Norwegen,Trondheim,Austratt,Gneisenau 28 cm Turm."Auf den Spuren der Geschichte"

Begonnen von Flottenparade, 28 Mai 2010, 23:42:07

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Flottenparade

Guten Abend,
Jetzt beginne ich mit meinem Bericht,über meine Norwegen-Reise vom 12.5.bis 22.Mai 2010.
Das Reiseziel in Norwegen war die Kommune Orland,in der nähe von Trondheim.Dort befindet sich das Fort-Austratt,mit dem Schlachtschiff Gneisenau 28 cm Geschützturm.
Danach ging die Reise weiter westlich,in Richtung Süden,nach Bergen.Diese Stadt habe ich schon 1972 und 1998 besucht,somit kannte ich die dortigen Sehenswürdigkeiten.Ich hatte einen Auto-Freien Tag,auf dem Campingplatz,bei bestem Wetter.Ich ging viel spazieren und wanderte um den schön gelegenen See,am Campingplatz.Die Reise ging dann weiter,nach Stavanger,Egersund,nach Hauge i Dalane (Jössingfjord)wo ich auf dem dortigen Campingplatz,meine Gastgeber von 2009,die Familie Urdal besuchte.Nach 3 viel zu kurzen Tagen ging es weiter in Richtung Heimat.Zuerst nach Kristiansand zur Dänemark-Fähre nach Hirtshals.Dort wurde ein Tag Pause gemacht,danach ging die Fahrt nach Flensburg und dann weiter nach Stuttgart(Leonberg).Und damit man sich die Strecke auch vorstellen kann,die km Angaben.
Leonberg-Kiel 883 km.
Norwegenkai Oslo-Fähre mit Colorline.Abfahrt 14 Uhr,Ankunft Oslo 10 Uhr.
Oslo-Orland 580 km.
Orland-Bergen 972 km.
Bergen,über Stavanger,Egersund nach Hauge i Dalane 300 km.
Hauge i Dalane-Kristiansand 200 km.
Fähre nach Hirtshals Dänemark 3 1/4 Stunden,(Colorline)
Hirtshals-Flensburg 380 km.
Flensburg-Stuttgart/Leonberg 830 km.
So nun ein paar Fotos von der Kiel-Oslo-Fähre,nach so viel trockenen Zahlen.
Diese Fähre finde ich persönlich die beste,denn man hat eine Kabine mit allen was dazu gehört.Man kommt gut aus geruht an in Oslo.
Ende des ersten Teils,
Gruß,
Peter
Kaiserliche Werft in Wilhelmshaven

Flottenparade

Guten Morgen,
Weiter geht es mit dem zweiten Teil.
Die Fahrt mit der Oslo-Fähre verlief sehr ruhig,glatte See.Um 7 Uhr 30 klingelte der Wecker,denn ich wollte auf keinen Fall,die engste Stelle des Oslo-Fjords,bei Oscarsborg verpassen.Für die,die es noch nicht wissen,das ist die Stelle,wo der Schwere Kreuzer Blücher 1940 versenkt wurde.
Ich hatte noch viel Zeit zum Frühstücken,um 8 Uhr 45 wurde die Untergangsstelle der Blücher passiert.Es war um diese Zeit noch sehr frisch an Deck, am Morgen,trotzdem Mütze ab und eine Minute schweigen.
Pünktlich um 10 Uhr legte die Fähre in Oslo an.25 Minuten später fuhr ich schon,auf der Strasse E6,in Richtung Trondheim.Nach 25 km fuhr ich die Ausfahrt Nr.40,von der E6 runter,auf die R191.Ich besuchte nochmals den Deutschen Soldatenfriedhof Alfasetgravlund.Bilder und einen kurzen Bericht,heute ein gestellt in meinen Bericht von 2009.
Danach ging es wieder auf die E6,Richtung Trondheim.Nach etwa 125 km,wurde aus der guten zwei spurigen Autobahn,eine einfache einspurige Landstrasse mit vielen Baustellen.Jetzt war nur noch Tempo 70-80 km an gesagt.Zwei mal,wurde die E6 wieder zweispurig und war ganz neu gebaut,aber nur für eine kurze Strecke.Hier konnte man auf Tempo 100 erhöhen.
Die Fahrt ging an bekannten Olympia-Orten,wie Lillehammer,Otta,immer höher in die Berge.Bei Oppdal wurde der Pass erreicht.Hier in der Hochebene gab es keine Nadelbäume mehr.Es wuchsen nur noch verkrüppelte Birken und Büsche,ebenso war es kalt,denn es lag noch Schnee.Die Seen und Flüsse waren noch zu gefroren.Die Strasse war aber Schnee frei.Bei Berkak ging es wieder in Richtung Tal,auf der Strasse R700.Jetzt war die Küste etwa noch 130 km entfernt.Danach ging es ein kurzes Stück auf der E39 weiter,dann bei Orkanger, auf die R710 nach Valset,zur Fähre nach Brekstad auf Orland.Gegen 20.30 Uhr erreichte ich den Fähr-Anleger und mußte ca.20 Minuten warten,bis die Fähre kam.Nach 20 Minuten Fahrt,kam ich in Brekstad an.Mein Ziel war fast erreicht,nur noch 20 Minuten und es war dann soweit,ich hatte den Austratt-Campingplatz erreicht.Ich bezog meine vor bestellte kleine Hütte,machte mir noch ein einfaches Abendesssen.Danach war der Tag für mich gelaufen und ich ging ins Bett.
Am anderen Morgen,ich hatte gut und lange geschlafen,erkundete ich zuerst mal den Campingplatz.
Nach einem guten und langen Frühstück,machte ich mich auf den Weg,in das ca,2 km entfernte Fort-Austratt.
Fortsetzung folgt.
Gruß,
Peter
Kaiserliche Werft in Wilhelmshaven

Flottenparade

Fortsetzung Teil 3.
Der Austratt-Campingplatz ist sehr gut aus gestattet,die Hütten sind sauber,ebenso der Sanitärbereich.Dieser könnte zwar mal eine Modernisierung vertagen,aber sonst gibt es nix zu meckern.
So hier der Link zum Austratt-Campingplatz.Austratt-Campingplatz
Hier noch ein paar Bilder vom Campingplatz.
Fortsetzung folgt.
Gute Nacht,
Gruß,
Peter
Kaiserliche Werft in Wilhelmshaven

Flottenparade

Guten Morgen,
Fortsetzung  Teil 4,  

                                                     Fort Austratt

Das Fort ist eigentlich eine deutsche Küstenbefestigung aus der Zeit des 2. Weltkriegs.1940 bis 1945. Diese wurde nach dem Abzug der deutschen Truppen von der norwegischen Armee übernommen und dann Fort Austratt genannt.
Das Gelände von Fort Austratt ist frei zugänglich,nur der Haupteingang hinter dem Turm in den Bunker ist geschlossen.Die Öffnungszeiten sind im Sommer,vom 10 Juli bis zum 15 August,immer von 11 Uhr bis 17 Uhr.In dieser Zeit finden dann täglich Führungen statt.Ausserhalb der Öffnungszeiten kann man den Austratt-Bunker auch besichtigen,aber nur nach vor Anmeldung.Der Eintritt kostet 80 NOK,plus 200 NOK Gebühr,wenn ausserhalb der Öffnungszeiten.Ich habe mich schon in Deutschland an gemeldet für eine Führung und brauchte mich nur am Tag der Führung telefonisch melden,daß ich am Eingang von Fort Austratt bin.Eine halbe Stunde später kam dann der zuständige Herr,die Besichtigung des Bunkers konnte beginnen.
Hier noch ein Link zu Fort Austratt Fort Austratt

Fortsetzung folgt,
Gruß,
Peter
Kaiserliche Werft in Wilhelmshaven

Flottenparade

                                                                     
                                                                     Fort Austratt

Und weiter gehts.
Vom Parkplatz aus,ging es durch das große eiserne Haupttor den Berg hinauf.Vorbei an dem Anti-Tank-Bunker.Der Weg endete dann direkt vor dem Gneisenau 28 cm Turm.
Dieser hatte leider noch seinen Wintermantel an,ein gepackt in gelber Dämmung und blauer Schutzplane.
Man konnte aber die gigantische Größe,trotzdem sehr gut erkennen. Neben dem Turm stand ein großer Entfernungsmesser.
Ich habe viele Fotos gemacht,von den Details,soweit es möglich war,die Plane auf die Seite zu drücken.
Weitere Fotos folgen nach dem Frühstück.
Fortsetzung folgt,bitte um Geduld.
Viele Grüße,
Peter
Kaiserliche Werft in Wilhelmshaven

109

Hi,

das ist schon mal ein toller Anfang Deines Reiseberichts!  :O/Y

Konntest Du Bilder in die Schießscharten in der Turmfront machen?

Viele Grüsse,

Bernd.
»Als ik kan«
This model would not be possible without the help of my friends, e.g. Herr Nilsson, Herr Otten, Herr Kaiser and Herr Arntz.
http://artisanmodeler.blogspot.de/

Flottenparade

Zitat von: 109 am 29 Mai 2010, 11:53:28
Konntest Du Bilder in die Schießscharten in der Turmfront machen?
@Bernd,
Dies war leider nicht möglich,die Plane war zu stramm gezurrt.
So nun geht es weiter.
Die ersten beiden Fotos zeigen wo wir uns befinden,ebenso die zentrale Lage des Campingplatzes.
Der schöne Aussichtsplatz um den Gneisenau 28 cm Turm,wird von den Norwegern,als Pick-Nick und Grillplatz benutzt.Der Platz ist immer sauber,hier könnte so mancher,bei uns in Deutschland, sich ein Beispiel nehmen.
Es folgen noch weitere Fotos vom Entfernungsmesser,dann kommen Fotos vom Haupteingang des Bunkers,hinter der Kanone.
Hier wurde als Ausstellungsstück,ein kompletter 15 cm Einzelturm auf gestellt.
Die Führung in den Bunker dauerte ca.1 Stunde,eine interessante Anlage,mit viel Technik zum Anfassen.
Fotos vom inneren des Bunkers stelle ich nicht hier rein,das sind zu viele und sie würden den Rahmen sprengen.
Ich verweise dafür auf die Homepage eines Bekannten aus der Schweiz,Rundgang Austratt-Bunker Auf dieser Seite habt ihr alle Informationen,an einem Stück.
Fortsetzung folgt.
Viele Grüße,
Peter
Kaiserliche Werft in Wilhelmshaven

Flottenparade

Hier die ersten 3 Fotos,das ist der Haupteingang in den Bunker,hinter dem Gneisenau-Turm.
Es folgen noch weitere Bilder vom Gneisenau 28 cm Turm,ohne Kommentar.
Fortsetzung folgt.
Gruß,
Peter
Kaiserliche Werft in Wilhelmshaven

Flottenparade

So hier noch ein paar weitere Fotos.
Nächste Woche geht der Reise-Bericht weiter.
Schönes Wochenende,
Viele Grüße,
Peter
Kaiserliche Werft in Wilhelmshaven

Albatros

Zitat von: petergrafspee am 29 Mai 2010, 22:54:10
Nächste Woche geht der Reise-Bericht weiter.

Moin Peter,

bis dahin möchte ich mich dann erst einmal für Deinen interessanten Reisebericht bedanken.  :TU:)

:MG:

Manfred

Teddy Suhren

Hai

top

Als ich mit der Midnatsol unterwegs war:
http://forum-marinearchiv.de/smf/index.php/topic,10281.0.html
bin ich wohl relativ dicht an dem Geschützturm vorbeigefahren. Zu meiner großen Schande muß ich jedoch gestehen das ich damals noch nicht wußte das der da ist. Ich weiß zwar nicht was man davon vom Wasser aus gesehen hätte, danach gesucht hätte ich auf jeden Fall. Fernglas hatte ich ja.
Aufgefallen ist mir seinerzeit der Flughafen Orland ganz in der Nähe, wo AWACS Maschinen auf dem Rollfeld standen.
Gruß
Jörg

WoWs Nick: Teddy191

Snuffy

Hallo Peter. Danke dir für deinen schönen Reisebericht !!! Es wird für mich leider ein Traum bleiben, das mit meinen eigenen Augen zu sehen. Ich freue mich schon auf die Fortsetzungen von dir. Mfg: Willi.  :MG:

tirpitzpeter

"Wer wartet mit Besonnenheit, der wird belohnt zur rechten Zeit"! (Rammstein)
"Ein formal stimmiges Produkt braucht keine Verzierung" (Ferdinand Porsche)

unwissend!

Wow, danke für deinen Bericht! Die Bilder vom 28cm Turm der Gneisenau sind ein Traum! Einmal den Turm besichtigen und auf dem Nordkap stehen um auf's offene Meer zu schauen und etwas vom Hauch der Geschichte spüren, irgend wann einmal. Aber bis dahin freue ich mich auf deine Fortsetzung des Berichts.

cu Björn

Flottenparade

Hallo es geht weiter,
Nach der Besichtigung des Fort Austratt Bunkers,erkundete ich das restliche Gelände.Danach fuhr ich in das nahe Städtchen Brekstad um neue Vorräte zu bunkern.Ebenso tankte ich mein Auto voll.Denn ich wollte am Sonntag,den 16.5. einen Autofreien Tag und dann am 17.05. früh los fahren mit der ersten Fähre,denn der Weg nach Bergen war weit.
Am Sonntag besichtigte ich noch die alte Austratt Burg,die ca. 1km vom Campingplatz entfernt war.Da das Wetter sehr schön war,beschloss ich mich,nochmals in das Fort Austratt zum Gneisenau-Turm zu gehen.Ich machte ein Pick-Nick im Schatten der Kanonenrohre des Gneisenau-Turms.
Siehe Foto,gneisenau-turm 8. Am späten Nachmittag fuhr ich doch noch mal nach Brekstad ins Zentrum,ich wollte nach dem Fahrplan für die Fähre sehen.Die erste Fähre fuhr laut Plan,Montag bis Freitag um 6 Uhr 20.
Bevor ich dann wieder zum Campingplatz fuhr,ging ich noch in ein Lokal zum Abendessen.
Das frühe aufstehen am Montag-Morgen,den 17.Mai 2010 klappte ganz gut.Ich stand um 5 Uhr 45 am Fähr-Anleger im Zentrum der Stadt Brekstad.Hier kann man wirklich von Zentrum sprechen,denn im Umkreis von 200 meter,war der Fährhafen,das Rathaus mit Polizei,sowie Supermarkt,Taxistand usw.
Aber eines kam mir komisch vor.Es war Montag Morgen und kein Mensch,Auto war auf der Strasse.Das einzige Auto was da stand war meins.Es wurde 6 Uhr und immer noch alles wie aus gestorben.Die Fähre war zwar da,aber wenn die in 20 Minuten ab fahren soll,dann sollten die mit dem verladen ja mal an fangen,auch wenn ich das einzige Auto war.
Komisch,Komisch.Ich also nochmals zum Fahrplan,vielleicht habe ich mich verlesen.Nein es stimmte 6 Uhr 20.
Mensch Maier,man sollte auch das klein gedruckte lesen.An Hand des Datums 1.Mai und 17.Mai konnte ich erahnen,daß dies Feiertage sein müssen.Und heute war der 17.Mai.
Es war tatsächlich ein Feiertag und zwar ein ganz besonderer.Dies wurde 10 Minuten später bestätigt,als ein Bautrupp der Stadt,das Zentrum,Rathaus,Polizeiwache,den ganzen Platz mit Norwegischen Fahnen mückten.
Es war der 17.Mai,Norwegischer National-Feiertag.
Aber keine Panik,es gab noch einen zweiten Fähr-Anleger in Rorvik,über den Flakkfjord nach Flakk-Trondheim.Das war die Strasse  R 710/715 Richtung Trondheim 89 km.
Diese Fähre fuhr,das sah man schon bei den vielen Autos am Fähr-Anleger.Die Norweger liefen zur Feier des Tages mit sehr schönen Norwegischen Trachten herum.
Eigendlich wollte ich auf der E 39 immer an der Küste entlang,nach Bergen fahren.Aber da hätte ich 4 Fähr-Verbindungen gehabt.Aber mit der Erfahrung mit einer Fähre an einem Feiertag,entschloss ich mich,von Trondheim aus,die E 6 zu nehmen,danach  bei Otta die E 15,dann die E 5 und weiter die E 16,kurz vor Bergen dann auf die R 580, wo dann der Campingplatz war.Dieser Weg war genauso weit wie die Küsten-Strasse,hatte aber nur eine Fähr-Verbindung über den Sognefjord.Es war eine lange Fahrt Kreuz und Quer über das Gebirge und ein Tag der vielen Tunnel.Es waren Tunnel von 400 meter, bis 6 km und sogar einer mit 25 km länge.Von dem 25 km Tunnel gibt es auch noch was zu berichten,dazu komme ich später.Auf der ganzen Fahrt sah man die Beflaggung, waren selbst die einzelnen Häuser im Gebirge,sowie jede Ortschaft mit Norwegischen Flaggen geschmückt.Auch hier sah man die Norweger in sehr schönen Trachten.Leider hatte man zu wenig Zeit und einen strengen Zeit-Plan,man hätte sich gerne mit unter das Volk gemischt,um den Feiertag mit erleben zu können.
Fortsetzung folgt,
Viele Grüße,
Peter
Kaiserliche Werft in Wilhelmshaven

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