KKpt. Hans Wilcke
Kann mir einer unserer Spezialisten die Laufbahn dieses Herren geben? Hatte er irgend eine Verwandschaft mit dem Offizier der Luftwaffe Wolf-Dietrich Wilcke?
Danke in voraus
Byron
Hi, Byron,
KK Hans Wilcke war von Mai 1941 bis Oktober 1942 Kommandeur der 3. Torpedobootsflottille.
Gefallen in der Nacht zum 14. Oktober 1942 beim Geleitschutz für den Hilfskreuzer "Komet" im englischen Kanal durch fehlgeleitetes Abwehrfeuer ("friendly fire")des Hilfskreuzers, der die Brücke von Wilckes Führerboot T 14 traf. (Komet wurde wenig später versenkt.)
Weitere Daten in Ermittlung (tst = takes some time)
Gruß, Urs
Besten Dank Urs für die blitzschnelle Antwort.
Gruss aus Saloniki
Byron
Hallo, Byron,
Wilcke-Info Teil 2
Geboren am 6.2.1909
gehörte zur Offiziers-Crew 1927
April 1939 - Oktober 1940 Kommandant Torpedoboot KONDOR
dabei
Sept. 1939 Deckung von Minenlegeunternehmung WESTWALL
April 1940 Teilnahme an der Unternehmung WESERÜBUNG (Besetzung Norwegens) mit Gruppe 5 (Oslo), Kampf um den Hafen Horten
Juni/Juli 1940 Geleitschutz für die von Trondheim zurück nach Kiel verlegenden beschädigten SCHARNHORST und GNEISENAU
September 1940 Deckung von Minenlegeunternehmungen SW
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Oktober 1940 - Mai 1941 Personaloffizier P I c beim Stationskommando Nordsee
Mai 1941 - Oktober 1942 Flottillenchef 3. Torpedobootsflottille
1.11.1941 Beförderung zum Korvettenkapitän
14.10.1942 gefallen beim Geleitschutz für "Komet" (siehe mail 1)
posthum Beförderung zum Fregattenkapitän mit Wirkung vom 1.10.1942
Die Ermittlung der Daten der "Jugendjahre" in der Marine dauert noch an.
Gruß nach Saloniki, Urs
Hi Urs,
gab es bei diesem Vorfall neben dem Flottillenchef noch weitere Verluste?
Grüße
Ritchie
hervorragend Urs,
mehr als ich erwartet habe, danke top
Außer T-14 wurden wohl auch T-4 und T-19 beschoßen, wobei es insgesamt 15 Tote und Vermißte gab.
Quelle: Johns Homepage
http://www.bismarck-class.dk/hilfskreuzer/komet.html
Spätestens morgen kann ich das nochmal mit anderer Literatur verifizieren, falls niemand schneller ist. ;)
Muggenthaler, die deutschen HSKs, gibt auch 15 Tote und Vermißte an.
Von der Gefechtsschilderung her ist mir nicht ganz klar, ob nun der HSK alle drei T-Boote beschoß oder ob T-4 und T-19 ebenfalls T-14 beschossen.
Laut Johns Webseite war es die erste Variante, während Muggenthaler schreibt:
"Im Durcheinander des Gefechts schossen die HSK-Männer bei guter Sicht und auf 1000 m Entfernung wie verrückt mit der 2-cm auf das eigene T-Boot, worauf dann auch die beiden Schwesterboote mit ihren Maschinenwaffen eingriffen."
Moin moin,
ich denke, man hat hier einfach alle Toten zusammen gezählt, aber nicht alle sind durch den Komet-Beschuß gefallen. Man muß daran denken, das dies ein sehr konfuses Gefecht war. Der Komet-Beschuß von achtern, Torpedos und leichte Maschinenwaffen der MTB's und MGB's und noch Feuer von brit. Zerstörern.
Nachweislich sind durch Komet der Flo.-Chef gefallen und Kmdt. Kaptl. Jüttner, der Ob.Strm., der Ob.Sign.Meister, ein Signalmaat und 2 Mann von T 14 verwundet worden.
Nähere Angaben in 1., 2., 3. Torpedobootsflottille von Graumann/Harnack/Teichmann