Tender Klasse 401/402/403

Begonnen von Albatros, 18 September 2010, 18:41:13

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Big A

Hallo Harald,

auf einem Tender war ich auch mal richtig seekrank, meine erste Fahrt auf de "Mosel" dort bin ich für eine Ausbildungsfahrt nach Portland als ArtillerieOffz eingestiegen, ich hatte ja den Schein für 100 mm Türme und außerdem spreche ich fließend Englisch.
Lange Rede, gar kein Sinn, am Abend vorm Auslaufen gings mir richtig schlecht, Darmkoliken mit leichtem Fieber, war wohl was mit dem Abendessen an Land, tags drauf durch den NOK, in der Nordsee ein tierischer Nordsturm (hat das stbd-Wappen am Bug weggerissen) und Axel hing buchstäblich über die Brückenreeling. So schlecht war mir seitdem nie wieder...

Axel
Weapons are no good unless there are guts on both sides of the bayonet.
(Gen. Walter Kruger, 6th Army)

Real men don't need experts to tell them whose asses to kick.

Wilfried

Moin, moin zusammen!

Eben mal schnell Harald aushelfen; für die Freunde der kleinen Kartonmodell vielleicht interessant. A65 SAAR, vorgesehen für das 1. Minensuchgeschwader. Hier ein paar Bilder von der Abnahmefahrt ...

... Tradition pflegen, bedeutet nicht, Asche aufzubewahren sondern Glut am Glühen zu halten ...
http://www.passat-verlag.de
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http://www.forum-marinearchiv.de - wenn Marine Dein Ding ist!

Wilfried

... so, und die eben noch hinterher.

Mit einem lieben Gruß
der Wilfried
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Urs Heßling

moin

Zitat von: Big A am 23 September 2010, 21:12:29
in der Nordsee ein tierischer Nordsturm (hat das stbd-Wappen am Bug weggerissen)

mit Westkurs bei Nordsturm, wie schön ... :-D ... und das bei des Tenders bekannter guter Querstabilität  :MLL:

Gruß, Urs
"History will tell lies, Sir, as usual" - General "Gentleman Johnny" Burgoyne zu seiner Niederlage bei Saratoga 1777 im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg - nicht in Wirklichkeit, aber in George Bernard Shaw`s Bühnenstück "The Devil`s Disciple"

Big A

Zitat... und das bei des Tenders bekannter guter Querstabilität 
Ergebnis::/T(
würg reiher kotz

Axel
Weapons are no good unless there are guts on both sides of the bayonet.
(Gen. Walter Kruger, 6th Army)

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Karsten

Mal eine Frage:

Bei mir drängt sich immer wieder der Eindruck auf, dass die Tender unserer BuMa im Prinzip "getarnte"/verkappte Kampfschiffe waren. Liege ich mit dieser Vermutung einigermaßen richtig oder völlig daneben?

Viele Grüße,

Karsten
Viele Grüße,

Karsten

Urs Heßling

moin, Karsten,

Zitat von: Karsten am 24 September 2010, 11:40:28
... dass die Tender unserer BuMa im Prinzip "getarnte"/verkappte Kampfschiffe waren.

Liege ich mit dieser Vermutung einigermaßen richtig oder völlig daneben?

beides  :-D

natürlich waren die Tender Kriegsschiffe, aber Kampfschiffe im Sinne von "angreifendem" Einsatz wie Schnellboote oder Unterseeboote: nein.

Die Tender waren darauf ausgelegt, als mobiler Geschwaderstützpunkt in einer durch gegnerische Luftüberlegenheit geprägten Lage zu "überleben" - das war im Prinzip eine "defensive" Aufgabe.

Gruß, Urs
"History will tell lies, Sir, as usual" - General "Gentleman Johnny" Burgoyne zu seiner Niederlage bei Saratoga 1777 im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg - nicht in Wirklichkeit, aber in George Bernard Shaw`s Bühnenstück "The Devil`s Disciple"

Hastei

#22
Urs, dass hast Du schön formuliert, zu überleben.

Wilfried, für mich kommen diese schönen Bilder zu spät. Als ich den Tender baute, kannte ich weder die Karton-Foren, noch diese Forum.

die sog, Querstabilität ? Ich erinnere mich, das es nie gelang, den Tender im Hafen gerade zu legen. Entweder neigte er nach backbord oder er neigte nach Steuerbord. Am Anfang war mir das bein Einschlafen unangenehm.

Hastei

Hastei

bei T 2 müsste es sich um die Saar handeln.

Hastei

da sitzt der "blutjunge" Hastei am ZAG. In der Freizeit saß ich da gerne, man konnte dort wunderbar alles beobachten.                                    Im Hafen oder Kanal sogar durch die Gardinen der Fenster !!
I.d.T. waren die Tender gut bewaffnet. Ich als ausgebildeter 100 mm Gast wurde dann zu den beiden vorderen 40 mm gesteckt, weil da kein Personal für vorhanden war. Gut nicht ? Hatte keine Ahnung von den Dingern. Aber um Schmiernippel abzuschmieren braucht man auch keinen Lehrgang ! Der eigentliche 40 mm Gast blähte sich monatelang als Pantry in der Bootsmannsmesse. Was ist schon die Aufgabe eines Ari-Gasten ?
Wachegehen ,Reinschiff, Wachegehen, Reinschiff,ab und zu die Nippel versorgen. Also nee, hatte mir die Seefahrt anders vorgestellt.
Und abends diese Saufereien . Und dann der Stress im Hafen : in welche Disco gehst Du heute abend ???

es grüßt der Hastei

Wilfried

Zitat von: Hastei am 24 September 2010, 13:53:17
bei T 2 müsste es sich um die Saar handeln.

Stimmt Harald,

Tender SAAR wurde bei der Norderwerft Köser & Meyer in Hamburg gebaut; kann man sehr gut an der Reedereiflagge erkennen.

Mit einem lieben Gruß
der Wilfried
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Urs Heßling

moin,

Zitat von: Hastei am 24 September 2010, 13:15:26
die sog, Querstabilität ? Ich erinnere mich, das es nie gelang, den Tender im Hafen gerade zu legen. Entweder neigte er nach backbord oder er neigte nach Steuerbord. Am Anfang war mir das bein Einschlafen unangenehm.

das war ja auch das, was ich meinte  :-D Besonders eindrucksvoll waren Kursänderungen bei hoher Fahrt mit 20 Grad Ruderlage (in der Kombüse :SO/( )

Gruß, Urs
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Wilfried

Moin Harald,

die Rohrhose, bei dem 40-mm-Bofors, war die aus normalem Segeltuch/Persenning?

Mit einem lieben Gruß
der Wilfried
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Hastei

Wilfried,  Du hast aber Fragen ! Soweit ich mich erinnere,war sie aus Segeltuch. Auch die Abdeckplane war eine Persenning ,
im Winter steif wie ein Brett .

Gruß Hastei

Urs Heßling

moin,

Zitat von: Wilfried am 24 September 2010, 18:21:06
die Rohrhose, bei dem 40-mm-Bofors, war die aus normalem Segeltuch/Persenning?

spätestens seit der 2. Hälfte der 70er Jahre auf den Schnellbooten aus Kunststoff (mit Vorteilen: leichter, nicht so "steif", und es fror kein Wasser darin fest).

Gruß, Urs
"History will tell lies, Sir, as usual" - General "Gentleman Johnny" Burgoyne zu seiner Niederlage bei Saratoga 1777 im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg - nicht in Wirklichkeit, aber in George Bernard Shaw`s Bühnenstück "The Devil`s Disciple"

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