Atom-U-Boot für Brasilien

Begonnen von Leutnant Werner, 11 Juli 2007, 09:17:07

Vorheriges Thema - Nächstes Thema

0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

Leutnant Werner

Laut einer dpa-Meldung von 08.26 Uhr nimmt Brasilien die Entwicklung eines Atom-U-Bootes wieder auf. Präsident Lula da Silva sagte, das Land wolle in den nächsten 8 Jahren 400 Mio Euro in das Projekt investieren. Brasilien sei eines der weltweit wenigen Länder, die die Technik der Urananreicherung beherrschten.
Ob es um die Entwicklung eines strategischen Waffenträgers oder eines Jagd-U-Bootes geht, geht aus dem Bericht nicht hervor. Ich tippe aber auf ein Jagd-U-Boot, dass dann mit der Trägerkampfgruppe zusammen operieren soll.

Gruß
Lt

schiffbauer

Brasilien denkt ganz generell über eine Aufrüstung seiner Seestreitkräfte nach. So sind z. B. Air Warfare Destroyer im Gespräch, wie Australien sie sich gerade (in Spanien) bestellt haben. So 'ne Art Super F 124 !
Mal sehen, wann die wieder auf den Boden der Tatsachen zurückkommen.
Mit lumpigen 400 Mio ein Atom-U-Boot zu entwickeln, halte ich für nicht realisierbar.
Gruß
Schiffbauer

Kuestenjaeger

schiffbauer,würde das nicht klappen wenn die einfach den Krümmel-Reaktor nach Brasilien verschiffen,dann in so ein U-Boot knallen....und fertig?
Dann müsste man doch auch mit diesen "Peanuts" so ein Teil zusammenschustern können.
.......und wir sind das "Drecksding" los und man hat sogar noch was für unsere Umwelt getan. :-D :MZ:

Leutnant Werner

400 Mio Euro halte ich auch bei weitem für zu kurz gegriffen. Zwar verfügt Brasilien über sehr große Uranvorkommen, so dass dieser Punkt nicht kostenintensiv ist, aber bei der Technik für das U-Schiff müssen die Brasilianer massiv auf Hilfe aus Europa (Frankreich, Deutschland) zurückgreifen und mit den paar Kröten kommt man da nicht weit.

Big A

ZitatOb es um die Entwicklung eines strategischen Waffenträgers oder eines Jagd-U-Bootes geht, geht aus dem Bericht nicht hervor. Ich tippe aber auf ein Jagd-U-Boot, dass dann mit der Trägerkampfgruppe zusammen operieren soll.
Das denke ich auch, denn für einen startegischen Wffenträger müssten auch noch die entsprechenden Waffensysteme gekauft werden, dafür reicht das Geld bestimmt nicht, und ob das der große Bruder im Norden zulassen würde, steht dann noch auf einem ganz anderen Blatt...
ZitatZwar verfügt Brasilien über sehr große Uranvorkommen, so dass dieser Punkt nicht kostenintensiv ist
doch, gerade der Punkt ist ziemlich kostenintensiv, denn mit dem Natururan kann man nicht viel anfangen, es muss in langwierigen Prozessen (siehe Diskussion um den Iran) erst verarbeitet und angereichert werden. Genau das aber ist teuer und zeitintensiv, zumal die Technologie dafür auch nicht imSupermarkt zu kriegen ist.
M.W. betreibt Brasilien zwar zivile AKWs, reichert aber den Brennstoff nicht selber an, bin mir aber nicht ganz sicher :/DK:
Weapons are no good unless there are guts on both sides of the bayonet.
(Gen. Walter Kruger, 6th Army)

Real men don't need experts to tell them whose asses to kick.

Leutnant Werner

@BigA: Das war so gemeint, dass Uran als Rohstoff ziemlich teuer ist. Brasilien betreibt die Uran-Anreicherung wieder seit Mai 2006 (erste Ansätze hierzu gabs schon mal in den 80ern und dann einen langen Stop). Dass die Zentrifugen hierfür nicht für Kleingeld zu kriegen sind, ist selbstverständlich...

Gruß
Lt

Thomas

Ambitionen waren wohl stets da, interdependent zu Argentinien:
http://www.fas.org/nuke/guide/brazil/nuke/index.html

Dazwischen steht noch dieser Vertag:
http://de.wikipedia.org/wiki/Vertrag_von_Tlatelolco

Big A

ZitatDazwischen steht noch dieser Vertag:
Doch was ist ein Vertrag schon wert, siehe Atomwaffensperrvertrag!
Frei nach Adenauer: Was schert mich mein Geschwätz von gestern?
Weapons are no good unless there are guts on both sides of the bayonet.
(Gen. Walter Kruger, 6th Army)

Real men don't need experts to tell them whose asses to kick.

kalli


Impressum & Datenschutzerklärung