September 1939 Cuxhaven oder Brunsbüttel FUG80?

Begonnen von leclerc1944, 27 Februar 2026, 21:23:30

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leclerc1944

Hallo zusammen!
Kürzlich habe ich etwas über die Bomber der RAF und ihre Einsätze im Jahr 1939 gelesen.
Bei Brunsbüttel, am 4. September, galten ihre ersten Angriffe der Scharnhorst und der Gneisenau in Helgoland.
Ich habe aber auch gelesen, dass die Deutschen über ein FUG80 verfügten, das Flugzeuge bereits in einer Entfernung von 65 bis 80 km vom Meer aus erkennen konnte. Standen die Radarstationen also ebenfalls unter dem Kommando der Luftwaffe oder gab es wie in Frankreich es Bunker der Marine, der Luftwaffe und der Heer gab, sodass das Kommando in der Nähe der Marinestützpunkte direkt an die KriegsMarine weitergeleitet wurde.

Übersetzt mit DeepL.com (kostenlose Version)

Und ebenso, in dem fall dass ein so Radar stand, wurde er erst später installiert, oder war er schon in September 1939 in funktion?
danke!

Leopard2A6EX

Hallo,

soweit ich weiß erfolgte die Abwehr des Raids vom 4. September noch nicht mit Funkmess (Radar) Unterstützung.

Die Installation von DeTe1 (Seetakt / Marine) und DeTe2 (Freya FuMG80 / Luftwaffe) Geräten an der West / Nordwestgrenze erfolgte bis ins Jahr 1940 hinein. Darunter auf der Nordseeinseln Helgoland, Borkum, Sylt und Wangerooge.

Die Anlage auf Wangerooge - offenbar ein Flum (Flugmelde / DeTe2 / Freya) Gerät das über Umwege aus dem Prager Raum beschafft wurde, war am 18. Dezember 39 in der Aufklärung eines britischen Raids mit Wellington Bombern beteiligt. Die Auffassung erfolgte wohl auf ca 113km. Mit einiger Verzögerung wurden dann mittels dieser funkmess-gestützten Ortung als auch durch einfache Sichtung, deutsche Jäger an den Verband heran geführt, was wohl zu insgesamt 15 : 2 Totalverlusten führte - sowie der vorübergehenden Aussetzung britischer Tagangriffe.

Quelle: v. Kroge - GEMA / Google 😊

leclerc1944

Danke!

Also ich habe weiter noch diese information, danke an sie Leopard2A6Ex, für die Deutsche Firma Namen GEMA.

ZitatBis Ende 1939 lieferte die Gema 8 "Freya"-Geräte und 6 Seezielanlagen der 80-cm-Welle. Admiral Erhard Maertens, der während der ersten drei Monate des Krieges Kommandeur des Nachrichtenmittel-Versuchskommandos war 1, sah seine Hauptaufgabe darin, alle fertigen Mustergeräte und verfügbaren Versuchsanlagen so schnell wie möglich zum Fronteinsatz zu bringen. Als wichtigste Einsatzpunkte für die Luftwarnung wurden in der Deut-
schen Bucht auf den Inseln Helgoland, Borkum und Sylt je zwei "Freya"-Geräte zur Frühwarnung und je ein Ortungsgerät der 8O-Zentimeter-Welle gegen Tiefflieger aufgestellt. Die Bedienung der Geräte und die Ausbildung der dorthin kommandierten Soldaten übernahm unter zeitweiliger Vernachlässigung der Entwicklungsaufgaben das Personal des Nachrichtenmittel-Versuchskommandos. Wie erwähnt, hatte bereits im Frieden das Panzer-schiff "Admiral Graf Spee" in behelfsmäßigem Einbau die erste 80-Zentimeter-Seezielanlage einer Musterfertigung erhalten. In Erkenntnis des taktischen Wertes der Geräte setzte Maertens den gleichartigen, behelfsmäßigen Einbau nun auch auf den wichtigsten Kampfschiffen durch. In rascher Folge
erhielten ab November 1939 derartige Behelfsstände auf dem Vormars die Schlachtschiffe "Gneisenau" und "Scharnhorst", die Schweren Kreuzer "Admiral Hipper" und "Blücher" sowie die Panzerschiffe "Admiral
Scheer" und "Deutschland" (später "Lützow")

2 • Nach Kriegsbeginn vergab die Amtsgruppe Technisches Nachrichtenwesen, nunmehr als alleinige eschaffungsstelle für Funkmeßgeräte im Oberkommando der Kriegsmarine anerkannt, Anschlußaufträge auf Lieferung von 100 Seezielgeräten an die Firma Gema und von 100 "Freya"-Geräten im Nachbau an die Firma AEG.

Also erfahren wir hier https://link.springer.com/chapter/10.1007/978-3-663-20332-2_5
dass in dem jahr 1939, für Sylt und die weitere Stützpunkte, unter dem Kommandos von Admiral Maertens war, noch nicht die Luftwaffe. Nachrichtenmittel-Versuchskommandos, und waren unter diese Bezeichnung kommandos Eingegliedert.

und Ebenso, benötigten sie 2 Radar, 1x Luft Bomber und 1x für die See Gegner schiffe.

Firma AEG hier startet das jahr 1941, und ich wolte nur info kennen für das jahr 1939, nach Kriegsbeginn.

olpe

Hallo,
... hier einige vertiefende links und Gedanken:

  • klick "Vickers Wellington"-Bomber, Brunsbüttel
    • klick Deutsches Atlantikwallarchiv, ID: 1335
    • klick Chroniknet

    Neben Brunsbüttel wurde durch die RAF am 04.09.1939 auch Wilhelmshaven angegriffen. Hier kam die 107., 110. und 139. Squadron zum Einsatz, welche allerdings mit ,,Bristol Blenheims" anflogen.
     
    Leider geben meine bisherigen Quellenrecherchen keinen Hinweis darauf, dass am 04.09.1939 bereits eine oder mehrere deutsche FuM-Anlagen an der Nordseeküste betriebs- und einsatzbereit waren. Bis Jahresende änderte sich das zwar, aber der Einflug der ,,Blenheims" und ,,Wellingtons" Anfang September '39 ist möglicherweise funkmesstechnisch unbeobachtet geblieben ...

    Grüsse
    OLPE

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