Griechenland, die Kriegsmarine und die Währungskrise ...

Begonnen von Karsten, 21 Mai 2010, 07:50:33

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Karsten

Aus aktuellem Anlass zwei Zitate aus dem KTB der Skl.:

KTB Skl. vom 9. Juli 1943:

Chef Skl Qu A berichtet, daß die starke Verzögerung der Reparatur im Ägäisraum in erster Linie daher rührt, daß keine Devisen, um das vorhandene Material aufzukaufen, zur Verfügung stehen. Admiral Führerhauptquartier ist veranlaßt worden, Chef OKW und ggf. Führer auf diesen Notstand hinzuweisen, um vermehrte Zuteilung von finanziellen Mitteln bemüht zu sein.

KTB Skl. vom 17. Juli 1943:

Weiter berichtet Chef Skl Qu A über Besprechung, die im Ausw. Amt in Frage griechische Inflation stattgefunden hat. Ein Ausweg, um der Marine den Ankauf des erforderlichen Reparaturmaterials auf den Werften zu ermöglichen, ist nicht gefunden worden. Es besteht hier der groteske Zustand, daß ein Wehrmachtsteil in einem eroberten und besetzten Gebiet vorhandene lebensnotwendige Dinge nicht erhalten kann, weil die finanzwirtschaftliche Dynamik nicht in dem Maße gesteuert wird, wie es erforderlich wäre, um inflationistische Tendenzen zu unterdrücken. Hieran trägt die gleichzeitige Besetzung des Landes durch Deutsche und Italiener eine wesentliche Schuld.

Viele Grüße,

Karsten
Viele Grüße,

Karsten

TD

Die Lage hat sich bis Mitte 1944 so entwickelt das die Marine sich LKW - weise die frisch gedructen Drachmen von der

grieschen Staatsdrucke rei abholen mußte zur Bezahlung de Werftarbeiter usw.

Für erfolgreiche Rundreisen erhielten die Kapitäne grie. Motosegler die Frachtlöhne in Dollar, brritische Pfunde
oder gar in Gold ausgezhlt.


Gruß


Theo
...ärgere dich nicht über deine Fehler und Schwächen, ohne sie wärst du zwar vollkommen, aber kein Mensch mehr !

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