Krankheitsschlüssel/Marine-FPN

Begonnen von Eckhard, 30 Dezember 2012, 19:06:07

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Eckhard

Hallo,
da mit den Feinheiten des Forums nicht so vertraut, bin ich mir nicht sicher ob meine Einstellung hier an richtiger Stelle ist? Zumal der Anhang zwei Fragen aufwirft:
1. Hatte die KM eigene Krankheitsschlüssel?
    Bzw., was kann "Krankheit" Nr. 5 gewesen sein, daß nach 6 Tagen der Patient wieder entlassen   
    wurde?
2. Denke sicher auch für die Experten interessant, dass ich mit einer FPN aufwarten kann, welche
    dem guten Kannapin selig wohl entgangen ist, oder habe ich in seiner FPN-Liste was übersehen?
Hintergrund-Info:
Der "Patient" war vom 1.12.42 bis 31.7.43 bei der 24. Minensuch, Operationsbereich Kanalinseln/Bucht von St. Malo. Von dort auch Kanalfahrten gemacht, wodurch er wohl nach Vlissingen gekommen ist. Gefahren ist er auf MSB-M 412, der "Kohlendampfer" hatte aber FPN M-50644.
Wer oder was hatte nun M 50647?
Wünsche allen im Forum und deren Gäste einen Guten Rutsch und ein gesundes Neues Jahr 2013?
Eckhard

Bekoe

Hallo,

Feldpostnummer 50647
(2.1.1940-11.3.1943) Stab II u. 5.-8. Kompanie Luftwaffen-Jäger-Regiment 20,
(8.9.1943-22.4.1944) 29.3.1944 gestrichen.

Gruss
:MG:

bodrog

Hallo Eckhard,

Krankheiten sind genau wie auch Todesursachen mit Schlüsselzahlen versehen worden. Ich vermute, dass man die im zivilen Bereich existierenden übernommen hat. Ich hab leider nur die Schlüsselnummern der zivilen Todesursachen bei der Hand - ich häng es für Interessierte dennoch mal an...

MfG

Ulli

Bekoe

Hallo,

die Wehrmacht einschliesslich Kriegsmarine hatte andere Krankheitsnummern.

5 stand für Mandelentzündung


Gruss
:MG:

Eckhard

Hallo Bekoe,
danke für Deine Antwort zu FPN. Aber das kann nicht ganz schlüssig sein? Da ausdrücklich der FPN das M=Marine vorangestellt ist. Und der "Patient" zu 100% vom 01.04.1938 bis 05.05.1945 nur bei der KM war, Marineoberkommando Nordsee und bei keiner LW-Einheit.
Wenn mich nicht alles täuscht, war das LW-J-Rgt. 20 in Oranienbaum aufgestellt, in Rußland tätig.

MfG
Eckhard

Trimmer

Hallo Eckhard - ich habe hier auch die FPN auf CD. Die FPN haben keine Vorkennzeichnung L oder M

So gibt es z.B. die FPN 50644 für die 24.Minensuch Flott. - M 412 - also ohne ein M davor
Auch bei den LW-Einheiten finde ich kein  L  davor.
Die 50647 ist genau wie Du auch bestätigst das LW-J-Rgt. 20  aber auch ebend ohne L davor.
Ich kann mir auch nicht vorstellen das die FPN mal als LW - FPN oder mal als Marine FPN vergeben wurde. Hoffentlich habe ich mich jetzt verständlich ausgedrückt.

Gruß - Achim - Trimmer
Auch Erfahrung erhält man nicht umsonst, gerade diese muß man im Leben vielleicht am teuersten bezahlen
( von Karl Hagenbeck)

dr.rudolf

Zitat von: Trimmer am 31 Dezember 2012, 10:06:13
. . . Die FPN haben keine Vorkennzeichnung L oder M . . .

Hallo zusammen,

vielleicht zur Klarstellung: Es gab sowohl "L" als auch "M" als Kennung; aber natürlich war das
zusätzlich und die FPN wurden auch nur einmal vergeben !
Für diejenigen, die es ganz genau wissen wollen:
". . . Eine Neuerung tauchte vom 20.12.1939 an auf: Fp-Nummern für Dienststellen und Angehörige bestimmter Luftwaffeneinheiten erhielten vor der Nr. ein L. Außerdem wurde ihnen unterhalb der Fp-Nr. die Angabe eines Luftgaupostamts hinzugesetzt, also z.B.:
An den Gefreiten
Fritz Lange
Fp-Nr. L 20 289
Luftgaupostamt Münster (Westf)
(FpAmtblVfg Nr. 73/1939 v. 15.12.1939, S. 49).
Kleine lateinische Buchstaben, die vom 12.07.1940 an hinter solchen L-Nummern erschienen (FpAmtsblVfg Nr. 75/1940 v. 12.07.1940, S. 49) hatten nur für die Einheiten selbst Bedeutung.
Eine ähnliche Regelung wurde am 01.12.1939 für die Kriegsmarine eingeführt: Fp-Sendungen an Dienststellen und Angehörige schwimmender Streitkräfte erhielten vor der Fp-Nummer ein M. Bei Landmarineeinheiten war außer der Fp-Nummer auch das Abhol-PA anzugeben (FpAmtblVfg Nr. 53/1939 v. 01.12.1939, S. 43). Letztere mußte vom Oktober 1941 an vor die Fp-Nummer die Buchstaben "Sch" setzen (FpAmtsblVfg Nr.86/1941 v. 21.10.1941, S. 47). Diese Buchstaben fielen vom 01.07.1944 an wieder weg. Anstatt dessen war den Sendungen mit getarnter Anschrift an alle Diensstellen der Kriegsmarine und deren Angehörige vor die Fp-Nummer ein M zu setzen und das zuständige Marinepostamt anzugeben (FpAmtsblVfg Nr. 51/1944 v. 20.06.1944, S. 29).
Grundsätzlich waren alle Fp-Nummern, auch wenn sie mit L, Sch ode M versehen waren, nur einmal ausgegeben worden. Verwechslungen durch Weglassen dieser Zusatzbuchstaben waren also nicht möglich. Diese Zusätze dienten nur dazu, ihre Leitung zu beschleunigen . . ."

Quelle: Lexikon der Wehrmacht

http://www.forum-der-wehrmacht.de/thread.php?threadid=4973

Gruß
Rudolf (KINZINGER)
Besucht doch mal meine Website:
http://www.rudolf-kinzinger.de

Trimmer

Hallo Rudolf - danke für die 100% ige Aussage. Ich denke das es sich bei Eckhard um einen  einfachen Schreibfehler handelt. Siehe FPN 50644 = M 412 - wäre stimmig

Gruß - Achim - Trimmer
Auch Erfahrung erhält man nicht umsonst, gerade diese muß man im Leben vielleicht am teuersten bezahlen
( von Karl Hagenbeck)

Eckhard

Hallo,
wie ich sehe gibt es unterschiedliche Meinungen zu den FPN. Mit der von Achim-Trimmer-Schreibfehler kann ich mich momentan nicht so recht anfreunden.
Der Gefr. Siebl oder Liebl, der den Eintrag vorgenommen hat war sicher kein "Vollpfosten" der sich nicht im Klaren war. In der Spalte vor seiner Unterschrift steht eindeutig, dass der "Patient" zu einem dtsch. Schiff entlassen wurde und die FPN M-50647 durchaus dazu gehören dürfte. Momentan könnte es 50:50 Schreibfehler sein, kann sein-muß aber nicht.
Was ebenfalls dagegen spricht:
Die 24. Minensuch bestand aus 9 Booten. Für 5 der Boote hat Kannapin die FPN in seiner Liste aufgeführt. Für M 343, M 422, M 432 und M 452 habe ich noch keine FPN gefunden, oder es vielleicht übersehen. Wenn auch der "Patient" auf M 412 gefahren ist, heißt es nicht, dass das dauerhaft war. Durch Urlaub, Krankheit, Verwundung usw. waren die Mannschaften flexibel austauschbar.
Bleibe daher weiter am Ball, vielleicht klärt es sich doch eindeutig auf.
Gruß Eckhard

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