Kriegsende 11.11. 1918 vergessen ??!

Begonnen von H44, 12 November 2008, 10:18:54

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Leutnant Werner

@Spee, #11:
a) weiß ich
b) weiß ich

Aber schon zu meiner Schulzeit vor fast 25 Jahren war ich ein Freak. Ich wusste zwar viel darüber, war aber der einzige. Für viele Schüler war das halt ziemlich uninteressant. Dabei waren die beiden Weltkriege sehr große Schnitte, die unsere Gesellschaft sehr stark mitverändert haben. Es wurde in der Schule weder das Grauen des Krieges noch die einschneidenden gesellschaftlichen Veränderungen vermittelt.

Heutzutage heißen Infanteristen "Bodentruppen" und sind unappetitlich, und ich möchte gar nicht so genau wissen, welche Unwichtigkeiten im Rahmen von Geschichte heute in der Schule vermittelt werden.

Erster Weltkrieg? Wann war denn der?

Gruß
Lt.

H44

Hallo zusammen,

also was ich mit meinem Aufruf eigentlich sagen wollte, habt Ihr hier (hätte mich auch gewundert wenn nicht) sehr präzise ausdiskutiert.

Zusammenfassend kann man sagen das wir  nicht einfach die Augen schließen dürfen, und so tun, als ob so ein Ereigniss bei uns nicht wieder vorkommen kann.
Solange es noch ein paar Leute gibt die Ihren Kindern (hier noch einmal ein dickes Dankeschön an Ralf, Du sprichst mir aus der Seele) Werte vermitteln und auf geschichtliche Ereignisse hinweisen um einfach den kommenden Generationen zu helfen solche Fehler nicht erneut zu begehen.

Sonnige Grüße

Alex 
"Reden ist unser Privileg. Wenn wir ein Problem haben, das wir nicht durch Reden lösen können, dann hat das alles keinen Sinn."

rosenow

Zitat von: Spee am 13 November 2008, 09:26:02
@Rosenow,

Geschichte? Hmm, gute Frage.
Sind wir mal ehrlich und fassen uns an die eigenen Nase. Betrachten wir mal den Fall 1. und 2.Weltkrieg und überlege uns, was wir (aus dem Kopf) über:

a) Sichelschnitt, Moskau, Stalingrad
b) Tarnow-Gorlice, Col di Lana, Somme

wissen.

(Bitte nicht als Belehrung oder Besserwisserei verstehen, ist nur eine völlig unmaßgebliche Anfrage meinerseits.)

Verstehe ich, aber sei auch so ehrlich und gestehe, dass es deutsche Mitbürger gibt, die Moskau für eine Provinz Schleswig Holsteins oder MVs halten, geschweige , das die Somme ein Fluss ist und Col di Lana kein Getränk.
Dennoch muss man nicht jede Einzelheit kennen, um das Wesen eines Krieges zu begreifen, um den Toten zu Gedenken, allen Toten und der Dummheit aus heutiger Sicht.

Dies soll ebenfalls keine Belehrung sein Thortsen, sondern nur ein paar Gedanken zu diesem Thema!  :ML:
:MG:
Michael
mit freundlichen Gruß
Michael


,,Macht`s gut und denkt daran!
Es gibt drei Sorten von Menschen:
Die Lebenden.
Die Toten.
Und die, die zur See fahren."
Hein Schonder

Commander3

Leider ist dieses Thema für alle deutschen Politiker sozusagen die Gretchenfrage. Ich mochte nicht in der Haut von Frau Merkel stecken, als sie diese Entscheidung traf. Das Problem ist ja nun doch irgendwie unsere Geschichte. Man gilt ja selbst in Deutschland, mit zum Beispiel ein wenig tieferreichendem Interesse für die Geschichte unseres Landes entweder als Freak oder Nazi (geht mir momentan so). Warum soll man sich also noch mit der Geschichte befassen? Das Motto ist eher: Die Toten sind ja begraben und kommen eh nicht wieder, die haben ja Zeit. Wir müssten unsere Geschichte nutzen um daraus zu lernen und schlüsse zu ziehen. Mit Polen ist das halt auch immer so ein Problem, ich denke man will die polnische Regierung besänftigen (Ostsee-Pipeline?!?!?!) ich denke die Polen haben das Recht jegliche Verträge zwischen Deutschland und Russland in, denen sie nicht mit eingeschlossen werden, sehr misstrauisch zu beäugen. Sie kamen in der bisherigen Geschichte meist sehr schlecht weg. Also ist zu erwarten, dass auch in Zukunft das Verhältnis in Europa wichtiger sein wird als jene, die es so haben werden lassen, nicht mal für einen Tag.

lg Alex
Gruß aus Harra

mfg Alex

Spee

@Rosenow,

verstehe ich auch nicht als Belehrung. Deiner Meinung dazu kann ich nur zustimmen.

@Commi,

ohne es ausdehnen zu wollen, da es nicht zum Thema gehört, ein paar Hinweise.
Schlecht wegkommen, naja, kann man darüber streiten. Das erste was Polen nach der Neugründung unternahm - Krieg führen gegen jeden Nachbarn, egal ob Deutsche, Tschechen, Ukrainer oder Russen. Die Unschuld haben die auch wenige Monate nach ihrer neuen Staatlichkeit verloren. Ok, da waren sie nicht die einzigen in Europa, die Jugoslawen z.B. haben erstmal Krieg mit Italien geführt, Rumänien mit Ungarn usw. Schien damals richtig Mode zu sein. Dabei sollte man doch eigentlich annehmen, daß nach einem solchen Krieg die Menschen etwas gelernt hätten. Dem war wohl nicht so.
Thema Pipeline; nationalistische Theatralik für innenpolitische Bauernfängerei.
Servus

Thomas

Suicide Is Not a War-Winning Strategy

Big A

@ralf
100% Zustimmung, keiner von uns kann Situationen nachvollziehen die solche Extrementscheidungen verlangen. Man kann, und das ist die Aufgabe von uns Interessierten und Eltern immer nur seine Kenntnisse weitergeben und versuchen in seinem Umfeld zu wirken, sei es bei den eigenen Kindern oder als Multiplikator bei entsprechenden Veranstaltungen. Und nur mit fundiertem Wissen kann man den Bauernfängern entgegentreten, egal von welcher Seite sie kommen mögen. Ist eben nicht einfach, sich an einem Stand der NPD (um nur ein Beispiel zu nennen) sich mit den Leuten auf eine Diskussion einzulassen, sie schlägt schnell in Ideologie und Hass um, da sind rationale Argumente nur schwer zu vermitteln. Trotzdem muss man es tun. Und dazu helfen eben auch Gedenktage...

Axel
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(Gen. Walter Kruger, 6th Army)

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