Hebung der GRAF SPEE

Begonnen von Scheer, 18 Januar 2004, 23:43:59

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Ulrich Rudofsky

Eins in der Hebung und Präservierung ist ein riesen Problem das nichts mit der Technik der Hebung zu tun hat.  Beim "Monitor Project" muss die Entsalzung des Metalls berücksichtig werden.  Das einfache Waschen und Bemalen vom Schiff beschleunigt dessen Ende.  Einfach im Wasser liegen zu lassen ist am besten falls das Geld für den  "electrolytic reduction" Prozess vom angefressenen Metal nicht ausreicht.  In diesem Maßstab der SPEE ist das unmöglich. Im "Monitor Project" werden in großen Basins die Bestandteile restauriert und das dauert Jahre.   http://www.monitorcenter.org/preserving/ 
Ulrich Rudofsky

kalli


Captain Hans

also ich hab das Wrack oft gesehen und oft nur 1 Meile davon entfernt geankert.
Was man von der Graf Spee bei Niedrigwasser noch sehen kann lohnt sich kaum noch restaurieren.
Der Rumpf liegt ca. 4-5 m tief im Schlamm.
Ausserdem wurde das Wrack seit Jahrzehnten vollkommen ausgeplündert.
Ich glaube das Heben und restaurieren würde ganau so viel kosten als sie neu nachzubauen.
Sie in einem Stück noch rauszubekommen halt ich auch für unmöglich denn der Stahl ist wahrscheinlich schon
total brüchig.
Sie liegt eben nicht ganz unter Wasser, denn bei Spring Niedrigwasser schauen große Teile der Aufbauten (oder was davon
noch übrig ist) aus dem Wasser heraus.
Je nach Windrichtung und Flußwasserstand wird sie manchmal von Frischwasser umspült und manchamal Seewasser( vielleicht besser Brackwasser)
Der Rio Plata ist auch bis heute sehr Chemikalien verseucht, so auch der Schlamm.

sie liegt etwa 3 sm Backbord der Hafeneinfahrt von Montevideo, die Wassertiefen sind hier 8 - 10 Meter

viele Grüße

Hans
,Nur wer sich ändert,bleibt sich treu"!!!
,,Nicht was du bist,ist das was dich ehrt,wie du bist,bestimmt den Wert"!!!

kalli

Nun Hans, als ich 2004 an Ort und Stelle war konnte man außer den Markierungstonnen vom Aufbau nichts mehr sehen.

Captain Hans

als ich mit meiner Frau 2006 vor Ort und Stelle war, war außer den Tonnen auch nichts mehr zu sehen.
Es war aber auch kein Spring Niedrigwasser
Tidenhub Montevideo = ca 1m.
Springtieden bis zu 2,5 m
Pamperotieden = bis zu 4 m Wasertiefenunterschied
1982 als ich Montevideo verließ waren bei Niedrigwasserständen, teile des Gefechtsmastes über Wasser sichtbar.
In jedem Falle liegt sie nur knapp unter der Wasseroberfläche
Mein Freund (Cheflotse) von Montevideo und ich fuhren bei gutem Wetter mit einem Boot zum Wrack,
man konnte es bloßem Auge unter Wasser erkennen
In der ganzen Rio Plata Mündung gibt es keine Wassertiefen von mehr als 10-12 m und das Tieden und Wind abhängig.
Erst ab Punta del Este wir es tiefer.

anbei ein Satelittenfoto des Rio Plata und er ungefähre Ort der Graf Spee





viele Grüße

Hans
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Mario

Wenn man bedenkt, daß selbst die US-Amerikaner große Sorgen bei der Finanzierung ihrer (gut erhaltenen) Museumsschiffe haben, dann kann man sich ausrechnen, wie es mit dem Wahrheitsgehalt bei diesem Hebungsprojekt beschaffen ist. Zumal die USA ein besonderes Verhältniss zu ihrer Geschichte haben. Auf die Graf Spee ist sowas nicht mal im Entferntesten übertragbar. Außer als Quelle für einige "Souveniers" wird das Panzerschiff wenig hergeben, es sei denn, der Weltmarktpreis für Schrott macht eine Bergung finanzierbar.
Schade, aber nicht zu ändern. :cry:

Ulrich Rudofsky

Leider ist das neue Satelliten-Bild der Spee ausserhalb der Google Earth Hi-Res Zone.  Die Teile der Spee in Montevideo sind so wie ich mir vorgestellt habe: einfach angemalt und am langsamen Verrosten. Präservierung ist ein viel intensiveres Verfahren.   
 
Ulrich Rudofsky

Captain Hans

hier noch ein Foto vom Wrack was heute noch bei Niedrigwasser zu sehen ist.
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