Werkstattausrüstung von Kriegschiffen

Begonnen von Corvus, 13 November 2010, 17:51:08

Vorheriges Thema - Nächstes Thema

0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

Corvus

Hallo,

wie sah eigentlich die Werkstattausrüstung von Kriegschiffen aus? Wenn da was von "Behebung mit Bordmitteln" steht, wie umfangreich war die Ausrüßtung eigentlich, gab es mehr als Schwießgerät und Schraubstock?

F.B.

Hallo,

das ist ja wohl erst mal eine Frage der Einheit. Auf einem Dickschiff hat man mehr Möglichkeiten & Mittel als auf einem M-Bock oder Einbaum. :O/Y

Maurice Laarman

Hier das Antwort eine KM Veteran, Egon Otten:

Auf Vorpostenbooten war die Ausrüstung nicht so gut. Es gab 2 Schlüsselsätze Und das war fast alles.
Auf M-Booten war die Ausrüstung hervorragend. Es war wirklich an alles gedacht, um fast alle Störungen mit Bordmitteln zu beheben. Es gab für wichtige Einrichtung an Maschine und Geräten Ersatzteilkisten mit Original Ersatzteiln, dazu das entsprechende Werkzeug.

Auf der "Weser" ehem. Fischereischutzboot war eine komplete Werkstatt vorhanden, mit Drehbank, Autogen und Elektroschweissgerät. Im Krieg Räumbootsbegleitschiff RBS.
Auch die Elektrowerkstatt war gut ausgerüstet. Auch mit Messgeräten. Ich bin dort Bei der GMSA gefahren. Grosse Schiffe , grosse Werkstatt und viel Werkzeug. Im Krieg activierte Schiffe wenig von allem.

Gruss,

Maurice

Glasisch

Zitat von: F.B. am 13 November 2010, 17:59:43
Hallo,

das ist ja wohl erst mal eine Frage der Einheit. Auf einem Dickschiff hat man mehr Möglichkeiten & Mittel als auf einem M-Bock oder Einbaum. :O/Y

Hallo,
es gab ja eine Extra-Sorte solcher Werkstattboote für die ganze Flottille, wenn man mit Bordmitteln nicht mehr weiter wußte:

Typ A = Flottillenführerboot (Chefboot);
Typ B = Bojenboot mit Ingenieur;
Typ C = Bojenboot mit Feuerwerker;
Typ D = Bojenboot mit Verwaltungsoffizier;
Typ E = Arztboot;
Typ F = Verwaltungsboot (z.B. M 24);
Typ G = Boot mit Obersachverwalter;
Typ H = Boot mit Schuhmacher o.ä..

Gruß
Micha
,,Ruhe in den Telefonen. Denkt daran, daß auch in England auf jeden Mann eine Mutter wartet!" KzS Helmuth Brinkmann Kommandant der ,,Prinz Eugen"  in der Dänemarkstrasse am  24. Mai 1941, nachdem die ,,Hood" kurz davor explodiert worden war.

Maurice Laarman

Noch etwas, wieder von Egon Otten als Beitrag:

'Auf den aktiven Schiffen der Kriegsmarine gab es nicht nur Werkzeuge, sondern Ersatzteile für wichtige Reparaturen. Kugellager,Laufbuchsen, Ölbrenner Ersatzteile  und vieles mehr, so das mit ersatzteilen schnell geholfen werden konnte . Es waren besondere Kisten. Jedes Jahr wurden diese Kisten von den Marinewerften kontrolliert und vervollständigt.'

Gut das wir das vernehmen können von Jemand der dabei war!

Gruss,

Maurice

dirkP1a

Ähnliches Thema :

Werkstattschiffe der KM

Man liest des öfteren die Namen , z.B. Huascaran, sieht selten mal ne Abbildung, aber so ganz "ohne" konnten diese Einheiten ja nicht sein.

Wer hat Informationen, Weblinks o.ä über diese Schiffe ?
Diskutiere nie mit Idioten , sie ziehen dich auf ihr Niveau herab und schlagen dich dann mit ihrer Erfahrung .

Gruß  DIRK

Corvus

Zitat von: Maurice Laarman am 30 November 2010, 12:13:45
Hier das Antwort eine KM Veteran, Egon Otten:

Auf Vorpostenbooten war die Ausrüstung nicht so gut. Es gab 2 Schlüsselsätze Und das war fast alles.
...

Im Bouch über Kfks ist zumindenstens noch ein Schraubstock abgelindet :-)

Impressum & Datenschutzerklärung