Mitarbeiter des K-Amtes der KM

Begonnen von Karsten, 12 Mai 2008, 22:02:32

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Karsten

Hallo Forum,

weiß jemand, ob es eine Möglichkeit/eine Quelle gibt, um die Mitarbeiter des Konstruktionsamtes der KM zusammen mit ihren jewieligen Aufgaben herauszufinden? Ich suche also quasi den Geschäftsverteilungsplan des K-Amtes.

Hintergrund meiner Frage ist, dass ich einen Namen habe und nun wissen möchte, ob die betreffende Person im K-Amt gearbeitet hat und welche Aufgaben sie dort hatte.

Danke und Grüße,

Karsten
Viele Grüße,

Karsten

Peter K.

... eine Frage, die mich auch brennend interessiert!

Da diese Institution jedoch mehrfach umgegliedert wurde, wäre es hilfreich zu wissen, für welchen Zeitraum du dich interessierst!
Grüße aus Österreich
Peter K.

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Gruß, Thorsten

"There is every possibility that things are going to change completely."
(Captain Tennant, HMS Repulse, 09.12.1941)

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Karsten

@ Peter:

Mich interessiert quasi die gesamte Zeit bis 1945, da ich die Laufbahn von Siegfried Zetzsche nachverfolgen möchte.

@ Thorsten:

Also dann auf nach Freiburg. Mal sehen, ob und wann ich das schaffe.

Grüße,

Karsten
Viele Grüße,

Karsten

Peter K.

Siegfried ZETZSCHE trat erst mitten im Krieg, nämlich 1942, der renommierten "Schiffbautechnischen Gesellschaft" als Fachmitglied bei.
Im 43. Band (1942) wird sein Name übrigens noch falsch geschrieben!. Der vollständige Eintrag lautete:

Z e t z s c h k e   Siegfried, Amtsrat
Berlin-Friedenau, Cranachstrasse 15/III


Ab dem 46. Band (1952) steht dann:

Z e t z s c h e   Siegfried, Oberingenieur
Hamburg 39, Maacksgasse 3a


Im 65. Band (1971) ist dann offenbar nur noch seine Gattin zu finden:

Z e t z s c h e   Hertha
2 Hamburg 39, Maacksgasse 3a


In der selben Ausgabe ist auch sein Nachruf nachzulesen, den ich hier vollständig widergeben möchte:

SIEGFRIED ZETZSCHE

Am 2. März 1971 verstarb nach schwerer Krankheit Siegfried Zetzsche, langjähriger Prokurist und Oberingenieur der früheren Schiffswerft H.C. Stülcken Sohn. Mit ihm verliert die Fachwelt ebenso einen hervorragenden Schiffbauer, der seine Erfahrungen stets richtig einzusetzen wusste, wie einen Menschen, auf den man zählen konnte und der dank seiner Qualitäten viele Freunde hatte und den zu seinen Freunden zählen zu dürfen, viele als Auszeichnung betrachtet haben.
Siegfried Zetzsche wurde am 14. Februar 1901 in Penig in Sachsen geboren. Bereits früh zeigte er grosses Interesse für die Schiffahrt und entschloss sich, Schiffbauingenieur zu werden. 1917 bis 1919 erhielt er beim Stettiner Vulcan seine praktische Ausbildung. Anschliessend besuchte er die Ingenieurschule in Bremen. Als Schiffbauingenieur arbeitet er zunächst konstruktiv auf Binnenschiffswerften des In- und Auslandes. 1926 begann er bei der Werft in Wilhelmshaven seine Marinelaufbahn, während der er in den verschiedensten Sachgebieten der Konstruktion und Erprobung tätig und schliesslich mit der Ausarbeitung von Entwürfen beschäftigt war.
1937 wurde er in das OKM nach Berlin berufen und mit dem Entwurf grosser Neubauten betraut. Anfang des Krieges war er als Bauaufsicht in Hamburg und zuletzt als Referent im Ministerium tätig, sowie Mitglied der Deutschen Schiffbaukommission. Nach Beendigung des Krieges betätigte er sich bis 1950 als selbständiger Ingenieur.
Am 17. April 1950 trat Siegfried Zetzsche als Leiter der Entwurfsabteilung bei der Schiffswerft H.C. Stülcken Sohn in Hamburg ein. Auf Grund seiner ausserordentlichen Erfahrungen und seines hohen fachlichen Könnens wurde er schon nach kurzer Zeit zum Leiter des Schiffbau-Konstruktionsbüros ernannt und später zum Prokuristen bestellt. Das Aussehen und die Konstruktion vieler Neubauten wurden von ihm entscheidend beeinflusst. Mit besonderem Interesse widmete er sich den Entwürfen für die neue Bundesmarine. Seinen Erfahrungen und seiner Schaffenskraft ist es weitgehend zu verdanken, dass die Bundesmarine den Anschluss an die anderen NATO-Marinen wiedergefunden hat. Für diese Leistungen wurde er 1962 mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.
Auf Grund seines Rufes als hervorragender Schiffbauer war Siegfried Zetzsche ausserdem in der Normung tätig, hielt Vorträge in der Akademie für Wehrverhalten und Wehrtechnik in Mannheim. Sein besonderes Interesse galt der Ausbildung des technischen Nachwuches.
Siegfried Zetzsche war seit 1942 Mitglied und von 1961 bis 1969 Vorstandsmitglied der Schiffbautechnischen Gesellschaft. Die Mitglieder unserer Gesellschaft und alle, die ihn kannten, werden ihn sehr vermissen. Die Gesellschaft wird sein Andenken hoch in Ehren halten.


Ein Foto von Siegfried ZETZSCHE kann ich bei Bedarf auf privatem Weg anbieten.
Grüße aus Österreich
Peter K.

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