U 214 wurde in der griechischen Marine eingegliedert

Begonnen von byron, 27 Dezember 2007, 15:28:49

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Leutnant Werner

Eins würde mich dann doch noch mal BRENNEND interessieren, Byron:

Wo ist das Problem, dass ein Unterseeboot bei Oberflächenfahrt und schlechtem Wetter stark giert, wenn heutzutage selbst Diesel-Elektro-U-Boote zum Laden ihrer Batterien maximal alle 4-5 Tage mal für 30-40 Minuten auf Schnorcheltiefe (nicht an die Oberfläche) kommen.....und es der Vorzug des genannten Bootes ist, aufgrund des außenluftunabhängigen Antriebes DIE GANZE MISSION GETAUCHT zu fahren...

...was machen denn die griechichen Sailors auf ihren U-Booten?.....Sonnenbaden??? :MLL: :MLL: :MLL:

Gruß
Lt

byron

Hab keine Ahnung Leutnant Werner von U-Booten,

Ich war bei den Pionieren. Ich kann mir nur (naiv) nicht vorstellen, dass sich ein Boot um 60° von der senkrechten Achse neigt bei 3 m. hohe Wellen, die in der Ägäis keine Seltenheit sind.
Da müssten wir ja dauernd neue Teller kaufen, stellt Dir die Schwierigkeiten des Kochs vor, die Männer würden aus den Betten fallen  usw.:roll:

Ausserdem die 8 älteren U-Boote 209, von der HDW konstruiert die wir haben, sind sehr in Ordnung. Warum sollen sich ausserdem die Männer nicht länger sonnen? Sollen die dauernd im Keller bleiben ?
Daran hast Du nicht gedacht, nicht wahr?


www.wehrmacht-in-griechenland.de.vu

Spee

Servus,

mal zwischen allem Spaß, was ist wirklich an der Sache dran?
Politik oder "Pfusch am Bau"?
Servus

Thomas

Suicide Is Not a War-Winning Strategy

kalli

Thomas,

gib mal bei google U-Boot Papanikolis ein.
Ein Bild kann man sich von der Nachrichtenlage nicht machen :/DK:

byron

#19
Das stimmt Kalli, man kann sich kein klares Bild machen.

Wie ich heute aus der Redaktion eines Rüstungsjurnals erfuhr, haben die Techniker von HDW die meisten der Mängel behoben, es muss noch der Vertrag neugeschrieben werden und einige Formalitäten erledigt werden.
Das schlimmste war nicht die Neigung, die einen Laien am meissten imponiert, sondern die Malfunktion des Kampssystems.

GR braucht die U-Boote und HDW das restliche Geld und den guten Namen zu bewahren. Diese Geschichte mit dem Papanikolis hat die Firma nicht wenig beschädigt und die Geschichte mit den Polen ist nicht ernst zu nehmen.
Das U-Boot ist ein Hybrid und ist verständlich dass Kinderkrankheiten entstanden. Die Hersteller wollten die Verbesserungen auf Kosten der Griechen vornehmen, die wiederum sahen das nicht ein und so hat sich die Sache in die Länge gezogen.

HDW erpresste mit Entlassungen bei der Werft Skaramanga was die Griechen wiederum äusserst ärgerte, das Ganze entartete in einen stolprigen Weg.

Ich glaube die Sache wird noch in diesem Jahr ein gutes Ende für beide finden.


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kalli

ZitatIch glaube die Sache wird noch in diesem Jahr ein gutes Ende für beide finden.

Das wollen wir doch hoffen :O/Y
Und ich glaube nicht daran, dass wir über diese Geschichte jemals die absolute Wahrheit erfahren werden :O/S

Langensiepen

#21
Hallo Thomas ,
mal zwischen allem Spaß, was ist wirklich an der Sache dran?
Politik oder "Pfusch am Bau"?


... aber ! Reine Politik. Das was sich an Baumängeln objektiv bisher erhärtet hat sind Ding die sonst `` unter Ausschluss der Öffentlichkeit`` fachgerecht und fiskalisch geregelt werden. So hab ich es bei einem ähnlich gelagerten Fall betr. einer deutschen Marinewerft und einem Nachbarland von Griechenland erleben dürfen.
Wobei nach meiner Erfahrung es meist an UANs liegt, was die Werft zwar verantwortet aber doch wohl kaum ihr zur Last gelegt werden kann.

Was ich jetzt hier mit Freude lese ist  ....

HDW erpresste mit Entlassungen bei der Werft Skaramanga was die Griechen wiederum äusserst ärgerte, das Ganze entartete in einen stolprigen Weg.

Ich habe  ja vor längerer Zeit hier auf den ursächlichen Zusammenhang zw. Skaramanga und Papanikolis hingewiesen, fing mir aber damals damit  einen Satz heißer Ohren ein.
Nun ist man hier schon so weit zumindest den Fall Skaramanga mit dem U Boot in Verbindung zu setzten. Wenn man nun die zeitliche Schiene betrachtet wird klar was zuerst da war. Die Werftschließungsarie oder das Mängel -Uboot.

die Geschichte mit den Polen ist nicht ernst zu nehmen.

..wie das?  Mal so aus der Hüfte geschossen oder belegbar ?

Diese Geschichte mit dem hat die Firma nicht wenig beschädigt


... ich bin aus dem Geschäft, hab aber noch so meine Kontakte rund um die Welt. Das es negative Auswirkungen auf das TK U- Bootsgeschäft hat ist mir eigentlich nicht aufgefallen. Jedenfalls stand heute morgen noch fest das die Franzosen immer noch heißt auf die HDW Technologie sind. Thales kauft doch wohl keinen HDW Schrott.
Nun müssen TK und Thales noch ein wenig basteln, dann kam sich Athen mit Paris auseinander setzten.


Ich glaube die Sache wird noch in diesem Jahr ein gutes Ende für beide finden    .wär zu hoffen.


Gruß nach Mittelbayern   8-)

Torpedo

Ich verfolge die Diskussion hier mit großem Interesse und bin gespannt, wie das ausgeht.

byron - bitte verzeih mir - Dein Deutsch ist ausgezeichnet, aber ich mußte hierbei schmunzeln:

Zitat...sondern die Malfunktion des Kampssystems

Ich habe mir gerade vorgestellt, wie das System zum Campen (=Sonnenbaden) auf dem Plotter schöne Bildchen "malt"...

Wie gesagt, bitte nicht übelnehmen, ich habe den wahren Inhalt natürlich verstanden...
Uli "Torpedo"   [WoW Nic: Torpedo_uas]

"Man muss seine Geschichte kennen, um nicht die gleichen Fehler zu wiederholen"

Restaurierungsbericht des SEELÖWE, 20er Jollenkreuzer Baujahr 1943
http://facebook.com/r167seeloewe

byron

Ho ho Torpedo,

Malfunction,  :?

es ist nicht das erstemal wo mir sowas passiert, wo ich beim Deutschschreiben ein Wort aus dem Englischen überneheme. Ich hatte mal aucch das Wort "malformation" benutzt, oder "here" anstatt von "hier" geschriebenl

Danke Dir für Dein Lob betreffs mein Deutsch, Ich versuche mich dauernd zu bessern.
Bei der Gelegenheit will ich Euch das Photo eines herrlichen Jungen nicht vorenthalten


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schiffbauer

@ Bernd,
Gut gebrüllt, Löwe !
Es ist immer wieder erfrischend,  top
Deine Mails zu lesen !
Gruß
Schiffbauer (der sich bedeckt haltende)


byron

Hallo Manfred,

Hier was die griechische Presse darüber schreibt:

Der Vertrag für die Konstruktion und Lieferung der 4 U-Boote U-214 und die Modernisierung von 3 U-Booten des Typs U-209 wurde im Jahr 2002 unterschrieben.
Von den Gesamtkosten in Höhe von 2.838.000.000 Euros waren bis zum Jahr 2008  2.038.000.000 bezahlt. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte HDW kein U-Boot geliefert.

Vor einigen Tagen wurde Skaramangas zu 75% von Abu Dabi Marintaim aufgekauft.
Man einigte sich auf folgendes:

Es werden keine Entlassungen in Skaramangas stattfinden

Das griechische Verteidigungsministerium wird das erste problematische U-Boot "Papanikolis", das in Deutschland hergestellt wurde, empfangen, um es an einem dritten Land zu verkaufen. Voraussetzung die nochmalige Bestätigung der notwendigen Eigenschaften seitens deutschen und griechischen technischen Diensten.

Die griechische Kriegsmarine wird die restlichen 3 U-Boote die in Skaramangas gebaut werden (sind fast fertig) übernehmen (3 neue 214 und ein renoviertes 209).
Die griechische Kriegsmarine bestellt zusätzlich noch 2 neue U-214, auf die Renovierung der restlichen 2 U-209 wird verzichtet.
   
Der Preis der 2 neuen U-Boote ist 500 Mil.Euros/Stück, die Kosten der Bestellung von 2001  waren 463,25 Mil/Stück.
Das Zahlungsprogramm ist von neunjähriger Dauer, jährlich zw. 50 bis 200 Mil Euros.

Skaramangas wird weiterhin auch andere Kriegsschiffe für GR und andere nationen bauen.
Der Bau von 4 neuen Fregatten wurde an Frankreich vergeben, werden wahrscheinlich in einer griechischen Werft gebaut.

Und ich geplagter Bürger Griechenlands frage mich:

Sind die Mücken die Einzigen die unser Blut saugen?


   
 


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