Ostsee-Flucht: MFP = Marinefährprähme

Begonnen von TW, 13 Mai 2026, 11:04:42

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Mit einem Marinefährprahm von Schiewenhorst nach Hela
In Schiewenhorst stieg der Verfasser, Udo Ritgen, auf einen mit 500 Menschen besetzten Fährprahm, der gerade im Begriff stand, nach Hela auszulaufen.

Ich lerne dann vor der Südspitze Helas, wo eine Anzahl Großschiffe liegt, die Schwierigkeiten kennen, die sich angesichts stürmischer See bei der Übernahme der Menschen ergeben. Frauen und Kinder werden z.T. auf Ladegeschirr festgetäut und im hohen Bogen über den aufspritzenden Wellenkämmen schwebend übernommen. Angst und Schrecken stehen in den Gesichtern, und es dauert stundenlang, ehe die Menschen mit ihren kleinen und armseligen Bündeln, ihrer letzten Habe, eingeschifft sind.
Schönen Gruß aus Stuttgart
Thomas

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Vom Fährprahm aus über die Jakobsleiter an Bord verholt

In der Nacht vom 20. April 1945 kamen wir nach Nickelswalde, wo wir auf einen Prahm sollten, der aber wegen Überfüllung schon schwankte. So mussten wir, Gott sei Dank, wieder herunter. Es kam ein zweiter Prahm, der uns dann aufnehmen konnte. Das Gebiet dort war schon in russischer Hand. Wahrscheinlich deshalb hüllte die Wehrmacht in einer Art letztem Unternehmen die Gegend in künstlichen Nebel, um unsere Fluchtaktion zu verbergen. Unsere Flucht gelang. Der Prahm brachte uns vor die ebenfalls eingenebelte Reede von Hela. Mit Strickleitern, die dauernd beängstigend schwankten, kamen wir auf das Lazarettschiff "Ubena".
Schönen Gruß aus Stuttgart
Thomas

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