Frage zu den 28cm Geschuetzen der Linienschiffe?

Begonnen von Q, 29 August 2009, 16:39:57

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Q

Moin Wespe.

Interessant, hast du zufaellig dieses Buch?

Stehen da auch die Ersten 28 cm Geschuetze beschrieben? Bisher war ich eher ueberzeugt, das Navweaps gut recherchierte Daten veroeffentlicht.

Wenn jetzt aber die 28 cm der Brandenburg, Entwickelt 1890 und ausgeliefert 1893 nicht gleich denen der Braunschweig sollte es dort zu finden sein. Mein Schmalenbach gibt da auch keine preziesen Daten.

Don´t Panic
Quand tu veux construire un bateau, ne commence pas par rassembler du bois,
couper des planches et distribuer du travail,
mais reveille au sein des hommes le desir de la mer grande et large.

St.Ex

Albin

Also, ich habe ien wenig recherchiert, dazu wurde zur Braunschweig im "Die deutschen Kriegsschiffe, Hans/Röhr/Steinmetz"geschrieben, dass die 28iger der Brandenburg übernommen wurden, nur als ein neu überarbeitetes Geschützmodel.

Das Geschützmodel der Braunschweig-Klasse ist die Schnellfeuerkanone 28cm L40 / C01, sprich es wurde 1901 konstruiert. Das bedeutet, daß die Angaben in der von Q genannten Internetseite nicht korrekt sind im Bezug auf diese Schiffsklasse.

Die 28cm Kanonen der Brandenburg-Klasse waren Mantelringkanonen und können wohl kaum erst 1890 bzw. 1893 konsturiert bzw. hergestellt worden sein, denn fast alle Schiffe wurden 93 bzw. 94 schon in Dienst gestellt. Somit muß dass Konstruktionsjahr etwa identisch sein, mit dem des Schiffes, als um 1888.

Mehr kann ich auch nicht beisteuern, aber es für mich klar, dass die beiden Geschützmodelle nur im Kaliber identisch sind.


Q

Zitat von: Albin am 02 September 2009, 07:32:30
Also, ich habe ien wenig recherchiert, dazu wurde zur Braunschweig im "Die deutschen Kriegsschiffe, Hans/Röhr/Steinmetz"geschrieben, dass die 28iger der Brandenburg übernommen wurden, nur als ein neu überarbeitetes Geschützmodel.

Das Geschützmodel der Braunschweig-Klasse ist die Schnellfeuerkanone 28cm L40 / C01, sprich es wurde 1901 konstruiert. Das bedeutet, daß die Angaben in der von Q genannten Internetseite nicht korrekt sind im Bezug auf diese Schiffsklasse.

Die 28cm Kanonen der Brandenburg-Klasse waren Mantelringkanonen und können wohl kaum erst 1890 bzw. 1893 konsturiert bzw. hergestellt worden sein, denn fast alle Schiffe wurden 93 bzw. 94 schon in Dienst gestellt. Somit muß dass Konstruktionsjahr etwa identisch sein, mit dem des Schiffes, als um 1888.
...

Irgendwie reichlich wiederspruechlich. Entweder wie im "Hans Roehr Steinmetz" wurden die Geschuetze uebernommen und nur ueberarbeitet, oder sie wurden laut Albin Komplett neu Konstruiert. Das die Tuerme sich erheblich unterscheiden wurde von mir nie in Abrede gestellt.

Don´t Panic
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SM-Wespe

Zitat von: Albin am 02 September 2009, 07:32:30
Somit muß dass Konstruktionsjahr etwa identisch sein, mit dem des Schiffes, als um 1888.


Wieso???
Laut meinen Quellen C1886. Es war keine extra Konstruktion für die Brandenburg, sondern "von der Stange" bei Krupp. Die gleichen Rohre wurde auch für das Fort von Wilhelmshaven geliefert.

Noch ein interessantes Buch mit noch vielen mehr Detail.
http://www.koehler-mittler.de/shop/shop/article/viewArticleDetail.php?partnerId=&qryOpt=name&qryText=brandenburg%20klasse&orderBy=name&offset=0&limit=20&tpl=mittler&parentCIdLogStream=&artId=106


Gruss
Sm-Wespe
Preis=9,95€

SM-Wespe

Zitat von: SM-Wespe am 02 September 2009, 08:54:53
Zitat von: Albin am 02 September 2009, 07:32:30
Somit muß dass Konstruktionsjahr etwa identisch sein, mit dem des Schiffes, als um 1888.


Wieso???
Laut meinen Quellen C1886. Es war keine extra Konstruktion für die Brandenburg, sondern "von der Stange" bei Krupp. Die gleichen Rohre wurde auch für das Fort von Wilhelmshaven geliefert.

Noch ein interessantes Buch mit vielen Details.
http://www.koehler-mittler.de/shop/shop/article/viewArticleDetail.php?partnerId=&qryOpt=name&qryText=brandenburg%20klasse&orderBy=name&offset=0&limit=20&tpl=mittler&parentCIdLogStream=&artId=106


Gruss
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Q

@ Wespe

Wenn ich dich recht verstehe, waren die 28 cm von der Stange bei krupp bestellt und gekauft. Sowohl fuer die Brandenburg als auch fuer WHV´s Fort. Was waren dann die Geschuetze von den Braunschweig´s ebenfalls von der selben Stange, oder komplett neu entwickelte.

Don´t Panic
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Q

@ Albin
Zitat von: Albin am 02 September 2009, 07:32:30
...
Das Geschützmodel der Braunschweig-Klasse ist die Schnellfeuerkanone 28cm L40 / C01, sprich es wurde 1901 konstruiert. Das bedeutet, daß die Angaben in der von Q genannten Internetseite nicht korrekt sind im Bezug auf diese Schiffsklasse.
...

Diese C01 ist die bezeichnung des Geschuetzturms. Das dieser fuer die Braunschweig spaeter entwickelt wurde ist mir klar. Die bezeichnung C01 hat aber nichts mit den Leistungsdaten des Geschuetzes zu tun. Die Turmkonstruktion hat eher Einfluss auf die Nachladegeschwindigkeit. Wie oben schon beschrieben.

Don´t Panic
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SM-Wespe

Zitat von: Q am 02 September 2009, 11:53:22
Diese C01 ist die bezeichnung des Geschuetzturms. Das dieser fuer die Braunschweig spaeter entwickelt wurde ist mir klar. Die bezeichnung C01 hat aber nichts mit den Leistungsdaten des Geschuetzes zu tun.

Deswegen benutz ein Leoprad II auch die selben Sachen wie ein Jagdtiger!?!?
  :ROFL: Diskussion für mich damit beendet!


SM-Wespe

Q

Wenn ich mich da irren sollte, dann klaer mich bitte auf. Auf Navweaps stehen die Bezeichnungen C 92 und C 01 fuer die Tuerme und nicht fuer die Geschuetze.

Don´t Panic
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egima

Zitat von: Q am 02 September 2009, 12:11:21
Wenn ich mich da irren sollte, dann klaer mich bitte auf. Auf Navweaps stehen die Bezeichnungen C 92 und C 01 fuer die Tuerme und nicht fuer die Geschuetze.
Don´t Panic

C/01 gilt meines Wissens auch für das Geschütz, zumindest beruft sich der Weyer hier auf Angaben der Firma Krupp...

Der Weyer gibt für die L/40-Rohre der Brandenburg ein Gewicht von 44t, für die der Braunschweig ca. 34t an. Ferner wird für die älteren Geschütze bei gleichem Geschoßgewicht eine deutlich geringere Mündungsgeschwindigkeit angegeben  - wären die Geschütze identisch, sollte dies nicht der Fall sein.

Übrigens gibt es die Weyer-Ausgaben von 1904 und 1905 im Internet:
http://www.archive.org/search.php?query=flottentaschenbuch%20AND%20mediatype%3Atexts

Jane's Fighting Ships spricht nur davon, daß die Geschütze der Brandenburg im Gegensatz zu den 28cm der Braunschweig- und Deutschland-Klasse "older models" sind, und deren Schadenspotential deutlich geringer ist.

Ich schätze, weil die Abmessungen der Geschütze identisch sind, gibt es hier ein sehr großes Verwechslungspotential...

Grüße,
Frank

Q

Zitat von: Q am 01 September 2009, 14:59:21
...
Wenn du mir mit Quellen die Angabe ueber Geschuetzgewichte ohne Wiege der jeweiligen Geschuetze geben koenntst waere das schon ein sehr guter Hinweis.
...


Zitat von: egima am 03 September 2009, 10:20:07
...
Der Weyer gibt für die L/40-Rohre der Brandenburg ein Gewicht von 44t, für die der Braunschweig ca. 34t

Nichts anderes hatte ich im Post #12 gefragt. Danke dafuer, das ist doch schonmal eine Quelle die sich auf die in Frage kommenden Geschuetze bezieht. Da diese Antwort jedoch etwas verspaetet kam, bin ich auf eine Antwort des Krupp Archiv Essen gespannt.

Don´t Panic
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harry

Hallo,

hab dazu folgendes gefunden:

Die genaue Geschützbezeichnung der L/40-Rohre in der Brandenburg-Klasse lautet 28cm Mantelringkanone C86/89 in M.P.L C/92, das Rohrgewicht beträgt 44t. (aus Dirk Nottelmann, Die Brandenburg-Klasse)

Bei Jane´s FS 1905-06 wird für die Brandenburg-Klasse das Rohrgewicht mit 44t und das Geschoßgewicht mit 474lbs angegeben, für die Braunschweig-Klasse sind die Werte 34t/595lbs.
Das Geschützmodell wird als Model01 bezeichnet.

Im Weyer(05) sind für die L/40 unterschiedliche Werte bei Mündungsgeschwindigkeit/Energie angegeben
(Brandenburg-700m/s-6740mt, Braunschweig-870m/s-10000mt), allerdings das gleiche Geschoßgewicht.

Es sind denk ich doch mit ziemlicher Sicherheit zwei verschiedene Geschütze.

Viele Grüße
harry

Trimmer

Hallo egima-Frank - Dank für den tollen Tip -Weyer Ausgaben 1904 und 1905 - Drucker läuft   :MG:

Gruß vom Trimmer-Achim
Auch Erfahrung erhält man nicht umsonst, gerade diese muß man im Leben vielleicht am teuersten bezahlen
( von Karl Hagenbeck)

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