Kleines Pionierlandungsboot 39 Nr. 4

Begonnen von Spökenkieker, 13 Juni 2010, 23:04:48

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Spökenkieker

Als die hemelinger Rolandwerft und die Bodanwerft aus Kressbronn einen Gegenentwurf zum technisch enttäuschenden Pionierlandungsboot 38 der hamburger Bauerwerft vorlegen sollten, schufen beide das Pionierlandungsboot 39 Typ A. In die Serienfertigung ging das Boot mit kleinen Änderungen als Typ B.   

Der Rumpf des Bootes war zweiteilig ausgeführt, mit 15 Tonnen beladen erreichten die von sieben Pionieren bedienten Boote fast acht Knoten. Um das Be- und Entladen zu beschleunigen, verfügten die Boote über zwei Bugtore und eine ausklappbare Landungsbrücke.

Zwischen Atlantik, Eismeer, der afrikanischen Küste und dem Schwarzen Meer kamen die Boote zum Einsatz und bewährten sich gut. Die Gewichts-Zunahme bei den Heereswaffen und die ständigen Fliegerangriffe erzwangen dennoch Änderungen. Bereits 1940/41 entwickelte die Bodanwerft aus dem PiLb 39 den um vier Meter verlängerten Typ PiLabo 40, dem 1942 eine nochmals vergrößerte, konstruktiv vereinfachte und in Details verbesserte Version, das PiLabo 41 folgte (Bauzeit 1942-1946).

Das Modell in 1:35 zeigt das dritte Boot des Typs B, das PiLb 39 Nr. 4, im Ablieferungzustand am 14.12.1940. Der Lebensweg in Stichworten: 01.41 Pio-Lehrzug des Pionier Ersatz Bataillons 2 in Dievenow, 02.41 Landungsboot-Zug Afrika, 05.41 5. / Bau-Bataillon 85 als ,,Binchen".  Am 18.09.1941 durch Fliegerbombe vor Tripolis versenkt, wurde das Boot aus dem Bestand gestrichen, später geborgen und wieder in Stand gesetzt. Am 18.07.1942 erfolgte eine Verlegung nach Derna, danach verlor sich die Spur der Baunummer 4.

Weil es keinen Bausatz für das ein wenig moppelig wirkende Fahrzeug gab, bat ich den bekannten Sturmboot-Experten Andreas Winkel und den LWS-Kenner Lutz Zours-Konetzny um Hilfe. Beiden verdanke ich genügend Tips und Quellenangaben, um zunächst einen Bauplan zu erstellen und dann das Boot zu bauen.

Das Boot ist RC-fähig. Über der Scheuerleiste lässt sich das Ladedeck mit dem Schanzkleid und dem Steuerstand vollständig abnehmen. Deck und Rumpf sind durch vier einlaminierte Schrauben miteinander verbunden. Als Material kamen Sperr-/Balsaholz sowie Polystrol und Karton zur Verwendung; anschliessend wurde das Boot mit RAL7001 Silbergrau gespritzt.

@ Andreas und Lutz: Ohne Euch hätte sich dieses Projekt nicht realisieren lassen! DANKE!




Brandenburger


Einfach Klasse geworden !!!!!!       :TU:)

Schön das ich Dir helfen konnte , jederzeit gern wieder .   

                 MfG Andreas   :ML:

Meine Website !!!!

http://sturmboot-kommando.de/

Karsten

Ich darf ergänzen:  :-D 8-)

Einen Baubericht über sein Modell hat Spöky in Heft 9/2010 der Zeitschrift "ModellWerft" veröffentlicht.

Siehe hier: http://www.vth.de/zeitschriften/modellwerft/ausgabe-1009/mw-1009-seite-20.html

Sehr schön gemacht, Chris!  top top

Viele Grüße,

Karsten
Viele Grüße,

Karsten

Glasisch

Hallo,
sagenhaft, erste Sahne, unglaublich, ich finde keine Worte und bin sehr beeindruckt!

:MG:
,,Ruhe in den Telefonen. Denkt daran, daß auch in England auf jeden Mann eine Mutter wartet!" KzS Helmuth Brinkmann Kommandant der ,,Prinz Eugen"  in der Dänemarkstrasse am  24. Mai 1941, nachdem die ,,Hood" kurz davor explodiert worden war.

Darius

Hallo Spökenkieker ,

ja, sieht echt schön aus. Wieviele Mannstunden hat Dein Meisterwerk denn gekostet?

:MG:

Darius

Spökenkieker

... sorry für die späte Antwort, war sehr lange auf Geschäftsreise. Die gesamte Bauzeit hat rund drei Monate betragen, vor allem, weil ich sehr viel unterwegs bin. Wahrscheinlich könnte man das Modell auf der Basis eines Bauplans in wenigen Abenden zusammensetzen, verspachteln, verschleifen und lackieren. Mit Ätzteilen (statt meiner Karton-Bauteile) ginge es dann noch schneller.

Das Projekt lief im Februar 2010 an, war im März /April soweit durchplanbar, so dass in April / Mai / Juni der Bau erfolgen konnte. Derzeit plane ich eine Wiederholung aus ncoh dünnerem Material, damit das Boot auch ferngesteuert eine gute Figur macht ;-)

Gruss, Spökenkieker


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