Der russische Kreuzer "ASKOLD" 1902

Begonnen von halina, 11 November 2012, 16:54:55

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halina

Als eine Besonderheit im Schiffbau ist wohl der auf der Germania-Werft in Kiel
gebaute und 1902 in Dienst gestellte geschützte Kreuzer "ASKOLD" der russischen
Marine zu bezeichnen . Der Kreuzer war als Einzelschiff konzipiert , hatte eine
Verdrängung von ca.6.000 t , eine Länge von ca.130 meter , eine Breite von 15m
und erreichte mit ca. 20.000 PS auf 3 Wellen eine Geschwindigkeit von ca. 24 Kn .
Es soll zu dieser Zeit das schnellste Kampfschiff der russischen Marine gewesen
sein in der es bis 1918 in Dienst stand und dann bis 1921 bei der RN , danach zum
Abwracken nach Deutschland .   Die Besonderheit bestand darin , dass dem Kreuzer
5 schlanke Schornsteine verpasst wurden was man wohl als eine Rarität bezeichnen
kann , in der deutschen Marine waren es doch max.nur 4 oder ??
                                                                                       Gruss Halina
Im Anhang noch ein Foto von 1902 nach Indienststellung  (gemeinfrei in der EU)
" Man muss nicht unbedingt das Licht des Anderen ausblasen , um das eigene Licht leuchten
zu lassen"
                      Phil Borman

Urs Heßling

moin,

Zitat von: halina am 11 November 2012, 16:54:55
Die Besonderheit bestand darin , dass dem Kreuzer 5 schlanke Schornsteine verpasst wurden was man wohl als eine Rarität bezeichnen kann ..

In der russischen Marine: ja; fünf Schornsteine zu bieten hatten außerdem (nur) noch die 6 französischen Schlachtschiffe der Danton-Klasse.

"Mehr zu bieten" hatten noch die französichen Panzerkreuzer Edgar Quinet, Waldeck-Rousseau, Ernest Rénan und Jeanne d`Arc mit 6 Schornsteinen.

Gruß, Urs
"History will tell lies, Sir, as usual" - General "Gentleman Johnny" Burgoyne zu seiner Niederlage bei Saratoga 1777 im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg - nicht in Wirklichkeit, aber in George Bernard Shaw`s Bühnenstück "The Devil`s Disciple"

halina

Moin Urs , danke für die Ergäzungen bzgl. französischer Kriegsschiffe , mein Vergleich
bezog sich aber nur auf Schiffe der deutschen Marine .
                                                                                          Gruss Halina
" Man muss nicht unbedingt das Licht des Anderen ausblasen , um das eigene Licht leuchten
zu lassen"
                      Phil Borman

Hastei

der Zossen hat ja einiges mitgemacht, zwei Kriege hat er überstanden, ganz ordentlich , wie ich meine.
Hatte ein verhältnismäßig langes Leben.

kalli

Zitat von: Hastei am 12 November 2012, 09:13:55
der Zossen hat ja einiges mitgemacht, zwei Kriege hat er überstanden, ganz ordentlich , wie ich meine.
Hatte ein verhältnismäßig langes Leben.

bei Port Arthur hat er sich gut geschlagen und durch die Beschädigung und nachfolgende Internierung Glück gehabt, dass er der Tsushima- Vernichtung entgangen ist.
Auf der nachfolgenden Seite einige Fotos aus dem Archiv von D. Lemachko :

http://www.battleships-cruisers.co.uk/askold.htm

halina

Moin ,sehr interessante Fotos vom abenteuerlichen Schiffsleben der "ASKOLD" die
im Link zu sehen sind , nur die Jahreszahl 1900 auf einigen Fotos dürfte nicht
stimmen , denn zu diesem Zeitpunkt war das Schiff noch auf der Helling bzw. gerade
von Stapel gelassen auf der Germania-Werft in Kiel . Die erste Einsatzfahrt nach der
Indienststellung begann von Kronstadt aus 1902 , hier noch ein Foto im Anhang das
ungefähr vor dem Auslaufen gemacht sein könnte .
                                                                                   Gruss Halina
" Man muss nicht unbedingt das Licht des Anderen ausblasen , um das eigene Licht leuchten
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                      Phil Borman

kalli


kalli

Mindestens ebenso interessant ist die Schornsteinanordnung bei Nawarin. Noch eine Zeichnung meines Freundes.

kalli

Dazu eine Literaturempfehlung :
Marine-Arsenal Sonderheft Band 20, Das "Gesicht" der Kriegsschiffe, Teil 2: Schornsteine von Siegfried Breyer. Dort u.a. ein schönes Bild der von Urs erwähnten Ernest Rénan mit ihren 6 Schornsteinen.

Trimmer

#9
Hallo Kalli  - nun diese interessante Schonsteinvariante findest Du z.B. auch bei der Panzerkorvette "Sachsen " oder "Bayern ". Oder was mir auch gut gefällt  USS "Alabama " ( die Erste )
Gruß - Achim - Trimmer
Auch Erfahrung erhält man nicht umsonst, gerade diese muß man im Leben vielleicht am teuersten bezahlen
( von Karl Hagenbeck)

olpe

Zitat von: halina am 12 November 2012, 13:50:14
nur die Jahreszahl 1900 auf einigen Fotos dürfte nicht stimmen , denn zu diesem Zeitpunkt war das Schiff noch auf der Helling bzw. gerade von Stapel gelassen auf der Germania-Werft in Kiel.
Hallo,
in der Tat, 1900 ist wohl etwas zu früh ... der Stapellauf fand am 02.03.1900 statt ... im Oktober lag das Schiff noch an der Ausrüstungspier, die Schornsteine wurden gesetzt ... die Probefahrten der "ASKOL'D" sind in 1901 angesiedelt ...
Hier noch weitere schöne Bilder des Schiffes - auch während des Baues - aus russischen Quellen:

Die "ASKOL'D"

Grüsse
OLPE

halina

Moin Olpe , danke für den Link mit den interessanten Bildern , der Kreuzer muss
wohl 1918 in einem bedauernswerten Zustand von der RN übernommen worden sein,
denn er wurde nur noch angeblich als Depotschiff eingesetzt und selbst die russische
Marine wollte ihn nicht mehr zurücknehmen , das Ende war dann 1922 in Hamburg .

                                                                                       Gruss Halina
" Man muss nicht unbedingt das Licht des Anderen ausblasen , um das eigene Licht leuchten
zu lassen"
                      Phil Borman

halina

moin ,hier mal ein Foto des Schwesterschiffes des von Urs erwähnten Panzerkreuzers
Ernest Renan , es ist die "Edgar Quinet" mit 6 Schornsteinen um 1911 .
                                                                                                   Gruss Halina
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                      Phil Borman

Urs Heßling

"History will tell lies, Sir, as usual" - General "Gentleman Johnny" Burgoyne zu seiner Niederlage bei Saratoga 1777 im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg - nicht in Wirklichkeit, aber in George Bernard Shaw`s Bühnenstück "The Devil`s Disciple"

olpe

Hallo,
... @halina  top ... @urs  top ...
schöne Bilder. Es ist immer wieder intesssant, die Wege der marineschiffbaulichen Ingenieurskunst zur damaligen Zeit zu sehen ... mit welchen Ideen und Lösungsansätzen die auftraggeberseitigen Forderungen in Entwürfe und Ergebnisse umgesetzt wurden ...
Grüsse
OLPE

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