Forum Marinearchiv

Seekrieg allgemein => Sonstige Zeit => Thema gestartet von: kalli am 27 Januar 2006, 09:44:28

Titel: Havarie
Beitrag von: kalli am 27 Januar 2006, 09:44:28
U-Boot strandet in Eckernförder Bucht

Ein deutsches U-Boot ist in der Ostsee auf Grund gelaufen. Noch in der Nacht konnte das Boot freigeschleppt werden.

Glücksburg - Bei einer Vermessungsfahrt in der Eckernförder Bucht war das U-Boot der Marine gestern gestrandet. Das Schiff befand sich auf einer Tauchfahrt und lief bei Dunkelheit etwa 150 Meter vor dem Südufer der Bucht auf Sand. Wie das Flottenkommando mitteilte, wurde dabei niemand verletzt. Noch am Abend konnte das Boot freigeschleppt werden, erklärte ein Sprecher des Flottenkommandos heute Morgen.

Angaben der Marine zufolge handelt es sich bei dem havarierten Boot um das Boot "U15". Es ist etwa 50 Meter lang und hat eine Verdrängung von 500 Tonnen. Die "U15" war nach einem fünfmonatigem Einsatz im Mittelmeer im Dezember nach Eckernförde zurückgekehrt.

Quelle : Spiegel Online
27.01.04
Titel: Havarie
Beitrag von: Scharnhorst66 am 27 Januar 2006, 09:49:34
Wie kann es bei den heutigen Einrichtungen passieren - das ein Boot noch auf Grund läuft ??

Hätten da vorher nicht alle möglichen Warntöne und Signale losgehen müssen ??
Titel: Havarie
Beitrag von: Scheer am 27 Januar 2006, 10:27:45
Mmmmmhhh, vor allem, da es sich um eine Vermessungsfahrt handeln sollte !
Titel: Havarie
Beitrag von: Dominik am 27 Januar 2006, 10:33:48
Und dann noch in einheimischen Gewässern. Sollten die nicht ausreichend kartographiert sein?

Gruß

Dominik
Titel: Havarie
Beitrag von: Ralf am 27 Januar 2006, 11:05:48
Die Eckernförder Bucht soll nicht ganz ohne sein... Gerade die Sandbanken sollen sich da ab und ordentlich verändern... Aber die haben ja kaum Gezeiten dort... Ich wundere mich...

Ich werde mal in der lokalen Presse luschern... Mom...
Titel: SHZ- Schleswig-Holsteins Zeitungen
Beitrag von: Ralf am 27 Januar 2006, 11:09:02
Das haben die heute morgen geschrieben. Ich gehe davon aus, dass da mehr morgen oder Montag kommt...


Deutsches U-Boot vor Eckernförde gestrandet
Eckernförde
/
sh:z
– Das deutsche U-Boot ,,U 15" ist am gestrigen Abend vor Aschau in der Eckernförder Bucht auf Grund gelaufen. Nach Angaben des Flottenkommandos hat sich das 48,6 Meter lange, aufgetauchte U-Boot bei Dunkelheit 150 Meter vor dem Südufer der Fördeküste festgefahren. Es sollte noch in der Nacht freigeschleppt werden.
Titel: Havarie
Beitrag von: Torpedo am 27 Januar 2006, 11:47:25
Im aufgetauchten Zustand auf eine Sandbank?! Haben die gepennt?
Titel: Havarie
Beitrag von: En Echelon am 30 Januar 2006, 10:20:26
Die Ecke ist nicht ganz ohne. Als ich das erste Mal mit'm Zerstörer da reingefahren bin, wär mir als Nav da fast dasselbe passiert. Hab da von N kommend auf dem Kiel-Flensburg-Weg auch mit Null Strömung gerechnet, aber irgendwie wollte der Eimer nicht rumkommen. Erst mit harter Ruderlage Stb. ist er dann so gaanz langsam in den Trichter gerutscht, da waren wir aber auch schon saftig auf der "Gegenfahrbahn". Danach hab ich dann immer mit harter Ruderlage angedreht, aufkommen lassen kann man ja immer noch, ist besser als abkommen...
Titel: Havarie
Beitrag von: Mario am 30 Januar 2006, 10:56:26
Jaja, der Faktor Mensch ist die einzig unberechenbare Komponente in solch' einem Spiel.
@En Echelon
Ich hätte nicht in Deiner Haut stecken mögen, wenn Du ein paar Tonnen Stahl auf eine Sandbank geparkt hättest.
Titel: Havarie
Beitrag von: Ralf am 30 Januar 2006, 11:17:12
Im Heimatrevier auf Grund - die Havarie von ,,U 15"
Marine sucht nach den Ursachen
Eckernförde

/gk
- Eine Routinefahrt endete in der Havarie - nun wird nach den Ursachen geforscht.

Donnerstagnachmittag. Das U-Boot ,,U 15" fährt vor Anschau an der Südküste der Eckernförder Bucht. Es soll zur akustischen Vermessung. Dabei wird geprüft, ob die Motoren leise genug laufen. Plötzlich kommt das Boot nicht mehr vorwärts, es ist auf Grund gelaufen. Keine 200 Meter vom Strand entfernt steckt das 50 Meter lange Boot, das im aufgetauchten Zustand fährt, fest. ,,Es ist ganz sanft aufgelaufen, die Mannschaft hat das erst gar nicht mitbekommen", erklärt der Pressesprecher des Flottenkommandos, Udo Sparwel.

Versuche der Besatzung, das U-Boot in tiefere Gewässer zu manövrieren, bleiben erfolglos. Erst als die Marine ein Minenjagdboot und einen Schlepper schickt, gelingt gegen Mitternacht die Bergung von ,,U 15" - eine Stunde später sind Boot und Crew wieder im Eckernförder Heimathafen.

Noch in der Nacht zu gestern beginnt die Marine mit der Suche nach der Ursache der Havarie. Auch die 22-köpfige Besatzung, die den Unfall unverletzt überstanden hat, soll dazu gehört werden. Denn bislang ist unklar, ob technisches oder menschliches Versagen die Havarie verursachte.

Vor der Akustik-Teststrecke ,,ist es sehr eng", bestätigt Sparwel. ,,Wenn das Ruder falsch gelegt ist, kann schnell etwas passieren." Und Klaus Klaßen von der Wehrtechnischen Dienststelle, die für die akustischen Messungen zuständig ist, berichtet, dass die ,,Ostsee unweit der Messstrecke sehr schnell sehr flach wird". Um exakt in den Kurs einzufahren, müsse man Peilpunkte an Land und auf See beachten.


(http://epaper.shz.de/shz/2006/01/28/ez/images/f63812a44027b501fa7e1ba2b03c6c57.jpg)

Samstagszeitung SH:Z...