Maschinenanlage Bismarck Klasse

Begonnen von Thorsten Wahl, 07 Februar 2010, 20:29:39

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Sven L.

Ich denke das passt auch hierhin. Die Funktionalität ist dieselbe.  :roll: Die Dampfkessel interessiert es nicht, ob sie in einem Zerstörer oder einem Schlachtschiff aufgestellt sind.
Grüße vom Oberschlickrutscher
Sven


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Solange man seinen Gegner nicht bezwungen hat, läuft man Gefahr, selbst bezwungen zu werden.
Clausewitz - Vom Kriege

Thorsten Wahl

Solange technische Aspekte der Maschinenanlagen enthalten sind gehörzs rein.  :angel:
Es geht auch um die Beurteilung von Zuverlässigkeit/Standzeit vs Leichtbau
Meine Herren, es kann ein siebenjähriger, es kann ein dreißigjähriger Krieg werden – und wehe dem, der zuerst die Lunte in das Pulverfaß schleudert!
WoWs : [FMA]Captain_Hook_

Sven L.

Moin Thoddy,

was verstehst du unter Leichtbau?
Grüße vom Oberschlickrutscher
Sven


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Urs Heßling

moin,

Zitat von: Sven L. am 30 August 2025, 21:50:08Ich denke das passt auch hierhin.
"auch" - ja

Zitat von: Sven L. am 30 August 2025, 21:50:08Die Dampfkessel interessiert es nicht, ob sie in einem Zerstörer oder einem Schlachtschiff aufgestellt sind.
Grundsätzlich ja.  Aber der Thread heißt ja nun einmal "Maschinenanlage Bismarck-Klasse".

Die in Thoddys Beitrag # 157 beschriebenen Zerstörer-Kesselanlagen, deren Betrieb und Probleme machen daher, wie schon ausgeführt, eher im Zerstörer-Thread Sinn

Gruß, Ur

"History will tell lies, Sir, as usual" - General "Gentleman Johnny" Burgoyne zu seiner Niederlage bei Saratoga 1777 im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg - nicht in Wirklichkeit, aber in George Bernard Shaw`s Bühnenstück "The Devil`s Disciple"

Sven L.

#169
Tut mir Leid Urs, aber Dampfkessel ist Dampfkessel unabhängig davon wo er eingebaut ist. Das Prinzip bzw. die geschilderten Zeiten zum Hochfahren der Kessel auf Höchstleistungen gilt eben auch für die Bismarck. Das der Textauszug sich in vorliegenden Fall auf Zerstörer bezieht ist VOLLKOMMEN belanglos. Das Prinzip zählt!
Grüße vom Oberschlickrutscher
Sven


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Urs Heßling

moin, Sven,

da bleiben wir halt unterschiedlicher Meinung :wink:

Ein "nein" zu dem Beitrag eines Anderen ist nur bei Fakten (Daten, Zahlen) am Platz, NIE bei Meinungen. Da hilft auch kein "sorry".

Gruß, Urs
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Sven L.

#171
Hallo Urs,

mein Nein bezog sich auf

ZitatDie in Thoddys Beitrag # 157 beschriebenen Zerstörer-Kesselanlagen, deren Betrieb und Probleme machen daher, wie schon ausgeführt, eher im Zerstörer-Thread Sinn

Also auf eine Aussage. Da steht nichts von (d)einer Meinung.

Wenn du es nicht verstehen willst, weil du eine Meinung hast, ok. Es ist nunmal so, das ein Kessel der z.B. 50 t Dampf pro Stunde erzeugt genauso groß und schwer ist, egal in was für einem Schiffstyp er verbaut ist. WIn dem Faksimile wird auf Zerstörer Bezug genommen, ok, ABER der geanze Ablauf des Hochfahrens der Kessel gilt für JEDEN Kessel. Also auch für die auf der Bismarck, oder Scharnhorst usw.

Ach so, wenn ich nein sagen will, dann mach ich das auch.
Grüße vom Oberschlickrutscher
Sven


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Urs Heßling

#172
moin,
gelesen :O/Y

Gruß, Urs
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Thorsten Wahl

#173
Ich habe mal eine Schaubild für den Leistungsbedarf von Bismarck erstellt.
Basis Fahrtabellen Bismarck 3 Wellenfahrt (KRIEGSERFAHRUNGEN MIT BISMARCK - TIRPITZ OBERBAURAT KRUX)
Sie dürfen diesen Dateianhang nicht ansehen.

ich habe den 30,1 Meilenfahrten Wert mit ~150000 WPS interpoliert für 30 kn.

Zusätzlich habe ich mit Excel die Trendlinie für den Leistungsbedarf ermittel.
Das Bestimmtheitsmaß(R²) liegt bei EINS für die Daten. Also faktisch ein perfekter Fit.

Das Bestimmtheitsmass verringert sich(geringfügig(4.Kommastelle), wenn anstelle der von mir grafisch ermittelten 30,6 kn für 165.000 WPS eine Höchstgeschwindigkeit von 30,8 kn genommen wird.
Meiner Meinung nach sind 165.000 WPS für 30,6 kn wahrscheinlicher.

Um die Geschwindigkeit um 1 Knoten zu steigern, ist zwischen 11 und 30 kn ein Mehrbedarf von durchschnittlisch 20% WPS erforderlich. Bei geringen Leistungen treten die höchsten Schwankungen um den Mittelwert auf.

Für Tirpitz liegt der Mehrbedarf pro kn geringfügig besser(19% pro kn), jedoch scheint der Leistungsbedarf bei geringen Geschwindigkeiten höher zu liegen. Die Unterschiede sind jedenfalls so gering, dass sie wohl im Fehlerrauschen der Messungen untergehen.
Meine Herren, es kann ein siebenjähriger, es kann ein dreißigjähriger Krieg werden – und wehe dem, der zuerst die Lunte in das Pulverfaß schleudert!
WoWs : [FMA]Captain_Hook_

Thorsten Wahl

#174
Als nächstes Vergleich der erforderlichen Maschineleistung im 1. bis 3.-Wellenbetrieb.

Im 3 Wellenbetrieb benötigt das Schiff am wenigsten Leitung.

Im Schnitt 72% gegenüber 1 Wellenbetrieb
der 2 Wellenbetrieb benötigt ebenfalls eine geringere Leistung (84% des Einwellenbetriebs.
das heisst das Mitschleppen, der nicht angetriebenen Wellen kostet Leistung und Geschwindigkeit.

Sie dürfen diesen Dateianhang nicht ansehen.

Abhilfe könnte ein Propeller mit variabler Steigung sein.
Ausweislich der Daten könnten die Daten für den 3-Wellenbetrieb kleine Fehler( insbesondere 12 und 15 kn) aufweisen.
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Thorsten Wahl

30,8 kn für T aus dem Kriegstagebuch.
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Urs Heßling

moin,

Zitat von: Thoddy am 10 Februar 2026, 08:31:5230,8 kn für T aus dem Kriegstagebuch
War das nicht eine unter Test- und nicht unter Einsatzbedingungen (vollgetankt und -aufmunitioniert) erreichte Geschwindigkeit ?

Gruß, Urs
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t-geronimo

Vor allem steht da ja "klar für 30,8 kn" und nicht "30,8 kn tatsächliche Fahrt gemessen".
 
Waren die 30,8 kn nicht ein errechneter bzw. angenommener Wert?
Gruß, Thorsten

"There is every possibility that things are going to change completely."
(Captain Tennant, HMS Repulse, 09.12.1941)

Forum MarineArchiv / Historisches MarineArchiv

Thorsten Wahl

klar für 30,8 kn sagt meiner Meinung nach aus:
die Maschinenanlage kann die notwendigen Wellenumdrehungen für 30,8 kn gemäß den Fahrtabellen bei zugesagten Dampfdrücken und Temperaturen erreichen(ohne Überlast).
Zustand des Rumpfes (Bewuchs usw) ist nicht berücksichtigt.

Die Verbräuche der Maschinen Anlage unter anderem für 30,8 kn (als Höchstgeschwindigkeit) die Marineoberbaurat Krux  nennt sind Erfahrungswerte nach längerem Betrieb des Schiffes. Die Geschwindigkeiten wurden durch Abgleich der Fahrtmessanlage und der zugehörigen Wellenumdrehungen ermittelt.
Geltung für 75% Zuladung. Pro 1000 t mehr Verdrängung ~0,1 kn weniger.
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Thorsten Wahl

#179
Die Maschinenanlagen der schweren Kreuzer und der 4 Schlachtschiffe sind im grundsätzlichen Aufbau und den Betriebsbedingungen (Temperatur und Druck) sehr ähnlich.

aus dem Vergleich der Maschinen Erprobung Mittelmaschine Prinz 'Eugen sowie ermittelbaren Angaben zu Stopplastverbrächen aus der Bismarckerprobung(ca 12 t) sowie Kreuzer Blücher (ca 12 t) habe ich versucht die Details im Verbrauch aus der Maschinenerprobung Prinz Eugen zu rechnerisch zu ermitteln.

Mein Ergebnis für ein Kraftwerk:
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:Rückfragen, Ergänzung willkommen:


Alle verbauten Kessel(Marine Wagner; Deschimag; La Mont) haben um die 50 t maximale Dampferzeugung unter "normalen" Hochdruck-Betriebsbedingungen. Gemäß einem Buch über die Wagner Kessel sollen diese bis zu einer Maximalleistung von 78 t Dampf pro Kessel forcierbar sein.
Im Normalbetrieb können alle Anlagen um die 600 t Dampf pro Stunde erzeugen.

Die Marine Wagner Kessel haben nach Angaben Schiffskunde Tirpitz einen Wirkungsgrad von 80%. Die La Mont Kessel haben ausweislich der Maschinenerbrobung bei der auch die Wirkungsgradkennlinie der Kessel ermittel wurde einen Wirkungsgrad von knapp unter 90% bei 25% Kesselbelastung und einen Wirkungsgrad knapp über 80% bei 100% Kesselauslastung.Das heißt für alle Kessel ist ein relativ konstanter Brennstoffverbrauch pro erzeugter Dampfmenge zu erwarten.

Unter Kriegsmarschbedingungen(alle 12 Kessel angeheizt alle weiteren allgemeinen für den Schiffsbetrieb notwendigen Verbraucher- Elektroenergie usw. - sind sofort verfügbar-100% Einsatzbereit) liegen die erwarteten täglichen Verbräuche wie folgt. Weiterer Einsatz der Überwasserstreitkräfte1- SKL 1263-41 gKdos Chefsache 17.Juli 1941
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Man kann hier ebenfalls gut erkennen das die neueren Anlagen unter Berücksichtigung der Schiffsgröße günstigeren Verbrauch haben. (ebensolche Erfahrungskurven lassen sich für die US Dampfanlagen von Schlachtschiffen ableiten).







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