Fernlenkwaffen der deutschen Kriegsmarine

Begonnen von Turbo-Georg, 07 September 2010, 17:39:56

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Turbo-Georg

Vor einiger Zeit habe ich für das Forum ,,Die graue Flotte" diesen Bericht verfasst. Ich möchte ihn den Lesern des MA zur Kenntnis bringen, in der Hoffnung, dass er einigen Lesern bisher unbekannte technische Details enthält. Auf Wunsch kann ich hierzu Literatur-Quellen nennen.

Vorgeschichte
Bereits 1926 entschloss man sich in der Reichsmarine das veraltete Linienschiff ,,Zähringen" (11.800 t, Baujahr 1901) als Zielschiff umbauen zu lassen. Man erhoffte sich damit die Schießübungen von Kriegsschiffen u.a. durch Ausweichmanöver des Ziels, wirklichkeits-getreuer gestalten zu können. In der englischen und der amerikanischen Marine gab es hierzu bereits Beispiele.
Nach Ausbau vieler nicht benötigter Teile und Auffüllung mit 1700 t Kork, musste der ursprüngliche Tiefgang durch entsprechenden, nach Beschussschäden lenzbaren Wasserballast wieder hergestellt werden. Die Übungsgranaten hatten zwar das vorschriftsmäßige Gewicht, aber keine große Detonationswirkung, sodass die Beschussschäden allgemein klein blieben.
Die Fernlenkung erfolgte über Funk. Hierzu war an Bord der ,,Zähringen" an Panzer geschützter Stelle ein Lenkempfänger untergebracht. Der Lenksender mit Kommandogeber war auf einem Begleitfahrzeug installiert. Hier konnten mit Hilfe von Druckknöpfen über 100 verschiedene Kommandos gegeben werden. Jeder Befehl aus einer bestimmten Anzahl von Impulsen bestand aus Gründen der Sicherheit aus Mehrfach-Einzelkommandos. Die empfangenen Kommandos, wie u.a. Fahrstufen, Wenden, Einnebeln, ,,Geschützfeuer", Scheinwerfer usw. wurden vom Fernlenkempfänger zu einem Kommandonehmer in der Zentrale des Zielschiffes weitergeleitet, um die entsprechenden Schaltvorgänge an der Antriebsmaschine, dem Ruder usw. auszulösen.
Alle wichtigen Funktionen wurden elektrisch überwacht. Ein zusätzlicher Sender auf dem Zielschiff übertrug die empfangenen Zeichen auf einer anderen Frequenz zu Kontrollzwecken zum Begleitschiff zurück. Trat an irgendeiner Stelle eine Störung auf, wurde das Zielschiff sofort gestoppt und der Fehler auf einer Tafel angezeigt.
Bei nächtlichen Schießübungen wurden auf dem Zielschiff die Positionslichter eingeschaltet Zum wieder Auffinden des Schiffes wurden zusätzlich die Scheinwerfer eingeschaltet und in regelmäßigen Abständen Raketen abgefeuert.
Die Anlage hat sich während ihres langjährigen Dienstes  bewährt und wies eine hohe Betriebssicherheit auf.
Einige Jahre später wurde auch das alte Linienschiff ,,Hessen" zum Zielschiff umgebaut.
Hier wurde jedoch ein Dual-Kommandosystem mit +/- Doppelimpulsen, ähnlich dem Fernschreibzeichen verwendet. War ein Doppelimpuls verstümmelt, so erfolgte von der ,,Hessen" über Funk eine Rückmeldung ,,Zeichen gestört".

Ab 1927 entwickelte die DVG (Lufttechnische Versuchsanstalt Gräfelfing) Fernlenkgeräte für Flugzeuge, die sie aus Sicherheitsgründen aber zuerst auf unbemannten Motorbooten erprobte. Sie erreichten bald eine hohe Betriebssicherheit und erhielten daraufhin von der kgl. ungarischen Donauflottille den Auftrag zur Ausrüstung des Motorbootes ,,Jolan" mit einer kompletten Fernlenkeinrichtung.
Ein Flugzeugsender von Telefunken diente mit einem Kommandogeber von der DVG als Lenksender am Rande des Plattensees. Zwei abgesetzte, automatische Peilstationen ermittelten die Peilrichtung zu einem, an Bord des Bootes installierten Sender und übertrugen die Werte selbständig über Draht an die Kommandostelle. Die Position des Bootes wurde auf einer Landkarte durch den Kreuzungspunkt zweier Zeiger dargestellt. Die Erprobungsfahrten liefen sehr erfolgreich. So lief das das Boot u.a. bei einem plötzlichen Nebeleinbruch durch Zielfahrt selbstständig bis auf 40 m auf den Lenksender zu, um von Hand die letzten Meter an den Steg gesteuert zu werden.
Es konnte nicht ermittelt werden, ob weitere Versuche oder Aufträge folgten.

Fernlenkanlagen für Sprengboote
Einzelne Fachleute regten bereits Anfang der dreißiger Jahre die Aufnahme der Entwicklung ferngelenkter Sprengboote an. Das Oberkommando der Kriegsmarine (OKM) bezweifelte die Einsatzfähigkeit solcher Fahrzeuge und es unterblieben hinsichtlich seefähiger Sprengboote bis fast zum Ende des Krieges jegliche Entwicklungs-Aktivitäten.
Die Abwehr des Oberkommandos der Wehrmacht (OKW) benötigte für seine Spezialeinheit Regiment ,,Brandenburg" zum Absetzen von Agenten, Sprengtrupps usw. schnelle Motorboote. Diese 5,5 m langen, 1,8 t verdrängenden Motorboote aus Fichtenholz liefen mit einem 96 PS -V8-Motor von Ford etwa 30 kn. Für den Einsatz als Sprengboote wurde um das Vorschiff ein durch  Federn gehaltener Rahmen angebracht. Er hatte die Aufgabe beim Aufprall auf ein Hindernis, eine um das Vorschiff gelegte Sprengschnur zu zünden. Hierdurch wurde das Vorschiff zerrissen, der Rest des Bootes mit einer 300 kg Sprengladung versank und explodierte kurze Zeit darauf mit einer entsprechenden Wasserverdämmung unter dem Ziel.
Je zwei Gefechtsboote mit Sprengladungen und Fahrern wurden von einem Leitboot mit einer dreiköpfigen Besatzung begleitet, das nach dem Absprung der Gefechtsboot-Fahrer die Endphasen-Fernlenkung übernahm. Die Fernlenkanlage bestand aus je einem Empfangsgerät auf den Gefechtsbooten und zwei, auf verschiedenen Frequenzen arbeitenden Sendegräten auf dem Leitboot. Diese Fernlenkanlagen (FuK8 von Blaupunkt) wurden im Heer für die Fernlenkung von Ladungsträgern (Goliath, Grabenwolf usw.) verwendet. Als Kommandos waren vorgesehen:
Motor ein/aus, Bb-/Stb-Ruderausschlag, langsame/höchste-Fahrt und Selbstvernichtung bei Verfehlen des Zieles.
Der Angriff erfolgte grundsätzlich im Schutze der Dunkelheit und möglichst geräuscharm mit einer Fahrt von 12 kn. In Zielnähe wurden die Gefechtsboote eingesteuert, die Höchstfahrt, der Zünder und die Fernlenkanlage eingeschaltet und die Fahrer sprangen über Bord. Sie wurden vom Leitboot aufgefischt, das dann mit Höchstfahrt ablief. Die beiden Lenkschützen steuerten nun die Gefechtsboote über Funk so, dass die auf der Mittellinie angebrachten und nur von rückwärts sichtbaren Lampen (rot und grün) stets mit dem Ziel in Deckung blieben.
Der erste Einsatz, der nur am Bodensee ausgebildeten Einheit im April 1944 auf die anglo- amerikanische Invasionsflotte im Mittelmeer bei Anzio-Nettuno wurde ein vollkommener Fehlschlag wegen der Seeuntüchtigkeit der Boote und der Unerfahrenheit der Besatzungen mit Seegang.
Die verbleibenden 30 Boote wurden daraufhin an den Kleinkampfmittel-Verband der Kriegsmarine in Le Havre abgegeben. Auch dort, beim Einsatz gegen die Invasionsflotte im Juni 1944 zerschlug der Seegang (Stärke 3) einen Teil der Boote, weitere schlugen voll und kenterten, ein kläglicher Rest erreichte mit Mühe die Küste.
Auf Anweisung des K-Verbandes wurde auf der Basis der alten Boote mit Behelfsmitteln innerhalb von vier Wochen eine seetüchtige Version erstellt, die bei etwa gleicher Größe nun die Tarnbezeichnung ,,Linse" erhielt. Diese Boote konnten wahlweise vom Leitboot, von einem Flugzeug oder von Land aus über zwei je 5 km lange Kabel ferngesteuert werden. Sie kamen im Kanalgebiet und später in der Ostsee in einer Reihe verschiedenartiger Unternehmungen gegen Brücken, Hafenanlagen und andere Ziele sowie zum Legen von Streu-Minensperren zum Einsatz, konnten jedoch nur Einzelerfolge erzielen.
Die Kriegsmarine übernahm auch von den Italienern Sprengboote der Typen MTM und SMA. Es wurde noch mit der Entwicklung weiterer Typen, in teilweise sehr unkonventioneller Bauweise begonnen, die aber nicht mehr zum Einsatz kamen.
In der Literatur werden lediglich noch die Fernlenkprojekt ,,Tasso" und ,,Flitzer"  genannt. Tragflächen- bzw. Schnellboote (Sprengboote), die von S-Booten oder Landstationen über Funk ferngelenkt werden sollten. Näheres wurde darüber nicht bekannt.

Fernlenkanlagen für Torpedos
Die deutsche Kriegsmarine hatte bei der Entwicklung leistungsfähiger Torpedos offensichtlich keine glückliche Hand gehabt, wie sich u.a. bei der Besetzung Norwegens erwies. Diese schmerzliche Erkenntnis mag das Oberkommando der Kriegsmarine (OKM) im Jahre 1940 veranlasst haben, die Entwicklung eines fernlenkbaren, düsengetriebenen Tragflächen-Torpedo in Auftrag zu geben.
Dieser Torpedo besaß einen achteckigen und spindelförmigen Bootskörper von 6,0 m Länge und max. 1,15 m Breite, der aus Leichtmetall und Sperrholz gebaut wurde. Unter der Mitte und dem Heck befanden sich für den Transport zusammenlegbare Tragflächen mit einer Breite von 2 m bzw. 1 m. Zerstörer und S-Boote sollten das Gerät auf etwa 15 bis 20 km an den Gegner heranbringen und dann aussetzen. Bei Auslösung des im Heck untergebrachten Raketentriebwerkes mit einem Schub von 250 kp, hob sich der normal schwimmende Körper von 2000 kg Gesamtgewicht mehr und mehr aus dem Wasser und ab etwa 20 kn glitt er bereits frei auf den Tragflächen. Durch besondere Formgebung der Auftriebsflächen verkleinerte sich der Anstellwinkel bis zum Erreichen der Höchstfahrt. Etwa 200 m vor dem Ziel, wo es bereits durch Fernlenkung richtig eingesteuert sein musste, wurde durch ein Funkkommando der Anstellwinkel so verkleinert, dass das Gerät tauchte und den Rest des Weges wie ein klassischer Torpedo mit entsprechender Tiefensteuerung fortsetzte.
Die Versuche mit den Prototypen verliefen erfolgreich, trotzdem wurde das Projekt zugunsten anderer Entwicklungen eingestellt.
Fa. Siemens entwickelte mit der Kriegsmarine (Torpedo-Versuchsanstalt Neubrandenburg) und der Luftwaffe (Entwicklungsstelle Gotenhafen)  ein Verfahren (,,NY") für die Fernlenkung von Schiffs- und Flugzeug-Torpedos.
Da nur Langwellen nennenswert tief in das Wasser eindringen, musste eine sehr niedrige Frequenz um 100 kHz und ein starker Sender verwendet werden. Die Funklenk-Sendeanlage
für Schiffe war daher mit einen umgebauten 1,5 kW-LW-Sender mit dem Decknamen ,,Grille", die entsprechende Lenkanlage für Flugzeug-Bordverwendung mit einen umgebauten 150 W-LW-Sender ,,Nachtigall" ausgerüstet. Die Kommandoübertragung für die vier Kommandos (Link/Rechts, Hoch/Tief) erfolgte mit Telegrafie-Impulsen, die zur Sicherheit durch Zusatzimpulse und zyklische Sendefrequenz-Umtastung  ergänzt wurden.
Eine Verschlüsselung sowie ein Wechsel der Impulskombinationen war vorgesehen, bei den Versuchsmustern jedoch noch nicht durchgeführt.
Die im Torpedo untergebrachten Funklenk-Empfangsanlagen verwendeten als Antenne einen ca. 100 m langen, isolierten Draht, der in ca. 3 bis 6 m Tiefe vom Torpedo nachgeschleppt wurde. Im August 1943 waren fünf Muster in Torpedos des Typs ,,G7af" in Erprobung und fünfzehn waren im Bau. Diese Versuche dürften dann aber bald wegen zu großen Aufwandes abgebrochen worden sein.
Anfang 1944 begann nämlich bei Siemens die Entwicklung einer Drahtlenkanlage (,,NYK") für Torpedos. Da hier nur Einfachkabel mit Rückleitung durch das Wasser verwendet wurde, konnte diese Anlage nur von Schiffen oder Küstenstationen aus eingesetzt werden. Es wurde eine kleine Stückzahl gebaut, wobei die Kommandobildung und Auswertung vom ,,NY"- Verfahren übernommen wurde.
Nachdem der von U-Booten in den letzten Kriegsjahren mit Erfolg eingesetzte Torpedo ,,Zaunkönig" mit akustischem Zielsuchkopf mehr und mehr durch gegnerische Störmaßnahmen behindert wurde, war vorgesehen, ihn durch die Projekte ,,Boje", ,,Geier", ,,S30" und "Lerche" zu ersetzen. Bei letzterem sollte im Torpedokopf  ein akustischer Richtempfänger für Maximumpeilung eingesetzt werden. Der Torpedo sollte mit Hilfe der Drahtlenkanlage ,,NYK" in Suchschleifen geführt werden, wobei zwischen den Lenksignalen
vom U-Boot zum Torpedo abwechselnd dazu in umgekehrter Richtung die Horchsignale übertragen werden sollten. Wenn das Geräuschmaximum ermittelt war, sollte der Torpedo durch laufende Korrekturen auf die Geräuschquelle gelenkt werden. Hierbei hoffte man aus dem Geräuschspektrum Schiffe von Geräuschen erzeugender Täuschungskörper unterscheiden zu können.
Ein weiterer, mit Drahtlenkung versehener Torpedo war der Typ ,,Spinne", der anscheinend noch von Kleinst-U-Booten des Typs ,,Seehund" aus zum Einsatz kam. Beim Typ ,,Spinne" soll es sich um einen normalen Torpedo ,,T2" handeln mit den im Heck untergebrachten Zusatzgeräten des Kommandoempfängers, u.a. ein Blechbehälter mit 5 bis 7 km aufgespulten Lenkdraht von 0,3 mm Durchmesser und einer Isolierung von 1mm. Die Drahtlagen waren durch Tränkung mit Wachs gegen unbeabsichtigte Bewegungen festgelegt. Der Lenkstrom betrug 0,25 bis 3 mA. Nach Eintreffen der ersten entschlüsselten Kurskommandos übernahm das ,,Specht" genannte Gerät die Seitenlenkung des Torpedos. Der ,,Tiefenmagnet" übersteuerte kurzzeitig den Tiefenapparat,  um den Torpedo für kurze Zeit an die Wasseroberfläche zu bringen. Die Kommandogeräte wurden aus der 36V-Batterie des Torpedos gespeist.
Der Einsatz sollte von neun Landbatterien am Kanal aus (von Seebrügge bis Port en Bessin) erfolgen. Jede Batterie bestand aus einem verbunkerten Leitstand mit Kommandogeber, drei Wagen mit je einer ,,Spinne", die zum Einsatz bis 1 m unter die Wasseroberfläche gefahren werden mussten und einer Anzahl von Reservetorpedos. Der Kommandogeber erzeugte mit Hilfe einer 240 V-Anodenbatterie Signale, die durch Umlegen von Schaltern gewählt wurden und mittels eines Wahlschalters an die Torpedos 1, 2 oder 3 geleitet wurden.
Es konnten sieben Kommandos gegeben werden: ,,Abschuss, Ruder Bb/Stb, Torpedo auf/ab, Lampe ein/aus". Beim Schießen am Tage konnte der Kurs des Torpedos durch Geben des Kommandos ,,Torpedo auf" kontrolliert werden, wobei der Torpedo kurzzeitig  die Wasseroberfläche durchbrach; beim Nachtschuss wurde zusätzlich die rückwärts strahlende Lampe eingeschaltet.
Eine Kurskorrektur konnte nur in Stufen erfolgen. Einmaliges Betätigen des entsprechenden Schalters entsprach 2 bis 3 Grad Kursänderung, zweimalige Schalterbetätigung ca. 7 bis 9 Grad.
Weitere Einzelheiten, auch über den Einsatz wurden nicht bekannt.


Quellen: ,,Die deutschen Funklenkverfahren bis 1945" von F. Trenkle
Bearbeitung: Georg W. Held
Vermeintlich Schwieriges leicht verständlich machen.

Gruß Georg

TD

Zu diesen Thema habe ich leider nur eine Zusatzfrage:

1941-1942 sollen vor der Thememündung eine fernsgesteuerten ehemalige Seelöwekähne ferngesteuert in die Fahrrinne gelnkt worden sein und dort per Fernzündung gesprengt worden sein.

Habe nie etwas zu diesen Vorhaben weiter erfahren können.

Gru

Theo
...ärgere dich nicht über deine Fehler und Schwächen, ohne sie wärst du zwar vollkommen, aber kein Mensch mehr !

Turbo-Georg

Hallo Theo,
der Bericht stützt sich im Wesentlichen auf Unterlagen aus dem Werksarchiv der ehemaligen Fa. Telefunken. Angaben über weitere Aktivitäten, im Besonderen unter Beteiligung von Firmen des Wettbewerbes waren wegen der strengsten Geheimhaltung nicht zugänglich.
Vermeintlich Schwieriges leicht verständlich machen.

Gruß Georg

Tostan

Gab es in der Marine auch Versuche mit ferngelenkten Seezielflugkörpern? (z.B. vergleichbar mit der Gleitbombe Henschel Hs 293)

Turbo-Georg

Ich bin zwar kein Mariner, aber nach meiner Kenntnis stand der Marine zu dieser Zeit kein, für die Fernlenkung geeigneter Flugkörper Schiff-Schiff zur Verfügung
Vermeintlich Schwieriges leicht verständlich machen.

Gruß Georg

Brandenburger


           Hallo Georg !!!!

Ich suche noch Daten über das FuKS8 , dieses diente zur Fernsteuerung mittels Funk .

In Fredericia wurden die Sprengboote "Linse" mittels einem Peilstrahl ins Ziel gesteuert . 

Hast Du etwas von dem  FuKS8 ? Ich habe bis jetzt noch nichts darüber gefunden .

                           MfG Andreas
Meine Website !!!!

http://sturmboot-kommando.de/

Turbo-Georg

Hallo Andreas,
über FuKS8 müsste sich etwas finden lassen. Auf die Schnelle habe ich nur dieses Bild verfügbar, aber irgendwo habe ich auch ein Blockschaltbild der gesamten Fernlenkanlage FuKL 8 mit einer kurzen technischen Beschreibung. Ich melde mich wieder.
Vermeintlich Schwieriges leicht verständlich machen.

Gruß Georg

Brandenburger


                        Hallo Georg !!!

Klasse , vielen Dank für das Bild . 

Ich kannte das Gerät bis jetzt nur von den Berichten eines Veteranen .

                                    MfG Andreas  :ML:
Meine Website !!!!

http://sturmboot-kommando.de/

Tostan

Zitat von: Turbo-Georg am 07 September 2010, 19:39:43
Ich bin zwar kein Mariner, aber nach meiner Kenntnis stand der Marine zu dieser Zeit kein, für die Fernlenkung geeigneter Flugkörper Schiff-Schiff zur Verfügung

Hm, aber alle nötigen Komponenten (Funkfernsteuerung, Raketentriebwerke, Flugkörper) waren eigendlich vorhanden. Daher verwunderlich, dass es da keine Versuche gab, während die Luftwaffe mit der  Fi 103/V1 und Hs 293 durchaus brauchbare ferngelenkte Flugkörper hatte(auch bei der V1 gab es versuche mit direkter Fernsteuerung). Oder gab es da Rivalitäten in der Art "Alles was fliegt gehört zur Luftwaffe!"?

Turbo-Georg

#9
An dieser Vermutung kann was dran sein, denn die Luftwaffe zeigte sich in dieser Hinsicht sowohl bei Fernlenkanlagen für Flugkörper Luft-Boden (See), als auch bei solchen für Boden-Luft und Luft-Luft sehr aktiv. z.B. schon 1938 bei der DVL Flugkörper der X-Serie, u.a. Fallbombe ,,Fritz X".
Vermeintlich Schwieriges leicht verständlich machen.

Gruß Georg

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