U-Boot-Kommandanten: Schroeter, Gottfried Ludwig Horst von

Begonnen von t-geronimo, 18 Oktober 2026, 16:25:20

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t-geronimo

Hallo zusammen!

Eine externe Anfrage:

ZitatSehr geehrte Damen und Herren,

ich wende mich im Rahmen meiner universitären Forschungsarbeit an Sie. Mein Name ist Julien Ory, und ich studiere im Masterstudiengang ,,Pratiques de la recherche historique" (PRH) an der Universität Angers unter der Betreuung von Professor Yves Denéchère. Derzeit arbeite ich an einer Forschungsarbeit mit dem Titel ,,Les camps de Mulsanne (1939–1947)", die sich mit der Geschichte dieses im französischen Département Sarthe gelegenen Lagerstandorts befasst.

Zwischen 1939 und 1947 wurde das Gelände von Mulsanne nacheinander für unterschiedliche Zwecke genutzt: zunächst als Lager der britischen Armee während des sogenannten ,,Sitzkrieges" (drôle de guerre), nach der französischen Niederlage von 1940 als Lager für französische Kriegsgefangene, 1942 als Internierungslager für Angehörige nomadischer Bevölkerungsgruppen sowie für jüdische Menschen und schließlich zwischen 1944 und 1947 als Kriegsgefangenenlager für deutsche Soldaten.

Diese letzte Phase ist der Hauptanlass für meine Anfrage.

Bei meinen Recherchen bin ich auf der Website des Historischen Marinearchivs auf einen biografischen Eintrag über Horst von Schroeter (1919–2006) gestoßen, einen ehemaligen deutschen U-Boot-Kommandanten, der später Vizeadmiral der Bundesmarine wurde.

Hier finden Sie den Link zu diesem Eintrag:

https://www.historisches-marinearchiv.de/projekte/u_boot_kommandanten/ausgabe.php?lang=2&where_value=1190

Diesem Eintrag zufolge geriet Horst von Schroeter im Mai 1945 in Kriegsgefangenschaft und wurde in Frankreich unter anderem im Kriegsgefangenenlager Saint-Martin-de-Ré (Dépôt 901) sowie im Lager Mulsanne (Dépôt 403) festgehalten, bevor er im Juni 1947 aus der Gefangenschaft entlassen wurde.

Diese Informationen sind für meine Forschungsarbeit von besonderem Interesse, insbesondere um die Kriegsgefangenschaft deutscher Offiziere im Lager Mulsanne besser zu verstehen.

Daher möchte ich höflich anfragen, ob Ihnen Informationen über die Quellen vorliegen, die für die Erstellung dieses biografischen Eintrags herangezogen wurden, insbesondere über diejenigen, die seine Gefangenschaft im Dépôt 403 in Mulsanne betreffen.

Darüber hinaus wäre ich an möglichen Briefen, Erinnerungsberichten, persönlichen Aufzeichnungen oder anderen Dokumenten interessiert, die sich auf seine Kriegsgefangenschaft in Frankreich zwischen 1945 und 1947 beziehen.

Bislang ist es mir anhand der von mir konsultierten Kataloge und Findmittel nicht gelungen, einen persönlichen Nachlass von Horst von Schroeter ausfindig zu machen. Daher wäre ich Ihnen sehr dankbar, wenn Sie mir mitteilen könnten, ob Ihnen eine Einrichtung bekannt ist, die solche Dokumente aufbewahren könnte.

Falls entsprechende Dokumente vorhanden sind, würde ich außerdem gerne wissen, ob es möglich wäre, diese im Rahmen meiner universitären Forschungsarbeit einzusehen oder digitale Reproduktionen davon zu erhalten.

Solche Dokumente würden wertvolle Quellen für meine universitäre Forschungsarbeit darstellen. Ihre wissenschaftliche Auswertung könnte zugleich dazu beitragen, Ihre Arbeit bekannter zu machen und die dokumentarischen Recherchen der Mitwirkenden des Historischen Marinearchivs zu würdigen.

Ich danke Ihnen herzlich für die Aufmerksamkeit, die Sie meiner Anfrage entgegenbringen, sowie für Ihre Unterstützung.

Mit freundlichen Grüßen

Julien Ory

Kann jemand helfen? :-)
Gruß, Thorsten

"There is every possibility that things are going to change completely."
(Captain Tennant, HMS Repulse, 09.12.1941)

Forum MarineArchiv / Historisches MarineArchiv

Flip_M

Das ist natürlich ein sehr spezielles Themengebiet.
Wenn noch nicht erfolgt, ist eine Kontaktaufnahme zu etwaigen Nachkommen von Schroeters unabdingbar, um dort evtl. Gesuchtes oder sonstige Hinweise zu erhaschen. Selbst  Über Unterlagen aus dem U-Bootarchiv, besser noch Crewbriefe aus dem WGAZ sind entsprechende Querverweise zu Verwandten mit ein wenig Akribie nicht schwer zu finden. Wer sucht, der findet. Ob Die MOV heute noch Informationen zu ihren Ehemaligen herausgibt, wage ich zu bezweifeln. Vor paar Jahren war das noch zu erlangen. Darüberhinaus sollte die Personalakte Schroeters aus dem Bundesarchiv eingesehen werden, um sich der Person überdas behandelte Kernthema hinaus zu nähern. Viel Erfolg.

M-54842

Ich habe mal aus drei Büchern der Crew 37 b die Daten über ihn zusammen getragen.

Andreas A

Hallo !

Nach meinen Wissen gab es noch mehrere U-Boot-Kommandanten die dort gelandet sind:

Herbert A. Werner: 08.05.1945 - 30.10.1945 - Britische Kriegsgefangenschaft im Lager Tromøy Norwegen, französische Kriegsgefangenschaft in Deutschland Lager Dietersheim und Lager 403 Mulsanne und Fort de Cormeilles in Frankreich.

Karl-Heinz Marbach: 09.05.1945 - 21.02.1948 - Britische Kriegsgefangenschaft im Lager Kragerø / Norwegen und französische im Lager 901 St. Martin de Ré in St. Martin de Ré und Lager 403 Mulsanne.

Alfred Eick: 12.05.1945 - 26.07.1947: Französische Kriegsgefangenschaft in St. Nazaire, im Lager 901 St. Martin de Ré und Lager 403 Mulsanne.

 :MG: Andreas

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