Dr. Benjamin Miertzschke "Deutsche Marinepolitik im Ersten Weltkrieg"

Begonnen von mhorgran, 30 Juni 2025, 20:58:26

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B.M.

Liebes Forum,

auf dem Publikationsserver der Universität Potsdam kann jetzt mein Aufsatz aus der MGZ zur Entwicklung der deutschen Seestrategie im Ersten Weltkrieg kostenlos gelesen werden.

https://publishup.uni-potsdam.de/opus4-ubp/frontdoor/deliver/index/docId/66853/file/zpr221.pdf

Ich wünsche viel Freude bei der Lektüre.
B.M.

maxim

Leider funktioniert bei mir gerade das Runterladen nicht. Ich versuche es später noch mal.

wirbelwind

Moin,

bei mir hat es funktioniert. Interessante Niederschrift.

MfG Wirbelwind

Urs Heßling

moin,

Zitat von: B.M. am 31 Januar 2026, 09:27:42Ich wünsche viel Freude bei der Lektüre.
Die habe ich empfunden :O/Y Sehr interessant :MG:  top   und ein besonderes Lob für den Quellenangaben :TU:)

Aber ich habe nach der Lektüre auch Anmerkungen und Fragen :wink:

S. 322
Lange Zeit wurde das rigide, bis zur Niederlage im Ersten Weltkrieg andauernde Festhalten an dieser Strategie als Indiz dafür gewertet, dass das strategische Denken innerhalb der Kaiserlichen Marine während der Ära Tirpitz zunehmend in Inflexibilität erstarrt war.
Wurde diese Strategie nicht nach der Skagerrakschlacht auch vom Flottenchef Admiral Scheer praktisch für beendet erklärt (die ,,Ära Tirpitz" war zu diesem Zeitpunkt auch zumindest offiziell beendet) ?

S. 323
Als der Erste Weltkrieg ausbrach, erwies sich die von Tirpitz gewählte Strategie jedoch als Fehlschlag. Die Briten errichteten stattdessen eine Fernblockade an den Nordseeeingängen, die außerhalb der Reichweite der deutschen Flotte lagen.
War diese britischerseits beabsichtigte Strategie der Fernblockade nicht schon vor Ausbruch des Kriegs bekannt ?

S. 324
... Seeschlacht am Skagerrak trotz einiger beachtlicher taktischer Erfolge
Die Versenkungen britischer ,,battle cruisers" waren (per Definition) keine taktischen Erfolge. Der einzige (mögliche) ,,taktische" Erfolg war nach meiner Auffassung das Entkommen der Hochseeflotte in der Nacht

S. 326
... dass insbesondere das Flottenkommando weiterhin der Tirpitz'schen Schlachtflottendoktrin verschrieben blieb
Es gab keine Dienststelle ,,Flottenkommando" in der Kaiserlichen Marine, nur in der Bundesmarine im Zeitraum 1956-2012. Was ist hier gemeint ?

S. 327
Die Armierung der eigenen Schiffe hatte sich als zu schwach erwiesen,
Nach Definition ,,Armierung" wäre hier die Bewaffnung und nicht der Panzerschutz gemeint.
Welche Beispiele / Belege wurden von v. Pohl für diese Feststellung angeführt ?

S. 341
... bisherigen Schiffbauphilosophie unter Tirpitz, schon aus Kostengründen stets geringfügig schwächer armierte Schiffe als die Briten auf Stapel zu legen.
Da fehlt ein Beleg (Quellenangabe). Ist das ein eigener Schluß ?

Gruß, Urs




"History will tell lies, Sir, as usual" - General "Gentleman Johnny" Burgoyne zu seiner Niederlage bei Saratoga 1777 im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg - nicht in Wirklichkeit, aber in George Bernard Shaw`s Bühnenstück "The Devil`s Disciple"

TW

Zitat von: Urs Heßling am 31 Januar 2026, 14:29:12Es gab keine Dienststelle ,,Flottenkommando" in der Kaiserlichen Marine, nur in der Bundesmarine im Zeitraum 1956-2012. Was ist hier gemeint ?
Doch, die Funktion gab auch schon bei der Kaiserlichen Marine. Der Stab des Flottenchefs trug die Bezeichnung Flottenkommando. (Quelle: Hubatsch, Der Admiralstab und die obersten Marinebehörden).
Laut Witthöft, Lexikon zur Marinegeschichte, wurde ein Flottenkommando sogar schon durch Kabinettsordre von 25.8.1891 erstmals errichtet, als die Manöverflotte als ständiges selbständiges Kommando bestehen bleiben sollte.
Schönen Gruß aus Stuttgart
Thomas

Urs Heßling

"History will tell lies, Sir, as usual" - General "Gentleman Johnny" Burgoyne zu seiner Niederlage bei Saratoga 1777 im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg - nicht in Wirklichkeit, aber in George Bernard Shaw`s Bühnenstück "The Devil`s Disciple"

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