Die Schnellsten der Ostsee

Begonnen von crolick, 10 August 2009, 22:57:05

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2M3

Zitat von: Eddy am 14 November 2016, 18:27:54
... und noch ein paar dazu
Bild 1: ILTIS-Gruppe beim Angriff
Bild 2: ILTIS in Sofortbereitschaft während einer Übung, Anleger Südbug unmittelbar im Libben
Bild 3: ILTIS-Boote getarnt an der Wittower Fähre, Ausweichhafen
Bild 4: ILTIS mit Speed in See
Bild 5: drei Korvettenkapitäne mit der TZE, in Bluse, das bin ich
Bild 6: LTS-Formationen
Bild 7: Torpedoangriff in seinen Grundlagen

:roll: Eddy
Tolle Bilder Eddy,

zu Bild 6+7: Wurden die LTS generell von einem TS-Boot Projekt 183 bzw. 206 geführt?

Gruss Frank
Flottenschule Parow 78-79, Ausbildung Ari-leicht, 25mm 2M3/M110 und 30mm AK-230, 79-82 Ari-Maat 1. MSR Abteilung/1. Flottille Peenemünde auf Proj. 89.2 MSR-lang/Kondor-II

Eddy

Richtig Frank,
die LTS und später auch die KTS-Boote bekamen, wenn sie als Abteilung oder in der Brigade in See fuhren immer ein Führerboot zukommandiert. In den meisten Fällen waren das TS-Boote 183 und später 206. Bei KTS gab es auch einige Beispiele, dass die Boote von Hubi aus geführt wurden.
Eddy
Eddy von der großen Insel

"Tradition pflegen heißt nicht Asche aufbewahren sondern eine Flamme am Leben erhalten!"

Torpedo

Leider sind die auf Seite 1 aufgeführten Videos nicht mehr bei youtube verfügbar.
Uli "Torpedo"   [WoW Nic: Torpedo_uas]

"Man muss seine Geschichte kennen, um nicht die gleichen Fehler zu wiederholen"

Restaurierungsbericht des SEELÖWE, 20er Jollenkreuzer Baujahr 1943
http://facebook.com/r167seeloewe

lafet944

Bis ca. 1990 konnte man ein LTS 63.300 im tiefsten Binnenland, an der Koberbachtalsperre in Langenhessen bei Werdau/Sa. antreffen. Im Gegensatz zur  im "Teich" schwimmenden und 1989 vor Ort verschrotteten Räumpinasse SCHWALBE mit dem Phantasienamen WERDAU war das LTS auf Pallen an Land aufgestellt.

Weiß zufällig jemand, wo das LTS abgeblieben ist?

Viele Grüße

Eddy

Hallo lafet944,
leider sind von den Aufliegern der LTS-Boote nicht mehr viele übrig. Welcher Bootstyp an der Koberbachtalsperre gelegen hat weiß ich leider nicht. Auf dem Bug lagen zwei von Projekt 63.300, eins am Dienststellentor und eins an der Grundwerkstatt / Pier IV. Ein weiteres beim WTZ Wolgast und eins auf dem Übungsplatz des Chemischen Dienstes in Storkow, beides ebenfalls vom Typ 63.300. Im Kinderferienlager der NVA in Kühlungsborn lag ebenfalls ein 63.300. Ein Projekt 63.300 liegt heute noch im Marinemuseum Dänholm und ein Typ 68.200 im Militärhistorischen Museum Dresden. Auflieger vom KTS 131.4 gibt es noch vier, in Dresden, in Rechlin, in Wilhelmshaven und auf dem Dänholm.
Eddy
Eddy von der großen Insel

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Eddy

Ich muss an dieser Stelle noch etwas zu den Konditionslehrgängen für die Besatzungen einfügen. Anfänglich 1966 bis 1968 fanden diese zweimal 14tägigen "Sportleistungslehrgänge" in Johanngeorgenstadt im Erzgebirge statt, von 1969 bis 1973 dann in Prora auf Rügen.
Neben den physischen Leistungen wurden auch medizinische Kontrollen bei den Teilnehmern durchgeführt.

Johanngeorgenstadt 1966-1968
Verantwortlich: Sportoffizier
Die Unterbringung für Kommandanten und Obermaschinisten erfolgte in der Gemeinschaftsunterkunft in einer Grenzkompanie in Oberjugel /Johanngeorgenstadt.
Alle Teilnehmer des Konditionslehrganges wurden einheitlich eingekleidet, schwarzer Skianzug; Pudelmütze mit weißen Streifen und weißer Pommel; Ski-Schuhe, und das Arbeitsgerät für die kommenden 14 Tage - Skier.

Tagesablauf:
06.00 Uhr Wecken, Frühsport im Schnee Oberkörper frei.
Nach dem Frühstück erfolgte die Ski-Ausbildung. Lag kein Schnee wurden Waldläufe durchgeführt.
Es erfolgte eine Einteilung in Gruppen (Anfänger, Fortgeschrittene).
Hauptsächlich wurden Langlauf-Kilometer absolviert, z.B. nach Carlfeld – Auersberg (1019m) – Wildenthal – Johanngeorgenstadt. Abfahrtslauf in den Waldschneisen, die sehr kurvenreich waren um die Reaktionsfähigkeit zu festigen. Die Waldschneisen waren teilweise mit kleinen Schanzen ausgebaut, über die gefahren werden musste. Zweck dieser sollte das Training der Rückenmuskulatur sein.
Auf dem Aufsprunghang der Schanze in Johanngeorgenstadt wurden die Abfahrt und wieder das Aufsteigen am Hang trainiert. Im Tal war die Belastung auf Grund der Geschwindigkeit so groß, dass es einen von den ,,Brettern" holte.
Es wurden auch Sportwettkämpfe durchgeführt, so unter anderem Biathlon. Bei diesen Wettkämpfen haben auch Angehörige der Hubschrauberstaffel Parow, die ebenfalls in Oberjugel weilten, teilgenommen. Es gab eine festgelegte Laufstrecke und am Schießstand stand ein Luftgewehr zur Verfügung, damit musste auf einen Luftballon geschossen werden, der sich auch leicht im Wind bewegte. Also keine einfachen Bedingungen.


Prora 1969-1973
Verantwortlich: Sportoffizier
Teilnehmer Besatzungen Kampfkern 1 und Kampfkern 2  komplett mit Abteilungsstab.
Anreise erfolgte in Zivil auch Unteroffiziere. Gegenüber den Feriengästen im "Walter Ulbricht" durfte nichts über unsere Herkunft durchsickern.

Ablauf:
06.00 Wecken und bei Temperaturen auch unter 0 Grad Frühsport etwa 1000m um den Ferienheimblock.
Frühstück - Konditionstraining am Strand und im lockeren Dünensand sowie im letzten Aufgang des Heimes Krafttraining auf den Treppenabsätzen vom Erdgeschoß bis in die 5. Etage.
Der Ablauf war der, dass Intervalltraining am Strand stattfand- 5X400m 10x200m 20x100m-wer die Zeit nicht schaffte musste nochmals antreten. Die Erwärmung fand immer in den Dünen im leichten Trab statt.
Die Abteilung war dazu in Leistungsgruppen eingeteilt. nach 1-2 Stunden wurde dann zwischen Strand und Treppenhaus gewechselt.
Nachmittags wurden dann Ausdauerläufe durchgeführt oder es fand Spielbetrieb statt(Fußball oder Volleyball). Zweimal in der Woche war Saunabesuch festgelegt. Nach dem Abendessen war dann Freizeit, die man dann in Binz oder in der Umgebung verbringen konnte. In der Regel haben wir uns aber am Abend immer in einem der Clubs zum gemütlichen Beisammensein getroffen. Die Maate mussten den Club dann zu 22.00 Uhr verlassen.
Nach einem Tag dieses ausgiebigen Trainings hatten alle dermaßen Muskelkater, jede Bewegung fiel schwer.
Nach 14 Tagen ging dann diese Zeit zu Ende mit einem Abschlusslauf von Prora über die Granitz nach Göhren und über Sellin, Binz zurück nach Prora. Dabei wurden Kontrollpunkte angelaufen um ein Schummeln zu vermeiden.

Eddy

Eddy von der großen Insel

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Eddy

So, und nun zu den Schwimmenden Stützpunkten oder auch Wohnschiff genannt. Von 1961 bis 1985 spielten die Schiffe von Projekt 62.0 (JUGEND-Klasse) die Hauptrolle. Von diesen neun in Dienst gestellten Schiffen war das Schiff 62/1 eine Sonderausführung mit Spezialausrüstungen und diente dem Chef der Volksmarine als Reservegefechtsstand. Das Schiff lag jahrelang in Ralswiek auf Rügen im Hafen.
Für die LTS-Boote, ,,die eigentlich nur Motoren, Torpedorohre und eine Schiffsführungskanzel hatten", waren diese SSP dringend notwendig. Diese Schiffe vom Projekt 62.0 hatten keinen eigenen Antrieb und mussten zwecks Verlegung immer mit zwei Schleppern bewegt werden.
Sinn und Zweck dieser Schiffe war, den Besatzungen der Schnellboote eine räumlich bessere Unterkunft mit allem Drum und Dran zu bieten und die Boote mit allem Notwendigen auszurüsten. Das heißt, dass jeder Schnellbootfahrer eine Koje hatte, dazu einen kleinen Spind für persönliche Sachen, entsprechende sanitäre Einrichtungen, Verpflegung, Freizeit und für die Boote selbst alle Nachrüstungsmöglichkeiten, die man für den Einsatz braucht. Die Schiffe übergaben Treibstoffe, Schmierstoffe, Trinkwasser, Verpflegung sowie Munition und Torpedos. Die Schiffe, die für Torpedoträger bestimmt waren, hatten eine eigene Regelstelle und ein entsprechendes Lager für Torpedos an Bord. Hier waren 20 Torpedokörper und  -köpfe eingelagert. Nun eine kurze Beschreibung der Möglichkeiten, die diese Schiffe boten:
In der ,,Stauung", also der untersten ,,Etage" des SSP befanden sich Bunker aller Art, das heißt, Treiböl-, Schmieröl-, Altöl-, Speisewasser-, Trinkwasser-, Waschwasser- und Fäkalienzellen. Einige Leerzellen waren auch vorhanden.  Von achtern nach vorn gab es die Ruderanlage und Spillmaschinenraum Heck, das Torpedolager mit anschließendem Kopflager, Zünderkammer, E-Last, Kantinen- und Proviantlasten, Separatoren- und Maschinenraum (nur für E-Anlage), Kühlräume, Kombüse, Geschirrspülraum, Mannschaftsmesse und Kulturraum (100 Mann), Filmvorführraum, Patronenkammern für Artillerie, Umkleideraum und Mannschaftdusche sowie –waschraum, Wäscherei, Bootsmannslast und Spillmaschinenraum Bug.
Auf oder im darüber liegendem Oberdeck befanden sich von achtern zum Bug:
Die Spillanlagen Heck, die Regelstelle für Torpedos, die Betriebsstoff- und Maschinenlast, eine allgemeine Werkstatt sowie die Maschinenwerkstatt und der Verdichterraum. Nun folgen zehn Mannschaftkammern für je zwölf und eine Kammer für neun Matrosen, eine Schreibstube (in der LTS-Brigade die VS-Stelle), die Bordkantine, der Speiseaufzug bis zum 1. Aubaudeck, ein Reinschiffgeräteraum, das Lazarett mit zwei Betten, separatem WC und Wasch- und Duschraum sowie einem Behandlungsraum. Im Bugbereich waren Lüftermotorenräume, Ari-Hellegatts, ein Trockenraum, eine Last für E-Technik sowie zwei Mannschafts-WC-räume. Direkt am Bug waren die Spilleinrichtungen. Eine Besonderheit hatte der SSP H-67 / später H-97, die Mannschaftskammer unmittelbar hinter der VS-Stelle, also Backbord nach achtern, war als Traditionszimmer eingerichtet, das einzige in den Brigaden der 6. Flottille bis 1984.
Im oder auf dem 1. Aufbaudeck befanden sich:
Am Heck zwei Krane mit deren Hilfe Torpedos aus der Regelstelle durch eine entsprechende Öffnung im Oberdeck gehoben und an die Boote übergeben wurden. Auf dem gleichen Bereich befanden sich ursprünglich ein Kutter und ein Motordingi, die ebenfalls bei Bedarf von den Kranen ins Wasser gesetzt werden konnten. Dieser Bereich war nach oben und den Seiten offen. Die folgenden Einrichtungen befanden sich wieder im Deck, das waren neun Unteroffizierskammern mit je sechs Mann Belegung, der Wasch- und Duschraum für Unteroffiziere sowie der WC-Bereich. Es folgten eine Anrichte und die Unteroffiziersmesse (38 Plätze). Nach diesem Bereich gab es auf dem Längsgang eine Doppelpendeltür, die in den Offiziersbereich führte. Gleich nach der Pendeltür kamen Backbord der Funk- und Chiffrierraum, das Schapp für den Bordfunk, der Arbeitsraum für Spezialisten, die Anrichte mit der Offiziersmesse(29 Plätze), die Kammer des SSP-Kommandanten, die Kammer des Brigadechefs sowie eine Offizierskammer (4 Mann) und der Offiziersduschraum.  Auf der Steuerbordseite waren ausschließlich Offizierskammern (8 mit je 4 Mann), eine Werkstatt mit Lager und die Wäschelast. Ganz vorn war das Offiziers-WC. Alle Offizierskammern hatten Waschbecken.
In allen Messen, von der Mannschaft bis zu den Offizieren, gab es ein TV-Gerät für die Freizeit. In der Bordkantine konnte man Kleinigkeiten des täglichen Bedarfs kaufen, von Tabakwaren über alkoholfreie Getränke bis hin zur Bockwurst.
Das 2. Aufbaudeck war eine Art Brücke mit viel freier Fläche nach achtern und vorn. Im Deck selbst befanden sich ein Ari-Hellegatt, der Ruderraum, der Fernschreibraum sowie der Signalwach- und Wachraum. Auf diesem Oberdeck fanden auch entsprechende Musterungen statt. Für die heißen Sommermonate waren hier Sonnensegel vorgesehen, die mit den Jahren immer mehr aus dem Verkehr gezogen wurden.
Da das Schiff keine Klimaanlage besaß, war es im Winter oft kühl und im Sommer entsprechend heiß.
Manchmal so heiß, dass die Sprinkleranlage eingeschaltet wurde, um die Außenhaut der Aufbauten zu kühlen.
Im Großen und Ganzen waren diese SSP eine gute Möglichkeit, die Härten des Dienstes an Bord der Boote etwas auszugleichen. Sie waren nicht sehr geräumig aber die Truppe fühlte sich wohl. Die etwa 30köpfige Stammbesatzung des Schiffes erfüllte neben ihren eigentlichen Aufgaben an Bord ihres Schiffes vorrangig Aufgaben zur Versorgung der anliegenden Boote und das waren eine ganze Menge. Da man sich kannte und auf engsten Raum zusammen lebte, wurden auch alle Aufgaben im Zusammenwirken in der Regel mit guten und sehr guten Ergebnissen abgeschlossen. Jeder wusste, worauf es an kam und setzte sich entsprechend ein.
Der Kommandant des SSP war dem Brigadechef direkt unterstellt und erfüllte die Aufgaben eines Stellvertreters für Rückwärtige Dienste, so in der LTS-Brigade.
Im Mai 1962 erhielt die LTS-Brigade das Schiff 62/4 mit der Nummer H-67, im Dezember 1968 wurde das Schiff 62/5 mit der Nummer H-68 zugeführt. Ab Dezember 1968 trugen die Schiffe die Nummern H-97 und H-98. Von dieser Zeit bis 1976 hatte der Brigadechef einen Stellvertreter für Rückwärtige Dienste, dem beide SSP unterstanden. Der Brigadestab und die Politabteilung der Brigade waren auf beiden Schiffen unterkunfts- und arbeitsmäßig verteilt. Der Führungspunkt des Brigadechefs war auf dem SSP H-97, dazu der Stab und die 7. LTSA. Auf dem SSP H-98 waren die Politabteilung sowie die 8. und 9. LTSA untergebracht.
Ich hänge mal die Deckspläne mit an, weiß aber nicht ob die Größe ausreicht alles deutlich zu erkennen.
So, das soll es zu den LTS-Booten gewesen sein. Zu den KTS-Booten schreibe ich an entsprechender Stelle noch etwas.
Eddy
Eddy von der großen Insel

"Tradition pflegen heißt nicht Asche aufbewahren sondern eine Flamme am Leben erhalten!"

Steffen1

Zitat von: lafet944 am 15 November 2016, 15:38:47
Bis ca. 1990 konnte man ein LTS 63.300 im tiefsten Binnenland, an der Koberbachtalsperre in Langenhessen bei Werdau/Sa. antreffen. Im Gegensatz zur  im "Teich" schwimmenden und 1989 vor Ort verschrotteten Räumpinasse SCHWALBE mit dem Phantasienamen WERDAU war das LTS auf Pallen an Land aufgestellt.

Weiß zufällig jemand, wo das LTS abgeblieben ist?

Viele Grüße

Ich hab hier noch ein Bild vom LTS an der Koberbachtalsperre. Leiderweis ich nicht mehr, wer mir das Bild vor langer Zeit einmal zugeschickt hat. Ist aber eine private Aufnahme.

Steffen1

#53
Und hier noch ein Hinweis zum Rpi an der Koberbachtalsperre

Ein paar Lebensdaten :
Projekt 505, Bau. Nr. 12/6 2. Bauabschnitt, kein e Namensverleihung
ID 01.06.1955
verschiedene Bordnummern, Letzte : V 72
AD 28.10.1971
von 02/ 73 - 08/89 als MS " WERDAU " an der Koberbachtalsperre


VEB Yachtwerft Berlin
www.motorbarkasse.de

smutje505

Hallo lafet944 hier eine AK und Bilder

Steffen1

Was mit dem Rpi nach der Wende geschehen ist, kann man an Hand der eingestellten Beiträge von Hartmut erkennen. Auch kann man die  Daten in verschiedenen Publikationen nachvollziehen ( siehe die Land-Luft und Seestreitkräfte - Kopenhagen, Mehl u. Schäfer, 1. Auflage Spezialausgabe 2006).
Was aus dem LTS geworden ist, konnte leider nicht ermittelt werden.
:/DK:

bakla63

Klaus

Urs Heßling

moin,
Sehr interessant  top :MG: !

Zitat von: Eddy am 15 November 2016, 21:09:59
Im Großen und Ganzen waren diese SSP eine gute Möglichkeit, die Härten des Dienstes an Bord der Boote etwas auszugleichen.
.. und auch notwendig

eine kleine "Spitze" sei mir erlaubt :
- die Mannschaften hatten Dreierkojen, je 1 Spind, Sitzplätze (tlw. Hocker) im Raum für 8/12 und Toiletten ohne Tür
- die Unteroffiziere Zweierkojen, je 1 Spind und Sitzplätze (Stühle/Bank) für 6/6 im Raum,
- die Offiziere hatten Zweierkojen, je 2 Spinde, Waschbecken im Raum und einen Duschraum mit Trennwänden,
- Kommandant und Chef hatten eine eigene Kammer mit Einzelkoje (Immerhin: nicht einmal die beiden hatten eine eigene Naßzelle und mußten in den gemeinsamen Duschraum gehen)
So ganz klassenlos war diese Gesellschaft eben doch nicht.

Gruß, Urs
"History will tell lies, Sir, as usual" - General "Gentleman Johnny" Burgoyne zu seiner Niederlage bei Saratoga 1777 im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg - nicht in Wirklichkeit, aber in George Bernard Shaw`s Bühnenstück "The Devil`s Disciple"

der erste

Das waren ja auch Kriegsschiffe und keine Kreuzfahrer. Auch auf den neuen Schiffen hatte der BCH keine eigene Dusche, ich an Bord des 1241 schon. In allen Kammern gab es aber mindestens 2 Kojen, auch beim Chef. Es sei denn, bei den in die BM übernommenen wurden die ausgebaut. In der Regel waren die oberen als Rückenlehne heruntergeklappt.
http://www.vierte-flottille.de/schiffeundboote/woschi/jugend/jugend.html
http://www.vierte-flottille.de/schiffeundboote/woschi/ohre/ohre.html
Die offenen Toiletten waren auf den alten KSS auch vorhanden. Während unseres Kreuzerpraktikums haben wir das 1978 auch erlebt und "genossen".

Urs Heßling

moin, Holger,

Zitat von: der erste am 25 November 2016, 11:03:46
.. hatte der BCH keine eigene Dusche, ich an Bord des 1241 schon.
.. und genau deswegen siehst Du auch heute noch so schnieke aus (siehe Bild vom 15.11.) :MZ:

Gruß, Urs
"History will tell lies, Sir, as usual" - General "Gentleman Johnny" Burgoyne zu seiner Niederlage bei Saratoga 1777 im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg - nicht in Wirklichkeit, aber in George Bernard Shaw`s Bühnenstück "The Devil`s Disciple"

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