Radargelenktes Feuer deutscher Kriegsschiffe im WWII

Begonnen von Matrose71, 09 August 2014, 17:08:26

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Gabler

Zitat von: olpe am 18 März 2026, 15:49:08Klar, das muss natürlich nicht zwingend auch für Z 20 zutreffen ... Das o.g. Bild ist auch auf dieser U.S.-page zu sehen:
--/>/> klick NH 96467 German destroyers
Hi Olaf,
in Bälde mehr, aber nur kurz dazu:
Auf dem Zerstörer links in diesem  Bild sind die Bali- und die Tunis-Antenne gut zu erkennen und auch beschriftet. Vergrößert man Deine (undatierte) Aufnahme von Z20, so kann man zumindest schemenhaft dieselben Strukturen an der Mastspitze mehr erahnen als erkennen, jedenfalls doch so, wie in der Nachkriegs-OKM-Liste beschrieben. Auch das passt.

Gabler

Zitat von: olpe am 18 März 2026, 15:49:08... beim Schreiben des Klammerausdrucks ,,(Sender im FuM-Raum)" hatte ich auch ein wenig Zahnschmerzen. Einfluss auf meinen post hatte mglw. die Bildunterschrift bei Trenkle ,,Deutsche Funkmessverfahren" S. 165:
Zitat:
,,FuMO 24 auf VP-Booten bzw. Zerstörer (Drehsäule auf Brücke mit Antenne 2 m x 6 m und Radattel-Peilung). Ganz links Ausführung mit Schleifringen, Sender im FuMO-Raum."
Zitat Ende.

Klar, das muss natürlich nicht zwingend auch für Z 20 zutreffen ... Das o.g. Bild ist auch auf dieser U.S.-page zu sehen:
--/>/> klick NH 96467 German destroyers

Da beim Schiff neben Z 33 ebenfalls ein ,,Torpfostenmast" zu sehen ist, kann es sich beim Päckchenlieger vielleicht um Z 15 ,,ERICH STEINBRINK" handeln.
Jaaa, aber wie erkennt man an den Antennen ,,Ausführungen mit Schleifringen"? Nur an den verkleinerten Gerätegehäusen möglicherweise nicht ... :/DK: ...
Ich weiß nicht genau, ob an derselben Stelle, jedenfalls über die Zuschreibungen des "halbierten" T-Senderschranks bin ich auch schon ein paar mal gestolpert. Nach dem bislang vorliegenden Bildmaterial meine ich, bei den Zerstörerantennen drei Entwicklungsstufen identifizieren zu können:

1. Die frühe Form mit dem kompletten T-Schrank auf der Rückseite der Antenne, verwendet für die FuMO21- und anfänglich die FuMO24-Antennen (z.B. Z33, Bild rechts).

2. Irgendwann, ca. 1942, eher 1943 hat man angefangen, Teile des Inhalts des Senderschranks nach unten in die Funkmessräume zu verlegen. Aber anders als Trenkle schreibt, glaube ich, daß es nicht der Sender war, der zuerst nach unten gewandert ist, sondern vielmehr die ursprünglich im unteren Teil des Schranks befindlichen Einsätze, namentlich das Steuergerät TS und das Netteil TN, welches sich m.E.n. einfacher "verlegen" ließen, ohne Wirkungsgradverluste zur erzielen.

Genau diese sind beim Verlegen des eigentlichen Senders TU, dem sog. Ultrateil entstanden: Zum einen wurde der Abstand zwischen Sender und Dipolantenne vergrößert, was mehr Leitungsverluste zur Folge hatte und zum anderen wird durch die Einführung eines Schleifrings nicht nur ein Übergangswiderstand erzeugt, der weiteren Leistungsverlust zur Folge hat und zudem wird die sicherlich schwierige Abschirmung die Signalqualität beeinflußt haben (stärkeres Rauschen z.B.).

3. Ich denke also, der Sender ist erst ganz zum Schluß (1944/45?) ebenfalls nach unten gewandert und zwar erst, nachdem die Voraussetzungen dafür gegeben waren: Hochfrequenz-Schleifringe UND leistungsfähigerer Sender - als die famose "Gisela":-) Anbei Aufnahmen (Bildausschnitte) der FuMO-Antenne von T35:

Sie dürfen diesen Dateianhang nicht ansehen.
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Der "Kasten" in der Antenne enthält keine Einschübe mehr, er scheint einfach nur aus einer Verstärkung de Antennenwurzel zu bestehen, darin mglw. der gekapselte Schleifring. Auf der Unterseite des Kragträgers jedoch, direkt unterhalb der Antenne, befindet sich ein großer Kasten:
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Ich würde wetten, daß sich darin der Sender befindet, demnach also nicht mehr mit der Antenne mitzudrehen, aber noch immer in unmittelbarer Nähe der Antenne und nicht im Geräteraum. Ähnliche Vermutung hege ich übrigens auch bei der FuMO25-Antenne auf Prinz Eugen, denn auch dort befinden sich Gerätschaften innerhalb des Auslegers direkt unterhalb des Antennenfußes:
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Es könnte also sein, daß auf T35 tatsächlich ein Hochleistungssender verbaut war, nicht jedoch auf den gezeigten Zerstörern. Denn dann müßte der Antennenfuß auch so aussehen wie auf T35.

Bei T35 (wie vmtl. bei allen T-Booten) stimmt allerdings die Angabe in der OKM-Liste nicht: Die vordere Antenne wird mit den Dimensionen 2x2,4m angegeben, das sind die Maße der Hohentwiel-Antenne (FuMO63), die auf T35 zusätzlich hinter dem Schornstein montiert war. Sowohl nach der Größe als auch dem Format und schließlich nach Anzahl der Dipole (2x10 vertikal) handelt es sich m.M.n. um eine "normale" 2x4m-Seetaktantenne, wobei der Anschluß für das Senderantennekabel merkwürdigerweise etwas außermittig versetzt ist, aber das nur ein unwesentliches Detail. In Frage steht für mich daher auch die genannte Bezeichnuung als FuMO25. Da müßte man vielleicht noch ein wenig weiterbohren.

So, jetzt an die Arbeit,

Grüße Gabler


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