Granatengröße

Begonnen von Teddy Suhren, 16 August 2012, 20:36:04

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Bekoe

Moin,

Bild
60 cm und Thor sind aus dem Rennen

Gruss
bekoe

ZweiDreiVier

Hallo Bekoe,

nachdem ich mir Peters und Dein Bilder noch einmal gründlicher angesehen habe, würde ich sagen Peter und Trimmer haben Recht.

Wenn ich unterstelle, dass Du ca. 1,80 m groß bist, ergäbe sich aus dem Bild, eine Länge der Granate von ca. 2,5 m und ein Durchmesser von ca. 0,55 m, d. h. das Ding gehört zu Thor.

Dafür spricht auch das Bodenstück mit den seitlichen Löchern, wie in Peters Bild1. Die Treibladung wurde bei der schweren Betongranate im hinteren Teil untergebracht d. h. das Ding war eine Riesenpatrone.

Irritiernd finde ich, dass bei der Sinsheimer-Granate deutlich 2 Führungsbänder erkennbar sind, und sie auch etwas "spitzer" auszieht als die Granate in der WTS und auf Peters Bildern.

Der Beipackzettel beschreibt inhaltlich eine 40,6 aus Norwegen (Adolfkanone).
Das passt nicht zum Ausstellungsstück. Da bin ich auf das aufgedruckte Foto hereingefallen.

Gerät 040 war nie in Norwegen. Eine Beschreibung findet sich hier:
http://www.whq-forum.de/cms/113.0.html
Freundliche Grüsse
Stephan

"Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!" ist der Wahlspruch der Aufklärung.
AUFKLÄRUNG ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit.
vgl. http://www.uni-potsdam.de/u/philosophie/texte/kant/aufklaer.htm

Thorsten Wahl

    Zitat von: ZweiDreiVier am 01 September 2012, 21:41:58
    Hallo miteinander,

    • die Ergebnisse eines Beschussversuches mit einer 90 mm Panzerabwehrkanone, v0 bis 1.145 m/s von Rheinmetall mit einer Patrone 90 mm x 602 (also 602 mm lang Anm. d. V.) DM 502 Quetschkop, Leuchtspur gegen ein Ziel aus 140 mm Panzerstahl (aus dem Schlachtschiff Tirpitz) aus dem Jahre 1966.

    vermutlich liegt hier ein Irrtum zur Herkunft der Panzerplatte vor, da die Tirpitz keine 140 mm Platten hatte.
    vermutlich Panzerplatte aus einem Material das auch bei der Tirpitz Verwendung fand

    im übrigen ist der Test auch völlig schwachsinning
    eine 90 mm Panzergranate(Quetschkopf)(mit 1145 m/s v0) gegen eine 140 mm Platte bei wies aussieht senkrechtem Aufschlag zu testen ist völlig daneben

    z.B. die 88 mm Panzergranate 39 hat 1944 ei 60 Grad Auftreffwinkel und  1000m/s Geschwindigkeit ca 200 mm geschafft.
    Meine Herren, es kann ein siebenjähriger, es kann ein dreißigjähriger Krieg werden – und wehe dem, der zuerst die Lunte in das Pulverfaß schleudert!
    WoWs : [FMA]Captain_Hook_

    ZweiDreiVier

    Zitat von: Thoddy am 03 September 2012, 08:27:59
      Zitat von: ZweiDreiVier am 01 September 2012, 21:41:58
      Hallo miteinander,

      • die Ergebnisse eines Beschussversuches mit einer 90 mm Panzerabwehrkanone, v0 bis 1.145 m/s von Rheinmetall mit einer Patrone 90 mm x 602 (also 602 mm lang Anm. d. V.) DM 502 Quetschkop, Leuchtspur gegen ein Ziel aus 140 mm Panzerstahl (aus dem Schlachtschiff Tirpitz) aus dem Jahre 1966.

      vermutlich liegt hier ein Irrtum zur Herkunft der Panzerplatte vor, da die Tirpitz keine 140 mm Platten hatte.
      vermutlich Panzerplatte aus einem Material das auch bei der Tirpitz Verwendung fand

      im übrigen ist der Test auch völlig schwachsinning eine 90 mm Panzergranate(Quetschkopf)(mit 1145 m/s v0) gegen eine 140 mm Platte bei wies aussieht senkrechtem Aufschlag zu testen ist völlig daneben

      z.B. die 88 mm Panzergranate 39 hat 1944 ei 60 Grad Auftreffwinkel und  1000m/s Geschwindigkeit ca 200 mm geschafft.

      Hallo Thoddy,

      ich habe die Beschreibung des Beschussversuches so wiedergegeben, wie ich sie im Oktober 2010 in der WTS vorgefunden habe. Was die 140 mm betrifft, nun, ich habe nicht nachgemessen und könnte mir vorstellen, dass es sich um einen Ausschnitt aus der Zitadellpanderung handelt.

      Ob es jetzt nur ein Schreibfehler seitens des Ausstellers vorliegt, ob die geplanten 145 mm bei der Zitadellpanzerung der Tirpitz in der praktischen Ausführung auch tatsächlich 145 mm waren oder nicht, könnte man m. E. nur eine Untersuchung des Wracks eindeutig klären.

      Darauf kommt es m. E. in diesem Fall aber gar nicht an, ich finde das Bild vermittelt einen Eindruck davon, wie man sich das Ablösen des Deckels beim Aufschlag einer Panzersprenggranate auf eine Panzerung vorzustellen hat, selbst wenn es nicht zu einem Durchschlag kommen sollte. Eine Skizze ist doch immer etwas abstrakt.

      Über den genauen Sinn und Zweck des Beschussversuches kann vermutlich nur die Fa. Rheinmetall Auskunft geben, als "völlig schwachsinnig" würde ich ihn ohne Kenntnis der näheren Umstände aber nicht abqualifizieren.

      Bspw. ist der Auftreffwinkel von 90° angesichts der halbkugelartige Form eines T54- oder T55-Panzerturms, dem vermutlichen Primärziel, nicht unbedingt praxisfremd. Und möglicherweise war es nur ein Versuch innerhalb einer ganzen Reihe.

      Darüber hinaus beruht die Wirkung eines Quetschkopfgeschosses auf der chemischen Energie der Sprengladung, vergleichbar einer Sprenggranate mit Bodenzünder, und ist damit unabhängig von der Auftreffgeschwindigkeit, während die Panzergranate 39 die Panzerung auf Grund ihrer kinetischen Energie durchschlägt, sie war nichts anderes als eine 38 cm Panzersprenggranate im Kleinformat.[/list]
      Freundliche Grüsse
      Stephan

      "Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!" ist der Wahlspruch der Aufklärung.
      AUFKLÄRUNG ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit.
      vgl. http://www.uni-potsdam.de/u/philosophie/texte/kant/aufklaer.htm

      Trimmer

      Ich muß mich der Meinung von Peter K. anschließen. Bitte Stephan wenn möglich zeige oder sieh Dir bitte nochmal in Ruhe den "Granatboden "( ich kenne die genaue Bezeichnung dafür nicht ) an. Diese Löcher am Rand findest Du sonst bei keiner anderen Granate.

      Gruß - Achim - Trimmer
      Auch Erfahrung erhält man nicht umsonst, gerade diese muß man im Leben vielleicht am teuersten bezahlen
      ( von Karl Hagenbeck)

      ZweiDreiVier

      Zitat von: Trimmer am 03 September 2012, 09:46:56
      Ich muß mich der Meinung von Peter K. anschließen. Bitte Stephan wenn möglich zeige oder sieh Dir bitte nochmal in Ruhe den "Granatboden "( ich kenne die genaue Bezeichnung dafür nicht ) an. Diese Löcher am Rand findest Du sonst bei keiner anderen Granate.

      Gruß - Achim - Trimmer

      Hallo Trimmer,

      Du hast doch Recht! Die haben in Sinsheim ihr Ausstellungsstück falsch beschrieben:

      http://www.forum-marinearchiv.de/smf/index.php/topic,17884.msg199634.html#msg199634

      Freundliche Grüsse
      Stephan

      "Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!" ist der Wahlspruch der Aufklärung.
      AUFKLÄRUNG ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit.
      vgl. http://www.uni-potsdam.de/u/philosophie/texte/kant/aufklaer.htm

      Woelfchen

      #21
        ZitatBspw. ist der Auftreffwinkel von 90° angesichts der halbkugelartige Form eines T54- oder T55-Panzerturms, dem vermutlichen Primärziel, nicht unbedingt praxisfremd. Und möglicherweise war es nur ein Versuch innerhalb einer ganzen Reihe.

        Darüber hinaus beruht die Wirkung eines Quetschkopfgeschosses auf der chemischen Energie der Sprengladung, vergleichbar einer Sprenggranate mit Bodenzünder, und ist damit unabhängig von der Auftreffgeschwindigkeit, während die Panzergranate 39 die Panzerung auf Grund ihrer kinetischen Energie durchschlägt, sie war nichts anderes als eine 38 cm Panzersprenggranate im Kleinformat.[/list]

        Ein paar Anmerkungen von mir, auch wenn es ein bissel am Thema vorbei ist.

        1. Ein Quetschkopfgeschoss erhält seine Durchschlagsleistung durch die Geschwindigkeit.
        Das was sich "durchbrennt" ist eine Hohlladung.
        Edit: Ich lag falsch. Quetschkopf ist ja doch mit (Plastik)sprengladung. Ein bissel Sinn macht es also schon, viel allerdings nicht. Ende Edit.

        2. Wenn ein altes, langsameres Geschoss durchkommt, dann ein "Besseres" und schnelleres wohl erst recht.  :wink:
        Es ist nicht immer Sinnvoll was getestet wird.

        3. Die abgerundeten Türme und abgschrägten Panzerungen der russischen Panzer, diehten dazu das die Granate auf eine Schräge trifft. Also sind 90° Aufschlagswinkel sehr unwahrscheinlich.

        Grüße
        Johannes

        J.I.M

        Zum Thema Quetschkopfgranate:

        Das Bild mit der Panzerplatte wundert mich etwas. Von der Wirkprinzip besteht eine Quetschkopfgranate(HESH/HEP) aus einer dünnen Hülle ohne besondere Festigkeit, die nicht in der Lage sein dürfte wie auf dem Bild in die Panzerung einzudringen. Für mich sieht es ehr wie ein "normales" vollkalibriges Panzersprenggeschoss aus.
        Auch der Durchschuss+Abplatzer muss nicht auf eine HEP Geschoss hinweisen.

        Das Abplatzen der Panzerung erfolgt durch die durch die Panzerung laufenden Stoßwellen, die an der inneren Oberfläche refelktiert wird und durch Wellenüberlagerung zu Materialfestigkeit übersteigenden Kräften führt. Der Winkel der Panzerung ist dabei ohne Einfluss solange sich der plastische Sprengstoff an die Platte anlegt.(Er darf halt nur nicht abrutschen)
        Der Panzer kann durchaus zerstört werden ohne das ein Loch in der Platte entsteht, sondern nur der Abplatzteller durch den Kampfraum mit den entsprechenden negativen Auswirkungen für Besatzung und Technik fliegt.

        Bei T 54 bestand der Wannenbug aus 100mm Walzstahl. Dafür dürfte eine Tirpitzplatte gut geeignet sein. Der Turm ist aus Gusseisen, der ehr anfällig(Spröde) gegen den Quetschkopfeffekt ist(trotz größerer Materialstärke).

        Nebenbei, der Wirkung solcher Geschosse kann man z.B. mit Schottpanzerung beikommen. Man muss nur verhindern, dass die Stoßwelle bis zur innersten Lage der Panzerung vordringt.

        Für alle die solchen Themen interessiert sind:
        Waffentechnisches Handbuch von Rheinmetall(1977) Wird hin und wieder bei Ebay angeboten und hat den notwendigen Tiefgang(Wenn auch nicht die allerneusten Waffen/Munitionsentwicklungen enthalten sein können)[Z.B. Pele Munition etc.

        Gruß
        JIM


        Alberich

        Der Durchschuß sieht sehr glatt aus. Das ist von einer PzGr. und nicht von einem Quetschkopfgeschoß. Da wäre die Panzerplatte nicht glatt durchschlagen worden.


        Teddy Suhren

        Nochmal ein Größenvergleich der Dora Granate.
        Und, da ja sowieso Themenvermischung:
        Der 28cm Turm C der Gneisenau als Landbatterie bei Trondheim.
        Gruß
        Jörg

        WoWarships Nick: Teddy191

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