MS Östereich (Bodensee)

Begonnen von Torpedotaucher, 13 Januar 2014, 23:01:51

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Torpedotaucher

Hallo,

ein interessanter "Dampfer", der doch Fragen aufwirft. Der bisherige Lebenslauf findet sich auf verschiedenen Seiten im Internet, daher setz ich hier mal kein Link.

Worauf ich abziele ist folgendes:
+ 1941 oder 1944 für die Kriegsmarine beschlagnahmt - welches Datum stimmt?
+ ausgerüstet mit Torpedorohr-Satz und Flak - Umbau wann, wo, durch wen? [Raumbedarf / Gewichte
   TR-Satz und Torpedos]
+ der "Torpedo-Versuchsanlage" des Luftschiffbau-Zeppelin-Werk zugeordnet - diese doch eher als
   Industrie-Versuchsstelle ansprechende arbeitet vorrangig für die Luftwaffe; daher Zuordnung bei Schiffe
   der Luftwaffe?

Vielleicht kann das hier versammelte Wissen ja Aufklärung bringen und vielleicht findet sich ja auch noch Bildmaterial?

Beste Grüße TT

Peter K.

... lt. Gröner, Band 8, Seite 98 war das Schiff ab 1944 Torpedoschul- und Versuchsschiff der TVA Immenstad.

Zu deinen übrigen Fragen kann ich leider nichts beisteuern!

Mir ist jetzt auch nichts zum aktuellen Schicksal des Schiffes bekannt, aber es gibt wohl immer noch Bemühungen, es zu erhalten! Tatsache ist jedenfalls, dass es hier bei mir gleich um die Ecke gebaut worden ist, nämlich in der ehemaligen Schiffswerft Korneuburg. 1928 wurden die einzelnen Teile dann im damals noch vorhandenen Trockendock in Bregenz zusammengebaut und als erstes österreichisches Schiff mit Dieselantrieb auf dem Bodensee in Dienst gestellt.
Ich glaube auch mich zu erinnern, dass ich in irgend einer Publikation einen recht ausführlichen Artikel mit mehreren guten Plänen zu diesem Schiff gesehen habe, aber im Moment fällt es mir leider nicht ein, wo genau ...
Grüße aus Österreich
Peter K.

www.forum-marinearchiv.de

TD

Hallo TT,

wir haben uns in den 80 er Jahren auch mit der Bodenseeschiffahrt beschäftigt.

Allerdings ist der Text nicht anders als den später im DDK ( Gröner) gebrachte !
Österreich (9.7.28) 29.7.28 österr. M/P Österreich; 1938 dt., Reichsbahn; 1944 Torpedoschul- und Versuchsschiff, TVA Immenstäd/ 4.45 in die Schweiz geflüchtet; 17.5.45 an Frankreich  Autrichienne ?, für franz. Marine weiterverwendeti; 1948 re an ÖBB, aufgelegt; 1951/53 Wiederaufbau; 1987 noch in Fahrt.

Es gibt von den Freunden der Bodenschiffahrt wunderbare kleine Bücher über die Schiffe auf dem Bodensee, vermutlich ist auch die ÖSTERREICH dort mit vielen Fotos zu sehen ??

Gruß

Theo

...ärgere dich nicht über deine Fehler und Schwächen, ohne sie wärst du zwar vollkommen, aber kein Mensch mehr !

Peter K.

... auch bei den Binnenschiffern könnte man vielleicht etwas erfahren ...  :wink:
Grüße aus Österreich
Peter K.

www.forum-marinearchiv.de

bettika61

Grüße
Beate

,,Wer sich nicht an die Vergangenheit erinnern kann, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen." George Santayana

bettika61

Hallo,
Die MS Österreich war nicht das einzige Schiff, das für die  TVA Immenstaad im Einsatz war.
DDK Bd.8 nennt die " Konstanz" ex "Königin Charlotte
Zitat....1942 Baustop; Flak- und Versuchshulk TVA Immensta(a)d,......
1945 Versuchsschiff für V-Waffen (?)....
Zur TVA
ZitatDie Recherche ergab, dass der Reichsminister und Oberbefehlshaber der Luftwaffe mit einem Schreiben vom 9. Januar 1943 die Luftschiffbau Zeppelin GmbH mit der Projektierung einer Anlage für die Fertigung und das Einschießen von Flugzeugtorpedos beauftragte. Der Schießstand mit den dazugehörenden Werkstätten sollte für eine Einschießkapazität von 1000 Flugzeugtorpedos pro Monat ausgelegt sein. Als idealer Standort wurde das Gelände vor Immenstaad mit der Schussbahn in Richtung Schloss Friedrichshafen ausgewählt. Bereits am 10. Dezember 1943 wurde der Betrieb provisorisch aufgenommen. ,,Da der Schießstand auf dem Damm noch nicht realisiert war, wurden die Torpedos von einem Schiff abgeschossen", berichtet Cleiss über ihre Recherchen. https://www.friedrichshafen.de/bildung-erziehung/stadtarchiv-mit-bodenseebibliothek/news-detail/datum/2010/04/01/ingeborg-cleiss-ist-patin-fuer-das-torpedo-fragment-im-stadtarchiv/

Der Hinweis auf "V-Waffen ?" dürfte auf der Fernrakete A4 (V2)  basieren
Zitat1941 wurde die LZ GmbH als Nachbauwerk für die Fernrakete A 4 (V 2) vorgesehen, die unter Leitung von Wernher von Braun entwickelt wurde. Im LZ arbeiteten ab Frühjahr 1942 Zwangsarbeiter und ab Juni 1943 KZ-Häftlinge als Außenstelle des Konzentrationslagers Dachau. http://www.schule-bw.de/unterricht/faecher/geschichte/unterricht/unterrichtsekII/themen/friedrichshafen/zeppelins-flieger/abteilung_flugzeugbau_lz

Welche Aufgabe da ein Versuchsschiff gehabt haben könnte :?
Grüße
Beate

,,Wer sich nicht an die Vergangenheit erinnern kann, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen." George Santayana

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