Gibt es Neues zu den Wracks in der Donau wg. Trockenheit und Wasserstand ??

Begonnen von TD, 12 Oktober 2018, 21:21:56

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Urs Heßling und 2 Gäste betrachten dieses Thema.

Benjamin

Selbst CNN berichtet über die niedrigen Wasserstände in Europa und dem daraus resultierenden Auftauchen von ua. "Nazi shipwrecks". Hier der Vollständigkeit halber der Link dazu.

https://edition.cnn.com/2026/07/31/climate/shrinking-rivers-reveal-past-relics-in-europe?utm_medium=social&utm_source=whatsappCNN&utm_content=2026-07-31T21:46:31
If there's more than one possible outcome of a job or task, and one of those outcomes will result in disaster or an undesirable consequence, then somebody will do it that way.

wirbelwind

Moin,

bisher für mich nicht erkennbar, wieviele Schiffswracks mittlerweile aus der Donau bei Prahovo geborgen wurden. Bei 200 Wracks und bis 2028 müssten doch bereits etliche geborgen worden sein. Interesanterweise war 2022 noch von einer Unterstützung von ca 29 Millionen Euro die Rede.

MfG Rüdiger

SchlPr11

Hallo,
Mit weiterem Absinken des Donaupegels wird es möglich sich näher mit dem Wrack des KT-Schiffes bei Prahovo zu beschäftigen. Dort wurden KT 23 und KT 38 beim Rückzug 1944 selbst versenkt.
Ich vermute an verschiedenen Details, viele sind leider nicht vergleichsfähig, diesen als UJ 110 = KT 38 zuordnen zu können. Dabei stütze ich mich im Fotovergleich auf diese Indizien:
Es ist in der Baufolge ein später KT und damit nicht KT 23, da das Rettungsboote achteraus der Kommandobrücke fehlt. Bei dem jetzigen Wasserstand an Bb gut zu sehen - keine Pallungen und auch keine Davits zu erkennen. Schieres glattes Deck. An Stb dort aufgebrochen. Die späten KT insbesondere auch aus Nikolajew wurden nur noch spärlich ausgerüstet. So sehen wir keine Winden auf dem Deckshaus, nur deren Fundamente um den Mastfuß und keine Dampfrohrleitungen wie auf Schwesterschiffen deutlich auf Fotos verlegt.
Sie könnten zwar geborgen worden sein, aber es herrscht dort an Deck eine solche Ordnung, daß ich an einen noch erfolgten Einbau zweifle. Als UJ waren zu diesem Zeitpunkt die Winden ja auch nicht unbedingt kriegsnotwendig.
Und zuletzt, die 3,7 cm Doppellafette auf der Back - also Flakverstärkung im Gegensatz zu den sonst üblicher 75 mm Schneider Creuzot bzw. polnische Beute auf den Schwesterschiffen, fällt gleichfalls auf. Ich meine auch, daß leichte Flak nie an Bord war. Die Unterbauten sehen ziemlich jungfräulich aus. Das ist aber Spekulation.
KT 38 ging wenig ausgerüstet aus Nikolajew weg. In Galati wurde wohl nur gelegentlich dran gearbeitet. Überwiegend Schiffbauarbeiten und mangels Masse keine ergänzenden Ausrüstungen. So ergibt sich dieser Zustand des Wracks.
REINHARD

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