Kühlwassereintrittsöffnungen der BS

Begonnen von wer, 11 Januar 2006, 13:45:06

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Josef

@ ufo

Hi Ufo,

der mir vorliegende Vergleich scheint aus einem umfangreicheren Werk zu stammen, denn er beginnt mit S. 208 und ist eine Anlage zu K/K III A Nr. 231/41 g.Kdos. - Kurzer Vergleich zwischen Richelieu und Bismarck-.
Ein Datum ist auf dem 3-seitigen Werk nicht vermerkt. Der Vergleich beschreibt die Unterschiede bei den unterschiedlichsten Deplacements, der Gewichte für Schiffskörper einschl. M II und Ausrüstung, Maschinenan-lagen, Art. ohne Drehpanzer aber mit Mun., Öl u. Wasser, der Armierung, der Panzerung, des Unterwasserschutzes, die Größe der Maschinenräume mit Anmerkungen dazu, der Geschwindigkeit und des Fahrbereiches.
Die Auflistung der Unterschiede ist kurz u. knapp gehalten.
So wie Du schreibst, scheint es so zu sein, dass wir vom gleichen Dokument sprechen, denn auf der ersten Seite befindet sich ein Eingangsstempel der SKL - 5103 g.Kdos (auch ohne Datum).

Freundschaftlich
Josef

wer

Moin!

In dem Buch von Koop/Schmoolke heißt es,
die Tirpitz hätte mit 163000 WPS 30,8 kn erreicht.
Stimmt das also auch nicht?

Gruß
Christian

Thorsten Wahl

Leistung der Seewasserpumpen laut Bauvorschrift
1) Turbinenraum 1 =1,5 m³/min
2) Kesselraum 1/1=1,0 m³/min
3) Kesselraum 2/1=1,5 m³/min
4) E-Maschinenstelle 3=1,0m³/min

jeweils bei 4 kg/cm² Überdruck
Meine Herren, es kann ein siebenjähriger, es kann ein dreißigjähriger Krieg werden – und wehe dem, der zuerst die Lunte in das Pulverfaß schleudert!
WoWs : [FMA]Captain_Hook_

redfort

Zitat von: Thoddy am 23 April 2010, 14:30:20
Leistung der Seewasserpumpen laut Bauvorschrift
1) Turbinenraum 1 =1,5 m³/min
2) Kesselraum 1/1=1,0 m³/min
3) Kesselraum 2/1=1,5 m³/min
4) E-Maschinenstelle 3=1,0m³/min

jeweils bei 4 kg/cm² Überdruck

Längst überholt, es gib da eine überarbeitete Bauvorschrift Nr. 50!
Zu 1.) Bezeichnung Seewasserpumpe VIII.
zu 2.) Bez. Seewasserpumpe XI
zu 3.) Bez. Seewasserpumpe XIII
zu 4.) Bez. Seewassepumpe XIV

jeweils bei 4,5 Kg/cm² Überdruck am Druckstutzen.
Ausserdem wurden die Rohrabmessung der Steigrohre von 100 NW auf 110 NW erhöht.

Gruss
Axel
Gruß, Axel

Luftwaffe zur See

Thorsten Wahl

ich war noch etwas aufm Holzdampfer 8-)

Die Seewasserpumpen speisen nicht Kühlaggregate der Krafterzeugungsanlagen, sondern nur den allgemeinen Salzwasserkreislauf im Schiff.
Die Kapazität der Kühlwasserpunpen könnte laut besser als mir informierten Kreisen zufolge ca 11.000 m³ pro Stunde betragen haben.
Meine Herren, es kann ein siebenjähriger, es kann ein dreißigjähriger Krieg werden – und wehe dem, der zuerst die Lunte in das Pulverfaß schleudert!
WoWs : [FMA]Captain_Hook_

redfort

#20
Zitat von: Thoddy am 26 April 2010, 13:48:04
ich war noch etwas aufm Holzdampfer 8-)

Die Seewasserpumpen speisen nicht Kühlaggregate der Krafterzeugungsanlagen, sondern nur den allgemeinen Salzwasserkreislauf im Schiff.
Die Kapazität der Kühlwasserpunpen könnte laut besser als mir informierten Kreisen zufolge ca 11.000 m³ pro Stunde betragen haben.

Ne, ne du wars schon richtig, die Haupt- und Hilfs-Kondensatoren wurden mit Salzwasser gekühlt.
Wie ich herauslesen konnte wurden die Seewasserpumpen 1-3 ( VIII, XI und XIII) dazu benutzt und 4 ( XIV) war Reserve die bei bedarf zugeschaltet wurde !
Wie gesagt die B.V. ist schwer zu deuten.

Bei 11.000 m³ würden das 11.000.000 L Wasser sein = 11.000 t. ein bißchen viel und das pro Stunde bei den 4 Pumpen. :-o
Mal weiter,  das wären pro Pumpe ca. 2750 m³/ Std. wiederum 45,833..m³ /min. :-o :|

Und das bei den angegeben Leistungen von 1-1,5m³/min ! :wink:

Na den angeben Leistung die man zu Grunde legt  (laut B.V.) kommt man bei den 4 Pumpen auf höchstens  300 m³/Std, selbst beim lenzen schafft eine Pumpe nur  50m³/Std.
usw.,usw.....

Die Wagner-Kessel hatten einen in sich geschlossenden Wasserkreislauf (Kessel-Speisewasserkreislauf ). Konnten Heissdampf mit bis zu 80 atü und einer Temperatur von 450°C erzeugen. Also nichts mit Salzwasser !

Gruss
Axel

Gruß, Axel

Luftwaffe zur See

Herr Nilsson

Hüstel.

Axel, denk doch nochmal nach. Schau Dir mal die Aufstellung der Pumpen in der B.B.V. an und überleg Dir mal wo die Kühlwassereinlässe der Turbinen sind.
Gruß Marc

redfort

Zitat von: Herr Nilsson am 27 April 2010, 09:03:39
Hüstel.
Axel, denk doch nochmal nach. Schau Dir mal die Aufstellung der Pumpen in der B.B.V. an und überleg Dir mal wo die Kühlwassereinlässe der Turbinen sind.

Ja gut,sorry fehler meinerseits , irren ist menschlich kann mal passieren, also diese Pumpen konnten zusätzlich zugeschaltet werden, so wie es verstehe.
Jetzt nur die Frage wo sind diese Kühlwasserpumpen den in der B.B.V. aufgeführt, unter S II 9 liest man nur Leck- und Lenzpumpen usw.
Selbst wenn man alle 18 elektrische angetriebenen Pumpen zusammennehmen würde und mit durchschnittlich 60m³/Std multipliziere wäre man bei 1080m³/Std.
Und wie kommt dieser unglaubliche "könnte" - Wert von 11.000m³/Std. zustande ?
Unterliege ich hier einen denkfehler, wäre schön wenn man es hier einer aus den
Zitat
Die Kapazität der Kühlwasserpunpen könnte laut besser als mir informierten Kreisen zufolge ca 11.000 m³ pro Stunde betragen haben.
mal defenieren könnte  :?

Hüstel !
Gruß, Axel

Luftwaffe zur See

Herr Nilsson

Hallo Axel,

soweit ich weiß hatten die Turbinen eigene Kühlpumpen, die unter MI 8 verwogen wurden. Insofern wirst Du unter SII 9 nicht sonderlich viel finden.
11.000 m3 erscheint mir persönlich garnicht so sonderlich viel. Das macht pro Sekunde gute 3 m3. In Anbetracht der Größe der Kühlwasserein- und auslässe könnte das schon hinkommen. Außerdem konnte man die Menge ja auch regeln, wie Josef weiter oben schreibt.
Gruß Marc

redfort

Hallo Marc,
danke für deine Antwort.
Aber von irgendwo her muss dieser Wert von 11.000 m³  ja herkommen.
Die größe der Öffnungen somal diese sich zum Schiffsinnern verjüngen, hat bestimmt nichts mit der Leistung der Pumpen zu tun  :?

Gruss
Axel
Gruß, Axel

Luftwaffe zur See

Herr Nilsson

Zitat von: redfort am 28 April 2010, 00:30:06
Die größe der Öffnungen somal diese sich zum Schiffsinnern verjüngen, hat bestimmt nichts mit der Leistung der Pumpen zu tun  :?

Hallo Axel,

ich bin ja kein Physiker, aber meine Töchter z.B. finden die ganz dünnen Strohhalme doof, weil da nicht wirklich was durchkommt, egal wie feste man daran saugt.
Gruß Marc

Captain Hans

Bin zwar kein Speuialist für die Maschinenanlage der Bismarck möchte aber trotzdem
hier etwas zu bedenken geben.

Es muß auch Wasserein-und Austritte gegeben haben die dazu dienten Trinkwasser und Destilat für
Kesselanlangen zu erzeugen.
Auf meinen Turbinenschiffe sowie Motorschiffen mit zusätzlichem Kesselbetrieb wurde Seewasser
über einen Evaporator (Verdampfer) gepumpt. Der Evaporator ist ein evakuierter Raum (Kessel) indem
Wasser schon bei 45 Grad verdampft. öö
Über einen Kondensator wurde der Dampf zu reinem Kondensat niedergeschlagen,
Dieses Kondensat ist reines Destillat (absolut Salzfrei) und wird zum Betreiben der Kessel (Dampferzeugung) verwendet.
Bei den Kesselanlagen der Bismarck schätze ich den den Destillatverbrauch auf mindestens 120 m³ pro Tag
bei voller Fahrt.
Das Seewasser wird im Evaporator nur teilweise verdampft der Rest tritt als stark salzhaltige Sole wieder über eine
See-Austrittsöffnung aus
Um 2000 Mann mit Trinkwasser zu versorgen muß aus dem evaporierten Destillat durch zusetzen von Salzen sowie Mineralien
auch Trinkwasser gemacht werden. (Dies wird ja auch manchmal für Toilettenspülungen etc verwendet)
Der Verbrauch an Destillat auf einem mittleren Turbinen VLCC (50 000 PS ) lag pro Tag bei 60 m³.

11000 m³ /Std Wasser- Pumpleistung entspricht in etwa der Löschleistung eines VLCCs, dazu benötigten wir 4 Pumpen
a 4000 PS (Hochdruckturbinen)

Nichts für Ungut sollte nur ein Denkanstoß sein


viele Grüße

Hans


 

 
,Nur wer sich ändert,bleibt sich treu"!!!
,,Nicht was du bist,ist das was dich ehrt,wie du bist,bestimmt den Wert"!!!

Richy

Zitat von: Herr Nilsson am 28 April 2010, 21:21:33
Zitat von: redfort am 28 April 2010, 00:30:06
Die größe der Öffnungen somal diese sich zum Schiffsinnern verjüngen, hat bestimmt nichts mit der Leistung der Pumpen zu tun  :?

Hallo Axel,

ich bin ja kein Physiker, aber meine Töchter z.B. finden die ganz dünnen Strohhalme doof, weil da nicht wirklich was durchkommt, egal wie feste man daran saugt.
Nabend Leutz
Mir fällt dabei ein Bericht ein der sich mit dem A380 beschäftigte.
Es ging um die einzelnen Bauteile. Unter anderem um das Aufblasen der Notrutschen die ja recht lang sind und sich in einem gewissen Zeitraum aufblasen müssen.
Als Simulation hatten die da einen langen Schlauch. Als Füllung nahm man Pressluft bzw die Abgase einer (glaube ich) kleinen Rakete. Beides konnte nicht den benötigten Volumenstrom erzeugen. Wenn man allerdings die Rakete nimmt und rund um den "Auspuf"  einen Ring bastelt und dann um den Ring den Schlauch klemmt (ist quasi offen) dann reißt das Abgas die Umgebenen Außenluft mit. Dadurch wurde der Volumenstrom derart erhöt das der komplette Schlauch in der vorgegeben Zeit gefüllt wurde.
Das habe ich jetzt ein bisschen Dumm beschrieben aber ich zweifel nicht an eurer Phantasie :-D

Cu
Dirk (Digger GF)

Thorsten Wahl

Zitat von: redfort am 28 April 2010, 00:30:06
Die größe der Öffnungen somal diese sich zum Schiffsinnern verjüngen, hat bestimmt nichts mit der Leistung der Pumpen zu tun  :?

sanfte Erhöhung der Fließgeschwindigkeit und bessere Kontrolle über das hydroenergetische Verhalten/weniger technische Verluste beim Wechsel von relativ unbewegtem Wasser zu bewegtem Wasser in den Rohrleitungen

Meine Herren, es kann ein siebenjähriger, es kann ein dreißigjähriger Krieg werden – und wehe dem, der zuerst die Lunte in das Pulverfaß schleudert!
WoWs : [FMA]Captain_Hook_

redfort

Danke Hans,
für deine Ausführung.  top

Gruss
Axel
Gruß, Axel

Luftwaffe zur See

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