Bumbootsfrauen ?

Begonnen von Hastei, 23 Oktober 2009, 07:21:12

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Hastei

Hallo,

auf der Suche nach neuem Material für Euch ,fand ich in alten ,sehr alten Büchern zwei Fotos,die ich Euch zeigen möchte.
Wenn ich das richtig lese ,ist da die Rede von sog. Bumbootsfrauen. Das ist nichts unanständiges, ich denke mal die Frauen verdienten                            ihren Lebensunterhalt mit dem Verkauf von Waren,kümmerten sich die Wäsche der Seeleute.
Jetzt meine Fragen . wie kommt es zu diesem Namen? Mir war er unbekannt und bis wann gab es diese Frauen , die an Bord Geschäfte machten ?
Und machten sie nur Geschäfte mit Mannschaften und Unteroff. o. P. oder auch P.-Uffz. und Offizieren ?

es grüßt der Hastei

Big A

Das kommt meines Wissens aus dem Pidgin-Englisch. Bumboat ist die Bezeichnung für ein kleines Boot mit dem die fliegenden Händler gerade in Kolonialhäfen zu den auf Reede liegenden Schiffen fuhren um ihre Waren, meistens Lebensmittel und Souvenirs, zu verkaufen.

Axel
Weapons are no good unless there are guts on both sides of the bayonet.
(Gen. Walter Kruger, 6th Army)

Real men don't need experts to tell them whose asses to kick.

Albertus

#2
Guten Morgen Männer,

da passt doch folgender Zeitungsbericht über eine "U-Boot-Mutti" sehr gut, den ein Mitglied in meinem Forum parkte.

Zitat von: Hastei am 23 Oktober 2009, 07:21:12
Das ist nichts unanständiges,
Darüber musste ich doch richtig schmunzeln! (Männerphantasie ::B))

Frische Grüße vom Meer
Jane





Nachtrag: Hat leider nicht geklappt, die PDF's (Zeitungsausschnitte) hier rein zu bekommen  :cry:
http://vdmedien.com/imm-nr-139-buch_modellbau-9755.html
Beitrag bitte löschen



Seefuchs

 :x ich weiß ja nicht ob für derartige Literatur, jenes militaria magazin, hier der richtige Platz ist, Geschichte hin oder her!!!

Auf braune Soße stehe ich nicht.

Seefuchs
In der Werft: SMS König; KM Lützow

Albertus

 :x :-o Sorry, wenn Du diesen Artikel lesen könntest, würdest Du "die braune Soße" für Dich behalten!

Man sollte nichts (be)verurteilen, was man nicht gelesen hat!

Meint
Jane

Seefuchs



..mir geht es nicht um den Artikel der "Bumbootsfrauen"! Den würd ich bestimmt gerne lesen, weil sicher interessant!

Ich mag nur diese Art der Zeitschriften nicht, für mich ist das "Menschenfängerei"! Und für diese sollte hier nicht geworben werden. Wenn ja, dann bin ich weg!


Schade das Du gleich persönlich wirst, da scheint dann ja ein wunder Punkt zu sein.

Wie heißst es so schön, nur getroffene Hunde Bellen...! :MS:

Seefuchs
In der Werft: SMS König; KM Lützow

rosenow

Hallo Albertus! Ich würde den Artikel gerne lesen. Wo finde ich den?
Danke und Gruß Michael
mit freundlichen Gruß
Michael


,,Macht`s gut und denkt daran!
Es gibt drei Sorten von Menschen:
Die Lebenden.
Die Toten.
Und die, die zur See fahren."
Hein Schonder

weers

Hallo Leute,

bleibt mal ganz ruhig, Jane gehört sicher nicht zu den Leuten, die hier braunes Zeug verbreiten wollen. Ich habe den Artikel auf meinem heimischen Rechner liegen und werde ihn heute nach Feierabend einstellen. Es ist wirklich eine nette Geschichte.

Bis später,
Arnold

rosenow

Hallo weers! Freu mich schon, Danke, das ist sehr nett von dir!
mit freundlichen Gruß
Michael


,,Macht`s gut und denkt daran!
Es gibt drei Sorten von Menschen:
Die Lebenden.
Die Toten.
Und die, die zur See fahren."
Hein Schonder

Spee

Servus,

bitte ganz ruhig und gelassen bleiben. Braune Soße werden wir hier sicher nicht dulden, aber ich denke jeder hier Schreibende ist sich dessen bewußt und ich gehe ebenfalls davon aus, daß keiner hier sowas einstellen will. Irgendwelche Gesinnungen zu unterstellen, nee, machen wir auch nicht gern. Also ganz ruhig mal nachfragen, wie die Sache zu verstehen ist.

@Arnold,

bitte keine Artikel als Scan/PDF etc. einstellen, dir nicht von dir sind bzw. ohne Genehmigung des Verfassers. Gibt rechtlich Probleme. Danke!
Servus

Thomas

Suicide Is Not a War-Winning Strategy

ufo

Danke fuer die schoenen Photos!

In den von mir so geschaetzten und gern gelesenen Reisebuechern von Auslandsfahrten Deutscher Kriegsschiffe tauchen diese Fliegenden Haender im Bumboat oder eben Deutsch 'Bumboot' von Kaisers Tagen bis in die Neuzeit auf.

Der Ursprung des schoenen Wortes scheint verworren. Am haeufigsten werden die Hollaender genannt. Flache, relativ breite Kaehne fuer den Fischfang auf den Kanaelen sind Boomboots; 'Baumboote'. Als die weltreisenden Hollaneder vergleichbare Gefaehrte allueberall in den Haefen der Welt antrafen, benannten sie sie eben einfach entsprechend.
Dem Briten bietet sich natuerlich sofort die auffallende sprachliche Analogie zu des Menschen Hinterteil an und da in manches Bumboat auch kaum mehr passt als des Eigners Hintern wurde das flugs als Erklaerung fuer den Wortursprung angeboten.  :-D   
Auch das Bollern und Pochen der Boote an die Bordwand des besuchten Schiffes muss manchmal als Erklaerung fuer den Wortursprung herhalten.

Was stimmt ... vielleicht von allem ein Wenig.


In Deutschen Reisebuechern werden ruehrige Szenen beschrieben wo alte Muttchen eine vierzig Jahre alte verblichene Referenz von Seiner Majestaet Schiffen auseinanderfalteten, wo bestaetigt wurde, dass man bei der Hochseeflotte mit den Diensten der Waescherinnen sehr zufrieden gewesen sei.
Die Damen waren sehr, sehr empoert, dass die Emden ihre eigenen chinesischen Waescher an Bord gehabt hat. 

Und die Dienste fliegender Haendler nahm man gern in Anspruch. In einem Buch von Schulschiff Deutschland wird liebevoll beschrieben wie nahezu die gesammte Waesche in Panama verschuett geht und erst mit Hilfe der lokalen Behoerden wieder ergattert werden kann. Da haben sie wohl nicht nach einer Referenz der Kaiserlichen Flotte oder der Kriegsmarine gefragt! Haetten sie mal machen sollen!


Da ist auch nichts Ehrruehriges dran vom Bumboot zu kaufen. Das darf der Kadettenoffizier genauso wie der Schiffskoch oder der Heizer machen. Vorsicht ist natuerlich geboten. Gar manch ein Ebenholzelefant schmolz in der Hitze des Maschieneraumes, wenn der Asphalt weich wurde ...

Der Trick scheint zeitlos zu sein. Man beklagte sich ueber Ebenholzschnitzerreien aus Asphalt auf dem Kreuzer Karlsruhe genauso wie auf der Schulfregatte Hipper.


Neben Kunstgewerbe – Spitzendeckchen in Funchal, Stickereien in Bombay oder Schnitzwerk in Batavia bringen die Bumboote willkommene Bereicherungen fuer die Schiffskueche, Bananen oder Apfelsinen wurden gleich von ganzen Bumbootflottillen an Bord genommen.

Ob das Heute noch geht im Zeitalter der keimfreien Ware, des perfekt belegbaren Zufuhrweges, des dreifach durchgeschriebenen Beleges? Keine Idee ob die Auslandsdampfer der Deutschen Marine noch en goss vom Bumboot kaufen koennen oder ob die auf Schiffsausruester angewiesen sind. Die Schulgeschwader, -fregatten, -tender und -schiffe der Bundesmarine hatten da offenbar noch alle Freiheiten des Weltreisenden.


Auf Reisebuecher zurueckkommend – darf ich fragen aus welchem alten Buche die beiden Photos sind?

Ufo

Captain Hans

#11
möchte hier meinen Senf auch dazutun.

In der Handelsschiffahrt kennt ein jeder die Bumboats.
Liegt man auf Reede in einigen Häfen kann man sich ihrer nur erwehren, indem man das Fallreep hochzieht.
Bumboats können alles mögliche transportieren bis zu Damen des einschlägigen Gewerbes.
Sie fungieren manchmal auch als Wassertaxis um Seeleute, von den auf Reede liegenden Schiffen, an Land und wieder
zurück zu bringen.
Meistens sind es aber fliegende Händler.

@Jane und Arnold

der Artikel ist vollkommen in Ordnung.

Jane und Arnold mit "Brauner Sauce" in Verbidung zu bringen ist wohl ein Witz, denn genau das Gegenteil ist bei den beiden der Fall.





,Nur wer sich ändert,bleibt sich treu"!!!
,,Nicht was du bist,ist das was dich ehrt,wie du bist,bestimmt den Wert"!!!

Seefuchs

Hallo Kapitän,

ich meinte nicht den Artikel, wirklich nicht! Aber es geht um diese Art von Zeitschriften, in der der drin gewesen ist!

Um nichts mehr! Und da mich Jane bei meiner diesbezüglichen Kritik wohl gründlich missverstanden hat und ich mich angegriffen fühle,  habe ich da ich das so nicht stehenlassen wollen und  meine Meinung dazu noch einmal klar gemacht.

Und dgegen diese Art von Literatur bin ich allergisch! Kenne das, einmal ein Buch bestellt und man bekommt Jahrelang unverlangt Ansichtsexemplare, das man Angst haben muß, der Brieftäger grüßt nicht mehr.

Ich interessiere mich einfach für Militärgeschichte und Technik, deshalb bin ich hier im Forum!


Jetzt sollte es aber Gut sein!

Schönes Wochenende!

Seefuchs

In der Werft: SMS König; KM Lützow

weers

Danke Käpt'n,

jeder der sich über die Arbeit von Jane und mir genauer informieren will, kann hier nachschauen:
http://frauenundwehrmacht.siteboard.eu

Wer den Artikel gerne lese möchte, teile mir das bitte per PN und Mailadresse mit, es gibt dann Post.

Zur Befürchtung vom Seefuchs möchte ich doch noch etwas sagen, denn er trifft durchaus einen Kern der Wahrheit. In den Augen der deutschen Öffentlichkeit gilt leider schon jeder als suspekt, der sich mit "sowas" beschäftigt, und es bedarf schon einer Sturheit, sich auch dazu zu bekennen, dass einem ein gewichtiger Anteil der deutschen Geschichte eben nicht "am A**** vorbeigeht".

Man kann diesen Zeitraum nämlich auch anders sehen: Als die Geschichte von Menschen, die unterdrückten und unterdrückt wurden; die Opfer und Täter zugleich wurden. Ich habe einen Großteil meiner Zeit in diversen "einschlägigen" Foren darauf verwendet, die Grablagen oder militärische Karrieren der Opas ihrer Enkel aufzuklären. Ohne dies aus der heutigen Sicht zu werten. Hinterher ist man immer (hoffentlich ? ) schlauer. Wenn man so will, war das in vielen Fällen die Beseitigung von Defiziten des öffentlichen Geschichtsunterrichts.

Und oft genug kam nach Klärung einer Grablage im fernen Russland oder des Schicksals eines Soldaten die Frage: Was hatte er dort zu suchen? Und oft genug blieb nur die Antwort: Nichts

Ich habe auch erleben müssen, wie eine Frau sich auf die Suche nach ihrem Vater begab, der bei den Kämpfen um Budapest als Angehöriger der Waffen-SS dabei gewesen sein soll. Es stellte sich heraus, dass der Mann keineswegs bei der Waffen-SS war, sondern zum SD gehörte und als solcher für die Deportation ungarischer Juden und der Verwertung ihres Vermögens zuständig war. Er war ein "Hochkaräter"...

Die Rat suchende Frau war der Verzweiflung nahe und es bedurfte auch einiger Telefongespräche, um den Seelenfrieden halbwegs wieder herzustellen.

Was ich damit sagen will ist es, dass wir uns hüten sollten, alles was sich mit dem Thema Wehrmacht und Drittes Reich auseinandersetzt, in einen Topf zu werfen, das Gehirn auszuschalten und einen Automatismus in Gang zu setzen. Manchmal trifft es die Falschen. So wie in diesem Fall.

Im übrigen hat Jane um Löschung des Beitrages gebeten, nachdem sie gemerkt hat, dass der Link nicht dahin führt, wo er hätte hinführen sollen.

Beste Grüße,
Arnold

Und als Antwort

Hastei

hallo,
eigentlich wollte ich ja nur die beiden ,mir unbekannten , Bilder/Bezeichnung zeigen. Meine zweite Fragee ist aber nicht beantwortet worden.

Statt dessen habe ich das Gefühl, diese Auseinandersetzung über unser Vergangenheit/braune Soße gehört hier nicht rein.

Es geht mir hier nur um die Bilder und deren Geschichte.

Gruß Hastei

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