https://www.msn.com/de-de/nachrichten/politik/cem-%C3%B6zdemir-nimmt-in-hannover-an-mehrt%C3%A4giger-bundeswehr-%C3%BCbung-teil/ar-AA19uIWw?ocid=msedgntp&cvid=b49adc6d65ec47b6fd545b4606359049&ei=40
Zur Kenntnisnahme
"Als Parlamentarier, der auch über Auslandseinsätze der Truppe entscheide, wolle er den Alltag der Soldatinnen und Soldaten kennenlernen und seinen Respekt und Dankbarkeit ausdrücken, sagte Özdemir."
Daß ein Wehrdienstverweigerer der damals Soldaten als Mörder bezeichnete überhaupt solche Entscheidungen treffen darf ist an sich schon ein Unding.
Gruß Rainer
Politikerschelte in allen Ehren ... aber soweit ich weiss hat Cem Özdemir nie irgendeinen Kriegsdienst mit der Waffe verweigert.
Als er Deutscher Staatsbuerger wurde, ist seine Wehrverpflichtung in der Tuerkei erloschen und in Deutschland ist er nie gemustert worden.
Und wie ich aus eigener Erfahrung weiss, betrachten nicht alle, die den Kriegsdienst mit der Waffe verweigern Soldaten als Moerder. :-D Ich wuesste nicht wann Cem Özdemir mal den Tucholsky zitiert haette. Aber vielleicht habe ich da etwas verpasst?
Zitat von: Theo am 05 April 2023, 15:53:33Daß ein Wehrdienstverweigerer der damals Soldaten als Mörder bezeichnete überhaupt solche Entscheidungen treffen darf ist an sich schon ein Unding...
...andere prominente Mitglieder der "Grünen" haben eine wesentlich radikalere Vergangenheit (https://de.wikipedia.org/wiki/Kommunistischer_Bund_Westdeutschland#Bekannte_Mitglieder). Davon wollen sie aber heute nix mehr wissen, vor allem der Landesvater aus dem Ländle. :-D
Gruß
Klaus
Um mal bei Ufo anzuschließen...
Der "Dschemm", ein Migrationshintergrund, war immer ein wenig mehr Deutscher als wir und ein wenig mehr schwäbischer als die Schwaben. Er ist auf jeden Fall nicht für alle nachvollziehbar. Manche würden sagen, er ist ein Idiot. Aber für mich ist er, wie die Tübinger Palme auch, authentisch. Das zählt. Und Grüne...naja, Grüne...eine bürgerliche Partei, wie man jetzt weiß
Den Lehrgang habe ich auch vor 12 Jahren absolviert. Wäre gut, wenn mehr Politiker sich die Zeit nehmen täten...
Zitat von: Ekki am 06 April 2023, 19:30:24
Wäre gut, wenn mehr Politiker sich die Zeit nehmen täten...
...nicht nur solche Lehrgänge ständen manchen Politikern gut zu Gesicht. Ich verweise mal auf den ehemaligen Bundestagsabgeordneten, ehemaligen Kieler Oberbürgermeister und Leutnant zur See d. R. Norbert Gansel (https://de.wikipedia.org/wiki/Norbert_Gansel)
Zitat...um den Kontakt zur beruflichen Realität nicht zu verlieren, machte er einmal im Jahr ein ,,Praktikum" bei einer Werft, bei der Post oder im Bergwerk.
Gruß
Klaus
Zitat von: ufo am 06 April 2023, 16:59:32
Politikerschelte in allen Ehren ... aber soweit ich weiss hat Cem Özdemir nie irgendeinen Kriegsdienst mit der Waffe verweigert.
https://www.spiegel.de/politik/deutschland/40-jahre-zivildienst-haben-sie-eigentlich-gedient-herr-oezdemir-a-126230.html
Naja... :wink:
Gruß Rainer
Dein Link bestätigt die Aussage von ufo und widerlegt deine eigene vom 5. April ;)
Ich halte von solchen medienbegleiteten Inszenierungen nichts. Warum diese öffentliche Darstellung? Das sich Minister mit der BW verbunden fühlen, setze ich voraus.
Die Politiker sollen ihren Job ordentlich machen und von dieser Position aus sicherstellen, dass die BW personell und materiell so aufgestellt ist, dass sie ihren Auftrag unter allen Lagebedingungen erfüllen kann.
Ich kann auch nicht nachvollziehen, dass man aus ihm ohne militärische Qualifikation und Fertigkeiten einen Oberleutnant macht. Ich verbinde mit diesem Dienstgrad gewisse militärische Fähigkeiten, die hier wohl nicht ansatzweise vorhanden sind.
Zitat von: maxim am 07 April 2023, 15:26:43
Dein Link bestätigt die Aussage von ufo und widerlegt deine eigene vom 5. April ;)
Na dann.....
Ja. Interessant nicht?
Noch ein Tipp: wir sprechen von jemanden, der in Deutschland geboren und aufgewachsen ist.
Zitat von: M-54842 am 07 April 2023, 17:37:41Ich kann auch nicht nachvollziehen, dass man aus ihm ohne militärische Qualifikation einen Oberleutnant macht. Ich verbinde mit diesem Dienstgrad gewisse militärische Fähigkeiten, die hier wohl nicht ansatzweise vorhanden sind...
...das wird wohl ganz profane Gründe haben, es sähe ja doof aus, wenn die Römer spachteln gehen und der Özdemir müsste sich dann bei den Mannschaftern hinhocken. :-D :roll:
Gruß
Klaus
Zitat von: maxim am 07 April 2023, 18:33:30
Ja. Interessant nicht?
Einfach nochmal nachlesen was er in dem Interview gesagt hat. Lesen bildet.
Früher hießen diese Veranstaltungen "INFO-KWÜ" (Informationes - Kurzwehrübung)
Für Multiplikatoren ( z.B. eben Politiker aber auch Gewerkschafter, Industrielle, Lehrer usw) wird ein 14-tägiges Programm geboten um zu zeigen "was Bundeswehr ist".
Ist eigentlich ganz erfolgreich und bringt die Bw so Kreisen nahe, die bis dato eher keine Ahnung hatten.
Der Dienstgrad ist so eine Art Anerkennung, kann sogar bei weiteren Übungen durchaus noch ansteigen.
Axel
@ Theo: ja, lesen bildet.
Dein Link besagt:
ZitatIch habe nie Wehr- oder Zivildienst geleistet. Die deutsche Staatsbürgerschaft habe ich 1981 unter anderem deshalb angenommen, um nicht in der Türkei Wehrdienst leisten zu müssen. Auch in Deutschland bin ich nie gemustert worden.
https://www.spiegel.de/politik/deutschland/40-jahre-zivildienst-haben-sie-eigentlich-gedient-herr-oezdemir-a-126230.html (https://www.spiegel.de/politik/deutschland/40-jahre-zivildienst-haben-sie-eigentlich-gedient-herr-oezdemir-a-126230.html)
Er hat also nicht verweigert, da er sonst Zivildienst hätte leisten müssen. Er wurde nicht einmal gemustert.
Ich befürchte, dass du nur den Teil über die Türkei gelesen hast ;) Deshalb ja auch der Tipp, dass wir über jemand reden, der in Deutschland geboren und aufgewachsen ist. 1981 herrschte in der Türkei übrigens eine Militärdiktatur.
@maxim,
ob er in Deutschland geboren ist war damals egal. Da beide Elternteile die türkische Staatsbürgerschaft hatten war er von Geburt an Türke.
Die Annahme der deutschen Staatsbürgerschaft war zu der Zeit (80/90er Jahre) für junge Türken gängige Praxis um den Militärdienst zu umgehen. Das haben viele meiner Schulfreunde und Arbeitskollegen gemacht.
Da aber mit Annahme der deutschen die türkische nicht automatisch erlosch wurden zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen. Durch die doppelte Staatsbürgerschaft war es sowohl der Türkei als auch Deutschland nicht möglich die Männer zum Dienst an der Waffe zu zwingen.
Somit mußte logischerweise auch kein Zivildienst absolviert werden.
Allerdings sagt er ja selbst daß die deutsche Staatsbürgerschaft ein Grund war um eben "keinen" Wehrdienst in der Türkei zu leisten.
Für mich ist das schon eine Verweigerung.
Gruß Rainer
Für dich ist das eine Verweigerung, schön. Aber tatsächlich besagt dieser Text nun mal, dass er nicht verweigert hat:
ZitatIch habe nie Wehr- oder Zivildienst geleistet. [...] Auch in Deutschland bin ich nie gemustert worden.
Das jemand, der in Deutschland geboren und aufgewachsen ist, nicht für die türkische Militärdiktatur dienen wollte, sollten eigentlich der Großteil (außer türkische Rechtsextreme) ihm hoch anrechnen - und nicht als Argument nehmen, sich darüber aufzuregen, dass heute jemand "INFO-KWÜ" macht oder? Das Dienen für eine Diktatur wäre auch kein Bekenntnis für die Bundeswehr.
,,Getretener Quark wird breit, nicht stark."
Johann Wolfgang von Goethe