit großem Interesse und bin gespannt, wie das ausgeht.
byron - bitte verzeih mir - Dein Deutsch ist ausgezeichnet, aber ich mußte hierbei schmunzeln:
Zitat...sondern die Malfunktion des Kampssystems
Ich habe mir gerade vorgestellt, wie das System zum Campen (=Sonnenbaden) auf dem Plotter schöne Bildchen "malt"...
Wie gesagt, bitte nicht übelnehmen, ich habe den wahren Inhalt natürlich verstanden...
Ho ho Torpedo,
Malfunction, :?
es ist nicht das erstemal wo mir sowas passiert, wo ich beim Deutschschreiben ein Wort aus dem Englischen überneheme. Ich hatte mal aucch das Wort "malformation" benutzt, oder "here" anstatt von "hier" geschriebenl
Danke Dir für Dein Lob betreffs mein Deutsch, Ich versuche mich dauernd zu bessern.
Bei der Gelegenheit will ich Euch das Photo eines herrlichen Jungen nicht vorenthalten
@ Bernd,
Gut gebrüllt, Löwe !
Es ist immer wieder erfrischend, top
Deine Mails zu lesen !
Gruß
Schiffbauer (der sich bedeckt haltende)
Athen will U-Boot-Streit mit HDW Kiel beilegen
http://www.kn-online.de/top_news/142706-Athen-will-U-Boot-Streit-mit-HDW-Kiel-beilegen.html
Gruß, :MG:
Manfred
Hallo Manfred,
Hier was die griechische Presse darüber schreibt:
Der Vertrag für die Konstruktion und Lieferung der 4 U-Boote U-214 und die Modernisierung von 3 U-Booten des Typs U-209 wurde im Jahr 2002 unterschrieben.
Von den Gesamtkosten in Höhe von 2.838.000.000 Euros waren bis zum Jahr 2008 2.038.000.000 bezahlt. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte HDW kein U-Boot geliefert.
Vor einigen Tagen wurde Skaramangas zu 75% von Abu Dabi Marintaim aufgekauft.
Man einigte sich auf folgendes:
Es werden keine Entlassungen in Skaramangas stattfinden
Das griechische Verteidigungsministerium wird das erste problematische U-Boot "Papanikolis", das in Deutschland hergestellt wurde, empfangen, um es an einem dritten Land zu verkaufen. Voraussetzung die nochmalige Bestätigung der notwendigen Eigenschaften seitens deutschen und griechischen technischen Diensten.
Die griechische Kriegsmarine wird die restlichen 3 U-Boote die in Skaramangas gebaut werden (sind fast fertig) übernehmen (3 neue 214 und ein renoviertes 209).
Die griechische Kriegsmarine bestellt zusätzlich noch 2 neue U-214, auf die Renovierung der restlichen 2 U-209 wird verzichtet.
Der Preis der 2 neuen U-Boote ist 500 Mil.Euros/Stück, die Kosten der Bestellung von 2001 waren 463,25 Mil/Stück.
Das Zahlungsprogramm ist von neunjähriger Dauer, jährlich zw. 50 bis 200 Mil Euros.
Skaramangas wird weiterhin auch andere Kriegsschiffe für GR und andere nationen bauen.
Der Bau von 4 neuen Fregatten wurde an Frankreich vergeben, werden wahrscheinlich in einer griechischen Werft gebaut.
Und ich geplagter Bürger Griechenlands frage mich:
Sind die Mücken die Einzigen die unser Blut saugen?