Welches Marine-Buch liest Du derzeit ???

Begonnen von Mario, 27 Mai 2006, 18:30:29

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Hastei

ich habe gerade dieses Buch gelesen. Der Titel machte mich Neugierig, aber ich wurde enttäuscht.
Wenn ältere Herren erlebte Ereignisse schildern, die 65 und mehr Jahre zurückliegen, darf man nicht alles auf die Goldwaage legen.
Wer das nicht kann, so wie ich, für den ist das nichts.

Gruß Hastei

Darius

Hallo zusammen,

Helmut Giessler:
Der Marine-Nachrichten- und Ortungsdienst - Technische Entwicklung und Kriegserfahrungen Erschienen 1971 im Lehmanns Verlag als Band 10 der Reihe Wehrwissenschaftliche Berichte des Arbeitskreises für Wehrforschung

:MG:

Darius

Chrischnix


Choral am Ende der Reise (Erik Fosnes Hansen)
Schöne Grüße
Christian

Alles ist gut,
nur nicht überall,
nicht immer,
nicht für alle !

Suedwester

Ich lese gerade einen Uralt-Schinken: János Erdödy: Wachablösung auf dem Ozean. Zählt das auch? :D
Man sollte Denken lehren, nicht Gedachtes.

Big A

Die FIST hat mir aus dem Keller zwei Bücher bereitgestellt:

Jentschura, Jung, Mickel: Die japanischen Kriegsschiffe 1869 - 1945, München 1970, in der besten Gröner-Tradition, übersichtlich und ausführlich, wirklich sehr empfehlenswert, leider aber wohl nicht mehr neu erhältlich und gebraucht nach meinen Recherchen ziemlich teuer

Shizuo Fukui, Überblick über die die Schiffe der japanischen Kriegsmarine 1925/1947, Buch auf japanisch mit kurzen englischen Texten, zeigt viele mir bis dato unbekannte Bilder von den Wracks, welche nach 1945 in und um Japan lagen und gibt einige Hinweise auf den Verbleib der Flotteneinheiten, welche 1945 noch existierten, sehr empfehlenswert aber leider auch nicht mehr erhältlich

Axel
Weapons are no good unless there are guts on both sides of the bayonet.
(Gen. Walter Kruger, 6th Army)

Real men don't need experts to tell them whose asses to kick.

Leutnant Werner

Die letzten Bücher, die ich mir (am Neujahrstag in der Bahn) reingezogen habe, waren die beiden ungemein wertlosen Abhandlungen von Kühlwetter und von Dohm zur Skagerrakschlacht. Diese Werke waren in den Zwischenkriegsjahren in unglaublichen Auflagen bei Ullstein und bei Bertelsmann erschienen, und transskribierten das um Sachlichkeit wenigstens ein bisschen (und damit umsonst) bemühte "Krieg zur See" zum Thema in die zeitgenössisch schwer angesagte "Blut-und-Eisen"-Lyrik.
Die Bücher kamen fast kostenlos an mich, aus einem Nachlass. Hab ich mir jetzt angeguckt wegen des Threads von Jutlandtruth. Erkenntniswert = 0, auch wenn einer der Autoren wohl Augenzeugenberichte eingeflochten hat.

Glasisch

Zitat von: Leutnant Werner am 04 Januar 2011, 14:38:25
Die letzten Bücher, die ich mir (am Neujahrstag in der Bahn) reingezogen habe, waren die beiden ungemein wertlosen Abhandlungen von Kühlwetter und von Dohm zur Skagerrakschlacht. Diese Werke waren in den Zwischenkriegsjahren in unglaublichen Auflagen bei Ullstein und bei Bertelsmann erschienen, und transskribierten das um Sachlichkeit wenigstens ein bisschen (und damit umsonst) bemühte "Krieg zur See" zum Thema in die zeitgenössisch schwer angesagte "Blut-und-Eisen"-Lyrik.
Die Bücher kamen fast kostenlos an mich, aus einem Nachlass. Hab ich mir jetzt angeguckt wegen des Threads von Jutlandtruth. Erkenntniswert = 0, auch wenn einer der Autoren wohl Augenzeugenberichte eingeflochten hat.

Hallo Leutnant Werner,

Der Arno Dohm war das beliebteste Buch meiner Vorjugendzeit. Da übte ich mich im gedruckten Sütterling, was jetzt sehr zu Passe kommt (das Geschriebene muß ich mir noch beibringen). Ich habe mir es dauernd angesehen und war von der Schärfe der Fotos tief beeindruckt. Leider ist es mir in Laufe der Zeit abhanden gekommen, aber ich versuche meine erste maritime Liebe doch mir zu besorgen.

Gruß
Micha
,,Ruhe in den Telefonen. Denkt daran, daß auch in England auf jeden Mann eine Mutter wartet!" KzS Helmuth Brinkmann Kommandant der ,,Prinz Eugen"  in der Dänemarkstrasse am  24. Mai 1941, nachdem die ,,Hood" kurz davor explodiert worden war.

Leutnant Werner

Wenn Du so daran hängst, Micha, dann schick ich Dirs per Post. Schick mir ne PN mit Deiner Adresse

ufo

Auf manche Buecher muss man einfach warten koennen. Ich finde die Logistik hinter dem Schlachtenlaerm ja doch immer ausgesprochen spannend. So habe ich schon vor laengerem mit Spannung die "Merchant Shipping and the Demands of War" aus der "History of the Second World War" Series gelesen. Tolles Buch! Aber wann immer es um Oeltransport geht verweist die Autorin auf das Buch "Oil" von Payton-Smith aus der selben Serie. Das aber ist selten und ueber die letzten Jahre hab ich es nie fuer unter 80 Pfund gesehen. Hrmpf!

(Stimmt nicht – vor vielen Jahren mal fuer 20 Pfund bei ebay. Damals hatte ich aber keine 20 Pfund uebrig. Seufz!)

Kurz vor Weihnachten trudelt doch eine e-mail von einem der Buchsucher, bei denen ich Suchen gespeichert habe ein: Der Payton-Smith fuer 7 Pfund Sterling.  :-D

Nach Neujahr wieder aus dem Winterurlaub nach Hause kommend, lag es dann in der Post. Ich mag ja ueberhaupt Buecher. Ich finde Buecher einfach aesthetisch. Einige von der "History of the Second World War" Series gibt es ja inzwischen als Paperback Nachdrucke. Ok. Aber nicht das Selbe! Die Erstausgaben haben noch die liebevoll gefalteten Ausklappkarten.

Schon drollig die Geschichte meines Buches selbst – Druckfrisch in eine oeffentliche Leihbuecherei und da schmachtete es dann von 1972 bis 2010; grad gut zehn Mal ausgeliehen in den Jahren. Das ist natuerlich noch reichlich gegen mein geschaetztes Handbuch der Ballistik vom Cranz, welches es in fuenfzig Jahren Buecherei auf rein gar keine Ausleihen brachte aber zehn Mal ist als Investition fuer eine Oeffentliche Buecherei auch nicht so toll. Nu ists bei mir und wird sehr geschaetzt.

Ich bin grad durch die ersten Kapitel und hab etwas quer gelesen – schoenes Buch! Der Aufbau ist wie bei vielen aus der Serie chronologisch wobei es aber Kapitel mit Schwerpunkten gibt. Jedem Kapitel folgt ein eigener Anhang mit Tabellen und Graphen.

Der Autor beginnt mit einem kurzen Abriss der Vorgeschichte. Beschreibt die Britischen Bemuehungen in den Zwischenkriegsjahren kontrollierende Anteile in der Oelfoerderung zu erwerben – recht erfolglos; beschreibt die halbherzigen Versuche Kohle nach Fischer Tropsch zu veroelen, um so Autarkie zu erreichen. Als es dann los geht ist Britannien dann doch auf Importe von nominell unabhaengigen Firmen und Laendern angewiesen.

Bin gespannt wie es weitergeht.

Ufo     

Hastei

nachdem ich mit höchstem Interessen das Buch "Kaiseradler und Halbmond" von unserem  bernd Langensiepen gelesen hatte,                                    habe ich, obwohl nicht gerade ein Marine -Buch,mich in das Buch Gallipoli 1916 verbissen,von Klaus Wolf.                                                               Das ist eine schöne Ergänzung zum vorgenanntem Buch , denke ich mal.
Was soll ich sagen ? Mein Bild von der Deutsch -Türkischen -Waffenbruderschaft oder Deutsch-Türkischen Freundschaft ist jetzt ganz zusammengebrochen.
Ich hatte als Jugendlicher (wie sich das heute anhört ) die beiden Bücher .Die Hölle von Gallipoli von Walter v. Schoen und
der kampf um die Dardanellen von Clemens Laar und noch ein Buch von Goeben und Breslau ,Titel und Autor jetzt nicht greifbar bekommen und gelesen.
Dann kamen noch diverse Zeitungs und Magazin -Geschichten dazu und mein Bild war perfekt. .
Und nun diese beiden Bücher.
Also , kann ich bestens Empfehlen

Gruß Hastei

Darius

Hallo zusammen,

also nun ist bei mir "Der Lufttorpedo - Entwicklung und Technik in Deutschland 1915-1945" von Friedrich Lauck dran.

So wie es die Kollegen hier schon häufig genannt haben  und auch wenn ich erst auf Seite 38 bin: Sehr empfehlenswert.

:MG:

Darius

Turbo-Georg

Hallo miteinander,
ich habe vor ein paar Tagen von Freunden ein Buch geschenkt bekommen, das ich mir vermutlich nicht selbst gekauft hätte.
Ich nehme an, den meisten von euch ist es bekannt.

Zur See. - Viceadmiral Henk, Ludwig von
2002, ISBN: 3898362213
KOMET-Verlag GmbH, Köln

Es handelt sich um einen hochwertig ausgestatteten Reprint (fotomechanische Wiederauflage) der Ausgabe von 1891. 450 Seiten, Blaues Leinen mit Goldprägung und Deckelbild.
Es hat Hoch-Format 380 x 280 (Folio) mit 14 ganzseitigen Kunstbeilagen und 376 Textabbildungen als Stiche oder Lithografien.

Interessant finde ich die zeitgenössische Darstellung der noch jungen kaiserlichen Marine in der patriotisch und pathetisch überzogenen Ausdrucksweise am Ende des 19. Jahrhunderts.
Es werden die Schiffe dieser Zeit ebenso beschrieben, wie der Schiffbau, die Hafen- und Werftanlagen sowie das Bordleben.

Es wird zurzeit in recht großer Anzahl zu günstigsten Preisen, zum Teil in Originalverpackung antiquarisch  angeboten (eurobuch.com).

Vermeintlich Schwieriges leicht verständlich machen.

Gruß Georg

ufo

Schoenes Buch was ich da grad am Wickel hab!

Nicht selten wird bei ebay ja ein lahmer Esel mit Raeude und Diabetes als Rennpferd angeboten. 'Gebraucht' heisst bei manchem Verkaeufer von Buechern dass wenigsten 80% der Seiten noch zwischen Buchdeckel und Buchdeckel vorhanden sind.

Ich hatte nicht viel erwartet als ich mir in einer Auktion, die nu' just zu meinem Geburtstag endete "British Destroyers' von Edgar March gekauft hatte – fuer buchstaeblich einen Appel und ein Ei. Wenn ich bei einem Verkaeufer ein nettes Buch entdecke klicker ich mich oft noch durch deren andere Angebote. Wer weiss, was da noch so ist. In diesem Falle war da der mir fehlende Garzke, Dulin "Allied Battleships". Auch der blieb ein absolutes Schnaeppchen.

Nun – sollt' ich mich freuen? Der Verkaeufer hatte die beiden Buecher regelrecht runtergeputzt. Klang so als ob man noch diverse Schleimpilze mit den vergammelnden Seiten bekommen wuerde und die Haelfte der Seiten wuerde wohl zusammengerottet sein. Oder doch nicht?

Gestern kamen die Beiden an. Der Postbote grunzte etwas unwillig ob des Gewichtes. Vorsichtig ausgepackt. Der Schutzumschlag vom March sah so lala aus. In den Sechziger und fruehen Siebziger Jahren waren Glanzpapierumschlaege schrecklich en vogue. Die neigen ueber die Jahre dazu sproede zu werden und regelrecht zu brechen. Man sieht selten einen March oder das Pendant "Battleships" von Oskar Parkes, welches nicht einen vollkommen eckenzerfressenen Schutzumschlag hat. Meiner schneided noch nichtmal schlecht ab. Und das Buch? Keine der von mir befuerchteten Stockflecken. Ok – es mueffelt ordentlich nach altem, klammem Papier. Aber es ist tadelos in Schuss. Der March lebt unter anderem von seinen zahllosen Ausfaltplaenen auf duennem Papier. Es scheint manchen Menschen nicht gegeben zu sein mit sochen Plaenen umzugehen. Bekommt man ein ehemaliges Bibliotheksexemplar so sind die Plaene und Karten meist oben und unten voellig zerfressen, weil irgendwer nicht faehig war die wieder anstaendig einzufalten und die ueber den Buchblock heraus standen. Hier nicht! Jeder Plan wie am Tag des ersten Verkaufes. Tolles Buch; tadellos in Schuss fuer seine 45 Jahre.

Das Teil ist sehr zu empfehlen. Ich hatte ja den Parkes und hatte gehofft, die beiden seien vergleichbar. Bingo! Das Buch liefert nicht nur Informationen ueber die einzelnen Zerstoerer. Die kann man sich zu 75% auch anderswo zusammensuchen. Was den March ausmacht ist, dass er eben auch die Hintergruende der Designs beleuchtet; wie wurde entwickelt, wie getestet? Was waren die Abnahmebedingungen und wie exakt wurden die eingehalten. Wie genau wurden bestimmt Baudetails ausgefuehrt, was war vorgegeben was durften die Werften nach Lust und Laune machen? Was wurde aus welchem Stahl gebaut und warum; wo genietet, wie geschweist; von diesen Details lebt das Buch. Man kann die Kriegschiffbauentwicklung ueber ein halben Jahrhundert im Detail nachvollziehen.

Echt zu empfehlen.
Als Schnaeppchen mag es selten sein. Aber Ausschau halten lohnt allemal!


Ja, und der Garzke, Dulin ist natuerlich toll!
Aber den kennen doch wohl viele. Zu meinem grossen Vergnuegen ist auch der noch tadellos in Schuss.         

Nu hab ich erstmal eine Weile was zu lesen ...
Ufo

Peter K.

Ja, der MARCH .... das ist noch ein richtiges BUCH ... mit diesen genialen, bereits erwähnten Faltplänen .... ein absolutes MUST für alle, die sich für britische Zerstörer interessieren ... leider schwer und selten günstig zu bekommen, aber wirklich sehr zu empfehlen ... meine Ausgabe habe ich ja nun schon länger nicht gesehen, ist aber in guten Händen zur Ausleihe (was ist normalerweise wegen schlechter Erfahrungen sonst nicht mehr mache)!

Tja, heute ist der neueste Streich von Norman FRIEDMAN bei mir eingetrudelt: British Cruisers: Two World Wars and After
... soll wohl den guten alten, aber nur noch schwierig zu bekommenden RAVEN/ROBERTS ersetzen ... scheint nach einem ersten Durchblättern auch ganz gut gelungen zu sein ... viele Skizzen dabei, auch von Umbauten ... auch verschiedene Export-Entwürfe werden abgehandelt ... gute Datenliste im Anhang ...

Allerdings habe ich durch eine Fehlbestellung nun zwei druckfrische Ausgaben dieses Buches hier!
Wenn also jemand Interesse daran hat, gebe ich es für € 50,- + Versand gerne ab - Nachricht bitte per PN!
Grüße aus Österreich
Peter K.

www.forum-marinearchiv.de

Peter K.

Ähm, der FRIEDMAN hat bereits einen neuen Besitzer!
Grüße aus Österreich
Peter K.

www.forum-marinearchiv.de

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