Unterschlagungen in der russischen Pazifik Flotte

Begonnen von hillus, 28 Oktober 2014, 11:00:46

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hillus

Moin,

auch das ist interessant.

Aus der russischen Pazifik Flotte wird berichtet

Die Militärstaatsanwälte haben im Verlauf einer Überprüfung Verstöße gegen die Gesetzgebung beim Verbrauch von Brenn- und Schmierstoffen für die Betankung von Kriegsschiffen in der Pazifikflotte an den Tag gebracht.
Es ist eindeutig, dass der Brennstoff nicht im 100%-igen Umfang ausgegeben wurde. Die Abrechnungsdokumente der Angestellten der Lagerhäuser und der Schiffe wurden gefälscht. Die Überschüsse wurden an Geschäftsleute verkauft und die verdienten illegalen Geldmittel zwischen den Mitgliedern der Bande verteilt. Es wurden  mehr als 2000 t des Brennstoffes in Höhe von mehr als 90 Millionen Rubel auf diese Weise unterschlagen.

Nach den Unterlagen der Prüfung ist die Strafsache in puncto Paragraph 4, Artikel 160 das Strafgesetzbuches Russlands (Raub fremden Eigentums von organisierten Gruppen in besonders grossem Umfang) in Gang gesetzt worden.

hillus

Wer es im Original lesen möchte , dann hier: http://www.navy.ru/news/navy/?ELEMENT_ID=173608

Big A

Ob da wohl Loggis am Werk waren :? :-P

Waren wohl nicht clever genug und haben gegen § 1 aller Loggis verstoßen: "Lass Dich nicht erwischen"

Axel
Weapons are no good unless there are guts on both sides of the bayonet.
(Gen. Walter Kruger, 6th Army)

Real men don't need experts to tell them whose asses to kick.

Trimmer

Hallo Axel - wenn Du mal über Land fährst so frage mal die Bauern der früheren  LPGs wo sie teilweise ihren Sprit bezogen haben - scheint eine " russische Krankheit " zu sein Sprit zu verscherbeln  :-D Manche " Tratition hält sich ebend doch sehr, sehr lange

Gruß - Achim - Trimmer
Auch Erfahrung erhält man nicht umsonst, gerade diese muß man im Leben vielleicht am teuersten bezahlen
( von Karl Hagenbeck)

Tostan

Zitat von: Trimmer am 28 Oktober 2014, 13:53:27
Hallo Axel - wenn Du mal über Land fährst so frage mal die Bauern der früheren  LPGs wo sie teilweise ihren Sprit bezogen haben - scheint eine " russische Krankheit " zu sein Sprit zu verscherbeln  :-D Manche " Tratition hält sich ebend doch sehr, sehr lange

Wenn man heutzutage so durch die russischen (und ukrainischen) Dörfer fährt, so fällt einem manchmal ein mit "дт"(DT, rus. Abkürzung für Diesel) beschrifteter Kanister am Straßenrand auf .... manchmal (für die doofen) auch ein Schild daneben "Kaufe DT" .... die warten sicher auch nicht auf den nächsten offiziellen Mineralölhändler ....

Es ist also eine sehr lebendige Tradition, militärisch wie zivil ... :) Und was im Kanisterformat funktioniert, kann man ja auch mal im Tankerformat versuchen ;)

Zitat von: hillus am 28 Oktober 2014, 11:00:46
Es wurden  mehr als 2000 t des Brennstoffes in Höhe von mehr als 90 Millionen Rubel auf diese Weise unterschlagen.

Der "Schaden" ist wohl recht hochgerechnet worden, tatsächlich ist Russland wohl ein weit geringerer Schaden entstanden. (45 Rubel pro Kilo Brennstoff(bzw. ca. 37,5 Rubel pro Liter, falls es Diesel war) ist mehr als doppelt so teurer wie der Preis, der anno 2007 für Diesel an der Zapfsäule verlangt wurde) - und das für Endverbraucher inklusive Steuern usw.! Ist der Dieselpreis so explodiert oder was für ein edler "Brennstoff" wurde da verschoben?

Anbei mal ein Foto einer klassischen(mittlerweile vom aussterben bedrohten) sibirischen Tankstelle incl. Spritpreise - anno '07 irgendwo bei Tscheljabinsk. Falls sich noch jemand an diese Benzinuhren-Zapfsäulen erinnern kann.

hillus

Anmerkung,

wie weit kommt man mit einem Opel in Russland?? :MZ: :ML:

hillus

Trimmer

Jochen - bis Russland - meist wird er doch schon in einem Nachbarland geklaut - keine Namen  :ROFL:

Gruß - Achim - Trimmer
Auch Erfahrung erhält man nicht umsonst, gerade diese muß man im Leben vielleicht am teuersten bezahlen
( von Karl Hagenbeck)

Tostan

#6
Zitat von: hillus am 28 Oktober 2014, 16:04:46
wie weit kommt man mit einem Opel in Russland?? :MZ: :ML:

Also probiert habe ich es bis Ulan-Ude .....
Steht halt auf meiner "Liste der Dinge, die ich im Leben tun will":
[ x ] Einmal im Baikal baden

also setzt man sich ins Auto und fährt mal kurz rüber:
https://www.google.de/maps/dir/Dresden/Kiew,+Kyiv+city,+Ukraine/Moskau,+Russland/Tomsk,+Oblast+Tomsk,+Russland/Улан-Удэ+Ulan-Ude/

... allerdings kennt Opel dort keine Sau ... die denken alle das wäre ein Daewoo(was ja so falsch nicht ist)

Bis Wladiwostok ging es leider nicht mehr, hatte nur begrenzten Urlaub und ein 31 Tage gültiges Touristen-Visum. Und Auto dort lassen und heim fliegen ging auch nicht, da wäre massiv Einfuhrzoll fällig geworden. Die Schrottkarre musste also unbedingt wieder in Europa über die Grenze.

Zitat von: Trimmer am 28 Oktober 2014, 16:43:13
Jochen - bis Russland - meist wird er doch schon in einem Nachbarland geklaut - keine Namen  :ROFL:

Ich weiss nicht wieso, aber Google Maps gibt bei der Strecke eine Warnung aus: "Diese Route verläuft durch Polen."(siehe Link oben) Kann ich nicht nachvollziehen, weder der Opel noch später der Mercedes E wurden irgendwo geklaut. Nur vorher mal ein Passat in Tschechien. Dabei habe ich den Benz auf der Krim manchmal Tagelang am Straßenrand stehen lassen, völlig unbeobachtet und ungesichert - war kein Problem.


Achja, die Strecke ist doch keine Entfernung .... Unterwegs wollte ich noch nen kleinen Abstecher machen und Spirit besuchen, wenn ich schon mal in der Nähe bin ... hab ihn aber nicht gefunden .... siehe zweites Bild(zumindest für die, die Kyrillisch lesen können) ;) ....  Das Bild entstand in der Nähe von Ufo ääähm Ufa

Trimmer

Hallo Tostan - nun kan ich nicht sagen ob Du mit dem Opel bis zum Mars gekommen wärst aber mein Trabi hat es damals bis auf die Krim und zurück auch geschafft - war zwar Härte befohlen aber es war wirklich ein Erlebnis.

Gruß - Achim - Trimmer
Auch Erfahrung erhält man nicht umsonst, gerade diese muß man im Leben vielleicht am teuersten bezahlen
( von Karl Hagenbeck)

hillus

Hallo Tostan,

na und Irkutsk wurde nun enttarnt! :MZ: :MZ:

hillus

Tostan

Zitat von: hillus am 28 Oktober 2014, 19:40:12
na und Irkutsk wurde nun enttarnt! :MZ: :MZ:

Von Ulan-Ude selbst habe ich kein solches "Beweisfoto", daher halt Irkutsk. Aber liegt ja eh "gleich um die Ecke". Zumindest für dortige Verhältnisse ...
Sitze ich Abends an einem "wilden" Campingplatz am Baikal mit einigen Russen beim Wodka, die kamen von Bratsk rüber, zum Wochenendurlaub und fragten mich nun "Von wo in Deutschland kommst du?" - "Unweit von Dresden" - "Wie weit entfernt?" - und ich verspreche mich und meine 500 anstelle von 50 Kilometer. Die nicken und akzeptieren das - 500 km, das ist "unweit von" - Typisch Sibirier. 100 Gramm sind kein Wodka, 100 Jahre kein Alter und 100km keine Entfernung.

Aber das ist nun ja extrem offtopic - könnte ein Mod das evtl. abtrennen und passend verschieben? - Trotzdem interessiert es mich nun was für einen edlen "Brennstoff" für 45 Rubel pro Kilo die da nun verschoben haben? Denn für Diesel ist das ja arg zu teuer, auch für Jetfuell oder ähnliches.

hillus

Hallo Tostan,

Du hast es gerade auf den Punkt gebracht, die Sibirier übertreiben und dort hinten ist ja auch noch Sibirien. :MZ:

hillus

Tostan

:) Waren ja nur 2000 Tonnen ... und wegen solchem Kinderkram machen die nun ein Riesenfass auf ("Raub fremden Eigentums von organisierten Gruppen in besonders grossem Umfang") ... Da sind doch noch genug Fantastillionen Tonnen Brennstoff im Sibirischen Boden ... 2000t sind ja nun wirklich irrelevant.... ;)

Aber irgendwie habe ich das Gefühl je weiter man sich von Moskau entfernt desto mehr sind Gesetze bestenfalls nur Richtlinien.... Auch beim Bau eines etwas anderen Hafens im Osten versickern ja Milliarden, siehe http://www.spiegel.de/wissenschaft/weltall/putin-bau-weltraumbahnhof-wostotschnij-verzoegert-sich-a-991332.html - Da ist Russland schon sehr modern - in Deutschland klappt so ein Bau nicht mal in Sichtweite der Regierung(siehe BER) ;)

Achja, auch im Positiven sind "da hinten" Gesetze nur Richtlinien - Ich wurde bei Ulan Ude von der Miliz angehalten. 50km/h zu schnell(Verkehrsschild übersehen), Moderne Radarfotopistole mit echtem Beweis, Freundliche Polizisten. Nach längerem klärenden Gespräch woher das komische Nummernschild und die unlesbaren Papiere stammen durfte ich nach einer freundlichen mündlichen Verwarnung weiterfahren. Kein Versuch, Bußgeld schwarz zu kassieren, kein offizieller Strafzettel, nur ein freundliches "счастливой дороги"(Gute Reise) - Unfassbar! Dafür gabs in Tatarstan gebildete Milizionäre, die sogar deutsch konnten- zwei Wörter: "Gundert Evro" - für nichts(also ich bin korrekt gefahren, die haben nur nach Augenschein behauptet, das wäre zu schnell gewesen) Naja ... nichts verstehen, "Dolmetscher" anrufen wollen, Handy auf Lauthören... als die die Bandansage in russisch "Willkommen bei der Deutschen Botschaft in Moskau" hörten, hatte ich blitzartig die Papiere wieder und wurde fast vom Platz vertrieben.

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