Massnahmen gegen Geschlechtskrankheiten

Begonnen von byron, 24 September 2011, 22:42:34

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byron

Also ich meine,

jeder Mann müsste heute ebenfalls, bei einer Polizeikontrolle, neben seinem Persoanalausweis, ein Gummischutzmittel bei sich tragen und vorweisen.

Man kann ja nicht wissen was auf einem zutreffen kann, der Teufel ist überall anwesend.
Was meint Ihr zu einer solchen Verordnung?


www.wehrmacht-in-griechenland.de.vu

Urs Heßling

moin,

wenn ich Seite 1, Satz 1 richtig lese, sollte doch an Gummi gespart werden ...  :-D

die Pflichtschutzbehandlung wurde schon in der Kaiserlichen Marine durch Dr. Uthemann eingeführt (erstmals 1891 ?).

Gruß, Urs
"History will tell lies, Sir, as usual" - General "Gentleman Johnny" Burgoyne zu seiner Niederlage bei Saratoga 1777 im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg - nicht in Wirklichkeit, aber in George Bernard Shaw`s Bühnenstück "The Devil`s Disciple"

Trimmer

Tolles Thema -  :-D also wir wurde damals beim Ausgang an der Wache kontrolliert : 1. saubere Kragenbinde, 2. Taschentuch, 3. Kamm, 4. mindestens 5 Mark der DDR , 6. ob man lange Unterhosen getragen hat - mancher kennt ja noch den Uniformstoff , 7. Haarschnitt  und ein Verhüterli  :-D
Nur so ist man damals zur Wache raus gekommen.
Nach Ausgangsende konnte es zur sogenannten Geschlechtskontrolle durch den Sani kommen. Möchte ich aber nicht weiter "beleuchten"

Gruß - Achim -TRimmer
Auch Erfahrung erhält man nicht umsonst, gerade diese muß man im Leben vielleicht am teuersten bezahlen
( von Karl Hagenbeck)

habichtnorbert

Hallo Achim,

zu Punkt 6, hast Du was vergessen  :-D ,
heute können wirs ja sagen, im Sommer hatten wir immer abgeschnittene Hosenbeine von den langen Unterhosen angelegt, wenns dann hieß, Hosenbein hochziehen, waren dann die langen Unterhosen zusehen, auch wenn sonst keine dawaren,
:MG:
Gruß Norbert

Wo die Flotte hinfährt, sind die Minensucher schon gewesen

Das Historische Marinearchiv: www.historisches-marinearchiv.de

Kettenhund

#4
@ Achim: Wer gackert muss auch legen!!! Erzähl' mal!!!  :-D  :-D  :-D

@ Byron: Das ist schon sehr interessant mit welch profanen Angelegenheiten sich die höheren Stäbe beschäftigen mussten. Zum Thema "Wehrmachtsbordelle" ist es ja einigermaßen löblich, dass man von Seiten der Wehrmacht wegen der Gesundheit Maßnahmen ergriffen hat. Es bleibt mir aber die Frage, inwiefern die betreffenden "Damen" ihre Arbeit freiwillig taten. Mir steckt da ein Erlebnisbericht eines älteren Arbeitskollegen im Hals. Er erzählte, dass er im Sommer in Israel war und bei einem Juwelier (Familienunternehmen) Geschäfte tätigen wollte. Er wunderte sich, weshalb die betagte Besitzerin und deren Tochter langärmlige Blusen trugen. Auf Nachfragen stellte sich heraus, dass beide am Unterarm die Tätowierung "Wehrmachtshure" trugen.
Diese Erzählung ist zwar nur aus zweiter Hand aber scheint mir insbesondere wegen der Integrität der Quelle wahrhaftig. Jedenfalls hat diese Geschichte erheblichen Eindruck auf mich gemacht.

Viele grüße ins Forum,
Carsten

P.S: wollte Euch den Spaß nicht verderben. Verzeihung!
veritatis iter age et honeste vive

Trimmer

Würde ich ja machen aber dann gibt es vielleicht hier im Forum "moralische bedenken " :-D Mit den abgeschnitten en Hosenbeinen stimmt schon aber da gab es auch bei einigen besonders scharfen Leuten am KP u.U. Probleme. Also lieber "lange Männer" bevor der Kurzurlaub versaut wurde.

Gruß - Achim- Trimmer
Auch Erfahrung erhält man nicht umsonst, gerade diese muß man im Leben vielleicht am teuersten bezahlen
( von Karl Hagenbeck)

hillus

Hallo Trimmer,

das ist für mich tüchtig aufgetragen. Ich weiß nicht, wo Du gedient hast, ich meine in welcher Einheit, aber davon habe ich nichts gehört und auch nicht erlebt. Die Schlimmsten unter den Schlimmen waren ja Parow, das Grab meiner Jugend, als auch die Schwedenschanze. Kamm und Taschentuch sehe ich ja noch ein, aber Verhüterli wurden nie nachgefragt. Da gab es durchaus andere Sachen zum Nachdenken und Schmunzeln. So z. B. Hauptfeldwebel Wendefeuer, der sich folgendermaßen vorstellte. "Es gibt drei Arten von Feuer, Einzelfeuer, Dauerfeuer und Wendefeuer und das bin ich und das ist das gefährlichste Feuer." Als im Block 2 die Toiletten zu gut deutsch "Verschi..." waren hieß es Antreten zur Musterung. Fragen von Wendefeuer: "Wer ist Optiker - vortreten und wer ist KFZ-Mechaniker - vortreten. Nachdem das geschah, kam es deutlicher. Neben unserem Block war ein sogenannter Donnerbalken - also ein Hilfsklossett mit fünf Boxen, aufgestellt und Wendefeuer sagte: " Die Optkiker säubern die Brillen und die KFZ-Schlosser den Fünfzylinder." Auch Flagge Luzie, obwohl verboten, war an der Tagesordnung. Unser spezieller Freund war dabei Oberleutnant Theuerkauf, übrigens mein Zugführer. Im tiefsten Winter war Alarm und raustreten mit großem Sturmgepäck. Uns wurde klargemacht, heute ist ein 40km Marsch angesagt. Also los!!. Parow Dorf durch und dann rechts ab in die Wiesen. Der Schnee war hoch und die Tränagegräben mit Schnee überdeckt. Es kam wie es kommen mußte. Ich war so ca. der Fünfte im Gänsemarsch. Vorweg OL Theuerkauf und der Rest im Gänsemarsch. Plötzlich sackten die ersten Mannen weg in den Graben, der mit Gülle gefüllt war. Es stank fürchterlich und ich mit. Während unser OL, ein ungeheuer drahtiger Offizier, mit dem ich heute noch in Verbindung stehe, und ich glaube es waren noch fünf Mann, waren völlig durchnäßt. Unser OL machte weiter, Hut ab für diese Leistung, und zugleich schickte er die Duchnäßten zurück. Zurück an der Wache von Parow angekommen, verfiel diese in Lachkrampf, als sie uns sah. Und hier ist der Knackpunkt, lieber Trimmer. Ohne zu Zögern ließen sie uns durch und wir kamen bei Wendefeuer an. Plötzlich war ein anderer Mensch zu erkennen. Alle Mann unter die Dusche, dann gab er persönlich Kaffe oder Tee aus, so genau weiß ich es nicht mehr, und ab in die Koje. Übrigens. OL Theuerkauf ist der Stammvater meiner Liebe zur Geschichte der Seekriegsflotten der Welt. Er zeigte uns an einem gemütlichen Abend im Fernsehraum Dia's von vielen Kriegsschiffen, natürlich des Klassengegners. Meine Begeisterung hält bis heute an.

Sorry, das war fast zuviel, es ging ja um Verhüterli!!!

hillus

Trimmer

Hallo Hillus- da ist absolut nichts zu dick auf getragen. Ich war 1966 bei den Nachrichten in Niederlehme und da dort eigentlich nichts weiter war mußte man im Ausgang nach Königs Wusterhausen. Berlin war für uns Tabu. D.h. entweder wirklich gut am KP vorbei kommen oder das Wochenende in der Kaserne "vergammeln". Also hat man wirklich alle Vorschriften befolgt. Wenn da an der Wache ein "im Pulverdampf ergrauter " Oberfeld stand dem gerade sein Wochenende versaut wurde konnte man sich immer auf was gefaßt machen. Mir ist auch bekannt das es in anderen Truppenteilen vernünftiger zuging aber das war ebend sehr verschieden.

Gruß - Achim - Trimmer
Auch Erfahrung erhält man nicht umsonst, gerade diese muß man im Leben vielleicht am teuersten bezahlen
( von Karl Hagenbeck)

hillus

Hallo Trimmer,

jetzt wird ein Schuh draus. Du warst außerhalb von Gut und Böse im Raum Berlin stationiert. Da kann ich mir vorstellen, dass es dort so etwas gab. Beim Lesen Deiner Zeilen war ich von der Marine ausgegangen. Ich staune überhaupt, was meine grauen Zellen noch so hergeben, da meine Ausgebürgerung nun schon so lange her ist.
Also sorry, die Puster hatten es überall nicht leicht und wenn es bei den Verhüterli's war! :O/Y :O/Y :MLL: :MLL:

Schöne Sonntagsgrüße

hillus

Mario

ZitatNach Ausgangsende konnte es zur sogenannten Geschlechtskontrolle durch den Sani kommen.
ich wußte gar nicht, daß es damals schon Geschlechtsumwandlungen gab !  :-D :-D

Landgang- und Urlaubsmusterung waren in der Tat immer eine recht heikle Angelegenheit. Von unseren weißen Sommerblusen (1.Geige) hatten wir eine immer in Folie eingeschweißt im Spind als allerletzte Notfallreserve. Wie schnell entdecken Hauptfeld oder ein mieser UvD. einen Fleck und dann hieß es wegtreten.  :x :cry:  Gut, wenn man dann noch eine in Reserve hatte, auf die man im Notfall zurückgreifen konnte.

Captain Hans

ihr hattet wenigstens Maßnahmen top

wie viele Geschlechtskrankheiten ich, als "Medizinmann", behandelt habe weiß icht nicht mehr :?
aber es waren sehr viele und teilweise sehr sehr gefährliche. :x 
Nach meinen Behandlungen konnte ich meine Patienten erst im nächsten Hafen zur Nachuntersuchung
ins Krankenhaus schicken.
Viele mußten wir gleich dort lassen und ohne sie auslaufen.

viele Grüße
Hans
,Nur wer sich ändert,bleibt sich treu"!!!
,,Nicht was du bist,ist das was dich ehrt,wie du bist,bestimmt den Wert"!!!

RonnyM

...und vor allem sollte man nicht vergessen, dass zu unserer Sturm- u. Drangzeit (in den 60ern) Aids noch unbekannt war. Da galten noch Genuss ohne Reue. Den Rest erledigte die Spritze vom Sani (ein Paar 100TDS Einheiten) und die Sache war vergessen. :-D :-D :-D

Grüße Ronny - ohne Nebenwirkungen... :roll:
...keen Tähn im Muul,
over La Paloma fleuten...

Trimmer

Ronny - und dazu das schöne Lied vom Sanitätsgefreiten Neumann auf den Lippen ( der schön lang ists her die Tripperspritze hat erfunden... )  :-D

Achim - Trimmer  :ROFL:
Auch Erfahrung erhält man nicht umsonst, gerade diese muß man im Leben vielleicht am teuersten bezahlen
( von Karl Hagenbeck)

hillus

Ich kann es mir nicht verkneifen:

" Die Gonokokke sitzt und lauscht, wie der Urin vorüberrauscht", kanntest Du das Achim???

hillus

Trimmer

Hallo Jochen- klar kenne ich auch diesen Text  :-D  Gehörte damals genau so dazu wie die "Wirtinverse" oder das Lied von dem der sich da in Frankreich .....  alles fürs Vaterland :MLL:

Gruß - Achim - Trimmer
Auch Erfahrung erhält man nicht umsonst, gerade diese muß man im Leben vielleicht am teuersten bezahlen
( von Karl Hagenbeck)

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