Luftbild Gotenhafen. Welche Schiffe sind zu sehen?

Begonnen von Baunummer 509, 31 Mai 2012, 19:35:06

Vorheriges Thema - Nächstes Thema

0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

halina

Moin , ich kann nur ergänzend hinzufügen , dass bei den von mir geschilderten Bomben-Würfen keine weissen Kreuze aufgemalt
worden sind , dies wäre doch realitätsfern , denn die Kriegsschiffe der Gegner hatten doch auch keine Bemalung damit sie von den
Stukas  besser anvisiert werden konnten , also wohl weiterhin spekulative Meinungen . Was das Fernlenkschiff "ZÄHRINGEN"
anbetrifft , so war dies zu diesem Zeitpunkt nicht mehr im Einsatz , die Fernlenkeinrichtungen von diesem Schiff und vom Leitboot
"KOMET" wurden ausgebaut und auf der "GNEISENAU" eingelagert , im Dezember 1944 versank die Z. im Hafen von Gdingen nach
Bombentreffer und wurde mit dem Schlachtschiff zusammen als Blockschiff im April 45 vor der Einfahrt versenkt .
                                                                                                                                                                                      Gruss Halina
" Man muss nicht unbedingt das Licht des Anderen ausblasen , um das eigene Licht leuchten
zu lassen"
                      Phil Borman

spinner

#46
Also ich fragte ja gerade nach dem Schiff neben der Gneisenau...ich denke das ist Z.
125m kommt hin.

redfort

Zitat von: halina am 18 Juni 2013, 12:40:21
Was die Bombenabwürfe auf die "HESSEN" angeht , so kann ich bestätigen dass Übungsabwürfe von ferngelenkten Gleitbomben
im Frühjahr 1944 im Seegebiet vor Swinemünde stattfanden . Die Treffer-Quote wurde zwar nicht bekanntgegeben , im Schutzraum
an Bord durfte niemand bleiben und fast die gesamte Besatzung musste auf unseren Begleitschlepper "NORDER" umsteigen . Nach
Ende der Übung war die Überraschung perfekt , eine Bombe hatte das ca.45 mm starke Achterdeck durchschlagen und explodierte
im Mannschaftsraum , der Sprengkörper war gefüllt mit weissem Pulver so dass anschliessend 2 Tage lang "Rein Schiff" angesagt
war , danach wurde die Übung eingestellt , es war wohl ein nicht effektiver Aufschlagzünder eingebaut .
                                                                                                                                                                                Gruss Halina


8) was mich stuzig macht ist folgendes -  das diese Erprobung der Gleitbomben (Fritz X) durch das III. / KG 100  mit 9 Maschinen Do 217  unter Leitung der führende E-Stelle Rechlin vor Peenemünde-West schon Ende Mai 1943 auf ein Zielschiff beendet waren.  Von 9 Abwürfen am 31.05.1943 war ein Versager drunter.


Gruß, Axel

Luftwaffe zur See

Trimmer

Hallo Sebastian, vielleicht könnte Günter - Halina- bei der Beantwortung dieser Frage helfen ( Hessen ). In meinem Material finde ich nichts über Gleitbombentests im Gebiet Gotenhafen Mitte 44

Gruß - Achim - Trimmer
Auch Erfahrung erhält man nicht umsonst, gerade diese muß man im Leben vielleicht am teuersten bezahlen
( von Karl Hagenbeck)

halina

Moin , was den Zeitraum Mai 1943 angeht mit Bombenwürfen auf die "HESSEN" muss ich passen , denn zu diesem Zeitpunkt fuhr
ich noch auf der "ZÄHRINGEN" im Seegebiet vor Rügen mit Zerstörer-Schiessen und in der Bucht von Eckernförde ankerliegend beim
Torpedo-Übungsschiessen zur Erprobung neuer Zündköpfe die von der TVA durchgeführt wurden .
Was die von mir genannten Bomben-Zielwürfe im Frühjahr 1944 angeht , habe ich in Erinnerung dass diese in grosser Höhe
abgeworfen wurden , die Trefferquote sollte angeblich unter 1 % gelegen haben wobei natürlich zu berücksichtigen ist das ein
Schiff mit ca. 18-20 Kn Fahrt und ständigen Kursänderungen nicht leicht zu treffen ist . Dieser Einsatz wurde angeblich vom Lehr -
Geschwader 1  ausgeführt und fand im Seegebiet vor Swinemünde statt , mehr kann ich hierzu leider nicht berichten .
                                                                                                                                                                                       Gruss Halina
" Man muss nicht unbedingt das Licht des Anderen ausblasen , um das eigene Licht leuchten
zu lassen"
                      Phil Borman

redfort

#50
Zitat von: halina am 19 Juni 2013, 11:31:08
Was die von mir genannten Bomben-Zielwürfe im Frühjahr 1944 angeht , habe ich in Erinnerung dass diese in grosser Höhe
abgeworfen wurden , die Trefferquote sollte angeblich unter 1 % gelegen haben wobei natürlich zu berücksichtigen ist das ein
Schiff mit ca. 18-20 Kn Fahrt und ständigen Kursänderungen nicht leicht zu treffen ist . Dieser Einsatz wurde angeblich vom Lehr -
Geschwader 1  ausgeführt und fand im Seegebiet vor Swinemünde statt , mehr kann ich hierzu leider nicht berichten .
                                                                                                                                                                                       Gruss Halina

Moin,
sorry ! Mag ja sein das HESSEN zu Bombenzielwürfen herangezogen worden ist, aber bestimmt nicht für das Lehr-Geschwader 1.
Dieses Geschwader lag anfang 1944 zum Teil in Griechenland und Norditalien. Ab Mitte 1944 an der Westfront.
Das einzige was wirklich Sinn macht wäre das Lehr- und Erprobungskommando 36 ( Schulungs- und Prüfungseinheit für Gleitbomben PC 1400 X (Fritz X) und HS 293 A)  in Garz / Usedom.
Aufgestellt am 31.07.1943 und aufgelöst im Dezember 1944.
Ausgerüstet mit Do 217, He 111, He 177 und Fi 156

Nur zu Info /OT:
Übrings die Gleitbomben wurden von Herrn Meier im Herbst 1944 verboten. In Unkenntniss der Lage das in der zwischenzeit das ital. Schlachtschiff ROMA durch Gleitbomben versenkt wurde. Einige andere Schiffe schwer beschädigt wurden (u.a. HMS WARSPITE,  US-Kreuzer SAVANNAH und PHILADELPHIA, HMS UGANDA u.v.a. ) Der ganze Kram musste auf Befehl verschrottet werden.
Gruß, Axel

Luftwaffe zur See

Jong

Zitat von: redfort am 19 Juni 2013, 14:29:48

Moin,
sorry ! Mag ja sein das HESSEN zu Bombenzielwürfen herangezogen worden ist, aber bestimmt nicht für das Lehr-Geschwader 1.
Dieses Geschwader lag anfang 1944 zum Teil in Griechenland und Norditalien. Ab Mitte 1944 an der Westfront.
Das einzige was wirklich Sinn macht wäre das Lehr- und Erprobungskommando 36 ( Schulungs- und Prüfungseinheit für Gleitbomben PC 1400 X (Fritz X) und HS 293 A)  in Garz / Usedom.
Aufgestellt am 31.07.1943 und aufgelöst im Dezember 1944.
Ausgerüstet mit Do 217, He 111, He 177 und Fi 156

Ja im Internet ist es überall zu finden das mit Fritz X dort herum experimentiert wurde...
Aber stimmt das wirklich ?

Erprobungskommando 36
Aufstellung in Garz gemäß Befehl vom 10. August 1943 durch Umbenennung des 13./Kampfgeschwaders 100. Erprobung der Truppentauglichkeit der Nachfolgemuster der Hs 293 sowie Einweisung von Beobachtern auf die mit Kehlgerät FuG 203 ausgestatteten He 177. Auflösung am 12. Juli 1944. Versetzung des Personals zum E-Kommando 25 zur Fortführung der Erprobung der Jäger-Flugkörper.

Zitat von: redfort am 19 Juni 2013, 14:29:48
Nur zu Info /OT:
Übrings die Gleitbomben wurden von Herrn Meier im Herbst 1944 verboten. In Unkenntniss der Lage das in der zwischenzeit das ital. Schlachtschiff ROMA durch Gleitbomben versenkt wurde.

Sind dem Schwachmaten die Roma Trefferbilder etwa vorenthalten worden, warum kam es zum Verbot ?

Gruss
Jong

halina

Moin Redfort , als Luftwaffen-Spezialist stehen Dir bekanntlich umfangreiche Dokumente und Datensätze zur Verfügung die in
der Regel sehr ergiebig sind , aber wohl auch nicht immer lückenlos . Mir geht es darum als Zeitzeuge festzuhalten , dass auch
auf die "HESSEN" Gleitbomben-Abwürfe stattfanden , dies wurde jedoch in Deiner Antwort # 35 verneint .
                                                                                                                                                                       Grüsse Halina
" Man muss nicht unbedingt das Licht des Anderen ausblasen , um das eigene Licht leuchten
zu lassen"
                      Phil Borman

redfort

#53
Moin,

@Jong:
Zitat von: Jong am 19 Juni 2013, 16:30:28
Sind dem Schwachmaten die Roma Trefferbilder etwa vorenthalten worden, warum kam es zum Verbot ?

Tja ein weiter Weg von Italien nach Berlin für die Trefferbilder. ;D
Ne im Ernst:
Ganz einfach weil das Fachpersonal der Fernlenkwaffen  durch Hauptdienstleiter Saur, der die Führung der Jägerproduktion übernommen hat, für den Jagdflugzeugbau abgestellt wurden. Die Techniker versucht darauf hin in einer Denkschrift vom 15.08.1944 an Reichsführer Himmler die vieleicht kriegsentscheidenen Bedeutung dieser Waffe hinzuweisen. Doch ohne Erfolg. Kurz darauf kam das Verbot von dem Hr. Meier für den weiteren Einsatz dieser Waffen.  :BangHead:

Mmmh, nach meine Unterlagen ist die 13./ KG 100 am 20.04.43 aufgestellt und am 31.07.1943 vom E.K. 36 übernommen wurden.
Schätze mal das der 10.08.1943 das Datum des Befehls war.  Meistens steht da noch drin mit Wirkung zum .....

@Günter:
Nimm es mir nicht krumm, aber war nur etwas verdutzt das Zielschiffe der KM für die Luftwaffe zur Verfügung gestellt wurden, obwohl diese genug eigene Zielschiffe hatten. Deshalb erstmals die verneinung.
Gruß, Axel

Luftwaffe zur See

Trimmer

Hallo Axel - bei KG 100 bzw KG 200 taucht bei mir aber immer nur Garz/Rügen auf -  :/DK: aber nie irgend welche Einsätze - Gotenhafen.

Gruß - Achim - Trimmer
Auch Erfahrung erhält man nicht umsonst, gerade diese muß man im Leben vielleicht am teuersten bezahlen
( von Karl Hagenbeck)

halina

Moin Axel , geht schon so in Ordnung, die Abwürfe auf ein schnelllaufendes Schiff waren für den Bomben-Lenker eine besondere
Herausforderung gegenüber unbeweglichen Seezielen wie die von Dir genannten Auflieger-Schiffe der Luftwaffe .
                                                                                                                                                                                 Grüsse Günter
" Man muss nicht unbedingt das Licht des Anderen ausblasen , um das eigene Licht leuchten
zu lassen"
                      Phil Borman

redfort

Hallo Achim,
ne,ne gemeint ist der Fliegerhorst Garz auf Usedom.

Hab da nur so ein Verdacht mit Gotenhafen, und zwar das Kampfgeschwader 102 (ex. Kampfschulgeschwader 2) in Riga.
Aber die hatten ja selber genug Schiffe zum üben. Jedenfalls wurden diesem Geschwader Schiffe zu Verfügung gestellt und diesem unterstellt.
Gruß, Axel

Luftwaffe zur See

Trimmer

Axel - Usedom ist natürlich richtig  :BangHead: ich bin irgendwann mal über die Seiten  www.2.dk/air/kampf/kg100.htm  darüber gestolpert

Gruß - Achim
Auch Erfahrung erhält man nicht umsonst, gerade diese muß man im Leben vielleicht am teuersten bezahlen
( von Karl Hagenbeck)

spinner

Ich hab noch mal ne Frage an die Expertenrunde. Wenn die hier falsch aufgehoben ist, dann möge mir das verzeihen bzw. den post verschieben.
Ich such die Nummer der Hellinge von folgende drei Kreuzern der Kriegsmarine
Emden / Kriegsmarinewerft Wilhelmshafen / Helling ?
Königsberg / Kriegsmarinewerft Wilhelmshafen / Helling ?
Karlsruhe / Deutsche Werke Kiel / Helling ?
und von dem Linienschiff
Schlesien / Schichau Werft Danzig / Helling ?

Bitte kein Ratespiel sondern nur antworten wenn man es weiß - Danke



halina

Moin Spinner , was Deine Anfrage zu Wilhelmshaven (bitte mit V ) angeht , hier die Antwort :                            Gruss Halina

Leichter Kreuzer "EMDEN"  , Stapellauf am 7.1.1925 von der Helling  1 , Kreuzer "KÖNIGSBERG" am 26.3. 1927 von der Helling  2
" Man muss nicht unbedingt das Licht des Anderen ausblasen , um das eigene Licht leuchten
zu lassen"
                      Phil Borman

Impressum & Datenschutzerklärung