Kroatien: Segeltörn QUASAR 2009

Begonnen von Peter K., 09 August 2009, 18:14:41

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Peter K.

Nachdem bereits letztes Jahr beim Törn CHIARA-2009 mit HAROLD und LT. WERNER einige Forumsmitglieder live dabei waren, hat sich dies heuer wiederholt. Denn neben unserem charmanten Skipper WALTER und der "Stammannschaft" mit SILVIA, FRITZ und mir, war wieder LT. WERNER und erstmals auch unser Admiral KALLI mit seiner Heidi an Bord!


v.l.n.r. Kalli, Lt. Werner, Fritz, Heidi, Silvia, Peter K., Walter

Unsere Segelroute führte uns zunächst von Vrulje, vorbei an Sibenik, in die Bucht Sicenica. Am nächsten Tag ging´s über die Bucht Razetinovac ins bezaubernde Trogir. Während der folgenden nächtlichen Sturmfahrt fuhren wir zuerst die Nordküste von Solta entlang, bis wir zwischen Solta und Brac einen südlichen Kurs auf Vis nehmen konnten. Um 06.00 Uhr morgens kamen wir dann in der Bucht Rogacic auf Vis an. Nach Besichtigung der gleichnamigen Stadt nächtigten wir vor Anker in Rukavac, ebenfalls auf Vis. Weiter ging´s dann über Bisevo, wo wir die "Blaue Grotte" besichtigten, nach Maslinica auf Solta. Über das bekannte Primosten und  nach einem angenehmen Badestopp auf der Insel Krbela kehrten wir schließlich nach 146,8 sm wieder an unseren Ausgangspunkt Vrulje zurück.


Unterwegs waren wir mit dem Segelkatamaran QUASAR, einer Prout 50 mit 15 m Länge, 6 m Breite, 90 cm Tiefgang und etwa 14 t Verdrängung.


Nach dem Passieren von Sibenik

wurden im Sv. Ante- Kanal - das ist die Hafenausfahrt von Sibenik - an der Backbordseite ehemalige Bunkeranlagen der jugoslawischen Marine sichtbar.



Am Ende des Kanals liegt die imposante Festung Sv. Nikola


,
von der im Net auch eine schöne Luftaufnahme existiert.

Das nächste Objekt von maritimen Interesse fanden wir in Gestalt des Schwimmdocks der Werft Trogir.

Dort lag auch ein Landungsschiff, dessen Identifikation uns vor Ort leider nicht gelingen wollte.


Nach Durchsicht meiner Unterlagen zu Hause stellte sich aber heraus, dass es sich um das libysche Landungsschiff IBN OUF gehandelt hat. Es wurde vor über 30 Jahren auf einer französischen Werft gebaut und befand sich bei seiner Ankunft in Trogir angeblich in einem sehr schlechten Zustand. So mussten auf der Überfahrt sämtliche Lenzpumpen mit voller Kapazität arbeiten, um das Schiff überhaupt schwimmfähig zu halten. Während der Generalüberholung in Trogir wurde unter anderem eine neue Maschinenanlage eingebaut und das Schiff machte wieder einen ordentlichen Eindruck. Auffällig erschien mir die üppige Ausstattung mit Schlauchbooten auf dem Deck, was möglicherweise darauf hindeuten könnte, dass die IBN OPU außer ihrer üblichen Ladung von 570 ts oder elf Panzern oder 240 Soldaten besonders für den Einsatz von Kommandotruppen hergerichtet wurde.

Auf Vis besichtigten wir zunächst den 110 m langen Marinebunker in der Bucht Rogacic an der Nordküste der Insel.




Anschließend besuchten wir auf dem Friedhof von Vis

den "Löwen von Lissa":



Der originale "Löwe von Lissa" steht ja bekanntlich seit 1919 in der italienischen Marineakademie in Livoro. Auch dazu gibt es im Net einen Bericht.

Beim anschließenden Auslaufen passierte uns zunächst eine englische Ketch

und bis zum Passieren des Leuchtfeuers Hr. Krava

hatten wir mit ungewöhnlichem Seegang zu kämpfen.

Dabei "genossen" wir auch eine unfreiwille Dusche:


Nach dem Besuch der "Blauen Grotte" auf Bisevo


ging´s bei gutem Wind und zusätzlichem Stagsgel wieder zurück Richtung Solta:


Während der Fahrt nach Primosten

konnten wir auf der Insel Smokvica noch ehemalige Geschützstellungen ausmachen:



Leider ging auch dieser Törn wieder viel zu schnell zu Ende ...
Grüße aus Österreich
Peter K.

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TD

Hallo Peter,

Super Bericht, klasse Fotos !

Danke dafür.

Gruß

Theo
...ärgere dich nicht über deine Fehler und Schwächen, ohne sie wärst du zwar vollkommen, aber kein Mensch mehr !

Peter K.

Es ist mir ein trauriges Bedürfnis bekanntgeben zu müssen, dass unser erfahrener Skipper WALTER vor wenigen Tagen völlig überraschend und erst im 51. Lebensjahr stehend zum letzten Mal ausgelaufen ist. Er erlag während eines Ausbildungstörn in Triest einem Herzinfarkt!

Ruhe in Frieden!

:MG:
Grüße aus Österreich
Peter K.

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t-geronimo

Gruß, Thorsten

"There is every possibility that things are going to change completely."
(Captain Tennant, HMS Repulse, 09.12.1941)

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Leutnant Werner

Hat mich auch sehr getroffen. Der Walter war ein Super-Typ!

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