Dimitri Donskoi

Begonnen von Dmitri Donskoi, 11 Oktober 2010, 15:32:48

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hillus

Hallo Olaf und @H44,
über die Boote des Projektes 705/705-K kann durchaus ausschweifend diskutiert werden. Tatsächlich hat man mit K-64 als Prototyp versucht, alle Kinderkrankheiten zu beseitigen. Gelungen ist es nicht in jedem Fall, so wie von Olpe und @H44 beschrieben. Das Wichtigste am Bau der Boote scheint aber zu sein, dass sie nicht  ausschließlich einen Titanrumpf hatten. Die bei der Vereinigten Leningrader Admiralitätswerft gebauten vier Boote K-64, K-316, K-373 und K-463 verfügten über einen Stahlrumpf. Erst die bei der SSZ N° 402 SEVMASH gebauten Boote K-123, K-432 und K-493 hatten den Titanrumpf. Die Vereinigte Admiralitätswerft in Leningrad verfügte zum Zeitpunkt noch nicht über die Möglichkeit (Technologie) der Fertigung von U-Bootsrümpfen aus Titan, vor allem aus schweißtechnischen Gründen.

K-64 wurde wie alle anderen in Leningrad gebauten Boote im Transportdock zur Nord Flotte überführt und ging im Dezember 1972 dort als Versuchsboot in Dienst der 3. Division der 1. Rotbanner Flottille. Bereits am 31.01.1972 hatte K-64 eine schwere Havarie der Hauptantriebsanlage, die sofort abgeschalten werden konnte. K-64 wurde danach in den Stützpunkt geschleppt. K-64 (Projekt 705) wurde nach der Havarie seiner Hauptantriebsanlage im Juni 1972 zur Schadensanalyse bei der SRZ N° 10 eingedockt. Danach in Sewerodwinsk als Auflieger aufbewahrt. Vom 11.10.1972 bis 01.05.1973 mit der 2. Besatzung (46. Besatzung) an Bord Maßnahmen für vorgesehene Wiederherstellungsmaßnahmen, dabei Herausnahme der Reaktorabteilung bei der SRZ N° 893 ZVEZDOCHKA. 1973 soll dann die Abtrennung des Vorderschiffes incl. Turm erfolgt und das Achterschiffes verschrottet worden sein. 14.08.1973 erfolgte die Überführung des gesamten Vorderschiffes mit Turm im Transportdock über innere Wasserwege nach Leningrad. Am 19.08.1974 offiziell außer Dienst gestellt und Verwendung des Vorderschiffes mit Turm für Erprobungen und Besatzungstraining beim 270. Schulzentrum der Seekriegsflotte. Anfang der 90-ziger Jahre endgültige Verschrottung.

Während alle anderen Boote zwischen 1996 und 1998 verschrottet wurden, überlebte das wegen einer Reaktorhavarie stillgelegte K-123 bis 2008, der Beendigung der Verschrottung. Nach der Havarie wurde K-123 von 1982 bis 1989 entaktiviert und bekam einen neuen Reaktor, der am 17.11.1990 neu gestartet wurde. Am 28.07.1992 war K-123 bei der 33. Division der 1. Rotbanner Flottille wieder dienstbereit. Der Flottendienst endete am 31.07.1996 mit der Freigabe zur Verwertung und schließlich begann im Mai 2006 die Verschrottung bei der Reparatur- und Abwrackwerft OAO SRZ NERPA.

Tiefer schürfende Erkenntnisse werden für alle Interssierten im Herbst 2011 möglich sein, wenn die zwei Bände über die U-Boote der Nord Flotte hoffentlich fertiggestellt sind.

Im Sinne von DMITRIY DONSKOY mit getauchten Grüßen

Hillus



Typhoon

"Ich bin Politiker, dass heißt ich bin ein Betrüger und Lügner, und wenn ich kleinen Kindern keine Küsschen gebe, klaue ich ihnen ihre Bonbons."

                                          Zitat "Jagd auf Roter Oktober"

hillus

Hallo TYPHOON,

danke für die schöne Ergänzung zum Ende eines ALFA. Welcher es war, konnte ich nicht erkennen, aber das ist nicht so schlimm, wie der miserable Schutz der Menschen in der Abwrackwerft und Umgebung. Nicht vorzustellen, dieses atomare Problem hätten unsere Damen und Herren in Berlin auch noch am Hals. Da wären Kehrtwendungen nicht möglich!!!
Trotzdem danke für das Video! top top

Ohne Schutzkleidung grüßt

HILLUS

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