RN Panzerungsvergleich Tirpitz vs. KGV, Nelson, QE 1942

Begonnen von Ulrich Rudofsky, 19 Januar 2010, 15:37:40

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Ulrich Rudofsky

Ulrich Rudofsky

Thorsten Wahl

wunderbar solche verwirrten Rechner würde ich auch gern haben.
Meine Herren, es kann ein siebenjähriger, es kann ein dreißigjähriger Krieg werden – und wehe dem, der zuerst die Lunte in das Pulverfaß schleudert!
WoWs : [FMA]Captain_Hook_

Baunummer 509

Hallo Thoddy,

ich als durchaus interessierter aber "nicht - Experte" kann damit nicht ganz so viel anfangen...

Was genau meinst Du damit?

Gruß

JotDora

ufo

Moege Dein Rechner noch lang und heftig an Verwirrung leiden und ungeaehnte Tiefen zum Vorscheine bringen, dass es nur so seine Bewandnis habe ...  :MLL:

Hab Dank!
Das ist spannend.

Ufo

Thomas

Zitat von: ufo am 19 Januar 2010, 23:19:52
Moege Dein Rechner noch lang und heftig an Verwirrung leiden und ungeaehnte Tiefen zum Vorscheine bringen, dass es nur so seine Bewandnis habe ...  :MLL:
Hab Dank!

Da kann man sich nur anschließen.

Interessantes Darstellungsschema übrigens zur Immunitätszone.  :MG:

Grüße
Thomas

Thorsten Wahl

#5
wenn man sich mal die Immunitätsdaten anschaut liegen ausweislich späterer Erkenntnisse gewisse Fehleinschätzunghen vor
zum einen
erwarten die Briten den Durchschlag für die 14 Zöller durch den Gürtelpanzer (320 mm) Tirpitz
bei 16000 yard interessanterweise kommen sie durch den Gürtel selbst schon bei deutlich höheren
Entfernungen; unter Berücksichtigung der Böschung müssen sie jedoch deutlich bis unter 5000 yard rankommen um durchzukommen.

bei Deck wird es besonders interessant
hier wird ein Durchschlag ab 22000 yard und höher erwartet also ab etwa 20,2 km
vorausgesetzt wird hier dass deutsches und britisches Panzermaterial äquivalent sind

demgegenüber wurde bei Beschußtests(1945/1946) von Tirpitz Wotanplatten fesgestellt, das dass ballistische Limit für Wotan 10% über dem des britischen NCA lag

zusätzlich ergaben Schußtests 1948  auf eine tatsächliche Panzeranordnung 50mm + 80 mm daß die verbundene Schutzwirkung deutlich höher war als nach den bis zu diesem Zeitpunkt erwarteten Durchschlagleistungen für Multipanzerplattenprobleme
berücksichtigt wurde

1/2 von 50mm + 80 mm = 105 mm entspricht Schutz bis ca 22 000 yard

die Beschußtests für einen Nachbau der Tirpitzanordnung ergaben eine Durchschlagsicherheit bis deutlich oberhalb von 30000 yard, woraus zu folgern ist, daß die Schutzwirkung der deutschen PanzerAnordnung für britisches Granatendesign sogar noch höher war, als die nominelle stärke 50 + 80 mm =130 mm erwarten ließ.

das Oberdeck entkappte bei den Beschußtests JEDES britische Geschoß und die beim Aufschlag wirkenden Kräfte führten zu starker Auslenkung der Längsachse der Geschosse von der Flugbahn mit nachfolgender Verschlechterung des Durchschlagvermögens. Die Auslenkung war um so größer je länger die Geschosse im Vergleich zu Ihrem Kaliber waren.

Diese Auslenkungswirkung verstärkt sich noch mit zunahme der Geschoßlänge im Vergleich zum Kaliber der Geschosses, da die stabilisierende Kreiselwirkung nachläßt.




Meine Herren, es kann ein siebenjähriger, es kann ein dreißigjähriger Krieg werden – und wehe dem, der zuerst die Lunte in das Pulverfaß schleudert!
WoWs : [FMA]Captain_Hook_

Thorsten Wahl

Ungeachtet des oben gesagten detonieren natürlich die das Oberdeck durchschlagenden Granaten im Bereich zwischen Oberdeck und Panzerdeck und rufen dort Schaden hervor.
inwieweit durch Brände und Erschütterungsschaden ggf lebenswichtige bzw für die See bzw- Kampffähigkeit wichtige  Bereiche des Schiffes betroffen werden können bleibt zunächst mal außen vor.
Aber Maschinenanlage und Magazine sind für primärschaden sicherer als erwartet.
Meine Herren, es kann ein siebenjähriger, es kann ein dreißigjähriger Krieg werden – und wehe dem, der zuerst die Lunte in das Pulverfaß schleudert!
WoWs : [FMA]Captain_Hook_

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