Russische Flugzeugträger aktuell

Begonnen von AND1, 17 November 2010, 14:47:36

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olpe

#195
Zitat von: Albatros am 04 Februar 2012, 09:53:40
Die Jakowlew Jak-141 hätte das glaube ich geschafft und hatte doch wirklich keine schlechten Daten
Hallo,
ja, das mag wohl sein, aber die JAK-141 war als Nachfolgeprodukt der JAK-38 vorgesehen ... projektiert, konstruiert und gebaut für die flugzeugtragenden Kreuzer "KIEV", "MINSK", NOVOROSSIYSK" und "BAKU" ... Das große Ziel der sowjetischen Seekriegsflotte - auch gegen den politischen Mainstream innerhalb der damaligen Partei- und Staatsführung - war ein 'vollwertiger' Träger mit Decks- und Katapultstart ... Erreicht hat man das Ziel bis 1991 nicht ... die "ULYANOVSK" verblieb unfertig auf dem Helgen ... und wurde später abgebrochen ... Ich kann @Kaschube_29 nur zustimmen ... die JAK-141 war nie für die sky-jump-Variation einer "ADMIRAL KUZNETOV" und einer "VARYAG" (verblieb auch unfertig) vorgesehen ...
Unten einige Impressionen der JAK-141 mitsamt dem Unfall, der das maritime Senkrechtstarterprogramm der UdSSR abrupt beendete ...
(Q: Slg. OLPE)
Grüsse
OLPE

Albatros

Zitat von: olpe am 04 Februar 2012, 23:29:25
Ich kann @Kaschube_29 nur zustimmen ... die JAK-141 war nie für die sky-jump-Variation einer "ADMIRAL KUZNETOV" und einer "VARYAG" (verblieb auch unfertig) vorgesehen ...

(Q: Slg. OLPE)
Grüsse
OLPE

Hallo Olpe,

Ich könnte mir aber trotzdem vorstellen das wäre die Situation der sowjetischen Seekriegsflotte 1991 eine andere gewesen und die Entwicklung der JAK-141 zum Ende gebracht worden sie heute auf einer KUZNETOV  stationiert sein würde.

Zitat von: Kaschube_29 am 04 Februar 2012, 00:06:58
Moin Manfred,

Was nun den Falklandkrieg betrifft: hier wirkte sich auf jeden Fall auch der bessere Ausbildungsstand der britischen Piloten aus, die aus ihren Maschinen sehr viel herauskitzeln konnten!

Bis dann,

Kaschube_29

Ich denke und meine auch gelesen zu haben das nicht der Ausbildungsstand entscheidend war (die argentinischen Piloten sollen einen hohen gehabt haben) sondern die Flugmanöver zu der die Harrier der Royal Navy in der Lage waren. Darauf waren die argentinischen Piloten nicht eingestellt. Für die englischen Piloten dagegen war der Kampf gegen nicht VTOL -Flugzeuge etwas ,,Normales" und sie wussten genau wie sie ihre Vorteile einsetzen konnten.

:MG:

Manfred


Kaschube_29

Hallo Manfred,

zur Jak-141 etwas zur Entwicklungsgeschichte aus verläßlichen russischen Druckerzeugnissen:
- Die ersten Arbeiten für dieses Flugzeug begannen im Jahre 1975.
- Der Erstflug des Flugzeugs im Flugzeugprofil fand nach vielen Schwierigkeiten erst am 09.März 1987 durch den Versuchspiloten Andrej Sinizyn (Андрей Синицын) statt.
- Die ersten Schwebeversuche wurden im Dezember 1989 durchgeführt, als das dritte Flugzeug zu den Erprobungen hinzukam. Insgesamt wurden vier Prototypen gebaut; zwei Prototypen konnten fliegen (Bordnummer 48 und 77), während der dritte und vierte für statische und für Bruchversuche der Zellen eingesetzt wurden.
- Am 13.Juni 1990 wurde der erste Flug gemäß vollständigem Profil (mit Senkrechtstart und –landung) durchgeführt.
- Die erste Landung an Bord des schweren Flugdeckkreuzers ,,Admiral Flota Sovetskogo Soyuza Gorshkov" (,,Адмирал Флота Советского Союза Кузнецов"), die Baunummer 4 der ,,Kiev"(,,Киев")-Klasse und ehemalige ,,Baku" (,,Баку"), erfolgte am 21.September 1991 durch Andrej Sinizyn.
- Der erste Start von Bord der ,,Gorshkov" erfolgte am 30.September 1991.
- Schließlich gab es am 05.Oktober 1991 mit der Bordnummer 77 die schwere Havarie von Wladimir A. Jakimow (Владимир А. Якимов), als er bei einem Landeanflug zu schnell hereindrehte, die Sinkgeschwindigkeit zu groß war und durch den harten Aufprall auf dem Deck das Fahrgestell die vorhandenen Treibstofftanks beschädigte, so daß das Flugzeug sofort Feuer fing; der Pilot katapultierte sich heraus und blieb unverletzt.
- Danach gab keine weiteren Landungen mehr an Bord von Kriegsschiffen durch die Jak-141.
- Durch die Neubewertung der militärischen Programme der russischen Flugzeugindustrie wurden die Arbeiten zur Jak-141 seitens des russischen Verteidigungsministeriums eingefroren.
- Schließlich wurde 1992 das einzige verbleibende Flugexemplar der Jak-141, die zunächst die Bordnummer 48 trug, für die Teilnahme an der Flugshow in Farnborough hergerichtet und erhielt die Bordnummer 141.
- Schließlich erwarb Lockheed Martin für das JSF (Joint Strike Fighter) im Jahre 1995 von der russischen Firma Jakowlew die Technologie für den Senkrechtstart.

Nun zu den Daten der Jak-141:

Für die Senkrechtstart- und Landefähigkeit sind hinter dem Pilotensitz zwei Hubtriebwerke R-41 mit jeweils 4.100 kN Schubkraft (Gewicht jeweils 200 kg) vorhanden. Weiterhin ist ein Triebwerk R-79 mit einer Leistung von 15.500 kN vorhanden. Das Radar der Jak-141 ist ebenso eine Ausführung des ,,Schuk"-Radars der ,,MiG-29", aber die Radarantenne ist kleiner. Die Waffenlast (an vier Aufhängepunkten) betrug 4.200 kg. Das normale Startgewicht einer Jak-141 beträgt 15.800 kg, das maximale Startgewicht 21.500 kg. Maximal ist das Flugzeug eine Belastung von 7 g ausgelegt.
Dieses maximale Startgewicht ist aber niemals beim Senkrechtstart möglich! Dann wird einfach zuviel Treibstoff verbraucht und die Reichweite des Flugzeugs ist zu gering.

Hier jetzt Angaben zur MiG-29K:
Die MiG-29K hat mit zwei RD-33K Triebwerken einen Gesamtschub von 17.600 kN (mit Nachbrenner), die größere ,,Schuk"-Antenne, acht Aufhängepunkte (4.500 kg Waffenlast) und mehr internen Triebstoff. Beim Kurzstart (der einfach wesentlich treibstoffsparender und damit im Vergleich zum Senkrechtstart reichweitenerhöhend ist) wird das ,,außerordentliche Verfahren" bei den Triebwerken mit einer Leistung von 18.800 kN eingesetzt. Das Leergewicht einer MiG-29K beträgt 12.700 kg, das normale Startgewicht 17.770 kg und das maximale Startgewicht 22.400 kg.
Garantiert ist der Start einer MiG-29K von Bord russischen Angaben zufolge
- mit einem Gewicht von 17,7 t bei einer Anlaufstrecke von 110 m und
- mit einem Gewicht von 22,4 t bei einer Anlaufstrecke von 195 m (hinterster Startplatz).
Das zulässige Landegewicht einer MiG-29K beträgt maximal 15,3 t.

Vergleichen wir nun einmal die beiden Flugzeugmuster:
Die MiG-29 war zum Jahr 1991 gegenüber der Jak-141 deutlich durch die Ausgereiftheit und die längere Stehzeit in aktiven fliegerischen Verbänden deutlich im Vorteil. Die Luftstreitkräfte nutzten die MiG-29 schon lange im aktiven Dienst und hatten an einem Senkrechtstarter keinerlei Interesse.

Nun zur Aussage, die Jak-141 ,,soll so wendig wie die MiG-29 gewesen sein." Dies schreibt Wikipedia. Diese Aussage wurde seinerzeit in der ersten guten Darstellung im deutschen Schriftraum in der Zeitschrift ,,Flug Revue" Ausgabe 11/1991 auf Seite 21 auch schon gemacht: [i],,Was die Wendigkeit betrifft, soll sie mit der MiG-29 vergleichbar sein." [/i]

Nun, die Jak-141 war etwas leichter (hatte aber auch ,,Ballastgewicht" mit den Hubtriebwerken an Bord) bei einem leistungsstarken Triebwerk. Die MiG-29 war etwas schwerer bei stärkeren Triebwerken. Hier ist die Vergleichbarkeit sicher gegeben.

Problematischer ist aber die Tatsache, daß auf der Jak-141 nur ein (Marsch-) Triebwerk vorhanden ist; beim Ausfall desselben ist dieses fatal.
Die MiG-29K hingegen verfügt über zwei autarke Triebwerke; beim Ausfall eines Triebwerks ist eine Notlandung noch möglich.

Aus der Zeitfolge heraus konnte eine so verspätete Jak-141, für die sich auch ,,nur" die Seekriegsflotte interessierte, keinen mehr motivieren, eine Entwicklung zu Ende zu führen.

Für die MiG-29K spricht gegenwärtig auch, daß Indien bereits 11 Maschinen besitzt, 5 weitere in der Auslieferung sind und zusätzliche 29 bestellt sind.
Für die russischen Marineflieger wird dieses Jahr der Auftrag zum Bau von 28 Flugzeugen MiG-29K/KUB bis 2020 auch erfolgen.

Abschließend nur folgende Bemerkung: Warum gibt es außer dem "Harrier" /"Sea Harrier" (Spanien, Indien, Thailand, US Marine Corps für den Einsatz von den Hubschrauberträgern der LHA/LHD-Klassen) gegenwärtig nirgendwo andere VTOL-Flugzeuge im aktiven Einsatz? Die konventionell startenden und landenden Flugzeuge haben einfach die besseren Leistungsdaten!

Bis dann,

Kaschube_29
Immer eine Handbreit Wasser unter den Kiel (Bcегда семь футов под кильем)!

The Voice

Moin Moin!

Die Trägerkampfgruppe um die ADMIRAL KUZNETSOV hat
am 31.01.2012 Gibraltar passiert,
am 01.02.2012 Lissabon passiert,
am 03.02.2012 die Nordspitze Spaniens passiert
am 05.02.2012 die Südspitze Irlands in Richtung Nordatlantik passiert.
In God we trust - all others we track

Albatros

#199
Hallo Kaschube,

mal wieder eine hochinteressante Antwort von Dir...... top

Das die MIG das ,,bessere" Flugzeug ist, davon kann man ausgehen. Nur meine Zweifel gehen dahin ob sie auch das bessere von der KUZNETSOV ohne Katapult einsetzbare Flugzeug ist.

Zitat von: Kaschube_29 am 05 Februar 2012, 23:24:49
Hallo Manfred,



Nun zu den Daten der Jak-141:

Für die Senkrechtstart- und Landefähigkeit sind hinter dem Pilotensitz zwei Hubtriebwerke R-41 mit jeweils 4.100 kN Schubkraft (Gewicht jeweils 200 kg) vorhanden. Weiterhin ist ein Triebwerk R-79 mit einer Leistung von 15.500 kN vorhanden. Das Radar der Jak-141 ist ebenso eine Ausführung des ,,Schuk"-Radars der ,,MiG-29", aber die Radarantenne ist kleiner. Die Waffenlast (an vier Aufhängepunkten) betrug 4.200 kg. Das normale Startgewicht einer Jak-141 beträgt 15.800 kg, das maximale Startgewicht 21.500 kg. Maximal ist das Flugzeug eine Belastung von 7 g ausgelegt.
Dieses maximale Startgewicht ist aber niemals beim Senkrechtstart möglich! Dann wird einfach zuviel Treibstoff verbraucht und die Reichweite des Flugzeugs ist zu gering.


Bis dann,

Kaschube_29

Da die ski jump Rampe auf der KUZNETOV eh vorhanden ist, kann man sie auch nutzen also sollte das mit dem maximalen Startgewicht von 21.500 kg kein Problem sein.

Zitat von: Kaschube_29 am 05 Februar 2012, 23:24:49

Hallo Manfred,


Garantiert ist der Start einer MiG-29K von Bord russischen Angaben zufolge

mit einem Gewicht von 22,4 t bei einer Anlaufstrecke von 195 m (hinterster Startplatz).


Bis dann,

Kaschube_29

Da scheint es ja glaube ich zumindest gewisse Zweifel zu geben ob das den Tatsachen entspricht. Hat man dies schon beobachten können?
Eventuell wird die indische ,,Vikramaditya" in der Zukunft zeigen ob dies möglich ist.

Zitat von: Kaschube_29 am 05 Februar 2012, 23:24:49
Hallo Manfred,


Abschließend nur folgende Bemerkung: Warum gibt es außer dem "Harrier" /"Sea Harrier" (Spanien, Indien, Thailand, US Marine Corps für den Einsatz von den Hubschrauberträgern der LHA/LHD-Klassen) gegenwärtig nirgendwo andere VTOL-Flugzeuge im aktiven Einsatz? Die konventionell startenden und landenden Flugzeuge haben einfach die besseren Leistungsdaten!

Bis dann,

Kaschube_29

Das die konventionell startenden und landenden Flugzeuge die besseren Leistungsdaten haben ist klar......solange sie einen ausreichend starken Katapult zur Verfügung haben.

Die KUZNETOV  und bald auch die  Vikramaditya sind die derzeit einzigen Träger die  konventionell startenden und landenden Flugzeuge ohne Katapult in die Luft bringen.Wenn das eine gute Idee wäre, warum wird das nicht auch wo anders angewandt z.B. beim Neubau der Queen-Elizabeth-Klasse ? Würde doch eine Menge Technik sparen...... :MZ:

:MG:

Manfred



IM4711


The Voice

Zitat von: IM4711 am 06 Februar 2012, 22:13:37
Bei YouTube wird jetzt folgendes Video verbreitet:

http://www.youtube.com/watch?v=GyBezrFFx2Q
Moin!
Das Video ist ja die reinste Verschwörungstheorie!
Die USS ENTERPRISE wird vorausgeschickt, damit die "bösen Iraner" es versenken und damit der "nukleare Schrott" nicht teuer entsorgt werden muss!
Das Video ist nur zum schmunzeln!
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The Voice

Moin!
HMS LIVERPOOL begleitete den den Trägerverband bei der Passage der Britischen Inseln und Irlands.
Die HMS LIVERPOOL lief aus dem Heimatstützpunkt Portsmouth aus und beschattete den Trägerverband.
Der Type-42 Zerstörer hatte zuvor einen Abschiedsbesuch in der Patenstadt Liverpool durchgeführt.
Nachdem die Beschattung beendet war, wird das Schiff noch an einigen Übungen in Norwegen teilnehmen um dann am 30.03.2012 außer Dienst gestellt zu werden.

Quellen mit einigen schönen Fotos:
The Telegraph
Royal Navy
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hillus

#203
Moin The Voice,

danke für das Außerdienststellungsdatum der LIVERPOOL. Ich hatte im Juni 2011 in Malta die Gelegenheit, mit dem Kommandanten zu sprechen, nachdem der Zerstörer zu einem Zwischenaufenthalt beim Libyen-Raid festgemacht hatte. Dort sagte er mir dann voller Traurigkeit, sein altes, aber stolzes Schiff, geht im nächsten Jahr außer Dienst.
Jetzt wissen wir es. Ich glaube, es waren davon Fotos im Thread über Mitbringsel aus dem Urlaub zu sehen. Kannst ja mal stöbern.

Grüße aus Braunschweig

hillus

P.S. Wer noch einemal reinschauen will: forum-marinearchiv.de/smf/index.php/topic,15022.0.html

The Voice

Zitat von: hillus am 08 Februar 2012, 10:32:20
Moin The Voice,

danke für das Außerdienststellungsdatum der LIVERPOOL. Ich hatte im Juni 2011 in Malta die Gelegenheit, mit dem Kommandanten zu sprechen, nachdem der Zerstörer zu einem Zwischenaufenthalt beim Libyen-Raid festgemacht hatte. Dort sagte er mir dann voller Traurigkeit, sein altes, aber stolzes Schiff, geht im nächsten Jahr außer Dienst.
Jetzt wissen wir es. Ich glaube, es waren davon Fotos im Thread über Mitbringsel aus dem Urlaub zu sehen. Kannst ja mal stöbern.

Grüße aus Braunschweig

hillus
Ja, die gute alte HMS LIVERPOOL! Hatte vor der Libyschen Küste gute Arbeit geleistet. Zweimal die Verminung des Hafens von MISRATA durch Artilleriefeuer verhindert, mehrfach Landstellungen mit der 114mm "umgegraben". Selbst auch unter Beschuss gekommen.
Auch die Britischen Zeitungen hatten damals das Thema aufgegriffen, weil der Zerstörer zunächst unmittelbar nach der Operation UNIFIED PROTECTOR außer Dienst gehen sollte.
Der Tenor der Artikel war: Ist das der Dank? Monatelang im Einsatz, dann nach Hause, dort Außerdienststellung und teilweise Entlassung der Besatzung.
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hillus

#205
Hallo The Voice,

die Fotos sind bei "Schiffsbilder zweier Urlaubsreisen" eingestellt. Ich hatte das Glück, gerade an Oberdeck zu sein, als die alte Lady einlief und dann hielt ich das ganze Prozedere des Anlegens am Passagierkai, da wo das Hard Rock Cafe ist, fest. Köstlich war dann noch das Entladen des Mülls in braunen Papiersäcken und weiterem Abfall. Damit wurden sechs an Land stehende Container rappelvoll. So nach ca. 1 Stunde war dann Landgang in 1. Geige angesagt. Die weiblichen Bordangehörigen waren verdammt hübsch. top

hillus

Kaschube_29

#206
Moin Moin,

die russischen Medien sind inzwischen etwas stiller geworden bei der Berichterstattung vom russischen Kriegsschiffverband. Beim Auslaufen aus Seweromorsk waren noch zwei Fernsehteams an Bord; ein Team vom militärnahen Sender "Zvezda" (["Звезда"] auf deutsch: "Der Stern") mit dem Reporter Konstantin Isajew (Константин Исаев) ist auch gegenwärtig noch an Bord. Dagegen ist das Aufnahmeteam mit dem Journalisten Dmitrij Kajstro (Дмитрий Кайстро) vom russischen Fernsehsender "RTR" kurz nach dem Liegen auf der Reede von Tartus (mit dem Besuch des syrischen Verteidigungsministers Dawood Rajiha) von Bord gegangen (der Reporter ist inzwischen auch wieder bei anderen "zivilen" Berichterstattungen seines Senders aufgetreten).

In russischen Artikeln wird auch schon wieder viel auf die Anfangsphase der Fahrt eingegangen...

Aber hier der Originaltext der Russischen Armeezeitung "Krasnaya Zvezda" (["Красная Звезда"] auf deutsch: "Roter Stern") von der heutigen Papier-/Onlineausgabe:

redstar.ru vom 08.02.2012:
Kurs- Arktis

Der schwere Flugdeckkreuzer  ,,Admiral Flota Sovetskogo Soyuza Kuznetsov" (,,Aдмирал Флота Советского Союза Kузнецов"), das große U-Bootabwehrschiff  ,,Admiral Chabanenko" (,,Адмирал Чабаненко") und die Unterstützungsschiffe der Flugzeugträger-Kriegsschiffsgruppe  setzen ihre Verlegung in Gebiete des Nordatlantiks fort.
Wie der Pressedienst des Westlichen Militärbezirks mitteilte, setzen die Besatzungen der Ka-27 Bordhubschrauber im Atlantischen Ozean die Verbesserung ihrer fliegerischen Meisterschaft weiter fort. Im Verlauf der letzten Tage wurden seitens der Hubschrauberleute 25 Flüge durchgeführt. Die Besatzungen der Hubschrauber arbeiteten sowohl die Landung an Bord des schweren Flugdeckkreuzers, als auch auf dem Hubschrauberlandedeck des großen U-Bootabwehrschiffs ,,Admiral Chabanenko" (,,Адмирал Чабаненко") durch.
Die Besonderheit der Flüge der Hubschrauberleute im Atlantischen Ozean war die Tatsache, dass die meisten von ihnen zu nächtlicher Zeit durchgeführt wurden. Nächtliche Flüge von Hubschraubern, besonders die Landung auf den Hubschrauberlandedecks mit ihren begrenzten Abmessungen, wie sie auf einem großen U-Bootabwehrschiff anzutreffen sind, werden in der Welt als eine der schwierigsten Elemente des Fliegens angesehen.
Gegenwärtig laufen die Kriegsschiffe der Flugzeugträger-Kriegsschiffsgruppe östlich von Großbritannien und von Irland. Erst vor kurzem haben sie das Auffüllen der Vorräte in der Keltischen See abgeschlossen. Während der Fahrt, die am 6.Dezember begonnen hat, wurden von den Kriegsschiffen und Schiffen der Flugzeugträger-Kriegsschiffsgruppe bereits mehr als 11.500 sm zurückgelegt.
Während der Aufenthaltszeit im Mittelmeer arbeiteten die Bordpiloten ein umfangreiches Gefechtsausbildungsprogramm durch. Es wurden mehr als 130 Flugzeugstarts von Bord des schweren Flugdeckkreuzers durchgeführt. In der Luft wurden auf den schweren Jagdflugzeugen Su-33 Elemente von Luftkämpfen und des Abfangens durchgearbeitet, als auch die Fertigkeiten zur Ausführung von schwierigen und komplizierten Flugmanövern vervollkommnet. Ein umfangreiches Flugprogramm wurde auch durch die Besatzungen der Bordhubschrauber Ka-27 ausgeführt, die die Flüge der Bordpiloten sicherstellten, wie auch Aufgaben der U-Bootsicherung zum Schutz der Flugzeugträger-Kriegsschiffsgruppe ausführten.
Eine der kennzeichnenden Besonderheiten der Fahrt der Flugzeugträger-Kriegsschiffsgruppe in das Mittelmeer wurde die Durcharbeitung der Zusammenarbeit auf flottenübergreifender Ebene. In einem bestimmten Zeitabschnitt wurden gemeinsame Aufgaben durch Kriegsschiffe der Nordflotte, der Baltischen Flotte und der Schwarzmeerflotte ausgeführt. Seitens der Kriegsschiffsbesatzungen wurde ein ganzer Komplex von Übungs- und Gefechtsaufgaben durchgeführt, die von einem Gesamtgedanken durchzogen waren. Das waren Dutzende von Übungen zur Luftabwehr und zur U-Bootabwehr, Hunderte von schiffsinternen Übungen und Trainingsmaßnahmen, als auch Flugabwehr-Raketen- und Artillerieschießen ausgeführt.
Andrej Gawrilenko (Андрей Гавриленко)

Hier der Originaltext: http://redstar.ru/index.php/newspaper/item/520-kurs-%E2%80%93-arktika

Hier nur eine Schlußbemerkung: in der Meldung steht tatsächlich "...östlich von Großbritannien und von Irland." Hier hat sich der Autor aber deutlich geirrt und muß "westlich" gemeint haben!!


Bis dann,

Kaschube_29   
Immer eine Handbreit Wasser unter den Kiel (Bcегда семь футов под кильем)!

The Voice

Zitat von: Kaschube_29 am 08 Februar 2012, 17:41:04
Hier nur eine Schlußbemerkung: in der Meldung steht tatsächlich "...östlich von Großbritannien und von Irland." Hier hat sich der Autor aber deutlich geirrt und muß "westlich" gemeint haben!!
Bis dann,
Kaschube_29   
Hallo Kaschube_29,
vielen Dank für die fabelhaften Übersetzungen!
Und ja, der Verband ist wirklich nicht durch den "Kanal" gegangen.
Die Royal Navy berichtete.
Aber laut der Information von einer Vereinigung von Hobbyfunkern, die die HF Wettermeldungen peilen, soll der Tanker LENA durch den Englischen Kanal gegangen sein. Ist momantan so Höhe Den Helder.
Der Schlepper NIKOLAY CHIKER hat sich heute Morgen um 09:00 nochmal über AIS gemeldet. Da stand er komischer Weise auf Südkurs kurz vor dem Moray Firth (Schottland, Ostküste) Es bleibt spannend....
MfG: Uwe
In God we trust - all others we track

The Voice

Artikel vom 10.02.2012, RIA Novosti:
ZitatEine Flugzeugträgergruppe der russischen Kriegsmarine hat alle gestellten Aufgaben erfüllt und wird in einer Woche in die Stadt Seweromorsk, die Hauptbasis der Nordflotte, zurückkehren,
teilte der Flottensprecher, Kapitän zur See Vadim Serga, RIA Novosti am Freitag mit.
,,Die Kampfschiffe der Nordflotte - der schwere Flugdeckkreuzer ,Admiral Kusnezow' und das große U-Boot-Abwehrschiff ,Admiral Tschabanenko' - haben Kurs auf Norden genommen, um die Fahrt über den Nordatlantik in die Heimat fortzusetzen", sagte er.
,,Während der Fernfahrt der Flugzeugträgergruppe, die am 6. Dezember 2011 begonnen hatte, absolvierten die Piloten der bordgestützten Flugzeuge und Hubschrauber etwa 350 Einsätze", hieß es.
Die Flugzeugträgergruppe hat über zwei Monate lang Aufgaben bei der Fernfahrt in den strategisch wichtigen Gebieten des Weltmeeres, darunter im Mittelmeer, erfüllt. An der feierlichen Begrüßungszeremonie für die Schiffe der Nordflotte soll die Führung der russischen Streitkräfte teilnehmen.
Eigener Kommentar:
,,Eine Flugzeugträgergruppe............"  ??? #
Wieso eine? Es muss heißen ,,Die...", denn Russland hat nur einen Träger.
Bezeichnender Weise wird im Artikel ein Foto des Trägers im Dock gezeigt.
Nach der Fahrt wird die KUZNETSOV in die Werft verholen und bis 2017 repariert und umgebaut werden. Ein neuer Träger kommt frühestens 2020.

Quelle: rian.ru

Gruß: Uwe

In God we trust - all others we track

hillus

Hallo Uwe,

ich hatte heute Mittag auch diesen Bericht bei RIA NOVOSTI gelesen und staunte über das uralte Foto. Da findet man bei www.mil.ru/ Fotos vom Mittelmeer-Raid von präziser Klasse, auch schöne Videos sind im Net zu finden. Die Berichterstattung ist manchmal recht unsachlich und es stellt sich die Frage, was für Laien werden dazu losgelassen. Ich habe auch gerade etwas zu der BOREY-Klasse eingestellt, wo der Redakteur bzw. Journalist recht schlecht informiert war.

Gruß Jochen (hillus)

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