Hallo allerseits!
Bin gerade auf diesen Artikel gestoßen: http://www.n24.de/n24/Wissen/History/d/4031060/sturm-legt-deutsches-u-boot-wrack-frei.html
Frohe Weihnachten,
Carsten
Edit 02.01.2014:
Thementitel angepasst.
t-geronimo
Hier sind noch mehr Fotos:
http://www.dailymail.co.uk/news/article-2526946/A-monster-British-coast-Rusting-hulk-World-War-One-German-U-boat-marooned-Kent-island-century.html
aber wenn ich im Gröner Bd. 3 nachschaue, so ist das eigentlich keine neue Erkenntnis, max. der Erhaltungszustand...
MfG
Moin , es handelt sich um ein Boot der Klasse UB III , ca. 55 meter lang .Tauchtiefe ca.50 m , hier ein Foto vom Schwesterboot .
Hallo Günther, du zeigst hier gerade einen Minenleger vom Typ UE II und kein UB III Boot... :-P
Moin,
das Wrack ist kein UB III-Boot. Das ist m.E. eine UE II-Boot, also U 122.
Moin , hoffentlich liege ich nun richtig , es soll ein Schwesterboot von U 122 sein , ca.81 m lang , auch UE II -Typ :MG:
Liebe Forums-Kollegen,
diese Geschichte ist ja witzig, weil: neu ist die Sache nicht gerade. Im Borough of Medway gibt es ein Kohlekraftwerk, das unter anderem London mit Strom versorgt. Das Kraftwerk gehört einem britischen E.On-Ableger und liegt nördlich des River of Medway. Vor der Haustür des Kraftwerks liegen die U-Boote.
Der Medway mündet ähnlich der Themse in die Nordsee, verzweigt sich aber vorher in einem Gewühl von Nebenarmen und salzigen Brackwassern. In diesen von den Gezeiten geformten Wasserstrassen liegen drei deutsche U-Boote aus dem ersten Weltkrieg, die bei Ebbe begehbar sind. Leider lehnt E.On jedwede Zusammenarbeit mit Historikern ab. Unser Versuch, in 2005-2007 als Studenten der UEL University of East London eine Ortsbegehung auf dem Kraftwerksgelände zu beginnen, wurde mehrfach nicht beantwortet. Bei Ebbe einfach zu den Booten zu laufen ist keine gute Idee, es sei denn, man will im Schlick stecken bleiben. Und zwar schon nach den ersten Metern. Ideale Annäherungen gehen bei Flut mit dem Boot, bei Ebbe mit Luftkissenfahrzeugen oder Helikoptern.
Wem beides zu aufwendig erscheint, genießt den Blick aus dem All. Sucht in Google Maps mal nach Medway und schaut Euch die Gewässer Slede Creek, East Hoo Creek und Damhead an (nordwestlich vom Kraftwerk am Medway). Dort findet Ihr die Boote.
Nach unseren Untersuchungen wurden die Boote zum Abwracken veräußert. Unmittelbar nach dem Weltkrieg fielen die Schrottpreise aufgrund des Überangebotes, so dass die Versicherungssumme der Boote höher war, als der zur erzielende Stahlpreis. Nachdem die Motoren ausgebaut worden waren, gingen die Boote auf Weg nach Gillingham bzw. Rochester in Verlust (...!). Aufgrund des Tidenhubs fand eine teilweise weitere Verschrottung im Marschland statt; dabei wurden Buntmetalle abgeborgen. Die Druckkörper blieben, wenn ich das richtig memoriere, im Schlick liegen.
Geborgen wird von den Booten wahrscheinlich kein einziges – Aufwand und Ertrag stehen in keinem Verhältnis. Ein leerer Druckkörper ist auch nicht eben soo spannend – und Waffen, Motore, Inneneinrichtung und Co. sind längst verschwunden.
Frohes Fest,
Spökenkieker
@UC 67 das kann gut sein, dass es von den Größenverhältnissen ein UE II Boot ist... zumal ja auch U 122 und U 123 auf dem Weg zum Abwracken gestrandet sind (bei Gröner leider ohne Ortsangabe). Dann würde Halina mit dem U 126-Boot-Bild was Projekt 45 betrifft sogar (widererwarten) richtig liegen. Es stimmt also die Angabe in den Medien nicht...
MfG
PS: dummerweise sieht man auf den Bildern weder den Turm noch den Heckverlauf oder die Geschützplatform :-( - wo ist eigentlich U 135 gestrandet? resp. wurde das dannach geborgen oder abgewrackt?
Hai
Zitat
Wem beides zu aufwendig erscheint, genießt den Blick aus dem All. Sucht in Google Maps mal nach Medway und schaut Euch die Gewässer Slede Creek, East Hoo Creek und Damhead an (nordwestlich vom Kraftwerk am Medway). Dort findet Ihr die Boote.
Wo sind denn die anderen zwei?
Ich hab nur das entdeckt.
Zitat von: Teddy Suhren am 23 Dezember 2013, 18:17:40
Wo sind denn die anderen zwei?
Ich hab nur das entdeckt.
Also wenn dann sind das an der Stelle zwei U-Boote. ;)
Das Boot aus den Artikeln liegt auf Position 51°25'50.45"N, 0°37'55.03"E, rechts oben knapp ausserhalb des von dir verlinkten Bildausschnitts. Ist beo Google Earth praktisch genauso gut zu sehen wie auf den Fotos.
Richtig. Sind zwei.
Das dritte hab ich auch inzwischen entdeckt. top
Für wer das noch nicht kannte, das Wrack der UB-122:
A monster off the British coast: Rusting hulk of World War One German U-boat emerges after almost a century
http://www.dailymail.co.uk/news/article-2526946/A-monster-British-coast-Rusting-hulk-World-War-One-German-U-boat-marooned-Kent-island-century.html
Schöne Aufnahmen.
Maurice
@Maurice Laarman
hatten wir schon hier: http://www.forum-marinearchiv.de/smf/index.php/topic,20857.0.html
ist übrigens nicht UB 122, sondern eines von den diskutierten Booten (da liegen auch noch zwei weitere)
MfG
Ich habe die Themen zusammengefasst und den Titel mal angepasst. :wink:
Danke. Habe der Suchfunktion benützt,(UB-122) fand aber kein frühere Beiträgen dieses Thema.
Maurice
Zitat von: Teddy Suhren am 23 Dezember 2013, 18:17:40
Hai
Zitat
Wem beides zu aufwendig erscheint, genießt den Blick aus dem All. Sucht in Google Maps mal nach Medway und schaut Euch die Gewässer Slede Creek, East Hoo Creek und Damhead an (nordwestlich vom Kraftwerk am Medway). Dort findet Ihr die Boote.
Wo sind denn die anderen zwei?
Ich hab nur das entdeckt.
Hallo,
Ein Video von Mark Felton https://youtu.be/QG2DDEE-_iI
Danach liegen dort UB 144,145,150