Wer versenkt am 22.11.43 ein Dock in der Ägäis?

Begonnen von Zerstörerfahrer, 30 August 2007, 14:18:57

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Zerstörerfahrer

Am 22.11.43 wurden ein als " Hebewerk " bezeichnetes Dock, geschleppt durch 3 Schlepper (" Agios Nikolaos ", HP 51 und ein nicht weiter genannter), gesichert durch GM 64, GM 65, GM 69, GM 74, MAL 12 und R 139 (später GM 76), gegen 15.40 Uhr in der Gegend Skiathos, Skopelos von einem U-Boot durch 2 Torpedos versenkt.
Weiß jemand Nähers über das Dock und vor allem, wer war der Angreifer ?

kgvm

Aus Chronik des Seekrieges:
"Torbay (Lt. Clutterbuck) versenkt am 22.11. nördlich von Skiathos ein Schiffshebewerk für S-Boote"
Aber was das nun genau für ein Schiffshebewerk war??

Zerstörerfahrer

Danke kgvm,

da hätte ich auch selber nachsehen können. Waren wohl wieder zu viele Bäume im Weg.  :-D

Das " Hebewerk " wird nicht anderes gewesen sein, als ein Schwimmdock.

byron

Hallo Rene,

Gratuliere zu deinem neuen Avatar,

Ist dieser charmanter Junge Dein Sohn, stolzer vater?


www.wehrmacht-in-griechenland.de.vu

Zerstörerfahrer

Ja Byron, das ist er.
Nur wenn er Abends ins Bett soll, dann ist er nicht mehr so charmant.

kgvm

Ja, in Rohwer, Allied Submarine Attacks of Worls War II ist auch von "floating dock" die Rede. Zunächst mit fünf Torpedos angegriffen - Fehlschüsse. Dann noch einmal zwei, die trafen. (Wie man ein so großes langsames Ziel verfehlen kann  :?
Nur, warum nutzen dann die deutschen Berichte nicht den geläufigen Ausdruck Schwimmdock, sondern Hebewerk bzw. Schiffshebewerk?? War an dem Ding vielleicht doch irgendetwas anders? Und warum ein Schiffshebewerk gerade für S-Boote - war es für andere kleine Fahrzeuge nicht einsetzbar?? Und das alles, obwohl in Griechenland meines Wissens gar keine deutschen S-Boote im Einsatz waren?

Zerstörerfahrer

Nach meiner Information waren es wohl insgesamt 8 Torpedoschüsse, von denen der erste Fächer daneben ging und von den Sicherungsbooten gar nicht bemerkt worden war, sondern von der Besatzung des " Hebewerkes " erst darauf aufmerksam gemacht wurden. Zur gleichen Zeit wurde ein Sehroh gesichtet, auf das MAL 12 sofort zuhielt, obwohl es gar keine Wabos an Bord hatte. Es fuhr damit genau GM 64 in den Wurfbereich, welches auch das Sehroh sah. Also schweres Versagen deutscherseits, hinzu kommt noch, dass MAL 12 keine Wabos hatte, R 139 völlig unbewaffnet war und GM 74 durch BB.-Maschinenschaden nur 4 kn laufen konnte.
Der 2. Fächer traf dann mit 2 Treffern, einer vorn, einer achten.

Zum Hebewerk selbst kann ich leider nichts sagen.

Peter K.

Rohwer gibt die Größe des Schwimmdocks ja mit 15.000 t an, also ein recht beachtliches Bauwerk. Nach dem Mittelmeer-Handbuch, Teil IV, (Griechenland und Kreta) vom Jahre 1935 befanden sich in ganz Griechenland nur 2 Schwimmdocks, beide mit einer Hebekraft von 3.000 t und beide im Kriegshafen Salamis stationiert. Eines dieser beiden Docks war 110 m lang, 22 m in der Wasserlinie und 12 m auf der Sohle breit und hatte eine Tiefe von 7,6 m über den Stapelklötzen.

Daher glaube ich im Moment nicht an ein griechisches Dock ...
Grüße aus Österreich
Peter K.

www.forum-marinearchiv.de

kgvm

Da die nähere Identität des Docks wohl auch Rohwer nicht bekannt war, dürften die 15.000 t der Schätzung des angreifenden U-Boot-Kapitäns entstammen. Und deren Zuverlässigkeit ....

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