M.Kalaschnikow verstorben

Begonnen von smutje505, 23 Dezember 2013, 20:25:06

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suhren564

Zitat von: Mario am 24 Dezember 2013, 14:14:31
Gab es die AK-74 eigentlich auch bei uns in der NVA ???

Ein Cousin von mir hat 1986 die AK 74 beim Konterwechsel als Waffe bekommen. Erstaunlich ist ja immerwieder, daß die DDR viele Waffen erst in ihr Arsenal aufnahm, nachdem die NATO diese schon in allen Einzelheiten und vorallem mit allen ihren Schwächen kannten.
Gruß Ulf

Nie darf man so tief sinken, von dem Kakao, durch den man euch zieht, auch noch zu trinken.... 
Erich Kästner

Mario

ZitatDa ist man doch besser gekommen wenn man die Knarre nicht nur teilweise sondern vollständig auseinander gebaut hat...
Gut das war zwar nicht erlaubt und etliche mussten danach erst das kleine Federchen wieder suchen aber man bekam sie besser sauber als mit den Streichhölzern...
Das Streichholz war Kontrollinstrument. Es wurde erst mit dem Holzende in alle unzugänglichen Ecken der Waffe geführt und danach auf dem weißem Tischtuch abgewischt.
Mein Glück war, daß ich im Zug "Technik und Bewaffnung" war. Wir hatten die Möglichkeit, unsere Waffeleisen regelmäßig in mit Waschbenzin gefüllte Wannen zu baden. Dadurch hatten wir immer die saubersten MPi`s.

ZitatEin Cousin von mir hat 1986 die AK 74 beim Konterwechsel als Waffe bekommen. Erstaunlich ist ja immerwieder, daß die DDR viele Waffen erst in ihr Arsenal aufnahm, nachdem die NATO diese schon in allen Einzelheiten und vorallem mit allen ihren Schwächen kannten.

Irgendwie wird man den Eindruck nicht los, daß unsere Brüder kein allzugroßes Vertrauen zur NVA hatten. Keine modernen Waffen, dreimal soviel sowjetische Soldaten als NVA-Angehörige in der DDR und immer sehr nah an den NVA-Standorten stationiert.
Freundschaft ist gut, Kontrolle ist besser  ;)

2M3

Zitat von: suhren564 am 25 Dezember 2013, 01:57:36
Zitat von: Mario am 24 Dezember 2013, 14:14:31
Gab es die AK-74 eigentlich auch bei uns in der NVA ???

Ein Cousin von mir hat 1986 die AK 74 beim Konterwechsel als Waffe bekommen. Erstaunlich ist ja immerwieder, daß die DDR viele Waffen erst in ihr Arsenal aufnahm, nachdem die NATO diese schon in allen Einzelheiten und vorallem mit allen ihren Schwächen kannten.
Hmm, wo waren denn die Schwächen der AK-47/74? Würde mich mal interessieren. Die Herstellungszahlen von geschätzten 100 Mill. Stück sprechen für einen Erfolg, sowohl in technischer als auch in kommerzieller Hinsicht. Das Preis-Leistungsverhältnis stimmt  top
Und für Grundwehrdienstleistende nicht zu anspruchsvoll.

Das mit der späten Übernahme von Waffensystemen war dem Mißtrauen unserer sowj. "Waffenbrüder" zuzuschreiben. Moderne Waffen wurden selten zeitnah zum Export freigegeben und eine eigene Herstellung lohnte sich entweder quantitativ nicht oder wurde sogar "sabotiert".

Frohe Weihnachten, Frank
Flottenschule Parow 78-79, Ausbildung Ari-leicht, 25mm 2M3/M110 und 30mm AK-230, 79-82 Ari-Maat 1. MSR Abteilung/1. Flottille Peenemünde auf Proj. 89.2 MSR-lang/Kondor-II

Trimmer

Da muß ich Frank voll zustimmen - das war eine Waffe auf die man sich verlassen konnte. Wenn man dann auch noch sieht das die Teile ohne Probleme austauschbar waren - also ein Standart im gesamten WP - nun das war ja wohl nicht so schlecht.
Übrigens - irgendwo hatte ich mal gelesen das es da dann auch eine DDR- Kalaschnikow - verbesserte Konstruktion - gegeben hat.
( nicht die KK - Kalaschnikow ) Einige Stück sollen wohl dann in den USA produziert wurden sein.Die AK 74 gab es bei einigen Einheiten der NVA in den 80 ziger Jahren. Mein Sohn - ausgebildet bei der BW am G 3 hate dann 1990 in Eggesin auch erst  die AK 74

Gruß - Achim - Trimmer
Auch Erfahrung erhält man nicht umsonst, gerade diese muß man im Leben vielleicht am teuersten bezahlen
( von Karl Hagenbeck)

der erste


Mario

ZitatHmm, wo waren denn die Schwächen der AK-47/74? Würde mich mal interessieren.
Laut wiki war die Trefferquote niedriger als vergleichbare Waffen, wurde aber zugunsten der Zuverlässigkeit in Kauf genommen.
Bei geringer Kampfentfernung fällt das ja auch nicht ins Gewicht, Scharfschützen nutzten andere Waffen.

Trimmer

Hallo Holger - genau dieses " Gerät " habe ich gemeint  top Ja Mario , die Kalaschnikow war oder ist ja eine Waffe für den "Nahkampf " - 300 - 500 m - ich habe die Visiereinstellung nicht mehr so richtig im Kopf - aber es ging ja auch darum die Feuerkraft einer Infanterieeinheit zu erhöhen, sowohl beim Angriff als auch in der Verteidigung. Dazu kommt, wie schon im Forum gesagt, dass selbst ein "4-Klassenschüler" die Waffe schnell beherrschen konnte .

Gruß - Achim - Trimmer
Auch Erfahrung erhält man nicht umsonst, gerade diese muß man im Leben vielleicht am teuersten bezahlen
( von Karl Hagenbeck)

Mario

Zitatdass selbst ein "4-Klassenschüler" die Waffe schnell beherrschen konnte .
Wir hatten bei uns einen 2-Klassen-Schüler. Ein lieber Kerl, aber seine Kameraden haben ihm gleich nach jedem Wachantritt die vollen Magazine abgenommen und gegen leere getauscht.
Wenn neben Dir jemand steht, mit 60 scharfen Patronen und bei jedem Knacken im Gebüsch durchzieht, dann fühlst Du Dich nicht mehr so sicher.

Trimmer

Na Mario da staune ich aber nun wirklich. Wir durften nur mal einige Teile im Gelände suchen weil ein Kollege "Genosse" unbedingt wärend der Wache die MPi auseinander bauen mußte - im dunklem Wald - aber sonst Null-Probleme. Übrigens wir hatten auf Wache immer den vollen Kampfsatz also 120 Schuß am Mann. Vier volle Magazine a 30  und ein Leermagazin. Das sind Zahlen die man nie vergessen kann.

Gruß - Achim - Trimmer
Auch Erfahrung erhält man nicht umsonst, gerade diese muß man im Leben vielleicht am teuersten bezahlen
( von Karl Hagenbeck)

smutje505

Hallo hier noch ein Bild mit der Kalaschnikow Weihnachten 1965

der erste

Zitat von: Mario am 26 Dezember 2013, 10:37:59
Zitatdass selbst ein "4-Klassenschüler" die Waffe schnell beherrschen konnte .
Wir hatten bei uns einen 2-Klassen-Schüler. Ein lieber Kerl, aber seine Kameraden haben ihm gleich nach jedem Wachantritt die vollen Magazine abgenommen und gegen leere getauscht.
Wenn neben Dir jemand steht, mit 60 scharfen Patronen und bei jedem Knacken im Gebüsch durchzieht, dann fühlst Du Dich nicht mehr so sicher.

Das liegt aber nicht an der Waffe. Dasselbe konnte man auch bei Abiturienten beobachten.
Hier einige Bilder von der Abschiedszeremonie in Ischewsk. In Urdmutien sind 2 Tage Staatstrauer verordnet worden.
http://tvzvezda.ru/news/forces/content/201312260926-3m5r.htm

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