Motorseglerverkehr in der Ägäis

Begonnen von byron, 22 Januar 2008, 22:09:13

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byron

Motorseglerverkehr in der Ägäis

Quelle:  K.T.B  68 A.K.


www.wehrmacht-in-griechenland.de.vu

Spee

@Byron,

feiner Bericht und typisch Armee. Einer gibt einen Befehl heraus, von dem alle Anderen nichts wissen und die Durchführung des Befehl wäre zudem absolut kontraproduktiv für die eigenen Truppen. Zur Durchführung will man dann noch Zerstörer bereitstellen, die andererseits für eine Konvoisicherung so gut wie nie vorhanden sind. Wie dämlich ist das den?
Servus

Thomas

Suicide Is Not a War-Winning Strategy

Zerstörerfahrer

Zum Glück hat die Kriegsmarine ja gleich reagiert, um größere Schäden zu verhindern.
Aus dem KTB der Seetransportstelle Patras:

19.05.44   
Seekdt Westgriechenland drahtet mit FS G. 3744 vom 19.05.44: " Ab 19.05.44 18.00 Uhr Peloponnes zur Kampfzone erklärt. Gesamte zivile Schiffahrt nach Peloponnes verboten. Alle nicht ES schießenden Fahrzeuge Gefahr des Abschusses durch deutsche Flieger ausgesetzt. Deshalb südlich Leukas jedes nicht ES-Patronen führende Schiff, auch eigene MS im Hafen festhalten."


TD



Für mich war besonders interessant das dort zu diesen Zeitpunkt noch ca. 600 Motorsegler fuhren.

Jahr für Jahr waren ja unendlich viele dieser Kleinschiffe vernichtet worden oder auch zu den Briten geflohen.


Hat vielleicht Jemand einmal einen genauen Hinweis gefunden ob diese Motorsegler bei der Räumung der Häfen von den Deutschen verschont wurden oder wie allerorts alles Schwimmbare noch in die Luft gejagt wurde.

Gruß

Theo

...ärgere dich nicht über deine Fehler und Schwächen, ohne sie wärst du zwar vollkommen, aber kein Mensch mehr !

byron

@ Theo,

Wie ich es aus dem Buch "Versenkte Schiffe in den griechischen Gewässern" von Vizeadmiral der Hafenpolizei Christos Dunis vernehme, ist ein Grossteil der Motorsegler (natürlich nicht alle) selbstversenkt worden.
Sehr viele waren Ende 1944 sowieso nicht übrig geblieben. In den letzten Monaten dieses Schicksaljahres, sobald ein Boot in der Ägäis erschien, waren die Flieger oder die U-Boote schon da.
Die Alliierten müssen ein enormes Spionagesystem gehabt haben, anders ist es nicht zu erklären.
Dann kann man sich die Moral der deutschen Flaksoldaten und des griechischen Schiffspersonals vorstellen.
Die gefallenen Griechen sind in einer Liste im Buch und es sind Hunderte. Entsprechend viele sind sicher auch die Deutschen.

Jeder Tag nahe dem Tod, ein bitter verdientes Brot.

jerzt kann man aber sorglos das Meer geniessen  :MV:


www.wehrmacht-in-griechenland.de.vu

Zerstörerfahrer

@ Theo,

wenn ich das richtig lese, waren mit den 600 Seglern, die der freien Wirtschaft gemeint, dazu würden dann noch die dt. besetzten kommen, sicherlich auch noch eine ganze Menge.

Rene

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