Welches Marine-Buch liest Du derzeit ???

Begonnen von Mario, 27 Mai 2006, 18:30:29

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Urs Heßling

moin,

gestern aus der ZMS-Kiste in Rostock :
https://winklerverlag.com/v88-4x/index.html

Sehr interessant betr.
- Seeoffiziere (besonders Tirpitz) gegen Ingenieuroffiziere, und deren "Minderstatus"
- problematischer Wahl des Flottenchefs 1913 (es wurde dann v. Ingenohl)

Gruß, Urs
"History will tell lies, Sir, as usual" - General "Gentleman Johnny" Burgoyne zu seiner Niederlage bei Saratoga 1777 im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg - nicht in Wirklichkeit, aber in George Bernard Shaw`s Bühnenstück "The Devil`s Disciple"


Stephan1975

moin,
aktuell lese ich
"Augen durch Nacht und Nebel" von Cajus Bekker
"Die Deutsche Flotte in großer Zeit", Ausgabe von 1926
"Unsere Marine im Weltkrieg", Ausgabe von 1927

beste Lesegrüße aus Essen
Stephan :ML:
Ruhe bewahren, Nerven behalten.

kalli

Gerade gelesen Robert Gerwarth: ,,Die Besiegten: Das blutige Erbe des Ersten Weltkriegs", ISBN 978-3-8275-0037-3

Aus dem Klappentext:

Die Brutalität des Ersten Weltkriegs ist in der kollektiven Erinnerung Europas fest verankert. Fast völlig vergessen ist hingegen das Leid, dass die zahlreichen (Bürger-)Kriege, Vertreibungen, Pogrome und gewaltsamen Auseinandersetzungen nach Ende des Ersten Weltkriegs über weite Teile des Kontinents brachten. Von Russland, der Ukraine und den Staaten Osteuropas, von Deutschland und Österreich bis zum Balkan und in den Mittleren Osten wurde um das Erbe der zerbrechenden Reiche gerungen und für eine neue Ordnung getötet. Die nicht enden wollenden Kämpfe der Zwischenkriegszeit, so zeigt Robert Gerwarth in seiner umfassenden Studie, kosteten nicht nur Millionen Menschenleben, sie hinterließen auch unter den Überlebenden ein explosives Erbe: schwache Staaten, traumatisierte und hasserfüllte Bevölkerungsgruppen sowie Politiker und Militärs, die nur auf die nächste Gelegenheit warteten, um Rache zu üben.

Ein m.E. gutes und wichtiges Buch, sehr gut geschrieben/übersetzt und mit einem ca 120 seitigen informativen Anhang versehen. Ich kann es nur empfehlen.

Albin

Wie ich zum Tode verurteilt wurde - Die Marinetragödie im Sommer 1917 von Hans Beckers
Aktuell zu 100 Jahre Meuterei in der Hochseeflotte.

Karsten

Zitat von: kalli am 11 April 2017, 20:11:49
Gerade gelesen Robert Gerwarth: ,,Die Besiegten: Das blutige Erbe des Ersten Weltkriegs", ISBN 978-3-8275-0037-3

Aus dem Klappentext:

Die Brutalität des Ersten Weltkriegs ist in der kollektiven Erinnerung Europas fest verankert. Fast völlig vergessen ist hingegen das Leid, dass die zahlreichen (Bürger-)Kriege, Vertreibungen, Pogrome und gewaltsamen Auseinandersetzungen nach Ende des Ersten Weltkriegs über weite Teile des Kontinents brachten. Von Russland, der Ukraine und den Staaten Osteuropas, von Deutschland und Österreich bis zum Balkan und in den Mittleren Osten wurde um das Erbe der zerbrechenden Reiche gerungen und für eine neue Ordnung getötet. Die nicht enden wollenden Kämpfe der Zwischenkriegszeit, so zeigt Robert Gerwarth in seiner umfassenden Studie, kosteten nicht nur Millionen Menschenleben, sie hinterließen auch unter den Überlebenden ein explosives Erbe: schwache Staaten, traumatisierte und hasserfüllte Bevölkerungsgruppen sowie Politiker und Militärs, die nur auf die nächste Gelegenheit warteten, um Rache zu üben.

Ein m.E. gutes und wichtiges Buch, sehr gut geschrieben/übersetzt und mit einem ca 120 seitigen informativen Anhang versehen. Ich kann es nur empfehlen.
Steht auf meiner Liste. Ich habe gerade gelesen: Ian Kershaw "Höllensturz". Auch sehr zu empfehlen.
Viele Grüße,

Karsten

bodrog

Zitat von: Albin am 11 April 2017, 20:25:12
Wie ich zum Tode verurteilt wurde - Die Marinetragödie im Sommer 1917 von Hans Beckers
Aktuell zu 100 Jahre Meuterei in der Hochseeflotte.

Ausgerechnet der, wo er doch seine Kameraden Reichpietsch und Köbis ans Messer geliefert hat... Der Herr Beckers hat seine Rolle eigenpublikatorisch sehr geschönt bei der Sache muss man sagen, wenn man seine Eigenaussagen dazu kennt

Albin

Zitat von: bodrog am 11 April 2017, 21:27:37
Zitat von: Albin am 11 April 2017, 20:25:12
Wie ich zum Tode verurteilt wurde - Die Marinetragödie im Sommer 1917 von Hans Beckers
Aktuell zu 100 Jahre Meuterei in der Hochseeflotte.

Ausgerechnet der, wo er doch seine Kameraden Reichpietsch und Köbis ans Messer geliefert hat... Der Herr Beckers hat seine Rolle eigenpublikatorisch sehr geschönt bei der Sache muss man sagen, wenn man seine Eigenaussagen dazu kennt

Kennst du dazu auch andere Literatur? ggf. objektiver?

t-geronimo

Zitat von: t-geronimo am 09 Februar 2017, 19:37:26
In wenigen freien Minuten:

Mike Carlton: "Cruiser: The Life and Loss of HMAS Perth and Her Crew":

https://www.amazon.de/Cruiser-Life-Loss-HMAS-Perth/dp/1864711337/ref=sr_1_2?ie=UTF8&qid=1486665374&sr=8-2&keywords=mike+carlton

Eine absolute Empfehlung!!
Das Buch kommt anfangs etwas langsam in Schwung, denn mit der Geschichte der Perth beginnt auch sowohl die der Besatzung als auch die Vorgeschichte des 2. Weltkriegs. Carlton nimmt sich für beides einige Zeit, und für den geschichtlich einigermaßen Informierten ist da nichts neues dabei.
Auch die Vorgeschichten der Besatzungsmitglieder, was sie vor der Marine gemacht haben und aus welchen familiären und gesellschaftlichen Verhältnissen sie kamen, ist manchmal etwas langatmig.
Doch zusammen mit der Perth nimmt auch das Buch immer mehr Fahrt auf. Der Autor versteht es sehr gut, ein Bild der Stimmung an Bord unter den unterschiedlichen Kommandanten zu zeichnen, sowohl vor als auch im Krieg. Besonders sticht dabei hervor, wie sich für das Schiff und seine Besatzung alle änderte, als es vom zähen Geleitdienst in den Hexenkessel Mittelmeer im Frühjahr 1941 kam. Man atmet quasi selber durch, als diese Zeit dann beendet war und der Kreuzer in seine Heimat zurückkehrte.
Nachdem dann das Schiff sein Schicksal in der Sunda-Straße ereilte, ist das Buch noch lange nicht zu Ende. Carlton versucht, den Werdegang vieler Überlebender nachzuzeichnen. Dabei bringt er dem Leser recht anschaulich die Schrecken und Gräuel der japanischen Gefangenen- und Arbeitslager nahe und wieder kann man förmlich die Erleichterung mitfühlen, als der Krieg endlich zu Ende war und die Befreiung für diejenigen nahte, die die Strapazen und Krankheiten der letzten Jahre überlebt hatten.

Vielleicht erfährt man über den eigentlichen Lebenslauf des Schiffes nicht viel neues, über das "Wesen Schiff" jedoch eine Menge. Ich freue mich daher jetzt schon auf das neue Buch von Mike Carlton, "Flagship":
--/>/> https://www.amazon.de/FLAGSHIP-Mike-Carlton/dp/0857987771/ref=sr_1_11?s=books-intl-de&ie=UTF8&qid=1491949218&sr=1-11&keywords=flagship
Gruß, Thorsten

"There is every possibility that things are going to change completely."
(Captain Tennant, HMS Repulse, 09.12.1941)

Forum MarineArchiv / Historisches MarineArchiv

Darius

Hallo zusammen,

aktuell habe ich "Marine-Einsatz-Kommandos im Kommando der Kleinkampfverbände der Kriegsmarine 1944-1945" durch und mit dem Nachfolger "Sturmboote im Kommando der Kleinkampfverbände der Kriegsmarine und ihre italienischen Vorbilder" habe ich begonnen. Kann beide Werke unseres HMA-Mitstreiters wirklich weiterempfehlen  :TU:)

In der Vorschau evtl. von Interesse:
--/>/> Wiederauflage von Unbroken - The Story of a Submarine
--/>/> The British Pacific Fleet - The Royal Navy's Most Powerful Strike Force
--/>/> Revised edition von Seizing the Enigma - The Race to Break the German U-Boat Codes, 1933-1945
--/>/> Wiederauflage von British Cruisers of the Victorian Era
--/>/> A Dictionary of Coastal Command 1939 - 1945
--/>/> Attack on the Scheldt: The Struggle for Antwerp 1944  --> Veröffentlichung verzögert sich


:MG:

Darius

t-geronimo

Gruß, Thorsten

"There is every possibility that things are going to change completely."
(Captain Tennant, HMS Repulse, 09.12.1941)

Forum MarineArchiv / Historisches MarineArchiv

Richard Aigner

"Georg Langheld, ein jüdischer Marineoffizier in der deutschen Wehrmacht", Autor dessen Sohn Georg F. Langheld.
sehr empfehlenswert
Richard Aigner

kalli

Ich habe mir Matthias Uhls ,,Stalins V-2" vorgenommen. Der Rezension von Rainer Karlsch ( hier ) kann ich nur zustimmen. Wer sich mit der amerikanische Raketenentwicklung und dem Beitrag Wernher von Brauns und Kollegen beschäftigt, sollte auch die andere Seite und die deutsche Mitwirkung daran betrachten. Uhl gibt dazu eine umfassende Darstellung.

der erste

Ich ebenfalls, allerdings die aktuell im Helios Verlag erschienene Ausgabe.

Manfred Heinken

#1109
Moin zusammen,
Gelesen habe ich das Buch: "Eine Walfangreise auf der Walter Rau 1938/39".
Heinrich Wickede hieß der Seemann der 1938 auf der "Walter Rau" anheuerte um sich das Geld für die Seefahrtsschule in Hamburg zuverdienen, damit er sein Patent für die Große Fahrt machen konnte.
Der Krieg hat aber auch das verhindert.
Während seiner Zeit auf der "Walter Rau" hat er täglich das Niedergeschrieben was er an Bord erlebt und gesehen hat.
Das alles liest sich einfach prima.
1.331 Wale haben sie zur Strecke gebracht. Darunter sogar Walkühe, die ihren Nachwuchs noch nicht einmal zur Welt  bringen konnten
Walfang war zu der Zeit ein großer Wirtschaftszweig.

In Bremerhaven im Museum liegt die "Rau IX". So sahen die Jäger aus, die die "Walter Rau" mit geschossenen Walen belieferten.
Die "Rau IX" wurde allerdings nicht mehr zum Walfang eingesetzt, sie wurde gleich nach Fertigstellung zur Marine eingezogen.

Die Enkeltochter von Heinrich Wickede, Silke M. Zacharias, hat das Tagebuch so veröffentlich wie er es geschrieben hat.

Mit besten Grüßen
Manfred Heinken

In der Anlage das Buch und die " Rau IX" in BHV
Mein Foto, mein Copy.





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